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Lehrstuhl für Europäische Integration und Europapolitik
Prof. Axt ist Inhaber eines Jean Monnet-Lehrstuhls, Leiter der Jean Monnet-Forschungsgruppe, Vizepräsident der Südosteuropa-Gesellschaft, München, Leiter der Zweigstelle Duisburg der Südosteuropa-Gesellschaft, Gastprofessor am Europa-Institut der Universität des Saarlandes, Mitglied im Vorstand des Zentrums für Türkeistudien, im International Advisory Board der „Cyprus Review“ und im Advisory Board des Turkish Institute for Security and Democracy (TISD), Washington D.C., Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat des Kölner Forums für Internationale Beziehungen und Sicherheitspolitik e.V. (KFIBS)

Forschung

 

Publikationen

An dieser Stelle finden Sie eine Liste mit den Publikationen von Professor Dr. Heinz-Jürgen Axt.  

Forschungsschwerpunkte:

  • Europäische Integration
  • EU-Erweiterung
  • EU-Strukturpolitik
  • Südosteuropa, östliches Mittelmeer (Griechenland, Türkei, Zypern), Südeuropa

Projekte:

Konfliktbeilegung durch Europäisierung? Griechenland und seine Nachbarn Mazedonien und Türkei
Kernanliegen des Vorhabens ist eine Überprüfung der These, dass die verstärkte Ausrichtung von Politik und Wirtschaft auf die Europäische Union beziehungsweise ihr explizites und implizites Normensystem die Akzeptanz von friedlichen und geregelten Formen der Konfliktaustragung fördert und die Möglichkeit zur Etablierung einer neuen Kultur der Konfliktbearbeitung im zusammenwachsenden Europa eröffnet. Neben einer kritischen Sichtung vorliegender Theoriekonzepte soll eine empirische Überprüfung der These am Beispiel der Beziehungen des EU-Mitglieds Griechenland zu seinen beiden Nachbarländern Mazedonien und Türkei erfolgen. Ziel ist zu ermitteln, inwieweit sich die empirisch festgestellten Entwicklungen tatsächlich auf Prozesse der "Europäisierung" zurückführen lassen und welche Verallgemeinerungen daraus - über die Analyse und Interpretation der ausgewählten Fallbeispiele hinaus - abgeleitet werden können.
Laufzeit: 2005 - 2007
gefördert durch: Volkswagen-Stiftung

Strukturpolitik der Europäischen Union

Die Strukturpolitik, im EU-Jargon als die Politik der wirtschaftlichen und sozialen Kohäsion bezeichnet, hat sich nach der Gemeinsamen Agrarpolitik zur ausgabenwirksamsten Politik der EU entwickelt.
Sie dient der Unterstützung zurückgebliebener Regionen und Staaten, hat aber mittlerweile ihre Förderung auf vielzählige andere Bereiche erweitert. Im Ruhrgebiet z.B. fördert sie den Strukturwandel rückständiger (Montan-) Industrien. Spätestens mit der anstehenden Erweiterung der EU um bis zu 13 neue Mitgliedstaaten ist das Drängen auf eine Reform der EU-Strukturpolitik dringlich geworden. Eine Neuordnung erfolgte 1999 mit der "Agenda 2000". Das Projekt setzt sich damit auseinander und entwickelt Alternativen für eine durchgreifende Reform.
1997 wurde in Duisburg im Rahmen des 25jährigen Jubiläums der Gerhard-Mercator-Universität eine internationale Konferenz organisiert. Ein Experten-Workshop setzte sich 1998 in Duisburg mit der "Agenda 2000" auseinander. An Publikationen wurden bislang zwei Monographien, zwei Konferenzbände und etliche Aufsätze vorgelegt (siehe Neuerscheinungen und Publikationsverzeichnis).

Beitritt Zyperns zur Europäischen Union

Zypern hat die Mitgliedschaft in der EU beantragt. Als wirtschaftlich relativ weit entwickeltes Land stellen sich dabei nur geringe Probleme. Allerdings ist der Volksgruppenkonflikt auf der Insel noch immer nicht gelöst. Es stellt sich die Frage, ob die Perspektive des EU-Beitritts gleichsam wie ein Katalysator zur Lösung des Zypernproblems wirken kann. Dabei kann die Politik der "Mutterländer" (Griechenland und Türkei) nicht ausgespart bleiben. Auch ist die internationale Handlungsfähigkeit der EU davon betroffen, ob es ihr gelingt, eine für die Volksgruppen, aber auch für Griechenland und die Türkei befriedigende Lösung zu finden.
Bislang wurden zwei internationale Konferenzen in München und Berlin durchgeführt sowie zwei Sammelbände mit Beiträgen international renommierter Zypern- und EU-Experten sowie etliche Zeitschriftenaufsätze veröffentlicht (siehe Neuerscheinungen und Publikationsverzeichnis).