Projekte| Schule und Jugendhilfe

Tagung am Zentrum für interdisziplinäre Forschung (ZiF) der Universität Bielefeld With a little help from – whom? ‚Helfen‘ als situatives und organisationales Phänomen

Daniela Böhringer (Osnabrück), Sarah Hitzler (Bielefeld) und Martina Richter (Duisburg-Essen)

Im modernen Wohlfahrtsstaat prägt das Helfen das Selbstverständnis ganzer Berufsgruppen. Sieht man von einem unmittelbar intuitiven Zugang zum Begriff des Helfens ab, bleibt jedoch weitgehend unklar, was Helfen als Interaktionspraxis tatsächlich ausmacht. Ein Fokus auf ‚Helfen‘ als soziale, organisational verortete Praxis, die trotz unterschiedlicher Anwendungskontexte ähnlich bleibenden Logiken folgt und ihre Akteur*innen vor vergleichbare systematische Entscheidungen stellt, fehlt bislang. Wir wollen Helfen in seinen vielfältigen Praktiken sichtbar werden lassen und davon ausgehend ein empirisch fundiertes Verständnis davon erlangen, worin Hilfe besteht. Ausgehend von verschiedenen qualitativ-empirischen Studien der beteiligten Wissenschaftler*innen verschiedener Disziplinen wird eine Auseinandersetzung mit den Eigenschaften von beruflichen und selbstorganisierten Formen institutionalisierten Helfens erfolgen. Die Herstellung von Hilfe wird als organisationales und lokales Handlungsproblem neu spezifiziert, das in seinen Eigenheiten die einzelnen Felder transzendiert. Damit soll die Tagung einen Beitrag zur Theoretisierung und Erforschung von Hilfe und Helfen leisten.

Weitere Informationen zur Tagung finden Sie über die Website des ZiF.

Underconstruction Essener Werkstattgespräche: Schule und Jugendhilfe im Dialog

UNDER CONSTRUCTION

Mit dem ersten Essener Werkstattgespräch unter dem Titel „UNDER CONSTRUCTION – Jugendhilfe und Schule im Dialog“ wurde eine neue Veranstaltungsreihe ins Leben gerufen, die einen Denkraum für Akteure aus Jugendhilfe und Schule eröffnen möchte. Gemeinsam und kontrovers wurden Themen an der Schnittstelle von Jugendhilfe und Schule diskutiert.

 

Eröffnet wurde die Veranstaltung, die sich gleichermaßen an Fachkolleg_innen, Studierende und Wissenschaftler_innen richtete, von der Prodekanin Prof. Dr. Kerstin Göbel und dem Beigeordneten der Stadt Essen Peter Renzel. Nach Ihren Grüßworten Sprach Prof. Dr. Mirja Silkenbäumer (Uni Frankfurt) zum Thema Inklusion durch Kooperation - Erkenntinisse und Reflexionsangebote aus der Forschung. Ihre empirisch fundierte Systematisierung wurde ergänzt durch einen Vortrag von Daniel Follmann und Dorle Mesch (Gym. Pulheim), die von ihren Erfahrungen an der Jacob-Muth Preisträgerschule berichteten. Die am Vormittag angestoßenen Gedanken konnten die TeilnehmerInnen im nachmittaglichen World Café austauschen. Veranstalterinnen waren Prof. Dr. Martina Richter, Meike Wittfeld (beide UDE), Ulrich Engelen (Jugendamt, Stadt Essen) und Regine Möllenbeck (Fachbereich Schule, Stadt Essen).