Innovative Technologien im Brückenbau
Adaptive Vorspannung
Das Problem des immer mehr ansteigenden Schwerlastverkehrs gewinnt national wie international an zunehmender Bedeutung. Die damit verbundene, zu erwartende Zunahme der Beanspruchungen kann gravierende Einflüsse auf die Tragfähigkeit und Gebrauchstauglichkeit bestehender wie zu errichtender Brückenbauwerke zur Folge haben, die mit den üblichen passiven Entwurfs- bzw. Verstärkungsmethoden schwer beherrschbar sein können.
Ziel des Forschungsvorhabens ist die Entwicklung einer adaptiven Vorspannung ohne Verbund (Adaptive Prestressing System: APS) zur Erreichung eines sich an kurz- und langfristig eintretende steigende Beanspruchungen selbstanpassenden Betonbauwerks im Rahmen einer grundsätzlichen Machbarkeitsstudie. Ein Schwerpunkt des wissenschaftlichen Programms ist der Entwurf einer lernfähigen adaptiven Regelung auf der Basis von Fuzzy-Systemen, die als gut adaptionsfähig bei zugleich hoher Stabilität und Zuverlässigkeit gelten. Für die praktische Anwendung werden Schnittstellen Sensor/Regler und Regler/Stellglied entwickelt.
Die Eignung des am Institut entwickelten Regelungsprogramms wird anhand von Laborversuchen zunächst an einer Aluminium-Traverse unter Verwendung geeigneter Sensoren, hydraulischer Stellglieder und Aktuatoren erfolgreich getestet.
