Eine Laut-Denk-Studie zur Rezeption realistisch-fiktionaler Erzählungen durch Schüler:innen der Sekundarstufe I (Arbeitstitel)

Adoleszenzromane und zeitgeschichtliche Romane zählen zu den etablierten Gegenständen des Literaturunterrichts. Gerade diese Narrative fordern durch ihre Konzeption als realistisch-fiktionale Erzählungen die Fähigkeit zur Unterscheidung von Realität und Fiktion heraus, da sie bei den Leser:innen vielfach eine Wertung als authentische Wirklichkeitskonstruktionen evozieren und so die Problematik einer unreflektierten Gleichsetzung von Wirklichkeit und Fiktion bergen. Dennoch fehlt es in der literaturdidaktischen Forschung an empirischen Studien, welche die Lektüre dieser Narrative beleuchten. Ausgehend von dem beschriebenen Desiderat untersucht das Dissertationsprojekt im Rahmen einer Laut-Denk-Studie, wie Schülerinnen und Schüler der höheren Jahrgänge der Sekundarstufe I realistisch-fiktionale Erzählungen rezipieren.