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Water Science - Was ist das?

Du hast es geschafft! Abitur in der Tasche und ab auf Studiengangssuche!

Nanu? Was ist denn das da im Studiengangsführer? Water Science? Hmmm....

 

Man sieht während des Studilebens viele Kommillitonen kommen und gehen, die sich für Water Science beworben haben und dann enttäuscht wurden, da der Studiengang nicht den Erwartungen entsprach. Leider kann man oftmals nichts mit den eher schwammigen Studiengangsbeschreibungen, Prüfungsordnungen und Modulhandbüchern anfangen und studiert einfach mal drauf los.

Um dir von vornherein ein etwas klareres Bild unseres Studiengangs zu geben, soll hier nun eine kurze Beschreibung folgen, was Water Science aus unserer Sicht ist.

B.Sc. Water Science Themen und Schwerpunkte

Im Studiengang Water Science beschäftigt man sich (Überraschung!) mit Wasser.

So banal, wie es klingt, ist es allerdings nicht!

Betrachtet werden Aspekte wie

  • die physikalischen und chemischen Eigenschaften von Wasser,
  • das Verhalten diverser Stoffe in Wasser (z.B. Löslichkeit),
  • die qualitative und quantitative Analyse von Wasser (was und wieviel davon ist in einer Wasserprobe enthalten?),
  • die im Wasser lebenden Mikroorganismen und ihre Einflüsse auf die menschliche Gesundheit,
  • die Beurteilung und Aufrechterhaltung der Wassergüte.

 

Damit wird bereits ein großes Spektrum an Themen abgedeckt. Wer sich darüberhinaus mit Themen wie die politische Relevanz von Wasser auseinandersetzen möchte, der kann dies im Rahmen diverser E-Module tun. An der Universität Duisburg-Essen ist man diesbezüglich ganz gut aufgestellt.

 

Der Schwerpunkt des Studiengangs liegt jedoch klar auf Seiten der Chemie und dessen sollte man sich bewusst sein. Die Mikrobiologie beispielsweise ist untrennbar mit der Biochemie verknüpft und Makroorganismen werden nur am Rande behandelt.

Dennoch wird ein breites Grundlagenwissen vermittelt, sodass man sich in Detailfragen schnell einarbeiten kann.

 

B.Sc. Water Science Ein paar Überlegungen eines Studenten

Die wichtigsten zwei Punkte zum Studiengang vorweg:

  1. Während des Bachelors befindet man sich im Grundstudium!
  2. "Interdisziplinär" und "einfacher" reimen sich ein bisschen, haben aber sonst nicht viel miteinander gemein!

Zu 1.: 

Viele Studis sind nach den ersten zwei, drei Semester frustriert, weil das, was gelehrt wird, auf den ersten Blick herzlich wenig mit dem Thema Wasser zu tun hat. Es stehen viele chemische und biologische Grundlagen auf dem Stundenplan und man ist geneigt sich zu fragen, wozu man das alles wissen muss. Simple Antwort: Es handelt sich um die essentiellen Grundlagen.

Um auf einem hohen wissenschaftlichen Niveau arbeiten und sich verständigen zu können, muss man sich schnell in Themen reinarbeiten können. Es geht hierbei nicht darum, dass man alles, was man im Bachelor lernt, auch wirklich auswendig kann und sofort parat hat. Wenn man von möglichst vielen Themen zumindest schon einmal gehört hat, dann kann man sich jedoch viel schneller in Problemstellungen reinarbeiten.

Zudem vermittelt der Studiengang Water Science ein wirklich sehr breites Wissen, wodurch man die Möglichkeit hat für den Master unter verschiedensten Studiengebieten auswählen zu können.

 

Zu 2.:

Über interdisziplinäre Studiengänge hält sich hartnäckig das Vorurteil, dass sie nichts halbes und nichts ganzes wären und deswegen keine Herausforderung darstellen würden seien. Falsch gedacht.

Vom Stundenplan her behandelt man als Water Science'ler zu Beginn den selben Stoff wie die Chemiker, nämlich "Grundlagen der Physik", "Mathematik für Naturwissenschaftler", "Allgemeine Chemie" und "Physikalische Chemie I". Zusätzlich kommen noch die "Grundlage der Biologie" hinzu. In den folgenden Semestern kommen noch einige mikro- und molekularbiologische Vorlesungen hinzu.

Die Arbeitsbelastung kann dadurch - in Abhängigkeit von den eigenen Vorkenntnissen - sehr hoch sein. "Grundlagen der Physik" bedeutet beispielsweise nichts anderes als dass der Stoff von Klasse 7 bis Ende Oberstufe in vier Monaten wiederholt wird. Wer das jeweilige Fach in der Schule nicht belegt hat, muss folglich viel Eigenarbeit leisten. Das ist aber mit etwas Motivation auch alles schaffbar.

