Aktuelles aus dem Institut für Politikwissenschaft

Das Institut für Politikwissenschaft begrüsst herzlich alle Studienanfänger in unseren Bachelor- und Masterstudiengängen!

Im B.A. Politikwissenschaft haben sich 269 Studierende im 1. Fachsemester eingeschrieben. In den sozialwissenschaftlichen Bachelorstudiengängen auf Lehramt gibt es insgesamt 262 Einschreibungen für das 1. Fachsemester. Zu den anderen Studiengängen liegen uns noch keine verlässlichen Zahlen vor.

25.11.2016

Internationaler Tag zur Beseitigung von Gewalt an Frauen. Erfolge von Selbsthilfegruppen in Kenia

Gewalt gegen Frauen („gender-based violence“) ist die am meisten verbreitete Verletzung von Menschenrechten, deshalb wurde bereits vor 35 Jahren der 25. November zum jährlichen Gedenk- und Aktionstag für die Bekämpfung der Gewalt und Diskriminierung gegenüber Frauen und Mädchen erklärt. Seit 1981 verpflichtet die Frauenrechtskonvention der Vereinten Nationen („Convention on the Elimination of All Forms of Discrimination Against Women - CEDAW) alle 189 Vertragsstaaten zur Gleichstellung von Frauen in allen Lebensbereichen.

Eine Studie der Weltgesundheitsorganisation belegt, dass bereits von einer globalen Pandemie gesprochen werden kann, denn jede dritte Frau (35%) ist im Laufe ihres Lebens von körperlicher und/oder psychischer Gewalt betroffen (WHO 2013). Gewalt besitzt diverse Erscheinungsformen, am weitesten verbreitet ist häusliche Gewalt durch den Partner, ferner wird weibliche Genitalverstümmelung in einigen afrikanischen Ländern noch immer praktiziert und Vergewaltigungen werden als Kriegswaffe eingesetzt. Frauen, sowohl im globalen Norden als auch im globalen Süden, sind unabhängig von ihrem Einkommen, Bildung usw. gleichermaßen von Gewalt betroffen, aber besonders Arme sind einem höheren Risiko ausgesetzt (Weltbank 2015). So verhindern Gewalt und Missbrauch, dass Frauen der existenziellen Notlage entrinnen können. Als besonders gefährdet gelten auch Migrantinnen, ältere Frauen und Frauen mit Behinderungen (6. Staatenbericht der BRD zu CEDAW 2007).

Mahatma Gandhi konstatierte „Armut ist die schlimmste Form von Gewalt“ und verweist damit darauf, dass beides wechselseitig voneinander abhängig ist. Davon ausgehend forscht ein Team am Institut für Entwicklung und Frieden (INEF) der Universität Duisburg-Essen forscht letztem Jahr zu Wegen aus extremer Armut und Hunger. Dazu wurde in Kenia ein von der Kindernothilfe unterstütztes „Good Practice“-Vorhaben zur Armutsbekämpfung untersucht. Dort schließen sich Frauen im ländlichen Raum zu Selbsthilfegruppen zusammen und leihen sich gegenseitig kleine Geldbeträge. Die Kredite werden dann für einkommensgenerierende Tätigkeiten verwendet, wozu beispielsweise die Haltung von Hühnern zählt. Bei der Feldforschung im Oktober 2016 wurden über 400 Haushalte befragt, um herauszufinden, inwiefern die Projektteilnahme die Frauen (sowie deren Familien) sozial, wirtschaftlich und politisch stärkt. Als weiteres Ergebnis der Selbsthilfegruppen wurde bei Diskussionen vor Ort die Reduzierung von häuslicher Gewalt und der Rückgang der weiblichen Genitalverstümmelung durch Überzeugungsarbeit der Frauengruppen genannt.

Im Zusammenhang mit Landwirtschaft ist ein bedeutender Lösungsansatz, dass Frauen einen gleichberechtigten Zugang zu Krediten, Agrarberatung sowie Land erhalten. So sind beispielsweise in Kenia aktuell nur 1% der Landtitel in weiblicher Hand (5% besitzen mit ihrem Ehemann einen gemeinsamen Titel), obwohl Frauen 80% der landwirtschaftlichen Arbeit täglich verrichten (FIDA 2009). Viele Entwicklungsprojekte sehen einen Erfolgsfaktor darin, bei Interventionen zur Stärkung der Stellung von Frauen die traditionellen, religiösen und politischen FührerInnen miteinzubeziehen. Entscheidend ist anzuerkennen, dass der Kampf für gerechtere Geschlechterverhältnisse globaler Natur ist und nur von Frauen und Männern gemeinsam erfolgreich geführt werden kann.


