Über das Projekt
Das Projekt Vaterschaft in Deutschland wird unter der Leitung von Professorin Dr. Anja Steinbach (Universität Duisburg-Essen) in den Jahren 2025 bis 2028 durchgeführt und von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert. In Zusammenarbeit mit infas, dem Institut für angewandte Sozialwissenschaft, wird eine deutschlandweite, repräsentative Onlinebefragung, in welcher 5.000 Männer zwischen 25 und 55 Jahren befragt werden, durchgeführt. Dadurch werden neue Erkenntnisse über:
- das Wohlbefinden von Männern mit und ohne Kinder,
- die familiären Beziehungen von Männern mit und ohne Kinder,
- das väterliche Engagement
- das Selbstverständnis von Vätern
- und das Verständnis von Vaterschaft von Vätern und Männern ohne Kinder
in verschiedenen Familienkonstellationen gewonnen.
Forschungsziele
Durch das Projekt sollen bestehenden Forschungslücken geschlossen und ein umfassendes Bild der Lebensrealität von Vätern in Deutschland gewonnen werden. Dabei soll ein Verständnis für die Faktoren geschaffen werden, welche das Wohlbefinden von Vätern beeinflussen können. Ebenfalls untersucht wird, auf welche Art und Weise das Engagement von Vätern gefördert oder eingeschränkt wird, wie sie ihre Beziehung zu den Kindern gestalten und welche Auswirkungen die Vaterschaft auf ihre eigene Identität hat.
All dies wird aus der Sicht der Väter selbst und ausgehend von ihren persönlichen Erfahrungen im Kontext der Vaterschaft betrachtet. Zudem soll auch die Perspektive von Männern betrachtet werden, welche keine Väter sind, um eine ganzheitliche und aussagekräftige Sammlung von Eindrücken und Meinungen rund um Männlichkeit und Vaterrolle zu erhalten.
Zentrale Forschungsfragen sind unter anderem:
- Welche Väter gibt es in welchen familiären Konstellationen?
- Wie geht es Vätern in unterschiedlichen Familienformen?
- Wie gestaltet sich das väterliche Engagement und wovon hängt dieses ab?
Untersuchungsmethoden
Für die Studie wird eine deutschlandweit repräsentative Online-Befragung mit rund 5.000 Männern zwischen 25 und 55 Jahren durchgeführt. Die Stichprobe umfasst sowohl Väter als auch Männer ohne eigene Kinder, welchen Fragen zu ihren Vorstellungen und Wünschen bezüglich Vaterschaft gestellt werden.
Der Fragebogen ist standardisiert und umfasst bewährte Instrumente zu:
- väterlichem Engagement,
- Wohlbefinden,
- Rollenverständnis,
- Familienbeziehungen
- und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen.
Die erhobenen Daten ermöglichen sowohl einfache als auch vertiefte statistische Auswertungen – und liefern so ein differenziertes Bild von Vaterschaft aus der Sicht der Männer selbst.
Was das Projekt bewirken soll
Das Projekt zielt darauf ab, ein besseres Verständnis für die vielfältigen Lebenssituationen von Männern mit und ohne Kinder in Deutschland zu schaffen, mit einem besonderen Fokus auf das Wohlbefinden von Männern.
Durch eine transparente und umfassende Aufbereitung der Ergebnisse sollen diese für eine Vielzahl an Personen offenstehen. Dadurch soll eine bedeutende, forschungsbasierte Grundlage für Politik, Wissenschaft und Gesellschaft geschaffen werden, um Väter gezielter in ihrer Vaterschaft zu unterstützen und familienfreundliche Rahmenbedingungen zu schaffen.