Verena Rossow

Aktuelles

Seit Januar 2018 ist Verena Rossow wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Sozialpolitik bei Prof. Dr. Simone Leiber. 

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Dissertationsprojekt
Publikationen

 

Beruflicher Werdegang

 

Verena Rossow studierte Geographie, Soziologie und Kunstgeschichte (Diplom) an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn und an der University of Bristol und beendete im Sommer 2012 ihr Studium.

Im Anschluss arbeitete sie an der United Nations University in Bonn, wo sie in einem Forschungsprojekt zu klimainduzierten Migrationsbewegungen mitarbeitete. Von Mai 2013 bis Oktober 2016 war sie Kollegiatin des Promotionskollegs "TransSoz" - Leben im transformierten Sozialstaat. Dieses untersuchte wie sich sozialpolitische Maßnahmen auf die Zielgruppen der Sozialen Arbeit auswirken. Im Rahmen von zwölf Dissertationsprojekten und einem Post-Doc-Projekt wird herausgearbeitet, wie sich veränderte sozialpolitische Maßnahmen und Leistungen konkret auf die Lebensführung verschiedener Zielgruppen auswirken. Im Fokus stehen vor allem Jugendliche, ältere Menschen, Erwerbstätige, Eltern, Menschen mit Pflegeverantwortung sowie MigrantInnen. Von Interesse ist, ob sich deren Alltagspraxen und Lebenslagen ändern und wie sich die Sozialpolitik und die Soziale Arbeit darauf einstellen müssen.

Im Juli 2015 war Verena Rossow Gastdoktorandin am Centre for International Research on Care, Labour and Equalities (CIRCLE) der University of Leeds, geleitet von Director Professor Sue Yeandle und Deputy Director Dr. Andrea Wigfield.

Derzeit ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin des deutsch-polnischen Forschungsprojektes "EuroAgencyCare", das sich mit dem entstehenden transnationalen Markt der Entsende- und Vermittlungsagenturen für häusliche Pflege-Arrangements befasst.

 

Laufende Forschungsprojekte

"Europäisierung der pflegerischen Versorgung: die Rolle von Vermittlungs- und Entsendeagenturen für migrantische Arbeitskräfte in Deutschland und Polen (EuroAgencyCare)​​​“ 

Laufzeit: Dezember 2016 - Dezember 2018. 

Gefördert von der Deutsch-Polnischen Wissenschaftsstiftung

Kooperationsprojekt mit der Universität Warschau. Weitere Informationen dazu finden Sie hier

 

Dissertationsprojekt

Markt und Moral. Die Ökonomie häuslicher Pflege-Arbeit (Arbeitstitel)
Durch die Liberalisierung von Marktordnungen insbesondere im Zuge von Europäisierungsprozessen entstehen neue, auch transnationale, Märkte sowie neue soziale Integrationsformen. Ein Ausdruck dessen ist die sog. 'Pflege-Migration', bei der vornehmlich osteuropäische Arbeiter*innen Betreuungs- und Pflegearbeit in deutschen Haushalten leisten. Dieser Arbeitsmarkt wird gemeinhin als ein 'grauer' Arbeitsmarkt benannt, womit auf die unklare Rechtsprechung bzw. rechtliche Lage allgemein verwiesen wird. Ein Großteil der Arbeitsverhältnisse wird weiterhin ohne jede vertragliche Grundlage eingegangen (’Schwarzmarkt’). Die daraus resultierende nur unzureichende rechtliche Absicherung und die Verrichtung der Arbeit in der Häuslichkeit haben zur Folge, dass neben partiell vorhandenen, vertraglichen Regelungen vorwiegend nichtkontraktuelle Grundlagen relevant für die Ausgestaltung der Arbeitsverhältnisse sind. Diese werden als Austauschbeziehungen (zwischen den Angehörigen Pflegebedürftiger als ‚Arbeitgeber*innen‘ bzw. 'Kund*innen' und den Arbeitskräften als ‚Arbeit(nehm)er*innen‘ bzw. 'Dienstleistungsanbieter*innen') gefasst​ mit dem Ziel die in diese Arbeitsverhältnisse eingebetteten moralischen und ökonomischen Ordnungs- und Handlungsprinzipien in einem Grounded Theory-Forschungsdesign herauszuarbeiten. Dabei werden insbesondere die Angehörigen von pflege- und/oder betreuungsbedürftigen Personen in den Blick genommen, die als Hauptpflegeperson das familiäre Pflege-Setting managen.

