Das Statistikportal des Netzwerks Frauen- und Geschlechterforschung

Die Koordinations- und Forschungsstelle des Netzwerks Frauen- und Geschlechterforschung NRW stellt seit 2014 jahresaktuelle genderbezogene Daten zu den 37 Hochschulen in Trägerschaft des Landes NRW online zur Verfügung. Die Daten basieren auf Sonderauswertungen des der amtlichen Statistik (IT.NRW) und eigenen Erhebungen der Koordinations- und Forschungsstelle. Seit 2015 bieten wir zudem den Service an, sich die Gleichstellungsquote für Berufungsverfahren (§ 37a HG NRW) nach ausgewählten Fächerkombinationen berechnen zu lassen. Dieses Tool basiert auf bundesweiten Daten.

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Gender Report 2019 - Schwerpunkt: Gender Pay Gap

Der vierte Gender-Report über die Geschlechter(un)gerechtigkeit an nordrhein-westfälischen Hochschulen ist Anfang Dezember 2019 erschienen. Den Schwerpunkt bildet eine aktuelle Studie zum Gender Pay Gap: Gibt es an den Hochschulen in NRW systematische Gehaltsunterschiede zwischen Frauen und Männern? Diese Frage wird für Professor_innen detailliert untersucht, vor allem mit Blick auf die Leistungsbezüge in der W-Besoldung. Analysiert werden auch Entgeltungleichheiten bei Mitarbeiter_innen in Technik und Verwaltung sowie im Mittelbau. Der Report enthält außerdem die Fortschreibung geschlechterbezogener Daten für die 37 Hochschulen in Trägerschaft des Landes. Darüber hinaus werden Gleichstellungspraktiken an den Hochschulen in NRW dokumentiert, erstmals auch mit Blick auf sexualisierte Gewalt an Hochschulen und das neue Entgelttransparenzgesetz.
Hier gelangen Sie zur Online-Version.

Neues Statistiktool online Gleichstellungsquote nach dem Kaskadenmodell berechnen

Die Koordinations- und Forschungsstelle des Netzwerks Frauen- und Geschlechterforschung NRW hat ein Statistiktool entwickelt, mit dem eine Gleichstellungsquote nach dem Kaskadenmodell berechnet werden kann. Das Tool bietet einen Service für Hochschulen in NRW, für die die Gleichstellungsquote nach § 37a Hochschulgesetz gilt. Es richtet sich an alle, die mit der Umsetzung der Quote befasst sind, u.a. Rektorate, Dekanate und Gleichstellungsbeauftragte, Mitglieder des Senats, der Fachbereichsräte und von Berufungskommissionen sowie darüber hinaus richtet auch bundesweit an Interessierte, da es neben Landes- auch Bundesdaten zum Kaskadenmodell liefert.
Mit dem Tool kann eine Quote in fünf Schritten berechnet und an die Erfordernisse eines Fachbereichs bzw. einer Fakultät angepasst werden. Die berechnete Quote kann als Orientierungsgröße für die zukünftige Besetzung von Professuren durch Frauen genutzt werden. Eine aktuelle Bestandsaufnahme ermöglicht den Vergleich zwischen Ist- und Soll-Zustand der Gleichstellung auf der Ebene der Professuren. Das Statistiktool kann eine Hilfestellung leisten, unser gemeinsames Ziel zu erreichen, den Anteil von Wissenschaftlerinnen auf Professuren zu erhöhen.
Den Zugang erhalten Sie unter folgendem Link: http://www.genderreport-hochschulen.nrw.de/no_cache/statistikportal/

