Qualitätsentwicklung und -sicherung

Das Handlungsfeld Qualitätsentwicklung und -sicherung im Überblick

Die Kompetenzziele der Lehrerausbildung an der UDE sind im konsekutiven Studienaufbau für die einzelnen Professionswissensbereiche in den Modulhandbüchern ausdifferenziert und ausgewiesen. Diese werden um inklusionsbezogene Kompetenzen und um die Förderung von Reflexionskompetenz ergänzt.

Offen bleibt allerdings, ob die Kompetenzziele auch erreicht werden, da der Stand und die Entwicklung des Professionswissens bislang nur in Ansätzen empirisch fundiert überprüft wurden. Vor diesem Hintergrund möchte die UDE ein lehramtsspezifisches System der Qualitätssicherung/-entwicklung aufbauen.

Es wird zunächst die Professionsentwicklung in der Mathematik, in den Sozialwissenschaften/Politik, im Sachunterricht (Geisteswissenschaften/Sozialwissenschaften und Naturwissenschaften) und in den Bildungswissenschaften erhoben.

Darauf aufbauend wird Handlungsbedarf identifiziert und zum Bestandteil der jährlichen Qualitätsmanagement-Konferenzen der Fakultäten im UDE-Qualitätssicherungssystem gemacht. So wird die evidenzbasierte, inhaltliche und strukturelle Weiterentwicklung der Module (Studiengänge) verstetigt.

 

Die Arbeitsschritte und Ziele im Einzelnen

Zentrales Ziel ist die Überprüfung der in den Modulhandbüchern formulierten Kompetenzziele mittels der Entwicklung praxisnah einsetzbarer Messinstrumente. Besondere Berücksichtigung finden dafür extern formulierte Standards (u. a. KMK), zentrale Befunde der Professionsforschung sowie Forschung zu Unterrichtsqualität.

Die Testentwicklung baut auf bereits existierenden Instrumenten zum Professionswissen aus laufenden BMBF-Projekten (z.B. BilWiss, ProwiN und Profile-P) auf. Diese Instrumente werden an die Modulbeschreibungen und die Stichprobe angepasst. Hinzu kommen neue Kompetenzziele (Inklusion, Sprachkompetenz, Forschungsmethoden).

Die Instrumente werden mit Kolleginnen und Kollegen aus den Fächern, den Antragsbereichen „Vielfalt & Inklusion“ und „Skills Labs I Neue Lernräume“ und mit Fachverantwortlichen der Qualitäts- und UnterstützungsAgentur – Landesinstitut für Schule in NRW (QUA-LiS) und den dort tätigen Fachleiterinnen und Fachleitern unter Berücksichtigung bereits existierender Standards adaptiert.

Mit den weiterentwickelten Instrumenten soll das Fachwissen (content knowledge), das fachdidaktische Wissen (pedagogical content knowledge) und das pädagogische bzw. pädagogisch-psychologische Wissen (pedagogical knowledge) der Studierenden erhoben werden. Die Tests werden in der Endphase des Masters nach dem Praxissemester, mit Blick auf die Theorie-Praxis-Integration, in den oben genannten Fächern in einer Gesamterhebung der Lehrämter eingesetzt.

Die Auswertung erfolgt mit klassischen und probabilistischen Verfahren. Nach der Überarbeitung der Instrumente werden die Tests als Standardinstrumente implementiert.

Im Ergebnis werden Empfehlungen an die jährlichen Studiengangsberatungen (Qualitätskonferenzen) und an die turnusgemäßen Re-Akkreditierungsprozesse adressiert. So wird das Qualitätssicherungssystem der UDE um eine kompetenzorientierte, evidenzbasierte Grundlage erweitert.