Laborleitung: Dipl.-Ing. Bernd Pluntke

Umlauftank F07

Zur Bewertung von Schiffsneu- und –umbauten, sowie zur Optimierung der Rumpfgeometrie kommen im Schiffbau nach wie vor Modellversuche zum Einsatz. Die Erstellung von Prototypen, wie in der Kraftfahrzeugbranche üblich, ist im Schiffbau aufgrund der Schiffsgröße nicht rentabel.

Die benötigten Kennwerte werden daher mit einem maßstabsgetreuen Modell des Schiffes und des Propellers in drei zentralen Versuchsanordnungen aufgenommen. Dazu gehört insbesondere der Widerstandsversuch, mit dem der Schiffswiderstand ermittelt werden kann. Dieser ist für die Installation einer geeigneten Antriebsmaschine von übergeordneter Bedeutung, denn häufig muss das gebaute Schiff eine vertraglich festgelegte Dienstgeschwindigkeit erreichen. Die Eigenschaften des Propellers können mit dem Propellerfreifahrtversuch, das Zusammenspiel von Schiff und Propeller mit dem sogenannten Propulsionsversuch bestimmt werden. Hierzu werden insbesondere die Werte von Schub und Drehmoment aufgezeichnet.

Das ISMT ist mit einer eigenen Versuchseinrichtung ausgestattet, in der die Studierenden Einblick in die Modellversuchstechnik und die Bewertung von Schiffs- und Propellergeometrien gewinnen können.

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Umlauftank F07 - Kempf & Remmers (Bj. 1961)

Messstreckengröße: 6000 x 1500 x 750 mm (variabel verstellbare Wassertiefe bis 700 mm)

Strömungsgeschwindigkeit: max. 2 m/s

Modellgröße: 300 – 2000 mm

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Die Aufnahme der Messwerte erfolgt im Wesentlichen mechanisch über entsprechende Messwaagen. Strömungsgeschwindigkeiten können sowohl mechanisch als auch über ein Laser-Doppler-Anemometer aufgenommen werden. Der Umlauftank wird unter anderem in der Lehre am ISMT eingesetzt. Die traditionelle Messtechnik hat dabei den großen Vorteil, dass zusätzlich Effekte wie Zusatzwiderstand durch Flachwasser sehr anschaulich darstellbar sind.