Quelle: GWK-Bericht 2011, S. 7

Chancengleichheit in Wissenschaft und Forschung - Datenfortschreibung der GWK

Der aktuelle Bericht der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) "Chancengleichheit in Wissenschaft und Forschung. 22. Fortschreibung des Datenmaterials (2016/2017) zu Frauen in Hochschulen und außerhochschulischen Forschungseinrichtungen zeigt erneut, dass der Anteil von Wissenschaftlerinnen sowohl bei den Hochschulen als auch bei den außerhochschulischen Forschungseinrichtungen kontinuierlich angestiegen ist, die Fortschritte in allen Bereichen allerdings nur langsam erfolgen und anhaltender Handlungsbedarf besteht. So hat sich seit 1997 der Anteil von Frauen an der Gesamtzahl
• der Erstimmatrikulationen von 48,6 % auf 50,5 %,
• der Studienabschlüsse von 42,1 % auf 50,9 %,
• der Promotionen von 32,1 % auf 45,2 % und
• der Habilitationen von 15,7 % auf 30,4 %
erhöht. Dies belegt aber auch, dass der Anteil von Frauen noch immer mit jeder Qualifikations- und Karrierestufe nach Studienabschluss sinkt. Mit dieser „leaky pipeline“ geht erhebliches Qualifikationspotential für das Wissenschaftssystem verloren.

Auch der Anteil der Professorinnen an Hochschulen ist zwar im Zeitraum zwischen 1997 und 2016 kontinuierlich von 9 % auf 23,4 % angestiegen, dennoch zeigt sich weiterhin Verbesserungsbedarf, denn eine differenzierte Betrachtung nach Besoldungsgruppen ergibt nach wie vor: je höher die Besoldungsgruppe, desto niedriger der Anteil der Frauen. Der Anteil der W1-Professorinnen an den Hochschulen insgesamt liegt bei 43,3 %, der C3/W2-Professorinnen bei 24,1 % und der C4/W3-Professorinnen bei 19,4 %.
Als spezifisches Merkmal analysiert der GWK-Bericht nicht nur die Situation in den Hochschulen, sondern nimmt auch die außerhochschulischen Forschungseinrichtungen in den Blick. Der Frauenanteil an Führungspositionen bei der Fraunhofer-Gesellschaft, der Helmholtz-Gemeinschaft, der Max-Planck-Gesellschaft und der Leibniz-Gemeinschaft ist im Vergleichszeitraum von 1998 bis 2017 von 3,7 % auf 18,6 % stetig gestiegen. Damit stieg er mit ähnlichen Wachstumsraten wie an den Hochschulen, allerdings auf niedrigerem Niveau und mit organisa-tionsspezifischen Unterschieden.

Insgesamt belegt die aktuelle Datenerhebung der GWK, dass es weiterhin sowohl im Bereich der Hochschulen als auch bei den außerhochschulischen Forschungseinrichtungen dringenden Handlungsbedarf gibt, um insbesondere die Repräsentanz von Frauen in Führungspositionen als auch die Umsetzung von Chancengleichheit auf struktureller Ebene noch stärker voranzutreiben. Dabei stellen die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft 2008 beschlossenen und 2017 bestätigten Gleichstellungsstandards mit dem sogenannten Kaskadenmodell als Leitgedanke und die auf Initiative der GWK getroffene Festlegung von flexiblen Zielquoten in den außerhochschulischen Forschungsorganisationen wichtige Eckpunkte zur Erhöhung des Anteils von Frauen auch in anspruchsvollen Positionen des Wissenschaftssystems dar. Das Professorinnenprogramm des Bundes und der Länder, das 2018 zum zweiten Mal verlängert wurde, ist ein Beispiel für eine erfolgreiche spezifische Fördermaßnahme. Entsprechende Förderprogramme in den Ländern wirken in die gleiche Richtung.

Die Datenfortschreibung wird seit 1989 von der GWK aufbereitet und in regelmäßigem Turnus der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt. Diese Berichte sind Gradmesser dessen, was erreicht wurde, und damit auch statistische Grundlage für weitere gleichstellungspolitische Maßnahmen. Die GWK ist die einzige Stelle im nationalen Wissenschaftssystem, die Datenmaterial zur Situation von Frauen in Hochschulen und außerhochschulischen Forschungseinrichtungen kontinuierlich und systematisch erfasst und in Form von regelmäßigen Datenfortschreibungen transparent darstellt.
(Quelle:www.gwk-bonn.de/fileadmin/Redaktion/Dokumente/Pressemitteilungen/pm2018-08.pdf)

Ältere Ausgaben:

21. Fortschreibung des Datenmaterials (2015/2016) zu Frauen in Hochschulen und außerhochschulischen Forschungseinrichtungen

20. Fortschreibung des Datenmaterials (2014/2015) zu Frauen in Hochschulen und außerhochschulischen Forschungseinrichtungen