Anika Mahla - Institut für Entwicklung und Frieden (INEF)

 

Quellen und weiterführende Informationen:

  • 6. Staatenbericht (2007-2011) der Bundesrepublik Deutschland zum Übereinkommen der Vereinten Nationen zur Beseitigung jeder Form von Diskriminierung der Frau (CEDAW) (2007) & Alternativbericht der Allianz von Frauenorganisationen Deutschlands (2008).

  • Federation of Women Lawyers (FIDA) (2009), Women’s Land and Property Rights in Kenya: Promoting Gender Equality.

  • Oxfam (2014): Close the Gap. How to eliminate violence against women beyond 2015.

  • Weltbank (2015): Violence Against Women and Girls.

  • Weltgesundheitsorganisation (WHO) (2013): Global and regional estimates of violence against women: prevalence and health effects of intimate partner violence and non-partner sexual violence, London School of Hygiene and Tropical Medicine and South African Medical Research Council.

  • TERRE DES FEMMES – Menschenrechte für die Frau e.V.

22.11.2016

Evening Roundtable: China´s "New Normal"

National and Global Dimensions of China’s New Governance Model | November 30, 2016 | 16:15-18:00 | Mercator-Saal (Mercator-Haus, Campus Duisburg) | Please register in advance.

R.S.V.P. – Please register in advance

maren.mertens@uni-due.de 

Under the overarching frame of “New Normal” (xin changtai) the PRC has started to embark on a new development path. The decisions of the Third Plenum (2013) and China’s 13th Five- Year-Plan illustrate the efforts to adjust China’s official governance model in order to cope with the negative side-effects of China’s high-speed, resource-intense economic modernization. Sustainability, green urbanization and social justice have now become the core building bricks of China’s post-2007/2008 development strategy. But reforms are not limited to the systemic level, the PRC has also started to readjust and update its foreign strategy. 

This evening roundtable will bring together preeminent political scientists and China watchers to discuss the national and global dimensions of China’s “New Normal” in order to decrypt the drivers and motivations of China’s most recent governance reforms and strategic foreign policy readjustments. 

Speakers: 

Professor Guo Sujian (San Francisco & Shanghai)

Professor Sebastian Harnisch (Heidelberg)

Professor Hu Xiaobo (Clemson)

21.11.2016

Informationsveranstaltung zum Thema Auslandssemester/Auslandspraktikum am 30.November 2016!

Die Möglichkeiten eines Auslandsaufenthaltes während des Studiums sind vielfältig und reichen von Studienaufenthalten über Auslandspraktika bis hin zu Summer Schools und Sprachkursen. 
Ein neues Land und ein anderes Hochschulwesen kennenlernen, internationale Kontakte knüpfen, Fremdsprachenkenntnisse ausbauen und somit den eigenen akademischen und den persönlichen Horizont erweitern. All das und mehr bietet ein Auslandsaufenthalt.



Studierende am Institut für Politikwissenschaft und am Institut für Soziologie sind herzlich eingeladen, sich auf der Informationsveranstaltung am 30. November 2016 am Campus Duisburg in LB 131 in der Zeit von 18.00 Uhr (s.t.) bis ca. 19.30 Uhr zum Thema Auslandssemester/Auslandspraktikum über Möglichkeiten, Organisation und Finanzierung von Auslandsaufenthalten zu informieren.
Neben der Koordinatorin für Internationalen Austausch am IfP und IfS wird auch Herr Pottel vom Akademischen Auslandsamt der UDE anwesend sein. Zudem werden Studierende von ihren Auslandserfahrungen, die sie während des Studiums gemacht haben, berichten.

Eine Anmeldung für die Veranstaltung ist nicht erforderlich!

Karte Asien taz - Neue Seidenstraße

28.10.2016 - UDE-Studierende beleuchten chinesisches Großprojekt in der taz

Ein Traum wird wahr: Die Seidenstraße

Rohstoffhunger, größere Absatzmärkte und sichere Handelsrouten waren ausschlaggebend für die Volksrepublik China, einen alten Traum wiederzubeleben: die „neue“ Seidenstraße, eine alte Karawanen-Handelsroute. Was sich hinter dem einmaligen Riesenprojekt verbirgt, erläutern 12 Studierende der Universität Duisburg-Essen (UDE) in einer aktuellen Sonderbeilage, die am Freitag, den 28.10., der Tageszeitung (taz) beiliegt.

