Genetik emotionaler Kompetenzen

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Emotionale Kompetenzen sind wichtig für die Bewältigung des Alltags und für die seelische Gesundheit. Wir müssen mit Ärger umgehen, Ängste überwinden, Bedürfnisse regulieren oder uns in Mitmenschen einfühlen, um gut mit ihnen kommunizieren zu können. Es zeigt sich, dass emotionale Kompetenzen, zum Beispiel im Rahmen der Prävention und Behandlung psychischer Störungen, in beachtlichem Maß trainierbar und erlernbar sind. Andererseits wird die Veranlagung für bestimmte Fähigkeiten wie das Einfühlungsvermögen auch ein Stück weit über die Erbanlagen weitergegeben. 

Wir erforschen mögliche Einflüsse der Erbanlagen auf individuelle Unterschiede in der Ausprägung emotionaler Kompetenzen. Dazu vergleichen wir die Ergebnisse von psychologischen Tests mit den Ergebnissen von genetischen Untersuchungen. Ziel unserer Forschung ist ein besseres Verständnis für die biologischen Bedingungen, die die Entstehung emotionaler Kompetenzen beeinflussen. Langfristig kann diese Grundlagenforschung zur Entwicklung besserer Therapiemöglichkeiten für psychische Störungen beitragen.

Gerne laden wir auch Kolleginnen und Kollegen zur Kooperation ein, die aus der psychologischen, psychiatrischen oder neurowissenschaftlichen Perspektive an diesem Thema arbeiten und ihre Forschung um genetische Aspekte erweitern wollen.

Ansprechpartner:

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Dr. rer. medic. Franz Korbinian Hütter, M.A.
Telefon +49 201 723 - 85724
Franz.Huetter@uk-essen.de

Aktuelle Projekte:  

  • Erregbarkeit, Impulsivität und der Ausdruck von Ärger: Zusammenhänge mit einer Mutation im Catechol-O-Methyltransferase Gen.
  • Zwischen Bindung und gefühlter Abhängigkeit: Zusammenhänge zwischen einem häufigen Polymorphismus des Oxytocin-Rezeptor-Gens und externalen Kontrollüberzeugungen.
  • Publication Bias in der Empathieforschung? Keine Assoziation zwischen gängigen „social genes“ und Trait-Empathie.

Dissertationsprojekt:

  • Jessica Hebben
    "Verstehbar, handhabbar und bedeutungsvoll: mögliche genetische Determinanten salutogenetischer Faktoren auf der "Sense of Coherence"-Skala von Antonovsky."

Publikationen zum Thema:

  • Sex-specific association of a common GNAS polymorphism with self-reported cognitive empathy in healthy volunteers. PLoS One. 2018 Oct 26;13(10):e0206114. Huetter FK, Horn PA, Siffert W.
    Zum PubMed Artikel
  • Genetic Determinants of Empathy. Research perspectives derived from a comprehensive research review and from the analysis of a study associating dispositional emotional empathy with a common oxytocin receptor polymorphism. dePublico 2017.Huetter FK.
    Zur Dissertationsschrift
  • Association of a Common Oxytocin Receptor Gene Polymorphism with Self-Reported 'Empathic Concern' in a Large Population of Healthy Volunteers.
    PLoS One. 2016 Jul 28;11(7):e0160059. doi: 10.1371/journal.pone.0160059. eCollection 2016.
    Huetter FK, Bachmann HS, Reinders A, Siffert D, Stelmach P, Knop D, Horn PA, Siffert W.
    Zum PubMed Artikel

Aktuelles

Information für Einsender
zur genetischen Diagnostik

Ab dem 03.04.2019 bieten wir Ihnen eine erweiterte genetische Analytik zur Thiopurin-Toxizität sowie zur
Dosierungsanpassung bei Tacrolimus/Sirolimus/Ciclosporin-Therapie an.

Bitte laden Sie sich hierzu den
aktualisierten Anforderungsbogen herunter.

Kontakt zum Institut

Prof. Dr. med. Winfried Siffert
Institut für Pharmakogenetik
Medizinisches Forschungszentrum
Universitätsklinikum Essen
Hufelandstr. 55
45122 Essen

Fon: +49 201 - 723 3470
Fax: +49 201 - 723 5968

Diagnostik

Für Einsender aus den
Fachabteilungen des
Universitätsklinikums Essen
:
Bitte senden Sie uns die Probe (1 x 2,7 ml EDTA-Röhrchen) und den
ausgefüllten Anforderungsbogen in einem Briefumschlag oder einem Druckverschlussbeutel über den
internen Transportdienst zu.

Befundauskunft

Wichtige Information für alle
Fachabteilungen aus dem
Universitätsklinikum Essen
:
Unsere Befunde sind über das medico-System abrufbar.
Eine bebilderte "Wegbeschreibung" zu unseren Befunden können Sie hier herunterladen.

Iso 9001 2015