19. Fortschreibung des Datenmaterials (2013/2014) zu Frauen in Hochschulen und außerhochschulischen Forschungseinrichtungen

18. Fortschreibung des Datenmaterials 2012/2013 zu Frauen in Hochschulen und außerhochschulischen Forschungseinrichtungen

17. Fortschreibung des Datenmaterials 2011/2012 zu Frauen in Hochschulen und außerhochschulischen Forschungseinrichtungen

16. Fortschreibung des Datenmaterials 2010/2011 zu Frauen in Hochschulen und außerhochschulischen Forschungseinrichtungen

15. Fortschreibung des Datenmaterials 2009/2010 zu Frauen in Hochschulen und außerhochschulischen Forschungseinrichtungen

WSI GenderDatenPortal

Das GenderDatenPortal des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) bietet Daten, Grafiken, Kurzanalysen, Tabellen und Begriffserklärungen zu geschlechtsbezogener Ungleichheit in den Bereichen Arbeit, Bildung, soziale Lage. Empirisch stützen sich die WSI-Forschungsarbeiten auf eine Reihe von eigenständigen Dokumentationen und Datenquellen. Sie dienen nicht nur zur Fundierung der eigenen wissenschaftlichen Aktivitäten, sondern werden auch für externe Projekte zur Verfügung gestellt.

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Weitere Recherchemöglichkeiten

5. Bildungsbericht 2014

Mit "Bildung in Deutschland 2014" wird der fünfte indikatorengestützte Bericht einer unabhängigen Gruppe von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern vorgelegt. Mit diesem von der Kultusministerkonferenz (KMK) und dem Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Bericht wird eine alle Bereiche des Bildungswesens umfassende aktuelle Bestandsaufnahme des deutschen Bildungswesens vorgenommen.
Die Ausgabe 2014 führt die Berichterstattung über bereits in den vorherigen Berichten dargestellte Indikatoren zum deutschen Bildungswesen fort und präsentiert zugleich neue Indikatoren. Im Rahmen einer vertiefenden Analyse wird der Situation von Menschen mit Behinderungen im Bildungssystem nachgegangen.
http://www.bildungsbericht.de/index.html?seite=11123

Bundesbericht Wissenschaftlicher Nachwuchs 2017: Statistische Daten und Forschungsbefunde zu Promovierenden und Promovierten in Deutschland
Im Mittelpunkt des BuWiN 2017 stehen die Qualifizierung und die Karriereentwicklung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern nach dem Hochschulabschluss bis zur Promotion und in der anschließenden Phase weiterer Qualifizierung sowie wissenschaftlicher Tätigkeit bis zum Übergang in eine dauerhafte Beschäftigung auf dem akademischen und nicht-akademischen Arbeitsmarkt. Das Schwerpunktkapitel analysiert das Thema Vereinbarkeit von Familie und akademischer Karriere.
www.buwin.de/dateien/buwin-2017.pdf

CEWS-Statistikportal
Das Statistikportal des Kompetenzzentrums für Frauen in Wissenschaft und Forschung (CEWS) bietet einen schnellen Zugang zu den grundlegenden Statistiken über Frauen in Wissenschaft und Forschung. Das Portal enthält geschlechterspezifische Daten zu: Hochschulen, Forschungseinrichtungen und der Industriellen Forschung, Gremien und Drittmittel sowie Deutschland im europäischen und internationalen Vergleich. Das Portal eignet sich gut für einen ersten Überblick über die Repräsentanz von Frauen in Wissenschaft und Forschung.
http://www.gesis.org/cews/informationsangebote/statistiken/blaettern/

Chemiestudiengänge in Deutschland
Die Gesellschaft Deutscher Chemiker erhebt jedes Jahr zum Stichtag 31.12. Angaben zu den Studierendenzahlen in den verschiedenen Studiengängen- und abschnitten. Darüber hinaus werden die Zahlen zu abgelegten Prüfungen, zur Studiendauer und zum Berufseinstieg ermittelt.
https://www.gdch.de/index.php?id=1521

