AG Littwitz-Salomon
Forschungsbereich
Natürliche Killerzellen (NK-Zellen) sind Zellen des angeborenen Immunsystems und stellen damit einen der ersten Abwehrmechanismen vor Krankheitserregern dar. Mit ihren Keimbahn-kodierten Rezeptoren erkennen und eliminieren sie sowohl Virus-infizierte als auch entartete Zellen und kommunizieren mit weiteren Immunzellen mittels Zytokinausschüttung. Während einer retroviralen Infektion, z.B. durch das Humane Immundefizienz-Virus (HIV), Simian Immunodefizienz-Virus (SIV) oder Friend Retrovirus (FV), zeigen NK-Zellen ihre “Killer“-Funktion und halten die Viruslast auf einem niedrigen Niveau. Im späteren Verlauf der retroviralen Infektion sind NK-Zellen jedoch nicht mehr funktionell und verlieren ihr zytotoxisches Potential. Obwohl sie zum angeborenen Immunsystem gehören, wird NK-Zellen seit einigen Jahren paradoxerweise eine Gedächtnisfunktion zugeschrieben. Für diese kleine Gedächtnis-Population konnte sogar nach Re-Stimulation eine Pathogen-spezifische Abwehr und Langlebigkeit in einigen Infektionsmodellen gezeigt werden.
Durch ihre vielfältigen Funktionen und schnelle Pathogenabwehr kommt NK-Zellen in der Klinik eine sehr große Bedeutung zu. In meiner Forschung interessiere ich mich für die Biologie und Modulation der NK-Zellen nach Retrovirus-Infektion, d.h. welche Signalmoleküle spielen eine Rolle und wie sind andere Zellen, wie z.B. regulatorische T-Zellen oder Dendritische Zellen, darin involviert. Einen besonderen Fokus lege ich hierbei auf den Stoffwechsel von antiviralen NK-Zellen und interessiere mich dafür, welche Nährstoffe und Signalwege besonders von Bedeutung sind, damit NK-Zellen Virus-infizierte Zellen eliminieren.
Jun.-Prof. Elisabeth Littwitz-Salomon
RKH, Raum 3.25
Tel. 0201/723-3007
Fax 0201/723-5543
Mitglieder der Arbeitsgruppe
Simone Schimmer
Technische Angestellte
Raum 3.51 - 3.53 (RKH)
Tel. 0201/723-3583
Alicia Madeleine Niewald
SHK
Robert Koch Haus
Tel. 0201/723-3583
Dana Richter
SHK
Robert Koch Haus
Tel. 0201/723-3583
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