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Schlüsselkompetenzen für Studium, Beruf und Gesellschaft

Wir entwickeln Angebote für Schlüsselkompetenzen, die Studierende in ihrem Studium, ihrem späteren Beruf und ihrer Teilhabe in der Gesellschaft unterstützen.

Schlüsselkompetenzen sind in der heutigen, durch Digitalisierung, Internationalisierung und Globalisierung geprägten Welt wichtiger denn je. Wir verstehen sie als „Kenntnisse, Fähigkeiten und Einstellungen, die domänenübergreifend sowie multifunktional und polyvalent anwendbar sind“ (Schaper 2012, S. 18).

Seit der Bologna-Reform gelten Schlüsselkompetenzen als unverzichtbares Element akademischer Bildung (vgl. Kunz/Enderle/Lehner 2021, S. 21-25). Hochschulen haben die Aufgabe, Studierende auf die steigenden Erwartungen der Arbeitswelt vorzubereiten und sie in ihrer persönlichen Entwicklung, individuellen Entfaltung und gesellschaftlichen Teilhabe zu unterstützen.

Durch unser Angebot stärken wir Studierende darin, Anforderungen in verschiedenen Handlungszusammenhängen zu erfüllen, mit Medien, Hilfsmitteln und Werkzeugen kompetent umzugehen, in heterogen zusammengesetzten Gruppen zu interagieren und Verantwortung für das eigene Handeln zu übernehmen (vgl. OECD 2005). Dabei können sie an grundlegende Strategien aus der Schule anknüpfen, ihr eigenes Repertoire an Schlüsselkompetenzen reflektieren und ausbauen sowie mit dem Erwerb fachspezifischer Kompetenzen verbinden.

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Wissenschaftsgeleitete Entwicklung

Die Vermittlung von Schlüsselkompetenzen verknüpfen wir in unserer Arbeit eng mit wissenschaftlichen Prinzipien. Studierende sollen nicht nur anwendungsbezogene Kompetenzen erwerben, sondern auch die dahinterstehenden wissenschaftlichen Konzepte und Diskurse kennenlernen, die eigene Rolle reflektieren und für andere Wissenschaftskulturen und -disziplinen sensibilisiert werden.

Dem humanistischen Bildungsideal verpflichtet konzipieren wir unsere Angebote im Lichte des Stands von Wissenschaft und Technik. Wir orientieren uns an der Lehr-Lern-Strategie der Universität und folgen hochschul- und mediendidaktischen Standards, die für eine qualitativ hochwertige und lernförderliche Lehre unverzichtbar sind.

Angesichts der aktuellen Anforderungen, Bedarfe und Entwicklungen sind die Arbeiten und Kompetenzraster rund um den Begriff der Future Skills Bezugspunkte unserer Angebote, die Studierende darin unterstützen, Herausforderungen wie die digitale Transformation, den Klimawandel oder den bedrohten gesellschaftlichen Zusammenhalt produktiv zu bearbeiten (vgl. Rampelt et al. 2025; Ehlers 2020).

Dabei konzentrieren wir uns auf fächerübergreifend relevante Schlüsselkompetenzen und legen besonderen Wert auf inter- und transdisziplinäre Zugänge. In der Definition einzelner Kompetenzen orientieren wir uns an anerkannten Kompetenzrastern und Referenzrahmen, beispielsweise zu digitalen Kompetenzen (Cosgrove/Cachia 2025), internationalen Kompetenzen (Nuffic 2020), Kernkompetenzen für Nachhaltigkeit (UNESCO 2017) und Sprachkompetenzen (Gemeinsamer Europäischer Referenzrahmen).

Die zunehmende Bedeutung von Zertifikaten und Microcredentials an Hochschulen verfolgen wir aufmerksam und bringen uns hier mit eigenen Beiträgen und Kooperationen ein. In Fachgesellschaften, auf Tagungen und mit Partnerinnen und Partnern im In- und Ausland tauschen wir uns regelmäßig zu Tätigkeiten, Ergebnissen und aktuellen Entwicklungen im Bereich der Schlüsselkompetenzen aus. Nicht zuletzt fließen die Diskurse in der Fachcommunity und die strategischen Profillinien der UDE ebenso in unsere Angebotsplanung ein wie – als erste Bezugspunkte unserer Arbeit – die Bedarfe der Fächer und Studierenden.