Für weitere Informationen finden Sie die vollständige Pressemeldung hier.

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17.10.2016

Kick-Off-Veranstaltung zum Projekt „Kommunikationsstress im Ruhrgebiet: Die Gesprächsstörung zwischen Politikern, Bürgern und Journalisten“

Gerade das Ruhrgebiet scheint angesichts seiner sozialen und kulturellen Vielfalt und der damit verbundenen Problemlagen besonders sensibel für diese demokratische Verfallserscheinung. Aber wie ist die Einstellung der Bevölkerung des Ruhrgebiets zu ihren Politikern und Journalisten tatsächlich und welche Lösungsansätze für journalistische Praxis und Politikmanagement ergeben sich daraus? Das zweijährige  Kooperationsprojekt „Kommunikationsstress im Ruhrgebiet“ der Brost Stiftung und der NRW School of Governance wird diesen Fragen nachgehen.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Donnerstag, 27. Oktober 2016 von 17:30 Uhr bis 20:00 Uhr

NRW School of Governance | Lotharstraße 53 | Gebäude LS | Raum LS  105

04.10.2016

Studienstart 2016

Der Studienstart 2016 ermöglicht den StudienanfängerInnen der Fächer B.A. Politikwissenschaft, B.A. Globale und Transnationale Soziologie und B.A. Soziologie einen gelungenen Auftakt für‘s Studium an der Fakultät für Gesellschaftswissenschaften. Vom 17. bis zum 21. Oktober 2016 erhalten Erstsemester-Studierende ein umfassendes Angebot aus verschiedenen Workshops zur optimalen Studiengestaltung, Vorträgen zu verschiedenen Themen der jeweiligen Disziplin und weiteren Informationsveranstaltungen rund ums Studium.

Weitere Informationen zum Ablauf des Studienstarts 2016 finden Sie hier.

06. September 2016

Dozenten der NRW School of Governance mit „Lehre divers“-Scholarship ausgezeichnet

Ein Team aus sechs Dozierenden der NRW School of Governance wurde für seinen ehrenamtlichen Einsatz im Rahmen des TalentKolleg Ruhr mit dem "Lehre divers"-Scholarship der Universität Duisburg-Essen ausgezeichnet. Neben einer ideellen Förderung erhält das Team nun 4.000 Euro für die Lehrunterstützung in Form von studentischen Hilfskraftmitteln.

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05. September 2016

Konferenz zur Europäischen Wirtschafts- und Währungspolitik - Call for Paper

Der Jean-Monnet-Lehrstuhl organisiert am 05. und 06. April 2017 eine Konferenz zum Thema „The Political Role of the European Central Bank in European Union Governance". 

Bei der Konferenz werden zum einen die Rolle der Europäischen Zentralbank und die Wirkungen der Geldpolitik vor dem Hintergrund der Heterogenität des Währungsraums reflektiert und aktuelle Entwicklungen beleuchtet, sowie zum anderen die Bedeutung solcher Dynamiken für den Europäischen Integrationsprozess diskutiert. Neben einem politikwissenschaftlichen Fokus auf das Thema sind auch die Perspektiven benachbarter Disziplinen eingeladen.  Informationen und den "Call for Paper" finden Sie hier.

 

17. August 2016

Neuerscheinung: Die Partei im regionalen Fokus

Mitgliederschwund, Alterungsprozesse und Mitglieder-partizipation bei der SPD – Ergebnisse zweier empirischer Studien
von Nicolai Dose, Anne-Kathrin Fischer und Nathalie Golla


Angesichts der schrumpfenden Mitgliederbasen von Parteien spielen die Gründe für diese Entwicklung eine immer größere Rolle. Wichtige Ursache ist die Überalterung des Mitgliederstamms vieler Parteien, die in steigendem Umfang zu altersbedingten Mitgliederverlusten führt. In der Regel entscheiden sich aber auch mehr Mitglieder für einen willentlichen Austritt aus den Parteien als neu eintreten.
Dies wirft die Frage auf, weshalb Parteien für Mitglieder zunehmend unattraktiv erscheinen. Die Ergebnisse zweier Befragungen von SPD-Mitgliedern zeigen, dass der Mitgliederschwund zum Teil selbst verschuldet ist und damit bei angemessener Reaktion auf die Ergebnisse dieser Studie durchaus eingedämmt werden kann. Entsprechende Handlungsempfehlungen werden am Schluss der Studie formuliert.
Das Buch kann unter folgendem Link bestellt werden:
http://www.nomos-shop.de/27397

11. August 2016

Pilotprojekt „Neue Parteien in Europa“ vom Rektorat der UDE bewilligt

Im Rahmen des Programms zur Förderung des exzellenten wissenschaftlichen Nachwuchs der Universität Duisburg-Essen wurde das Forschungsprojekt „Neue Parteien in Europa“ von Dr. Kristina Weissenbach bewilligt.

