Pressemitteilung der Universität Duisburg-Essen

Neues Stabile Isotopen-Labor für die Chemie

Wie sauber ist der Stoff?

[13.02.2008] Das Institut für Instrumentelle Analytische Chemie hat am 15.Februar ein neues Labor im Wert von 900.000 Euro feierlich in Betrieb genommen.

Die Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Torsten Schmidt hat mit dem neuen Isotopenlabor hervorragende Arbeitsmöglichkeiten. Ab sofort können spezielle Massenspektrometer zur Messung von Isotopen eingesetzt werden, die man zum Beispiel zur Dopingüberprüfung oder zur Lebensmittelüberwachung einsetzen kann. In den Umweltwissenschaften werden sie zunehmend genutzt, um etwa Verursacher von Verunreinigungen zu identifizieren oder das natürliche Selbstreinigungspotential zu bestimmen.

Prof. Schmidt erläutert die Analysemethode so: „Viele chemische Elemente existieren in verschiedenen Varianten, die sich nur in der Masse unterscheiden, den so genannten Isotopen. Die im Bereich der Lebens- und Umweltwissenschaften wichtigsten Elemente mit mehreren stabilen, also nicht-radioaktiven Isotopen, sind Kohlenstoff, Stickstoff, Sauerstoff und Wasserstoff.“

In natürlichen und technischen Prozessen verhalten sich die Isotope eines Elements aufgrund des Masseunterschieds in vielen Fällen ein wenig anders. Dieser Effekt ist aber sehr klein, so dass man zu seiner Messung eben spezielle Isotopenmassenspektrometer einsetzen muss. Dann lassen sich auch Aussagen zu den Quellen von Stoffen machen.

Das bekannteste Beispiel dafür ist sicher die Dopinganalytik, in der diese Verfahren mittlerweile zur Routine zur Feststellung von Testosteron-Missbrauch geworden ist und schon manchen Dopingsünder überführt hat. Auch in der Lebensmittelüberwachung zum Aufdecken von Panschereien oder Herkunftsfälschungen sind die Geräte seit Jahren im Einsatz.

Redaktion: Beate H. Kostka, Tel. 0203/379-2430

Alle Pressemitteilungen der UDE finden Sie unter:
http://www.uni-due.de/de/presse/pm.php