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Angebot und Aufgaben

Unser Angebot richtet sich an alle Studierenden, die Veranstaltungen im Ergänzungsbereich belegen, Sprachen lernen oder sich persönlich weiterbilden möchten. Wir vermitteln Strategien, Methoden und Techniken für unterschiedliche Lern-, Arbeits- und Lebensbereiche und ermöglichen Einblicke in andere Fachkulturen.

Als zentrale wissenschaftliche Einrichtung der Universität stellt unser Institut Lehrveranstaltungen und Prüfungen bereit, die Studierenden den Erwerb wissenschaftlicher Schlüsselkompetenzen für Studium, Beruf und Gesellschaft ermöglichen (vgl. Organisationsregelung des Instituts). Die Programmentwicklung begreifen wir als eine Gemeinschaftsaufgabe, bei der wir auf die enge Zusammenarbeit zwischen Mitarbeitenden, Vorstandsmitgliedern und weiteren Stakeholdern in den Fakultäten und Zentralen Einrichtungen setzen.

In der Umsetzung konzipieren und organisieren wir Angebote, bringen uns mit Lehre ein, akquirieren und betreuen Lehrbeauftragte und koordinieren die Öffnung von Veranstaltungen von Fakultäten, zentralen Einrichtungen und anderen Hochschulen. Wir organisieren das Anmelde- und Zulassungsverfahren, beraten Studierende und Lehrende und kooperieren mit Prüfungsausschüssen und Prüfungswesen bezüglich der Verbuchung, Anrechnung und Übertragung von Leistungen.

Wir sichern die Qualität mit internen Standards, statistischen Auswertungen und Lehrevaluationen, setzen uns für effizientere Prozesse ein und gehen transparent mit unseren Ressourcen, Angeboten und Dienstleistungen um.

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Zusammenarbeit

Unser Angebot ist das Ergebnis der erfolgreichen Zusammenarbeit mit Lehrenden und Lehrbeauftragten, Fächern, Fakultäten und Einrichtungen der UDE sowie anderen Hochschulen und Organisationen.

Unsere Arbeitskultur ist geprägt von Offenheit, Respekt, Vertrauen, Kooperation und Reflexion. Wir setzen auf eine beteiligungsorientierte Organisation und Führung, in der Entwicklungsprozesse gemeinschaftlich gestaltet werden. Unsere Arbeit ist im Umgang miteinander geprägt vom Interesse an Austausch, der Bereitschaft zum Perspektivwechsel und Empathie. Alle Mitarbeitenden agieren als Expertinnen und Experten für ihre Schlüsselkompetenzfelder und Arbeitsbereiche und bringen sich mit dem jeweiligen Spezialwissen, Kompetenzen und Erfahrungen ein.

Wir nutzen Feedback, um Stärken und Schwächen zu erkennen und unsere Kompetenzen weiterzuentwickeln und auszudifferenzieren, um die Zusammenarbeit noch effektiver und effizienter gestalten können. Wir nehmen die Wünsche, Anliegen und Schwierigkeiten unserer Partnerinnen und Partner ernst, zeigen unsere Möglichkeiten und Grenzen auf und festigen Kooperationen durch Vertrauen, Verbindlichkeit und Erwartungssicherheit.

Stets begegnen wir uns und unseren Partnerinnen und Partnern auf Augenhöhe, vertrauensvoll und diskussionsbereit. Wir kommunizieren transparent, offen und wertschätzend auf allen und über alle Ebenen. Schriftlich festgehaltene Vereinbarungen unterstützen unsere Arbeitsprozesse und helfen dabei, mögliche Probleme und Herausforderungen informiert, proaktiv und konstruktiv anzugehen.