Die Parlaments- und Präsidentschaftswahlen in 12 europäischen Mitgliedstaaten haben die europäischen Parteiensysteme im „Superwahljahr 2015“ ins Wanken gebracht. Im rechten und linken Spektrum der Parteiensysteme haben sich neue Parteien gebildet (wie die linke Syriza in Griechenland, Parteien wie Ciudadanos und Podemos in Spanien oder die neue grüne Partei The Alternative in Dänemark) oder vormals unbedeutende Parteien (wie die rechtspopulistische Kukiz 15 in Polen) verfestigt. Diese Parteien unterscheiden sich nicht nur hinsichtlich ihrer ideologischen Ausrichtung auf der links-rechts Achse, sondern vor allem in Bezug auf die Art und Weise ihrer Gründung sowie hinsichtlich des Grades ihrer Institutionalisierung zum Zeitpunkt ihres Eintritts in das nationale Parlament.

Welche Aspekte der Institutionalisierung einer neuen Partei sind für ihren langfristigen Erfolg oder Misserfolg ausschlaggebend? Vor dem Hintergrund eines mehrdimensionalen und prozessualen Verständnisses von Parteieninstitutionalisierung, das über Wahlerfolge und parlamentarische Sitzverteilung hinaus geht, geht das Forschungsprojekt dieser Frage im Vergleich zweier EU-Mitgliedstaaten nach.

Weitere Informationen zum Programm zur Förderung des exzellenten wissenschaftlichen Nachwuchses der Universität Duisburg-Essen finden Sie hier.

28. Juli 2016

Neuerscheinung: Chinesische Politik: Nationale und globale Dimensionen

von Noesselt, Nele Fach: Politikwissenschaft; Reihe: Studienkurs Politikwissenschaft

Die Rolle Chinas in einem globalisierten internationalen System: Wechselwirkungen zwischen innenpolitischen Reformen und globalen Machtumschichtungen. Das Buch bietet einen systematischen Überblick über die Außen- und Innensicht auf die chinesische Politik und illustriert diesen durch ausgewählte Fallstudien.

http://www.utb-shop.de/autoren/noesselt-nele.html

19.07.2016

Brüssel-Exkursion: „Lobbying in the European Union"

Vom 11. bis zum 13. Juli besuchten der Jean-Monnet Lerhrstuhlinhaber Prof. Dr. Michael Kaeding und seine Studierenden des Seminars "Lobbying in the European Union" die Hauptstadt der europäischen Politik. Ziel der Exkursion war der Reality-Check ihrer vorher erarbeiteten Lobby-Strategien. Dazu präsentierten die Studierenden aus den Master-Studiengängen „Internationale Beziehungen und Entwicklungspolitik“ (IBEP) und „Politikmanagement, Public Policy und öffentliche Verwaltung“ (PM) ihre Strategien vor Interessenvertretern der jeweiligen Politikbereiche. In diesem Jahr wurden dabei folgende Themen bearbeitet: "Verbraucherschutz – irreführende Gesundheitswerbung“, "Strengthening the dairy sector during the ongoing milk crisis”, „Digital market – geo-blocking“ und "Google“. Darüber hinaus bekamen die Studierenden bei Gesprächsterminen mit weiteren EU-Experten, Medienvertretern und einem interaktiven Rollenspiel im Parlamentarium Einblicke in die unterschiedlichen Arbeitsfelder in Brüssel und dem Thema der Interessenvermittlung auf europäischer Bühne.

