Forschungsprojekte des Fachgebiets
General Assembly Meeting im Rahmen des EU Projekts LVLV
Am 21. April 2026 fand das erste General Assembly Meeting im Rahmen des EU Projekts LVLV „Limiting Volatility in Low Voltage Networks“ mit Partnern aus Österreich, Italien, Portugal, der Türkei und Deutschland statt. Als einer der Projektpartner organisierte das Fachgebiet Automatisierungstechnik und komplexe Systeme das Treffen im Gerhard-Mercator-Haus am Campus Duisburg.
Das Projekt LVLV hat die Absicht, verschiedene länderspezifische Ansätze zur Begrenzung der Volatilität der Restlast in Niederspannungsnetzen zu evaluieren. Diese Volatilität ist eine Herausforderung bei der Integration erneuerbarer Energiequellen (RES), wie Solar- und Windenergie, sowie bei Elektrofahrzeugen (EV) und Heizungs- und Klimatisierungssystemen (HVAC). Durch Simulationen und Feldtests sollen skalierbare Lösungen entwickelt werden, die einen zuverlässigen Betrieb der Niederspannungsnetze gewährleisten und deren Aufnahmekapazität für RES maximieren. Im Projekt werden fünf nationale Teams gegründet, die spezifische Probleme in ihren Niederspannungsnetzen angehen. Jedes Team wendet unterschiedliche Mechanismen an, darunter regelbasierte direkte Kontrolle und variable Netztarife, die sowohl simulativ als auch in realen Tests erprobt werden. Ein zentraler Bestandteil ist die Entwicklung einer modularen, Python-basierten Simulationsumgebung, die den Vergleich nationaler Ansätze ermöglicht. Hierbei werden unterschiedliche Lastprofile und örtliche Netzstrukturen berücksichtigt. Die Feldtests finden in Deutschland, Österreich, Italien, Portugal und der Türkei statt und zielen auf die spezifischen Herausforderungen jedes Landes ab, wie die Integration erneuerbarer Energien und das Lastmanagement. In Deutschland werden beispielsweise, die Daten von verschiedenen Niederspannungstransformatoren und Verteilerschränken verwendet, um die Auswirkungen verschiedener Kontrollmechanismen zu analysieren. Das LVLV-Projekt zielt darauf ab, die Resilienz der Energiesysteme zu erhöhen und den Übergang zu nachhaltigeren Energiequellen zu unterstützen. Durch innovative Technologien, umfangreiche Tests und transnationale Zusammenarbeit wird ein Beitrag zur nationalen Energiepolitik sowie zu den übergeordneten Klimazielen der EU geleistet.