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Lehrverständnis

Bei der Konzeption von Seminaren und Prüfungen sowie bei der Auswahl von Lehrbeauftragten und Lehrveranstaltungen ist Kompetenzorientierung für uns oberstes Gebot. Die von uns angewendete Didaktik ermöglicht es Studierenden, eigenverantwortlich, kontinuierlich und selbstreguliert zu lernen. Leistungsanforderungen und Prüfungsbedingungen werden vor Beginn unserer Veranstaltungen klar kommuniziert.

Aufbau, Formate, Inhalte, Methoden und Interaktionsanlässe unserer Veranstaltungen sind aufeinander abgestimmt und motivierend. Lehr-Lernmaterialien unterstützen dies und sind zugänglich gestaltet. Lehrende definieren Lernziele und machen diese für Studierende in der Veranstaltung transparent und sind für Studierende erreichbar. Prüfungsformate und Aufgabenstellungen bilden die zu erreichenden Kompetenzen valide ab, sind fair und in ihrer Bewertung nachvollziehbar gestaltet.

Wir legen Wert auf die persönliche Entwicklung der Studierenden und ermutigen Lehrende, Studierende in ihrem Lernprozess zu begleiten, auf Bedürfnisse und Bedarfe einzugehen und die lernrelevante Diversität in ihrem Handeln zu berücksichtigen. Unsere Lehrangebote schaffen Räume, in denen Studierende und Lehrende an bereits vorhandene Erfahrungen, Kompetenzen und disziplinäre Zugänge anknüpfen und das Gelernte sowie ihre Rolle im Lehr-Lern-Prozess reflektieren können.

Wir fördern den Austausch in Veranstaltungen. Lehrende planen und moderieren Interaktionen mit und zwischen Studierenden. Sie zeigen auf, welche Rolle der Austausch für den Erwerb der Kompetenzen hat und inwieweit das Gelingen von der aktiven Teilnahme der Studierenden abhängt. In digitalen Formaten schaffen wir Möglichkeiten und Anlässe, Fragen zu stellen, Feedback zu geben und untereinander in Kontakt zu treten.

Sie haben Fragen zu uns oder unserem Angebot? Nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf.

Kontakt und Team

Literatur

Cosgrove, J. /Cachia, R. (2025): DigComp 3.0: European Digital Competence Framework - Fifth Edition, Publications Office of the European Union, Luxembourg, 2025. Online abrufbar unter https://data.europa.eu/doi/10.2760/0001149

Ehlers, U.-D. (2020): Future Skills. Lernen der Zukunft – Hochschule der Zukunft. Wiesbaden: Springer. Open Access: https://link.springer.com/book/10.1007/978-3-658-29297-3

Kunz, Alexa M./Enderle, Stefanie/Lehner, Anna (2021): Das Schlüsselqualifikationsangebot an deutschen Universitäten, Beltz Juventa, 69469 Weinheim. https://d-nb.info/1156224969

Nuffic (2020): International Competence. Online abrufbar unter https://www.nuffic.nl/sites/default/files/2020-08/international-competence.pdf (Stand: 19.05.2025)

OECD (2005): Definition und Auswahl von Schlüsselkompetenzen. Zusammenfassung. Online abrufbar unter https://www.deseco.ch/bfs/deseco/en/index/03/04.parsys.97111.downloadList.89603.DownloadFile.tmp/2005.dskcexecutivesummary.ge.pdf

Rampelt, F./Matthes, W./Hannken-Illjes, K./Sandmeir, A./Gehrs, V./Horstmann, N./Kunz, A. M./Eigbrecht, L./Johannsen, T./Blum, S./Frank, S./Sutter, C./Koch, H. (2025). Future Skills 2030. Ein aktualisiertes Framework für Zukunftskompetenzen. Stifterverband. Berlin. https://doi.org/10.5281/zenodo.17910748

Schaper, Niclas (2012): Fachgutachten zur Kompetenzorientierung in Studium und Lehre. Online abrufbar unter https://www.hrk-nexus.de/fileadmin/redaktion/hrk-nexus/07-Downloads/07-02-Publikationen/fachgutachten_kompetenzorientierung.pdf

UNESCO (2017): Education for Sustainable Development Goals; Learning Objectives. Online abrufbar unter http://unesdoc.unesco.org/images/0024/002474/2474 (letzter Abruf am 09.05.25)