4. Juli 2016

Langer Samstag der Hausarbeiten

Über das Mentoringprogramm der Fakultät für Gesellschaftswissenschaften beteiligt sich das IfP auch in diesem Jahr am Langen Samstag der Hausarbeiten. Dieser findet am 9. Juli 2016 am Campus Duisburg statt. Die Veranstaltung richtet sich an alle Studierenden, die aktuell an einer Hausarbeit schreiben und diese möglichst zügig fertigstellen wollen. Der Lange Samstag der Hausarbeiten bietet hierzu Workshops mit folgenden Fragestellungen an: Wie kläre ich meine Fragen? Wie finde ich mein Thema? Wie finde ich meine Literatur? Wie baue ich meine Hausarbeit auf? Wie organisiere ich mich und meine Zeit? Wie recherchiere ich systematisch? Wie nutze ich Literaturverwaltungsprogramme? Wie bereite ich meinen Text vor? Wie bringe ich Bewegung an den Schreibtisch? Jeder Workshop wird insgesamt zweimal angeboten. So können Sie bis zu sechs verschiedene Workshops besuchen. Weitere Informationen zu den einzelnen Angeboten finden Sie im Programmflyer oder auf folgender Webseite.

20. Juni 2016

Brexit-Abend in der VHS

Am Donnerstag, dem 23. Juni, stimmen die Briten darüber ab, ob ihr Land in der EU verbleiben soll oder nicht. Mit großer Sorge blicken Verantwortliche aus Politik und Wirtschaft auf die Insel, nicht wissend, was ein möglicher Austritt für den Rest der Europäischen Union bedeuten könnte. Um Interessierten die Möglichkeit zu eröffnen, diesen politisch so wichtigen Abstimmungsabend „live“ mitzuerleben, lädt die Volkshochschule Duisburg in Kooperation mit der Universität Duisburg-Essen, der Deutsch-Britischen Gesellschaft Duisburg, der Europa Union Duisburg sowie EUROPE DIRECT EU-Bürgerservice der Stadt Duisburg, ein zu einem Brexit-Abend in die VHS. Ab 19 Uhr erwartet die Besucher im Stadtfenster an der Steinschen Gasse 26 ein vielfältiges Programm. Unter anderem gibt es eine politikwissenschaftliche Betrachtung zur Situation von Prof. Dr. Michael Kaeding, Inhaber des Jean Monnet Lehrstuhls für Europapolitik am IfP. Weitere Informationen finden Sie hier.

13. Juni 2016

Gastprofessorin spricht im Mittagsforum

Diese Woche wird Prof. Dr. Lisa Conant vom Department für Political Science der Universität Denver, Colorado (USA), für eine Gastprofessur am Institut für Politikwissenschaft sein. Sie folgt einer Einladung von Prof. Dr. Michael Kaedings Jean Monnet Lehrstuhl für Europapolitik und Europäische Integration. Lisa Conant beschäftigt sich mit Themen wie “Politics of legal Integration in the EU”, “Europeanization and Globalization of National Courts” sowie “Citizenship and Immigration in Europe”. Seit ihrer Zeit an der FU Berlin sowie am European University Institute in Florenz kehrt sie für ihre Forschung regelmäßig nach Europa zurück. Am 15. Juni präsentiert sie im Mittagsforum des IfP ihren Artikel „Who Files Suit? Legal Mobilization and Torture Violations in Europe“, der 2016 im Journal Law & Policy erschienen ist.

9. Juni 2016

Bosnien-Herzegowina zwischen (religiösem) Nationalismus und europäischer Beitrittsperspektive

Gastvortrag von Dr. Kerim Kudo mit anschließender Diskussion

Der blutige Zerfallsprozess Jugoslawiens manifestierte sich am deutlichsten in dem von 1992 bis 1995 andauernden Krieg gegen Bosnien-Herzegowina. Auch mehr als 20 Jahre nach dem Friedensabkommen von Dayton ist Bosnien-Herzegowina ein tief gespaltener Staat, mit einem der kompliziertesten politischen Systeme weltweit. Ein EU-Beitritt des Landes liegt daher nach wie vor in weiter Ferne. Welche Kriegsursachen lagen im Falle Bosnien-Herzegowinas vor? Welches Wertefundament offenbarte sich in der Friedensdiplomatie der internationalen Staatengemeinschaft? Welche Rolle kommt den Religionen beziehungsweise Religionsgemeinschaften zu? Welche Akteure mit welchen Identitätspolitiken bestimmten und bestimmen die politischen Entwicklungen in Bosnien-Herzegowina? In welchen Bereichen liegen die größten Hindernisse für einen Beitritt zur EU? Weitere Informationen zu dieser Veranstaltung der Südosteuropa-Gesellschaft (SOG) finden Sie hier.

Dienstag, 21. Juni 2016 | Beginn um 18:00 Uhr (s.t.)
LF 310, Rotunde | Campus Duisburg

8. Juni 2016

Der Grenzstreit zwischen Slowenien und Kroatien: Die EU im Schwitzkasten eines bilateralen Konflikts?

