Mauer mit einer kleinen Pflanze, Titeltext in grün und pink: Sprachenrechte Demokratie Menschenrechte. Eine kooperative Veranstaltungsreihe zum Thema Sprache und Teilhabe
Sprachen sind Grundlage für Verständigung und Teilhabe – können aber auch zur Ausgrenzung und als Machtinstrument genutzt werden. Die Veranstaltungsreihe will bewusst machen, dass Menschenrechte und Demokratie auch darauf basieren, dass alle Menschen mit all ihren Sprachen akzeptiert und respektiert werden. Im Mittelpunkt stehen dabei Fragen nach der Rolle von Sprache für die Demokratie, nach Sprachengerechtigkeit – insbesondere im Bildungswesen – und danach, wie eine vielsprachige Gesellschaft gestaltet werden kann. PROGRAMM: Donnerstag, 24.09. 2026, 18:00 – 19:30 Uhr Lesung und Gespräch Dazu gehören – teilhaben, mitsprechen, mitentscheiden Mit Prof. Dr. Judith Purkarthofer (Universität Duisburg-Essen), Gespräch mit studentischen Autor*innen und angehenden Lehrkräften Donnerstag, 8.10.2026, 18:00 – 19:30 Uhr Film und Gespräch „650 Wörter/Kelime/Words“ Ein Film von Martina Priessner Mit Martina Priessner (Dokumentarfilmerin) und Sabine Stallbaum (AWO Bielefeld e.V.) Donnerstag, 15.10.2026, 18:00 – 19:30 Uhr Kurzvorträge und Publikumsgespräch Sprachenrechte sind Menschenrechte und eine Grundlage unseres demokratischen Zusammenlebens Mit Prof. Dr. Hans-Jürgen Krumm (Universität Wien) und Prof. Dr. Andrea Daase (Universität Bremen) Ohne Anmeldung – der Eintritt ist frei Im Anschluss an die Veranstaltungen lädt das Café Historias zum weiteren Austausch in gemütlicher Atmosphäre ein.

Expert*innen pro Sprachen sind eine Gruppe von unabhängiges kritischen Fachleuten, die in der Wissenschaft und der Unterrichts- und Fortbildungspraxis in den Bereichen Migrationsarbeit, Deutsch als Zweitsprache und Integrationsförderung arbeiten. In Deutschland gibt es damit wieder eine Schwestergruppe des Netzwerk Sprachenrechte (Österreich) die Themen, die in Kooperation mit dem Transnationalen ExpertInnenforum Sprache und Migration bearbeitet wurden, fortsetzen. Die TeilnehmerInnen kommen aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Südtirol/Italien (DACHS). Gegründet wurde das Forum nachdem die Gesetzgeber in Deutschland und Österreich Kenntnisnachweise der deutschen Sprache mit Aufenthaltsrechten verknüpften, ohne dabei die Erkenntnisse aus Praxis und Wissenschaft ausreichend zu berücksichtigen.

Aktuell zu Mehrsprachigkeit in der Schule:
Heike Wiese in MIGazin: https://www.migazin.de/2020/09/14/germanistin-deutschpflicht-auf-dem-schulhof-ist-unsinn/

Bald mehr unter www.pro-sprachen.de

Literatur und Links

Messen - Bewerten - Prüfen im Kontext von Deutsch als Zweitsprache: Tagung, veranstaltet vom Netzwerk SprachenRechte, der Universität Wien und dem ÖDAF (20.–22. Februar 2022): https://tagung-sprachenrechte.univie.ac.at/home/

Sprachverbote und Sprachhierarchien: Artikel in BIZEPS – Zentrum für Selbstbestimmtes Leben https://www.bizeps.or.at/sprachverbote-und-sprachhierarchien/

Busch, Brigitta (2018). Article 14. In: Rainer Hofmann, Tove H. Malloy & Detlev Rein (Eds.), The Framework Convention for the Protection of National Minorities. Leiden, Boston: Brill Nijhoff, 254–268.

Roter, Petra, & Busch, Brigitta (2018). Language Rights in the Work of the Advisory Committee. In: Iryna Ulasiuk, Laurenţiu Hadîrcă & William Romans (Eds.), Language Policy and Conflict Prevention. Leiden, Boston: Brill Nijhoff, 155–181.