Greta Löwe
Die kritische und fundierte Auseinandersetzung mit den Verhältnissen, in denen wir leben – das treibt mich an.
Mein Studium
Das habe ich vor dem Studium gemacht
Das sind meine beruflichen Pläne
Du studierst PPE. Wie ist es dazu gekommen?
Ich habe schon mit 17 mein Abitur in Bochum gemacht und danach erst einmal verschiedene Studiengänge ausprobiert: zunächst Informatik, später Business and Management. Dabei habe ich viele Einblicke gewonnen, aber mir hat die inhaltliche Vielfalt gefehlt.
Bei PPE habe ich habe ich das Gefühl, dass ich in eine Gemeinschaft eingebunden bin. Der Studiengang passt zu mir, die Selbstorganisation, die man an einer Uni einfach benötigt, gelingt mir jetzt sehr gut. Das gibt mir Selbstbewusstsein und ein Gefühl der Selbstwirksamkeit.
Was macht den Studiengang aus? Mit welchen Themen beschäftigt ihr euch?
In PPE kommen Philosophie, Politikwissenschaft und Sozioökonomie zusammen. Wir werden von Wissenschaftler:innen dreier Institute unterrichtet. Das ergibt eine spannende Mischung von Themen und Herangehensweisen. Am glücklichsten macht mich, dass alle Institute nah an den gesellschaftlich relevanten Themen arbeiten. Besonders der Fokus auf Plurale Ökonomik und die Möglichkeit, unsere Lebensverhältnisse kritisch zu diskutieren, faszinieren mich.
Kannst du ein Beispiel dafür geben?
In einem der letzten Semester sollten wir in Gruppen einen Blogartikel zum damals umstrittenen Thema „Heizungsgesetz“ schreiben – die Darstellung der Gesetzesvorhaben in den Medien hat dabei eine große Rolle gespielt. Wie das bei mit Gruppenarbeiten manchmal ist, lief nicht alles geordnet. Aber wir haben viel gelernt und hatten Spaß dabei.
Das macht PPE für mich ohnehin auch besonders: wir sind eine sehr kleine Kohorte mit etwa 20 Leuten – da lernt man sich gut kennen und geht die Dinge gemeinsam an.
Wie verbindest du Arbeit, Uni und Freizeit?
Ich arbeite als studentische Hilfskraft in der AG Empirische Politikwissenschaft und als Tutorin für Statistik. Das lässt sich gut mit meinen Seminartagen in Duisburg verbinden, und einen Teil meiner Arbeit kann ich auch mobil erledigen.
In meiner Freizeit bin ich als DJ aktiv, ich lege in verschiedenen Clubs in NRW auf. Das bedeutet mir sehr viel, weil ich ein sehr energiegeladener Mensch bin und mich dort außerdem für die Community engagieren kann: bei unseren Veranstaltungen geht es darum, Räume für Subkultur zu erhalten, das hat auch etwas mit Bezahlbarkeit zu tun. Mit unseren Veranstaltungen wollen wir Gemeinschaft und Solidarität schaffen und Menschen, die im Alltag Diskriminierung erfahren, einen geschützten Ort bieten.
(Das Interview führte Helene Gerhards im August 2026.)



