Laufende Forschungsprojekte
Sozialstaatsreform „von unten“: Vertretung schwacher Interessen durch die Soziale Arbeit als Demokratisierung von Sozialpolitik? (DemSoz), Verbundprojekt zwischen der Technischen Hochschule Köln (TH Köln) und der Universität Duisburg-Essen (UDE).
Im Zentrum des Forschungsprojektes steht die Frage, inwiefern die Bedarfs- und Interessenlagen von erwerbsfähigen Langzeitarbeitslosen und ihren Familienangehörigen in sozialpolitische Reformprozesse eingebracht werden und welche Rolle Akteur:innen der Sozialen Arbeit auf unterschiedlichen politischen Ebenen dabei spielen. Dabei werden insbesondere die Politikphasen Problemdefinition, Agenda Setting, Politikformulierung und Implementation auf kommunaler sowie Landes- und Bundesebene untersucht. Das Projekt ist (inter-)disziplinär an der Schnittstelle der politikwissenschaftlichen Wohlfahrtstaatsforschung und der Wissenschaft Sozialer Arbeit angesiedelt.
Neue Politiken im alternden Wohlfahrtsstaat? Ein Vergleich von politischen Ergebnissen und Policy Feedback von Langzeitpflegepolitiken, Teilprojekt im Rahmen des DFG-Sonderforschungsbereichs (SFB) 1342 Globale Entwicklungsdynamiken von Sozialpolitik
Das Projekt untersucht mit Hilfe der Policy Feedback Theorie, wie die Langzeitpflegepolitik politische Prozesse und politische Systeme beeinflusst. Insbesondere wird analysiert, inwieweit Art, Umfang und Inklusivität nationaler Langzeitpflegesysteme Politikergebnisse in drei Bereichen beeinflussen: politische Einstellungen und politisches Handeln in der allgemeinen Öffentlichkeit, bei Interessengruppen und bei politischen Eliten. Dazu werden internationale Umfragedaten zu Einstellungen und politischer Partizipation in allen 51 Ländern mit Langzeitpflegesytemen weltweit verwendet; zudem werden vergleichende Fallstudien in Deutschland, Südkorea und Uruguay durchgeführt.