Expertenkommission Forschung und Innovation: Gutachten 2014
Die Expertenkommission Forschung und Innovation greift in ihrem Jahresgutachten 2014 wieder aktuelle Entwicklungen auf und stellt detaillierte Analysen zu Themenschwerpunkten der Forschungs- und Innovationspolitik vor. Zu den Kernthemen des Jahresgutachten 2014 zählt "Die Rolle von Frauen im Innovationsprozess".
EFI Gutachten 2014

Frauen im Studium 1983 - 2004
Eine Langzeituntersuchung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) zu Frauen im Studium, die seit 1983 von der soziologischen Fakultät der Universität Konstanz umgesetzt wird. Die Langzeitstudie liefert einen umfassenden Überblick über die Situation und über die Wünsche von ca. 33.000 Studentinnen an Universitäten und Fachhochschulen und spricht Empfehlungen aus, um die Bedingungen von Frauen im Studium zu verbessern und ihre Chancengleichheit zu erhöhen. Die Studie kann auf den Seiten des BMBF kostenlos heruntergeladen werden: Frauen im Studium 1983 - 2004 (pdf, 1,3MB)

Führungspositionen in der Wissenschaft
Die Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung und Forschungsförderung (BLK) hat im Dezember 2007 die "11. Fortschreibung des Datenmaterials zu Frauen in Führungspositionen an Hochschulen und außerhochschulischen Forschungseinrichtungen" veröffentlicht. Der Bericht zeigt erneut, dass der Trend der Vorjahre sich weiter fortsetzt: Der Anteil von Frauen an den verschiedenen Qualifikationsstufen und beruflichen Positionen in Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen steigt - zwar langsam, aber stetig. Der Übergang zur Promotion ist nach wie vor die größte Hürde beim Einstieg in eine wissenschaftliche Karriere für Frauen: www.blk-bonn.de/papers/heft109.pdf (pdf, 550 KB)

Habilitationen
Im Jahr 2017 schlossen 1586 Wissenschaftler_innen ihre Habilitation erfolgreich ab. Im Vergleich zum Vorjahr erhöhte sich die Gesamtzahl der Habilitationen damit um 0,3 Prozent. Die Zahl der weiblichen Habilitierten sank im gleichen Zuge von 481 auf 464, damit reduzierte sich der Frauenanteil von 30 Prozent im Jahr 2016 auf 29 Prozent im Jahr 2017. Zwischen 2008 (23 Prozent) und 2016 war er kontinuierlich angestiegen. 
Die meisten Habilitationen wurden wie in den Vorjahren in der Humanmedizin/Gesundheitswissenschaften abgeschlossen, gefolgt von den Mathematik/Naturwissenschaften und den Geisteswissenschaften.
Quelle: Statistisches Bundesamt

HIS - Hochul-Informations-System
Das Hochschul-Informations-System (HIS) bietet ausführliche Auswertungen zu Themen wie Studienabbruch und Studiensituation. www.his.de

Hochschulen auf einen Blick
In der Broschüre des Statistischen Bundesamtes (2013) werden die wichtigsten nationalen Kennzahlen zu Hochschulzugang, AbsolventInnen, Personalstruktur und Betreuung, überregionaler Attraktivität sowie finanzieller Ausstattung der Hochschulen im Hinblick auf Berechnungsverfahren, Aussagekraft und zentrale Ergebnisse kommentiert und visualisiert. (Quelle: CEWS)

Hochschulranking NRW - Chancengleichheit für Frauen
Das Ministerium für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie, NRW stellt die Leistungsbilanz der Hochschulen Nordrhein-Westfalens in der Chancengleichheit in einem Hochschulranking vor. Chancengleichheit wird hier durch den Indikator "Frauenanteile an den Professuren" ausgedrückt. Die Daten sind nach Hochschulen sowie nach Fächern/Fächergruppen aufgeschlüsselt.
Hochschulranking NRW

Hochschulranking nach Gleichstellungsaspekten (CEWS)
Das Kompetenzzentrum Frauen in Wissenschaft und Forschung CEWS erstellt seit 2003 in einem zweijährigen Rhythmus ein bundesweites Hochschulranking nach Gleichstellungsaspekten mit dem Ziel, die Leistungen von Hochschulen im Bereich der Gleichstellung von Frauen und Männern nach quantitativen Indikatoren zu vergleichen. Das Ranking beruht auf quantitativen Daten. Bewertet werden die Hochschulen (darunter auch die Universität Duisburg-Essen) und Länder in den Bereichen Studierende, Promotionen, Habilitationen; wissenschaftliches und künstlerisches Personal und Professuren. Berücksichtigt werden auch Veränderungen im Zeitverlauf.
Hochschulranking CEWS

