Geschlecht als Erwartung. Das Geschlechtsdiskriminierungsverbot als Recht gegen Diskriminierung wegen der sexuellen Orientierung und der Geschlechtsidentität

AutorIn
Adamietz, Laura

Jahr
2011

Ort
Baden

Typ der Publikation
Book

Schlagworte
Recht, Antidiskriminierung, soziale Konstruktion von Geschlecht durch das Recht

Internetseite
http://www.nomos-shop.de/Adamietz-Geschlecht-Erwartung/productview.aspx?product=13677

Datum des letzten Aufrufs
13.04.2012

Abstract
In verfassungs-, europa- und menschenrechtlicher Rechtsprechung werden Diskriminierungen wegen der sexuellen Orientierung oder der Geschlechtsidentität nur vereinzelt als „Diskriminierung wegen des Geschlechts“ verhandelt. Geschlechterforschung zeigt jedoch, dass Geschlechtsidentität und sexuelle Orientierung Teil der Kategorisierung Geschlecht sind, und dass die dem Recht zugrunde liegende Annahme zweier biologisch eindeutig verschiedener und gegensätzlich gedachter Geschlechter hinterfragt werden muss.

Das Werk bereitet Grundlagen der Geschlechterforschung für die Rechtswissenschaft auf und veranschaulicht am Beispiel des Art. 3 Abs. 3 S. 1 GG, wie diese Erkenntnisse im Antidiskriminierungsrecht berücksichtigt werden können. Eine detaillierte Rechtsprechungsanalyse zeichnet die diskursive Herstellung des Rechtsbegriffs „Geschlecht“ nach und untersucht Defizite und Potenziale für einen dem Stand der Geschlechterforschung angemessenen Umgang mit Geschlechterfragen.

Die Arbeit leistet einen Beitrag zur rechtspolitischen wie zur wissenschaftlichen Diskussion. Durch eingehende Erläuterungen der relevanten rechtsdogmatischen Fragen ist es auch außerhalb des juristischen Faches nutzbar. Das Werk ist Teil der Reihe Schriften zur Gleichstellung, die von Prof. Dr. Susanne Baer, PräsBVerwG, Marion Eckertz-Höfer, Prof. Dr. Jutta Limbach, Prof. Dr. Heide Pfarr und Prof. Dr. Ute Sacksofsky herausgegeben wird.

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