Publikationen

Zeitschriftenartikel

  • Rossow, V. & Leiber, S. (2017): Zwischen Vermarktlichung und Europäisierung: Die wachsende Bedeutung transnational agierender Vermittlungsagenturen in der häuslichen Pflege in Deutschland. Sozialer Fortschritt 66, 3-4, S. 285-302.

Weitere Veröffentlichungen und Konferenzpapiere

  • Frerk, T., Leiber, S., Österle, A., & Rossow, V. (2018). Opening a black box: Brokering agencies in the evolving market for live-in migrant care work in Austria and Germany. Paper presented at the International Conference on Global Dynamics of Social Policy 25-26 October 2018, Bremen.
  • Leiber, S. & Rossow, V. (2017): Transnationally Acting Brokering Agencies: Improving Working Conditions for Live-in Migrant Care Workers in a Europeanised Welfare Market? Paper presented at the 3rd Transforming Care Conference. Milan, June 26-28. Abrufbar hier.
  • Leiber, S. & Rossow, V. (2016): Self-regulation in a Europeanized 'grey market'? The role of brokering agencies in the (informal) care market between Germany and Poland. Paper presented at the Third ISA Forum of Sociology. Vienna, July 10-14. Abrufbar hier.
  • Rossow, V. (2015): The Economy of Domestic Care Work: Implicit Moral Contracts, Markets, and Gift-giving. Paper presented at the 4th ESPAnet Doctoral Workshop of the German Section ‘What Welfare States do to People and how People use Welfare State Programmes’, University of Applied Sciences Düsseldorf, 29.05.15, Düsseldorf.
  • Rossow, V. (2013): Migrant care workers in Deutschland: Eine anerkennungstheoretische Studie. Georundmail (56), 11-12.

Vorträge

  • Rossow, V.; Leiber, S.; Österle A.; Frerk, T. (2018): "Intermediaries in a Europeanised Market: Brokering Agencies for Live-in Care Work in Austria and Germany" presented at the 5th International Conference on Evidence-based Policy in Long-term Care (ILPN), 10. - 12.09.2018, Economic University Vienna, Austria.
  • Transnationally Acting Brokering Agencies: Improving Working Conditions for Live-in Migrant Care Workers in a Europeanised Welfare Market? 3rd Transforming Care Conference. 26-28 of June 2017, Polytechnico di Milano, Milan.
  • Arbeitgeber*in oder Kund*in? Folgen der Vermarktlichung transnationaler Care-Arbeit. Vortrag im Rahmen des Panels "Economise!? - Ökonomisierung, Care & Gender im Sozialstaat heute“ der Abschlusstagung des Promotionskollegs "Leben im transformierten Sozialstaat – Perspektiven aus Sozialpolitik und Sozialer Arbeit am 14./15. April 2016 an der TH Köln.
  • The Economy of Domestic Care Work: Implicit Moral Contracts, Markets, and Gift-giving. Presentation at the Centre for International Research on Care, Labour and Equalities (CIRCLE), University of Leeds, 29 of June 2015.
  • The Economy of Domestic Care Work: Implicit Moral Contracts, Markets, and Gift-giving. 4th ESPAnet Doctoral Workshop of the German Section ‘What Welfare States do to People and how People use Welfare State Programmes’, 29 of May 2015, University of Applied Sciences Düsseldorf. 
  • The Economy of Domestic Care Work. Implicit Moral Contracts and Reciprocity. Presentation in the context of the “Masterclass 2014: Gifts of Cooperation”, 22-26 of September 2014 in Essen (Germany) organised by the Kaete Hamburger Kolleg/ Centre for Global Cooperation Research (Duisburg, Germany).
  •  In the light of recognition: Migrant Care Workers in Germany. Presentation at the Pre- Conference of the IGU-Commission on Gender and Geography “Down to Earth: Identities, Bodies and Spatial Scales” prior to the 32. International Geographical Congress (IGC), Hamburg (08/2012).