Gastvortrag von Thomas Bickl, EVP-Fraktion im Europäischen Parlament, Brüssel

Slowenien nutzte den Status als Mitglied der Europäischen Union, um Kroatien während der EU-Beitrittsverhandlungen ein Schiedsverfahren zur Lösung des bilateralen Konflikts um die gemeinsame Land- und Seegrenze abzutrotzen. Das diplomatische Parkett wurde hierbei empfindlich erschüttert. Das entsprechende Schiedsverfahren vor dem Permanent Court of Arbitration (PCA) in Den Haag liegt nach einer Abhöraffäre aus dem Sommer 2015 derzeit auf Eis. Gleichzeitig steht die EU im Beitrittsprozess der Nachfolgestaaten Jugoslawiens vor der großen Herausforderung weiterer ungelöster bilateraler Konflikte – nicht nur um Staatsgrenzen. Was also sind Bedingungen für eine erfolgreiche Konfliktbearbeitung durch die EU und ihre Beitrittskandidaten? Weitere Informationen zu dieser Veranstaltung der Südosteuropa-Gesellschaft (SOG) finden Sie hier.

Dienstag, 14. Juni 2016 | Beginn um 18:00 Uhr (s.t.)
LF 310, Rotunde | Campus Duisburg

15. März 2016

Vortragsreihe der NRW School of Governance: „Flucht und neue Einwanderung als Herausforderung der Parteiendemokratie“

Die Flüchtlings- und Asylpolitik beherrscht die politische Agenda in Deutschland und Europa. Auch die Parteien sind herausgefordert, Antworten und Positionen auf die hohe Zahl der Asylsuchenden anzubieten.
Als NRW School of Governance wollen wir dies als Treffpunkt von Wissenschaft und Praxis begleiten. Mit der Gesprächs- und Vortragsreihe „Flucht und neue Einwanderung als Herausforderung der Parteiendemokratie“ wollen wir im Jahr 2016, dem Jubiläumsjahr der NRW School of Governance, zur Debatte beitragen und laden Sie hiermit sehr herzlich zu folgenden Terminen ein:

19. April 2016, 18.00 Uhr | Dr. Marie-Agnes Strack-Zimmermann,
stellvertretene Bundesvorsitzende der FDP (Anmeldung: dagmar.baecker@uni-due.de)

28. April 2016, 18.00 Uhr | Norbert Römer, Vorsitzender der SPD-Fraktion
im Landtag NRW (Anmeldung: ursula.fischer@uni-due.de)

3. Juni 2016, 16.00 Uhr | Armin Laschet, Vorsitzender der CDU-Fraktion im
Landtag NRW (Anmeldung: anita.weber@uni-due.de)

7. Juni 2016, 18.00 Uhr | Mona Neubaur, Landesvorsitzende Bündnis 90/Die Grünen (Anmeldung: dagmar.baecker@uni-due.de)

NRW School of Governance | Lotharstraße 53 | Gebäude LS | Raum LS  105

20. Mai 2016

PADEMIA teaching award 2016 – Prof. Michael Kaeding

Der Jean-Monnet Professor Michael Kaeding der Universität Duisburg-Essen gewinnt den diesjährigen "PADEMIA Teaching Award" und wird damit für seine NRW-weite universitätsübergreifende Debattierinitiative "NRW debattiert Europa" und seine herausragenden Leistungen im Bereich der Lehre europaweit gewürdigt.

PADEMIA ist ein europaweites Netzwerk von 56 akademischen Einrichtungen aus 31 Ländern, die Forschung und Lehre, in Reaktion auf die europäischen Anforderungen an eine wachsende parlamentarische Demokratie in Europa, fördern. PADEMIAs Ziel ist es die Diskussion über den Umgang und mögliche Bewältigungsstrategien, mit denen Parlamente und Bürger_innen in ganz Europa konfrontiert sind zu verbessern.

"NRW debattiert Europa" ist ein Projekt von der Universität Duisburg-Essen in Kooperation mit der westfälischen Wilhelms-Universität Münster, der Ruhr Universität Bochum, der Heinrich Heine Universität Düsseldorf sowie der Universität zu Köln. Es bietet Bachelor- und Masterstudierenden die Möglichkeit, ihre Debattierfähigkeit in einem kompetitiven Umfeld auszubauen und gleichzeitig ihr Wissen über europarelevante Fragen zu erweitern. Das Projekt wurde finanziell unterstützt vom Ministerium für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien des Landes Nordrhein-Westfalen.

