In der Arbeitsgruppe befassen wir uns mit den Herausforderungen und Möglichkeiten der Sozialen Arbeit in einer von Migration, Mobilität und Diversität geprägten Gesellschaft. Unser besonderes Interesse gilt migrationsgesellschaftlichen Verhältnissen von Macht, Diskriminierung und sozialer Ungleichheit sowie der Frage, wie Soziale Arbeit darin eingebettet ist: 

  • Was bedeutet es, in einer (post-)migrantischen Gesellschaft zu leben, aufzuwachsen und zu arbeiten? 
  • Unter welchen Bedingungen werden Zugehörigkeiten und gesellschaftliche Teilhabe ausgehandelt? 
  • Wie nehmen migrationsgesellschaftliche Verhältnisse Einfluss auf Institutionen, Fachpersonen, die Lebenssituationen von Adressat:innen und Nutzer:innen? 
  • Wie ist Soziale Arbeit an der Hervorbringung von Macht- und Ungleichheitsverhältnissen beteiligt? Welche Möglichkeiten der Kritik und Reflexion der Verhältnisse gibt es und eröffnen sich?

Vor dem Hintergrund dieser Fragen und Perspektiven beschäftigen wir uns in Forschung und Lehre mit aktuellen wissenschaftlichen, fachlichen, gesellschaftlichen Fragen im Feld von Sozialer Arbeit in der Migrationsgesellschaft. Unsere Such- und Denkbewegungen sind eingebettet in eine ungleichheitsorientierte qualitative Migrationsforschung. Zentrale analytische Bezugspunkte bilden u.a. Theorieperspektiven zu Intersektionalität, Black Studies und Mobility Studies. Ziel ist es, komplexe gesellschaftliche Dynamiken sichtbar zu machen und Räume für kritisches Denken, Wissenstransfer, Dialog und Veränderung zu erschließen.

Die Zeitschrift „Gesellschaft – Individuum – Sozialisation. Zeitschrift für Sozialisationsforschung“ (GISo) versteht sich als unabhängiges und interdisziplinäres Forum der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit Verläufen, Bedingungen und Ergebnissen von Sozialisationsprozessen. GISo dient der Präsentation und Diskussion theoretischer und konzeptioneller Positionen, empirischer Ergebnisse und forschungsmethodischer Herausforderungen in diesem thematischen Feld.

GISo erscheint zweimal pro Jahr online und ist kostenlos zugänglich (Open Access). Die Publikation eines Beitrages ist kostenfrei und das Urheberrecht verbleibt bei den Autor*innen.

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