Plan A - Achtsamkeitstraining für Lehrkräfte

Lehrkräfte gehören zu den Berufsgruppen, die am stärksten von arbeitsbedingtem Stress und Frühberentung betroffen sind. Gleichzeitig beeinflussen sie maßgeblichen den schulischen Erfolg von Schüler/innen. Die Beobachtung eines systematischen Zusammenhangs zwischen der emotionalen Belastung von Lehrkräften und ihrer Unterrichtsqualität unterstreicht die Notwendigkeit, Selbstregulation als professionelle Kompetenz von Lehrkräften gezielt zu stärken. In einem aktuellen Projekt untersuchen wir daher in Kooperation mit der Arbeitsgruppe von Prof. Lisa von Stockhausen, Effekte eines Achtsamkeitstrainings zur Verbesserung der Selbstregulation von Lehrkräften an verschiedenen weiterführenden Schulen im Raum Essen.

 

Beteiligte Forscher/innen:

Prof. Dr. Silja Bellingrath, Prof. Dr. Lisa von Stockhausen, M.Sc. Elena Vieth, M.Sc. Lena Grabo (Institut für Psychologie, UDE)

M.A. Margit Rüter-Hüsgen, Schulpsychologin i.K. Bistum Essen


Unser Projekt Achtsame Schule bei der Kindersendung "neuneinhalb - Deine Reporter" vom WDR: GESTRESST IN DER SCHULE
 

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Machen Sie mit

Falls Sie als Schule in Essen oder Lehrkraft Interesse an der Teilnahme an dieser Studie haben, können Sie sich gerne mit uns in Verbindung setzen. Kontakt

 

Pilotstudie zu Achtsamkeitsbasierte Techniken bei adulter ADHS

Achtsamkeitsbasierte Interventionen adressieren durch das Erlernen einer gezielten Selbststeuerung der Aufmerksamkeit und das Fördern der Impulskontrolle die Kernsymptomatik der Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS). In einer Pilotstudie werden die Implementierung und erste Hinweise auf Wirksamkeit einer Achtsamkeitsintervention untersucht, die Zylowska und Kollegen/innen (2008) speziell für adulte ADHS entwickelt haben und die im Rahmen dieses Projektes für den deutschsprachigen Raum angepasst wurde.

 

Beteiligte Forscher/innen:

Dr. Victoria Schönefeld, Prof. Dr. Silja Bellingrath, Prof. Dr. Lisa von Stockhausen (Institut für Psychologie, UDE)

Sonja Dehghan-Vratonjić, Dr. Bernhard Müller, Prof. Dr. Norbert Scherbaum (Klinik für Psychitarie und Psychotherapie, LVR-Klinikum Essen, UDE)

Prof. Dr. Christian Mette (Evangelische Hochschule Rheinland-Westfalen-Lippe, Bochum)
 

Selbstregulationsfähigkeit von Studierenden

Selbstregulation umfasst diejenigen psychischen Vorgänge, mit denen Menschen ihre Aufmerksamkeit, Kognitionen, Emotionen und Verhaltensweisen im Sinne der Zielerreichung steuern. In einem längsschnittlichen Design werden Zusammenhänge zwischen selbstregulativen Fähigkeiten und kontraproduktivem akademischen Verhalten, wie beispielsweise Prokrastination, sowie Prüfungsangst untersucht. Die Selbstregulation wird multi-dimensional und multi-methodal erfasst: über die wahrgenommene Fähigkeit zur Emotionsregulation, die Ausprägung exekutiver Fähigkeiten sowie über den vagalen Tonus.

 

Beteiligte Forscher/innen:

M.Sc. Lena Grabo, Prof. Dr. Silja Bellingrath (Institut für Psychologie, UDE)
 

Emotionales Erleben während der Corona-Pandemie

Die derzeitige Corona-Pandemie und die damit verbundenen Einschränkungen führen bei vielen Personen zu weitreichenden Veränderungen sowohl im privaten als auch im beruflichen Kontext. Ziel dieser Studie war es, die Auswirkungen dieser Veränderungen auf das emotionale Erleben, das Stresserleben und Wohlbefinden in der Zeit der deutschlandweit geltenden strengen Kontaktbeschränkungen sowie nach den ersten Lockerungen der Corona-Schutzmaßnahmen zu untersuchen. Hierfür wurde ein längsschnittliches Untersuchungsdesign mit einer einmaligen Online-Fragebogen-Erhebung zu Beginn der Studie, einer sich anschließenden Online-Tagebuch-Erhebung an sieben aufeinanderfolgenden Tagen und einer Follow-Up-Erhebung ca. 4 Wochen nach den ersten Lockerungen durchgeführt.

 

Beteiligte Forscher/innen:

M.Sc. Lena Grabo, Prof. Dr. Silja Bellingrath (Institut für Psychologie, UDE)

 

Fragebogenstudie zu Integrations- und Seperationspräferenzen von Lehrkräften

Die Rahmenbedingungen des Lehrberufs geben sowohl Phasen starker Separation (Trennung von Beruf und Privatleben z.B. in den Unterrichtsphasen) als auch Phasen starker Integration (Vermischung der Grenzen zwischen Beruf und Privatleben z.B. Korrekturen zu Hause) vor. Die Auswirkungen einer fehlenden Passung zwischen beruflichen Rahmenbedingungen und der Präferenz Arbeits- und Privatleben zu segmentieren oder zu integrieren werden in dieser Studie ebenso untersucht wie die Wechselwirkung zwischen Stresserleben, Segmentationspräferenz und beruflichen Rahmenbedingungen über den Verlauf eines Schuljahres. 

 

Beteiligte Forscher/innen:

M.A. Margit Rüter-Hüsgen, Schulpsychologin i.K. Bistum Essen, Prof. Dr. Silja Bellingrath (Institut für Psychologie, UDE)