Hochschulen gelten gemeinhin als Orte an denen Menschen zusammenkommen, um gemeinsam zu lernen und zu arbeiten und an denen sexualisierte Gewalt und Diskriminierung nicht vorkommt. Sexualisierte Gewalt und Diskriminierung an Hochschulen wird, wie in anderen Kontexten auch - entweder kaum wahrgenommen, verschwiegen, verharmlost oder als nicht relevant betrachtet:
- anzügliches Reden oder entwürdigende Kommentare über Personen oder deren Körper
- abfällige Bemerkungen mit sexuellem Inhalt
- indiskretes “Ausfragen” über die Lebensführung
- Verteilen, Aufhängen und Zeigen von Darstellungen sexistischen oder pornographischen Inhalts
- sexuell herabwürdigende Gesten und Verhaltensweisen
- wiederholtes und anhaltendes Anstarren
- unerwünschte Berührungen und Übergriffe
- nicht erwünschte körperliche Nähe
- Erzwingen sexueller Handlungen, sexuelle Nötigung, Vergewaltigung
- Stalking
Quelle: fsz, S. 6, online verfügbar unter: http://www2.kein-sexismus.de/uploads/sexist_diskrim_end.pdf
Besonders schwerwiegend sind Fälle sexualisierter Diskriminierung und Gewalt unter Ausnutzung von Abhängigkeitsverhältnissen, bei denen mit persönlichen oder beruflichen Nachteilen gedroht wird. Sowohl Frauen als auch Männer können hiervon betroffen sein, die Mehrheit der Betroffenen ist jedoch weiblich.
Beispiele aus Alltagssituationen an Hochschulen finden Sie in dieser Broschüre (Universität Göttingen)
auf S. 9.
In Bezug auf Gewaltwiderfahrnisse von Männern körperlicher, seelischer und sexualisierter Art besteht erheblicher Forschungsbedarf. Die Ergebnisse einer ersten umfassenden Studie auf diesem Gebiet können Sie hier herunterladen.