Ab und an wird man auch von Chemie- oder Bio-Studis misstrauisch beäugt, die sich mit unserem Studiengang nicht auseinandergesetzt haben. In solchen Momenten sollte man nicht vergessen, dass ein Chemiker keine große Ahnung von der Biologie hat, während Biologen in der Regel herzlich wenig von Chemie verstehen. Im Bereich Wasser kommt es aber nicht auf Detailwissen an, sondern auf Transferleistung und da haben wir definitiv die Nase vorne.

 

Für wen ist Water Science nun interessant?

Möchtest du dich nicht nur auf ein Gebiet (Bio, Chemie) festlegen?

Willst du dich mit vielen Aspekten des Wassers beschäftigen und Türen zu einem sehr interessanten Arbeitsmarkt aufstoßen?

Interessieren dich Mikrobiologie, Chemie und Analytik?

Hast du keine Angst davor dich in Themengebiete einzuarbeiten, die dir in der Schule vielleicht nicht gut gelegen haben? 

 

Dann ist Water Science das Richtige für dich!

Studienverlauf

Hier folgt nun eine Übersicht über den Studienverlauf, wie er in 6 Semestern Regelstudienzeit aussehen würde.

In Zukunft werden hier noch Fotos zu den jeweiligen Praktika und Beispielaufgaben oder -fragestellungen zu den jeweiligen Modulen erscheinen!

1. Semester

Euer Stundenplan lässt im 1.Semester noch relativ viel Freizeit.

Am Ende des Semesters wird’s allerdings etwas stressiger. Nach der Klausurphase werdet Ihr in Essen im Praktikum eingespannt. Da heißt es dann in 3 Wochen ein Blockpraktikum in der Allgemeinen Chemie zu absolvieren.

 

Veranstaltungen

Allgemeine Chemie (Klausur)
Grundlagen der Physik (Klausur)
Mathematik für Naturwissenschaftler (Klausur)
Grundlagen der Biologie
Physikalische Chemie I
 
Praktikum Allgemeine Chemie (Vorlesungsfreie Zeit)

 

2. Semester

Die Zahl der Veranstaltungen nimmt zu.

 

Veranstaltungen

Biochemie (Klausur + Stoff aus Grundlagen der Biologie)
Mikrobiologie I
Anorganische Chemie I
Organische Chemie I (Klausur)
Physikalische Chemie II (Klausur + Stoff aus Physikalische Chemie I)
Gefahrstoffrechtskunde
Toxikologie (Klausur + Stoff aus Gefahrstoffrechtskunde)

3. Semester

Die Chemie wird euch nicht mehr loslassen, allerdings gibt’s zum Ausgleich genug Mikrobiologie und dieses Semester sogar ein sehr angenehmes Praktikum.

Am Ende des 3. Semesters sind dann auch einige Modulklausuren fällig…

 

Veranstaltungen

Statistik (Klausur)
Betriebswirtschaftslehre (Klausur)
Mikrobiologie II (Klausur + Stoff aus Mikrobiologie I)
Analytische Chemie I
Organische Chemie II (Klausur)
Anorganische Chemie II (Klausur + Stoff aus Anorganische Chemie I)
Wasserhygiene
 
Praktikum Mikrobiologie (Vorlesungsfreie Zeit)

Praktikum MiBi Praktikum MiBi

4.Semester

Dieses Semester wird euch voll und ganz in Beschlag nehmen, dafür ist das Hochgefühl am Ende umso größer!

Zunächst wird im Praktikum der Physikalischen Chemie viel gefordert und direkt nach der Klausurenphase geht’s ins Blockpraktikum der Organischen Chemie. Dort stellt ihr dann in drei Wochen sieben Präparate her und werdet es lieben.

 

Veranstaltungen

Wasserchemie
Molekularbiologie (Klausur)
Aquatische Mikrobiologie (Klausur + Stoff aus Wasserhygiene)
Analytische Chemie II (Klausur + Stoff aus Analytische Chemie I)
 
Praktikum Physikalische Chemie (semesterbegleitend)
Praktikum Organische Chemie (Vorlesungsfreie Zeit)

5.Semester

Das 5. Semester ist ein sehr praxisbezogenes Semester. Ihr habt nur 2 Vorlesungen, dafür allerdings ganze 3 Praktika.

 

Veranstaltungen

Wasseranalytik (Klausur + Stoff aus Wasserchemie)
Thermische Verfahrenstechnik Wasser (Klausur)
 
Praktikum Biotechnologie (Blockpraktikum)
Praktikum Analytische Chemie & Wasserchemie (Blockpraktikum
Praktikum Thermische Verfahrenstechnik (Vorlesungsfreie Zeit)

6. Semester

Nachdem alle Klausuren und Praktikas bestanden sind, wird sich für 3 Monate der Bachelorarbeit zugewandt. Am Ende des 4.Semesters habt ihr euch bestenfalls bereits eine geeignete Stelle im In- oder Ausland gesucht und fertigt dort eure Abschlussarbeit an.