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04. April 2016

Neuerscheinung: Die andere Seite der Politik, hrsg. von Wilhelm Hofmann und Renate Martinsen

Aus der Reihe:
„Politologische Aufklärung – konstruktivistische Perspektiven“
Springer VS I 2016 I 34,99 € I eBook 27,99 €
ISBN: ISBN 978-3-658-09936-7

Im Zuge der kulturalistischen Wende hat sich der Blick auf politische Kultur grundlegend gewandelt: Anders als im traditionellen Forschungsfeld politische Kulturforschung geht es nun nicht mehr um das „Was“ von Kultur (Container-Begriff), sondern vielmehr um die Frage, „wie“ durch eine bestimmte Weise der Beobachtung Kultur erst hervorgebracht wird.
Die Beiträge des Bandes „Die andere Seite der Politik – Theorien kultureller Konstruktion des Politischen“ thematisieren, warum und wie verschiedene Theorien die Konstruktion von Politik in kulturellen Kontexten vornehmen. Gemeinsamer Ausgangspunkt der Texte ist dabei die Erkenntnis, dass Kultur als zentrales Medium politischer Wirklichkeitserfassung und Wirklichkeitskonstruktion fungiert und politische Handlungsspielräume eröffnen bzw. verschließen kann.

Weitere Infos zur Publikation finden Sie hier.

31. März 2016

(Non-) Compliance with EU norms, rules and values

Am 6. und 7. April 2016 veranstaltet der Jean Monnet Lehrstuhl für Europäische Integration und Europapolitik in Kooperation mit der Radboud-Universität Nijmegen im Gerhard-Mercator-Haus einen internationalen Workshop zum Thema "(Non-) Compliance with EU norms, rules and values", zu dem alle Interessierten herzlich eingeladen sind. Um Anmeldung per E-Mail vorab wird gebeten. Das Workshopprogramm finden Sie hier.

29. März 2016

Einladung zur Antrittsvorlesung von Daniel Lambach

Am Mittwoch, den 27.04.2016 wird PD Dr. Daniel Lambach im Rahmen des Habilitationsverfahrens seine Antrittsvorlesung halten und zum Thema „Kings of the Wild Frontier - Das internationale Staatensystem und die Kolonisierung unregierter Räume.“ sprechen.

Die Veranstaltung beginnt um 14.00 Uhr c.t. im Raum 105 des LS Gebäudes.

27.04.2016 | 14.00 Uhr c.t. | LS 105

29. Januar 2016

Diskussionsrunde: Die Europäische Zentralbank und die Europäische Wirtschafts-und Währungsunion

Die Europäische Wirtschafts- und Währungsunion ist ein zentraler Baustein der europäischen Integration und die gemeinsame Währung, der Euro, ein deutlich sichtbares Symbol des europäischen Projekts. Insbesondere die Eurokrise hat zu bedeutsamen Entwicklungen geführt, die die Rolle der Europäischen Zentralbank (EZB) als wirtschaftspolitischen Akteur und den Modus europäischer Wirtschafts- und Währungspolitik verändert haben. Institutionelle Reformen der europäischen Wirtschaftspolitik wie der Fiskalpakt, beschlossene Maßnahmen im Zusammenhang mit Griechenland und unkonventionelle geldpolitische Instrumente wie der Ankauf von Staatsanleihen im großen Stil durch die EZB werfen wichtige ökonomische und politische Fragestellungen auf. Im Rahmen der Veranstaltung präsentiert und diskutiert Dr. Harald Loy (Bundesbank Hauptverwaltung Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf) gemeinsam mit Sebastian Heidebrecht (wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Europäische Integration und Europapolitik) diese Entwicklungen und beleuchtet dabei auch deren Bedeutung für Bürgerinnen und Bürger und Unternehmen.

Dienstag, 02. Februar 2016 | Beginn um 18:00 Uhr
VHS im Stadtfenster Duisburg, Steinsche Gasse 26, 47051 Duisburg (Stadtmitte

Eröffnung und Begrüßung

Prof. Dr. Michael Kaeding, Universität Duisburg-Essen, Jean Monnet Lehrstuhl für Europäische Integration und Europapolitik

Gastvortrag

Dr. Harald Loy, Senior Economist im Stab der Präsidentin der Hauptverwaltung Nordrhein-Westfalen der Deutschen Bundesbank

Diskussion

Sebastian Heidebrecht, Universität Duisburg-Essen, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Jean Monnet Lehrstuhl für Europäische Integration und Europapolitik

25. Januar 2016

NRW debattiert Europa – Abschlussveranstaltung an der UDE – Duisburg gewinnt!

