Sexlab

In unserem Sexlab untersuchen wir die Grundlagen menschlicher Sexualtäten im Labor. Wir nutzen vor allem psychophysiologische, pharmakologische und neuroendokrinologische Methoden. Um sexuelle Erregung im Labor zu induzieren, schauen Studienteilnehmende pornographische Bilder oder Videos an oder masturbieren bis zum Orgasmus, während wir die Körperreaktionen untersuchen.

Wie sieht das konkret aus?

In einer aktuellen Studie haben wir zum Beispiel untersucht, wie ein Medikament, das häufig zur Behandlung von zwanghafter sexueller Verhaltensstörung verabreicht wird und einen wichtigen neurochemischen Mechanismus blockiert, den sexuellen Reaktionszyklus beeinflusst. In einer weiteren Studie, die bereits publiziert wurde, haben wir untersucht in welchen Tierarten Masturbation beobachtet wurde, haben die Häufigkeit zwischen den Geschlechtern untersucht und aus den gewonnenen Daten eine neue Theorie entwickelt, warum zahlreiche Tierarten masturbieren.

Ausgewählte Publikationen

  • Fuss, J., Bindila, L., Wiedemann, K., Auer, M. K., Briken, P., & Biedermann, S. V. (2017). Masturbation to orgasm stimulates the release of the endocannabinoid 2-arachidonoylglycerol in humans. The journal of sexual medicine, 14(11), 1372-1379.
  • Fuss, J., Claro, L., Ising, M., Biedermann, S. V., Wiedemann, K., Stalla, G. K., ... & Auer, M. K. (2019). Does sex hormone treatment reverse the sex-dependent stress regulation? A longitudinal study on hypothalamus-pituitary-adrenal (HPA) axis activity in transgender individuals. Psychoneuroendocrinology, 104, 228-237.
  • Roth, L., Briken, P., & Fuss, J. (2022). Masturbation in the Animal Kingdom. The Journal of Sex Research, 1-13.

Kontakt

Prof. Dr. med. Johannes Fuß

E-Mail: johannes.fuss@uni-due.de