Formen und Kerne, die Verarbeitung flüssiger Metalle, Schmelzpunkte, thermische und mechanische Beanspruchungen beim Gießen - das und mehr steht im Mittelpunkt der Arbeit am Lehrstuhl für Gießereimaschinen/-anlagen und Formstoffe.

Dabei haben Prof. Dr.-Ing. Thomas Steinhäuser und sein Team nicht zuletzt auch Aspekte der Wirtschaftlichkeit und des Umweltschutzes im Blick. Studierende lernen am Lehrstuhl sämtliche Maschinen und Einrichtungen zur Herstellung von Gussteilen aller Art kennen und erwerben Kenntnisse in der Planung und Gestaltung von
Gießereien. Das Studium vermittelt des Weiteren Kompetenzen in der Druckgusstechnologie und der NE-Metallurgie / Schmelztechnik sowie Fachwissen zur Auswahl, Verwendung und Prüfung von Formstoffen zur Herstellung von Gussteilen. Im Forschungsbereich ist der Lehrstuhl insbesondere auf zwei Arbeitsfeldern aktiv. Zum einen geht es um die Entwicklung und Optimierung von anorganischen Bindemitteln zur Herstellung von Kernen und Formen für die Gusserzeugung. Diese Bindemittel ermöglichen ein praktisch emissionsfreies Gießen und verbessern so die Arbeits- und Umweltbedingungen in der Produktion.

Ein zweiter Forschungsbereich widmet sich im Rahmen eines BMWi-geförderten Mittelstandsprojekts der Entwicklung von Formmaterialien für den Titanguss. Die Form- und Kernfertigung unter Verwendung anorganischer Bindemittel in Fe- und NE-Metallgießereien befindet sich derzeit bereits in der betrieblichen Einführung. Im Bereich Titanguss sollen die Forschungsergebnisse in Zukunft die Herstellung von komplexen Titangussteilen zu wirtschaftlich verträglichen Preisen ermöglichen.

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