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EFRE-Projekt

BoneFlo®
Entwicklung eines chirurgischen Saugansatzes mit integriertem Knochenersatzstoff

Ansprechpartner:
Univ.-Prof. Dr. med. Marcus Jäger, Dr. med. Marcel Haversath, Dr. med. André Busch und 
Maximilian Tersteegen

Die Behandlung von Knochendefekten kritischer Größe nach einem Unfall, durch Tumorerkrankungen, Infektionen oder im Rahmen von gelockerten Kunstgelenken (Endoprothesen) stellt den behandelnden Orthopäden und Unfallchirurgen vor große Herausforderungen. Die betroffenen Patienten sind häufig gehunfähig und leiden an den Folgen einer längerfristigen Immobilität. Neben einem Muskelschwund, dem erhöhten Risiko für Thrombosen, Embolien, Lungenentzündungen oder Druckulzerationen kommt es bei den Betroffenen zu erheblichen Einschränkungen der sozialen Teilhabe und damit zum Verlust an Lebensqualität.

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In wissenschaftlichen Vorarbeiten ist es unserem Team erstmals gelungen, das hohe osteogene Regenerationspotenzial eines autologen Zell-Gewebe-Komposits (kleine Knochenfragmente, Bestandteile des Knochenmarks, Fettgewebe, Blut u. a.) nachzuweisen. Dieses Material wird im Rahmen von Operationen am Knochen aufgefangen und kann dem Patienten wieder zugeführt werden.

Unsere Beobachtung hat zu einer technischen Innovation („Erfindung“) geführt, mit der wir zukünftig einen Beitrag zur Behandlung von Knochendefekten leisten möchten.

Das Projekt BoneFlo® hat sich als eines von elf Gewinnern des Leitmarktes „START-UP-Hochschul-Ausgründungen“ (6. Runde) gegen andere Förderanträge durchgesetzt. Es wird vom Land Nordrhein-Westfalen und der Europäischen Union gefördert und hat eine Laufzeit von 2 Jahren, welche am 31.10.2020 endet. Dem Konsortium stehen in dieser Zeit Fördermittel aus dem Europäischen Entwicklungsfond (EFRE) mit einer Gesamtsumme von über 265.000 Euro (EFRE-0400176) zur Verfügung.

Ziel des Vorhabens - an dem das Universitätsklinikum Essen und die Universität Duisburg-Essen beteiligt sind - ist es, in Zusammenarbeit mit Unternehmen aus der Medizinprodukteindustrie und Wissenschaftlern einen chirurgischen Saugansatz mit einem integriertem Knochenersatzstoff zu entwerfen und zur Marktzulassung zu führen.

Die Arbeitsgruppe setzt sich aus Univ.-Prof. Dr. med. Marcus Jäger (Mentor), Dr. med. Marcel Haversath (Gründer) und Dr. med. André Busch (Sprecher des Gründerteams) zusammen. Durch das innovative Medizinprodukt soll es zukünftig möglich sein, kritische Knochendefekte mit autologem Material, welches intraoperativ auf einen Knochenersatzstoff gebracht wird, effizient zu behandeln. Das Verfahren könnte zukünftig bei den betroffenen Patienten auch zur Reduktion risikobehafteter Zweiteingriffe (Knochentransplantationen) beitragen und die stationäre Verweildauer verkürzen.

Weitereführende Informationen erhalten Sie hier.

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