Nationale Forschungsdateninfrastruktur (NFDi) @ UDE

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Die nationale Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) e.V. ist ein von Bund und Ländern finanziertes Kompetenz- und Infrastrukturnetzwerk. Mitglieder des Vereins sind Universitäten, Hochschulen, Ministerien, Behörden, Institute, Museen und sonstige Organisationen und Einrichtungen. Vertreter:innen aus Wissenschaft und Informationsinfrastruktureinrichtungen sind in eigenständigen disziplin- und länderübergreifenden Fachkonsortien organisiert.

Ziel der NFDI ist die Erarbeitung von Lösungen für eine nachhaltige, qualitative und systematische Sicherung, Erschließung und Zugänglichmachung von Datenbeständen aus Wissenschaft und Forschung und die Etablierung eines Forschungsdatenmanagements (FDM) nach den FAIR-Prinzipien.  

Die UDE beteiligt sich in verschiedenen Konsortien an der fachlichen Ausgestaltung der NFDI und unterstützt die Etablierung einer nachhaltigen Datenkultur als Mitglied des Vereins NFDI e.V.

UDE im NFDI e.V.

Logo NFDI

Im April 2021 ist die UDE dem NFDI-Verein beigetreten.

Die UDE betont die Rolle der Hochschulen in der NFDI als Institutionen der Aus- und Weiterbildung des wissenschaftlichen Nachwuchs sowie des Transfers in Wissenschaft und Gesellschaft. Sie setzt sich für eine flächendeckende Anbindung der Hochschulen an die Infrastruktur- und Kompetenzentwicklungen in der NFDI ein.

Nationale Forschungsdateninfrastruktur (NFDi) @ UDE

KonsortSWD und Text+ – Prof. Dr. Andreas Blätte

 

KonsortSWD baut als Teil der NFDI Angebote für Forschung mit Daten in den Sozial-, Verhaltens-, Bildungs- und Wirtschaftswissenschaften aus. Forschende und Forschungsdatenzentren sollen technisch und inhaltlich bei Verwaltung und Nachnutzung (neuer) sensibler und nicht sensibler Daten in Übereinstimmung mit den FAIR-Prinzipien unterstützt werden.

Das Konsortium Text+ konzentriert sich auf digitale Sammlungen, lexikalische Ressourcen und Editionen, damit text- und sprachbasierte Forschungsdaten langfristig erhalten und ihre breite Nutzung in der Wissenschaft ermöglicht werden kann. 

Prof. Dr. Andreas Blätte von der Fakultät für Gesellschaftwissenschaften / Institut für Politikwissenschaft der UDE ist mit dem Projekt PolMine (Project for corpus-assisted policy research) an beiden Konsortien beteiligt. Bei Konsort SWD bringt er das Teilprojekt "Linking Textual Data" ein, ins Konsortium Text+ die digitale Sammlung von Parlamentsdebatten im Deutschen Bundestag (Korpus GermaParl)

Konsort SWD

Text+

Projekt PolMine

Korpus GermaParl

NFDI4Ing – SFB / TRR 196 MARIE

 

Das Konsortium NFDI4Ing fokussiert sich auf die Schaffung von notwendigen Infrastrukturen für die Ingenieurwissenschaften. Neben der Weiterentwicklung von Prozessanalysen und -beschreibungen, sollen Lösungen für die Forschungsdatenpublikation und -zitierung mit einer disziplinkonformen Ausgestaltung der FAIR-Prinzipien gefunden werden und formalisierte Qualifizierungs- und Weiterbildungskonzepte etabliert werden. Ausgangspunkt ist dabei die Identifikation von sogenannten Archetypen der Ingenieurforschung – also typische Forschungsmethoden und -abläufe, die entsprechende Herausforderungen für das Forschungsdatenmanagement klassifizieren.
Der an der UDE installierte DFG Sonderforschungsbereich TRR 196 “Mobile Material Characterization and Localization by Electromagnetic Sensing“ (MARIE) bringt in das Konsortium Metadaten für die Terahertzforschung ein und ist an der Arbeitsgruppe Metadaten4Ing beteiligt.

NFDI4Ing

SFB / TRR 196 MARIE

NFDI4Biodiversity – Prof. Dr. Florian Leese

 

Um die besonders heterogenen Daten aus der Biodiversitätsforschung auf einheitliche und standardisierte Weise zugänglich machen zu können, hat sich das Konsortium NFDI4BioDiversity als  Ziel gesetzt, das Forschungsdatenmanagement als integralen Bestandteil von Biodiversitätsforschung zu fördern, die Voraussetzungen für FAIRe Daten zu schaffen und Infrastrukturdienste für Daten und Wissenschaft gemeinschaftlich zu realisieren und nachhaltig zur Verfügung zu stellen.

An dem Konsortium ist u.a. das europäische Kooperationsprojekt DNAquaNet, dessen wissenschaftlicher Leiter und Sprecher Prof. Dr. Florian Leese von Fakultät für Biologie / Aquatische Ökosystemforschung der UDE ist, beteiligt. DNAquaNet hat das Ziel, standardisierte genetische Methoden für die Bewertung der Biodiversität aquatischer Ökosysteme kooperativ mit Beteiligungen aus 50 Ländern (weiter-) zu entwickeln.

NFDI4biodiversity

DNAquaNet

FAIRmat – Prof. Dr. Rossitza Pentcheva

 

Das Konsortium FAIRmat widmet sich dem Forschungsdatenmanagement in den Materialwissenschaften, der Physik der kondensierten Materie und der chemischen Physik von Festkörpern. Ziel des Konsortiums ist der Aufbau einer dezentralen Infrastruktur durch Vernetzung und Erweiterung bestehender Komponenten, um die heterogenen Datenmengen auf dem Gebiet der Grundlagenforschung der Physik und Chemie von Materialeigenschaften standardisiert und strukturiert zu beschreiben, zu charakterisieren und den Austausch von Daten – den FAIR-Prinzipien folgend – zu ermöglichen. Prof. Dr. Rossitza Pentcheva von der Fakultät für Physik der Universität Duisburg-Essen leitet im Konsortium das Arbeitsfeld „Community Building“ und „Support“.

FAIRmat

Arbeitsgruppe Prof. Dr. Rossitza Pentcheva

 

Weitere Beteiligungen:

In Vorbereitung für eine Antragsstellung für die dritte Ausschreibungsrunde der NFDI befindet sich das Konsortium NFDIxCS, das Dienste zur Speicherung komplexer domänenspezifischer Datenobjekte aus der Breite der Informatik identifizieren, definieren und zur Verfügung stellen will, um damit die FAIR-Prinzipien flächendeckend insbesondere auch für Forschungssoftware umzusetzen. Die Konsortialführung des Konsortiums liegt an der UDE bei Prof. Dr. Michael Goedicke von der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften.

Auf dem Gebiet der Nanomaterialien bewirbt sich das Konsortium InnoMatSafety, das sich mit Konzepten in der datenintensiven Forschung zu innovativen Materialien und deren Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit und Umwelt befasst, um eine Föderung in der dritten Förderrunde. An dem Konsortium ist von Seiten der UDE Prof. Dr. Matthias Epple beteiligt.

Ebenfalls in Vorbereitung für die dritte Förderrunde ist das Konsortium NFDI4Bioimage, das sich thematisch auf Mikroskopie, biophotonische Technologien und Bildanalyse fokussieren wird und in das sich die UDE als Community Use Case einbringen will.

 

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