Willkommen in der AG Fischer der Didaktik der Physik

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Die Arbeitsgruppe

Herzlich Willkommen - auf der Seite der Arbeitsgruppe Didaktik der Physik an der Universität Duisburg-Essen!  
 
Die Naturwissenschaft Physik ist ein wichtiger Bestandteil der Bildung, die Menschen in einer modernen Gesellschaft einerseits benötigen, um sich orientieren und entscheiden zu können; andererseits werden aus gesellschaftlicher Sicht verstärkt Menschen mit Fähigkeiten in Physik benötigt, die in der Lage sind, konkurrenzfähige ökologische und industrielle Technologien zu entwickeln und einzusetzen. Dass der Erwerb von Wissen und Fertigkeiten im Physikunterricht der Schule nicht zu den einfachsten Aufgaben gehört, hat dagegen jeder Mensch erfahren, der unser Schulwesen durchlaufen hat.  
 
Die Didaktik der Physik beschreibt und erklärt unter anderem für das Fach spezifische Lernprozesse von Schülerinnen und Schülern aller Schulformen und Schulstufen, sie untersucht und optimiert Unterrichtsprozesse, und sie entwickelt Instrumente zur Qualitätsentwicklung für den Physikunterricht und die Ausbildung von Physiklehrerinnen und Physiklehrern. Die Arbeitsgruppe erforscht die Bedingungen schulischen Lernens und die Wirkung von Lehrerausbildung im Fach Physik aller Schulstufen und integriert dabei sowohl psychologische als auch erziehungswissenschaftliche Forschungsmethoden. In Zusammenarbeit mit den anderen naturwissenschaftlichen Fächern werden als ein Schwerpunkt die Besonderheiten des Lehrens und Lernens der drei Naturwissenschaften herausgearbeitet.

Fachdidaktische Unterrichtsforschung

Aus Sicht einer interdisziplinären Zusammenarbeit der drei naturwissenschaftlichen Fachdidaktiken (Biologie, Chemie und Physik) sowie der Empirischen Bildungsforschung und der Lehr-Lernpsychologie in der Unterrichtsforschung ist in den letzten Jahren eine Defizitanalyse der schulischen Ausbildung in den Fächern entstanden und es sind mittel- und längerfristige Forschungsziele entwickelt worden. Durch international vergleichende Schulleistungsstudien wurden Probleme des naturwissenschaftlichen Unterrichts aufgezeigt, die unter Berücksichtigung der normativen Ziele der entsprechenden Konsortien (IGLU, PISA, TIMSS) weiteren Erkenntnisbedarf im Bereich der lernprozessorientierten Organisation von Unterricht deutlich machen. Die entwickelten Ziele werden von den in diesem Bereich arbeitenden Zentren, dem Institut für Pädagogik der Naturwissenschaften (IPN), dem Max Planck Institut für Bildungsforschung (MPI), dem DFG Schwerpunktprogramm Bildungsqualität von Schule (BIQUA), der Forschergruppe NWU-Essen und einzelnen Arbeitsgruppen der Fachdidaktiken bearbeitet. Insgesamt werden die Bedingungen des Schulsystems und der Organisation der Einzelschule, die Bedingungen und Formen der Unterrichtsgestaltung, die Wirkung von Lehrerfortbildung und individuelle Lernbedingungen bearbeitet. Dazu bedarf es zunächst vorwiegend deskriptiv orientierter Forschung zur weiteren Klärung der Probleme und ihrer Bedingungsgefüge. Parallel werden die gewonnenen Erkenntnisse in konkrete Interventionsansätze umgesetzt und empirisch erprobt. Eine wissenschaftlich kontrollierte Implementation der gewonnenen Erkenntnisse wird von einzelnen Gruppen angestrebt.

Forschergruppe und Graduiertenkolleg nwu - essen

Die drei naturwissenschaftlichen Fachdidaktiken (Biologie, Chemie und Physik), die Empirische Bildungsforschung und die Lehr-Lernpsychologie bearbeiten in den Jahren 2003 bis 2013 im Rahmen DFG-Forschergruppe 511 und des Graduiertenkolleg "Naturwissenschaftlicher Unterricht (nwu-essen)" interdisziplinär zentrale Themen zur Erforschung der Wirkmechanismen und des Ertrags naturwissenschaftlichen Unterrichts. Ziel ist eine Bestandsaufnahme zur Bestimmung und Modifizierung der Rahmenbedingungen von Unterricht, die als qualitätsfördernd angesehen werden können. Die Kombination der Disziplinen ermöglicht die Erforschung unterrichtlicher Zusammenhänge, individueller Lehr- und Lernprozesse und systemischer Bedingungen für den naturwissenschaftlichen Unterricht.