Am Donnerstag, den 21. Januar 2016, kamen vier Universitäten aus ganz NRW in Duisburg zusammen, um in pro- und kontra Teams gegeneinander die Zukunft Europas zu debattieren. In der Vorrunde standen sich die Teams der Universitäten zu Köln, Düsseldorf, Münster und Duisburg-Essen gegenüber. Hierbei drehte sich alles um die Frage „Brauchen wir eine gemeinsame europäische Sozialpolitik?".

Die Jury, bestehend aus Herrn Fischer vom Europe Direct Duisburg, Herrn Hesse von der Mercator-Stiftung, Frau Harte vom Europe Direct Rhein-Kreis-Neuss und Herrn Thürmann von den JEF (Junge Europäische Föderalisten), schickten nach emotional aufgeladenen Vorrunden die Teams der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und der Universität Duisburg-Essen als Sieger ins Finale. In diesem wurde dann die Frage erörtert, ob die EU eine europäische Armee benötige. Staatssekretär Marc Eumann des Ministerium für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien des Landes NRW erteilte daraufhin noch die letzten Tipps zur Haltung und zum freien Sprechen. Zum Schluss fiel die Entscheidung knapp aus: Gewonnen hat das Team aus Duisburg-Essen bestehend aus Patrick Clasen, Daniela Weißkopf, Timo Hülsdünker in der Vorrunde und Tim Vogt, Hasti Darjani und Christian Strauch im Finale. Doch auch die Westfälische Wilhelms-Universität Münster ging nicht leer aus, denn der Preis für die beste Einzelperformance ging an Anna Stock aus Münster.

Die Veranstaltungsreihe stand unter der Schirmherrschaft des Ministeriums für Bundesangelegenheiten, Medien und Europa und wurde koordiniert vom Jean-Monnet-Lehrstuhl von Prof. Kaeding am Institut für Politikwissenschaft der UDE. Weitere Impressionen der Veranstaltung finden Sie hier.

15. Januar 2016

Abschlussveranstaltung

Am 21. Januar findet die Abschlussveranstaltung des Debattierprojekts "NRW debattiert Europa" am Campus Duisburg statt. Studierende von insgesamt vier NRW-Universitäten werden dabei zunächst in einer Vorrunde zum Thema "Brauchen wir eine gemeinsame europäische Sozialpolitik?" einen argumentativen Schlagabtausch führen. Die beiden besten Teams werden schließlich in einer finalen Schlussrunde die Frage "Braucht die EU eine eigene Armee?" debattieren. Begrüßt werden alle Teilnehmenden von UDE-Rektor Prof. Dr. Ulrich Radtke sowie vom Staatssekretär für Europa und Medien Marc Jan Eumann. Das Projekt wird finanziell unterstützt von der Staatskanzlei NRW und dem Jean Monnet-Lehrstuhl für Europäische Integration und Europapolitik. Weitere Informationen zum Debattierprojekt finden sich hier.

5. Januar 2016

EU-Skeptizismus in der Türkei vs.
Türkei-Skeptizismus in der EU

Gastvortrag von Julia Klein, Institut für Europäische Politik (IEP), Berlin

Der Weg der Türkei in die EU ist beschwerlich und zieht sich nunmehr seit 16 Jahren hin – und das, obwohl die Türkei einer der wichtigsten strategischen Partner in Fragen der europäischen Außen- und Sicherheitspolitik ist. Doch Versprechungen wie Visafreiheit und ein schnellerer EU-Beitritt der Türkei im Gegenzug für eine stärkere Zusammenarbeit angesichts der akuten Flüchtlingskrise und in der Terrorismusbekämpfung wie zum EU-Türkei-Gipfel im November 2015 täuschen nicht darüber hinweg, dass es immer noch eine breite politische Front in der EU gibt, die die Beitrittsverhandlungen mit der Türkei zu blockieren versucht. Doch auch in der Türkei werden skeptische Stimmen gegenüber einem EU-Beitritt des Landes immer lauter. Befördert die Türkei-Skepsis in der EU den zunehmenden EU-Skeptizismus in der Türkei? Welche Rolle spielt der EU-Beitrittsprozess der Türkei? Weitere Informationen zu der Veranstaltung finden Sie hier.

Dienstag, 12. Januar 2016 | Beginn um 18:00 Uhr (s.t.)
LF 310, Rotunde | Campus Duisburg, Universität Duisburg-Essen (UDE)