HRK: Statistische Daten zur Einführung von Bachelor- und Masterstudiengängen
Die Publikation der Hochschulrektorenkonferenzgibt gibt einen statistischen Überblick über die quantitative Entwicklung der Studienstruktur Bachelor/Master. Ein besonderes Augenmerk liegt auf Studiengänge, Studierende und Absolventen. Auch stehen Daten zum Komplex Geschlecht und nationale Herkunft zur verfügung. Die Zahlen basieren auf den Online-Angaben der Hochschulen im Hochschulkompass und auf den Daten des Statistischen Bundesamtes.
HRK: Statistische Daten

Internationale Bildungsindikatoren
2014 publizieren die Statistischen Ämter des Bundes und der Länder zum neunten Mal die „Internationalen Bildungsindikatoren im Ländervergleich“. Diese Veröffentlichung ist eine Ergänzung der OECD-Publikation „Education at a Glance“, die seit 1992 indikatorbasierte Informationen über die Leistungsfähigkeit der Bildungssysteme der OECD-Staaten und ihrer Partnerländer fortschreibend darstellt. Die Publikation gibt Aufschluss über den allgemeinen Bildungsstand, die Bildungsverläufe und Bildungsausgaben in Deutschland. Die Daten sind differenziert nach Geschlecht.
Internationale Bildungsindikatoren im Ländervergleich

Migrantinnen mit Hochschulabschluss in der BRD
Hochqualifizierte Frauen aus dem Ausland wollen in Deutschland weiterhin auf hohem Niveau berufstätig sein, häufig sieht die Realität jedoch anders aus. Dies belegt eine Studie, die von der HU Berlin, der TU Hamburg-Harburg und der RWTH Aachen. Sie zeigt, dass der Zugang zum Arbeitsmarkt für hochqualifizierte Migrantinnen mit ausländischen Bildungsabschlüssen bisher schwierig ist.
Arbeitsmarktintegration hochqualifizierter Migrantinnen

Promovierende in Deutschland
Statistische Daten über Promovierende werden sowohl national als auch international für die Bildungsberichterstattung benötigt. Die amtliche Hochschulstatistik verzeichnet jedoch eine Untererfassung dieser Daten. Daher hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung das Statistische Bundesamt (Destatis) gebeten, ein Konzept zu entwickeln, um verlässliche Informationen über die Promovierenden in Deutschland bereitzustellen. Ziel des Projektes war es, Informationen zur Zahl der Promovierenden in Deutschland mit den für die internationale Berichterstattung erforderlichen Merkmalen vorzulegen. Die Erhebungen liefern umfassende Daten zu den Promovierenden in Deutschland im Wintersemester 2010/2011.
Link: www.destatis.de/
Quelle: CEWS-Journal

Professorinnenanteil an deutschen Hochschulen
Die Frauenanteile an den Professuren und an den C4/W3-Professuren steigen seit 1990 kontinuierlich an, und haben sich inzwischen  verdreifacht. In 2017  hat sich der Frauenanteil innerhalb der Professorenschaft im Vergleich zum Vorjahr um 0,7 Prozentpunkte auf rund 24 Prozent erhöht. (Statistisches Bundesamt).
Allerdings folgte die Steigerung bei den Professuren gegenüber den Habilitationen mit Zeitverzug: Der Frauenanteil an den Habilitationen verdoppelte sich bereits in den 1980er Jahren von 4,5 Prozent (1980) auf 9,2 Prozent (1989). Der Frauenanteil von 13 Prozent im Jahr 1990 ist auf die Wiedervereinigung zurückzuführen. Frauenanteile an Habilitationen, Berufungen, Professuren und C4/W3-Professuren, 1980-2013

Im Jahr 2017 lehrten und forschten rund 47.400 Professorinnen und Professoren an deutschen Hochschulen. Wie das Statistische Bundesamt nach vorläufigen Ergebnissen mitteilte, waren das 1,2 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Frauenanteil innerhalb der Professorenschaft erhöhte sich im Vergleich zum Jahr 2016 um 0,7 Prozentpunkte auf rund 24 Prozent.

Professorinnenprogramm: Liste der besetzten Lehrstühle
Ziel des Professorinnenprogramms des Bundes und der Länder ist die Unterstützung der Gleichstellung von Frauen und Männern in Hochschulen. Hier finden Sie eine Liste der finanzierten Projekte:
www.dlr.de/pt/desktopdefault.aspx/tabid-5786/9411_read-18137

Studienabbruchquoten
Das Deutsche Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung hat 2014 zum siebten Mal differenzierte Quoten zum Studienabbruch bei deutschen Studierenden vorgelegt. Die Werte wurden auf Basis des AbsolventInnenjahrgangs 2012 berechnet. Die berechneten Werte umfassen dabei für deutsche Studierende die Studienabbruchquoten zum Bachelorstudium, zum Diplom- und Magisterstudium, zu den Staatsexamensstudiengängen sowie erstmals zum Masterstudium, jeweils differenziert nach Hochschularten und ausgewählten Fächergruppen. Bei den Bildungsausländern wie Bildungsinländern können Aussagen zum Umfang des  Studienabbruchs im Bachelorstudium, unterschieden in die wichtigsten Herkunftsregionen, getroffen werden. Bei Bildungsausländern kann zusätzlich noch eine Abbruchquote für das Masterstudium ausgewiesen werden.
Die Entwicklung der Studienabbruchquoten an den deutschen Hochschulen

Wissenschaftliches Hochschulpersonal
 

Neues Landesprogramm für chancengerechte Hochschulen: 4,5 Millionen Euro pro Jahr

Das neue Landesprogramm „Chancen ergreifen, Forschung und Familie fördern – Programm für chancengerechte Hochschulen in Nordrhein-Westfalen“ (FF-Hochschulen) unterstützt Maßnahmen zur Verbesserung der Chancengerechtigkeit und der Vereinbarkeit von Wissenschaftskarriere und Familie an den Hochschulen.
Es löst das vorherige Landesprogramm für geschlechtergerechte Hochschulen ab. Das Landesprogramm besteht aus zwei Säulen:
Chancen ergreifen, Forschung und Familie fördern – Programm für chancengerechte Hochschulen in Nordrhein-Westfalen (FF-Hochschulen): Ein Sockelbetrag von 4,5 Millionen Euro pro Jahr soll die Vereinbarkeit von Studium und Beruf mit familiären Verpflichtungen und Pflege verbessern.

Chancen ergreifen, Forschung und Familie fördern – Programm für chancengerechte Hochschulmedizin in Nordrhein-Westfalen (FF-Med): Die sieben Universitäten mit Medizinischem Fachbereich erhalten ab 2019 erstmals einen Sockelbetrag in Höhe von je 58.000 Euro pro Jahr und Hochschule um die Gleichstellung strukturell zu unterstützen. Jeder Medizinische Fachbereich erhält zusätzlich 100.000 Euro pro Jahr und Universität um die Nachwuchsförderung geschlechtergerecht zu unterstützen.

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NRW Landesprogramm für geschlechtergerechte Hochschulen Artikel "Exzellente Hasardeurinnen. Beschäftigungsbedingungen und Geschlechterungleichheit auf dem wissenschaftlichen Arbeitsmarkt"

Die Anzahl befristet beschäftigter qualifizierter Forscherinnen und Forscher steigt, während die Zahl der Professuren mehr oder weniger stagniert. Die davon ausgehenden Wirkungen auf Wissenschaftskarrieren sind im Hinblick auf das Geschlechterverhältnis aktuell besonders brisant. Wissenschaftlerinnen sind von den gewandelten Bedingungen in stärkerem Maße betroffen als Wissenschaftler. Der Beitrag von Sandra Beaufaÿs und Andrea Löther betrachtet anhand von quantitativen und qualitativen Daten, welche geschlechtsspezifischen Ungleichheiten in den Beschäftigungsbedingungen bestehen und wie diese sich auch in der Exzellenzinitiative abbilden und auswirken.
Den Artikel können Sie unter folgendem Link aufrufen: https://www.boeckler.de/wsimit_2017_05_beaufays.pdf