Struktur der Studiengänge

Berufsfeldorientierung

Die Qualifizierung für eine erfolgreiche Erwerbstätigkeit erfolgt für beide Masterstudiengänge auf drei Ebenen:

  1. Erwerb von Fachwissen,
  2. Erwerb von interdisziplinären Kompetenzen durch die Auseinandersetzung mit zusätzlichen Fachgebieten im Rahmen von Integrations- und Ergänzungsangeboten,
  3. Erwerb von Praxis-Erfahrung im Rahmen eines mehrmonatigen Praktikums.

Damit sind die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Berufstätigkeit im hochkomplexen Bereich der Stadtentwicklung, des Stadtmanagements und der Stadtforschung gegeben.

Im Einzelnen stellt der Studiengang „Urbane Kultur, Gesellschaft und Raum“ auf folgende Berufsfelder ab:

  • Strategische Stadtentwicklungsplanung (incl. Flächennutzungs- und Masterplanung; dazu Themen wie Entwicklungscluster, kreative Milieus etc.),
  • Moderation und Mediation von partizipatorischen Prozessen formeller und informeller Art in der Stadtentwicklung,
  • City-Marketing, City-Promotion und Kulturmanagement (Imagebildung und Stärkung weicher Standortfaktoren, Management von Großereignissen),
  • Stadtbezogene Projekt- und Entwicklungsberatung ('Urban Consulting')
  • Stadt- und Metropolenforschung.


Der Studiengang „Sustainable Urban Technologies“ stellt auf folgende Berufsfelder ab:

  • Strategische Stadtentwicklungsplanung (incl. Flächennutzungs- und Masterplanung),
  • Erneuerung und Umbau städtischer Infrastruktur- und Mobilitätssysteme,
  • Entwicklung und Management städtischer Großprojekte (z.B. Umnutzung altindustrieller Flächen, E-City-Entwicklung),
  • Stadtbezogene Projekt- und Entwicklungsberatung ('Urban Consulting')
  • Stadt- und Metropolenforschung.

Qualifikationsziele

Über die beiden Masterstudiengänge „Urbane Kultur, Gesellschaft und Raum“ und „Sustainable Urban Technologies“ werden international kommunikations- und handlungsfähige ExpertInnen für urbane Projekte und Entwicklungen ausgebildet. Dieses fachübergreifende Expertenprofil wird in zwei voneinander getrennten, gleichwohl inhaltlich und fachlich integrierten Studiengängen, d.h. mit einem ingenieurwissenschaftlichen, stadtplanerischen und städtebaulichen und einem geistes-, sozial- und bildungswissenschaftlichen Studienangebot realisiert. Dieser Dualismus begründet sich daraus, dass bei aller Notwendigkeit interdisziplinärer Qualifikation die fachlich fundierende disziplinäre Ausbildung beachtet werden muss. Gleichwohl erhalten die Studierenden beider Studiengänge über die obligatorischen „Integrationsmodule“ Einsichten über querschnittsorientierte Aspekte urbaner Herausforderungen. Sie erhalten gleichzeitig über die „Interdisziplinären Ergänzungsmodule“ umfangreiche Einblicke in die jeweils anderen Fachdisziplinen und deren Inhalte und Arbeitsweisen.

Zusammengefasst sind folgende wichtige Qualifikationsziele der Masterstudiengänge zu benennen:

  • Befähigung zur produktiven Mitwirkung in komplexen urbanen Entwicklungsvorhaben in herausgehobener Verantwortung,
  • Fähigkeit zur Analyse, Bewertung, Kommunikation und Lösung komplexer urbaner Problemlagen,
  • Interdisziplinäre Kompetenz i.S. der Fähigkeit der Aneignung, des Verstehens und der Anwendung unterschiedlicher Fachsprachen bzw. disziplinärer Codes,
  • Organisation von behördlicher und betrieblicher Querschnittskommunikation,
  • Moderation von Kommunikations- und Entscheidungsprozessen im Rahmen formeller und informeller Planung,
  • Ingenieurwissenschaftliche bzw. geistes- und gesellschaftswissenschaftliche Beratung von Personen, Unternehmen, Körperschaften etc. bei urbanen Projekten,
  • Befähigung zur Erforschung komplexer urbaner Probleme mit natur- und ingenieurwissenschaftlichem oder geistes-, gesellschafts- bzw. bildungswissenschaftlichem Schwerpunkt,
  • Befähigung zur interdisziplinären Kooperation in stadtbezogener Wissenschaft und/oder Praxis.

Kompetenzerwerb

Studierende erwerben im Studiengang „Urbane Kultur, Gesellschaft und Raum“ folgende Kompetenzen:

  • Grundlagen der urbanen Semiotik, urbane Hermeneutiken,
  • Methoden kontextualisierender Analyse kultureller Ausdrucksformen,
  • Stadtgeschichte,
  • Imagebildung von Städten und Regionen; Standortfaktoren,
  • Quartiersmanagement,
  • Moderations- und Mediationstechniken (z.B. für stadtplanerische Prozesse),
  • quantitative und qualitative Erhebungsverfahren, Anwendung statistischer Methoden, Anwendung von SPSS,
  • Interkulturelle Kompetenzen.

Studierende  erwerben im Studiengang „Sustainable Urban Technologies“ folgende Kompetenzen:

  • Entwurf im städtebaulichen Maßstab,
  • Anwendung logistischer Koordinationsmethoden,
  • Logistik-Management-Methoden,
  • Methoden des Abfallmanagements,
  • Moderations- und Mediationstechniken (z.B. für stadtplanerische Prozesse),
  • Techniken zur Konzeptentwicklung von bspw. städtischen Infrastruktur- und Mobilitätssystemen.


Ziel ist es, die Studierenden in die Lage zu versetzen, komplexe und für sie neuartige urbane Problemlagen eigenständig und kreativ in einem fachlich heterogenen Feld zu identifizieren, mit geeigneten Methoden zu beschreiben und zu analysieren und Problemlösungsstrategien zu entwerfen.

Abschlüsse

Das vier Semester dauernde Master-Studium des Studiengangs „Urbane Kultur, Gesellschaft und Raum“ schließt mit dem Master of Arts (M.A.) ab.

Das vier Semester dauernde Master-Studium des Studiengangs „Sustainable Urban Technologies“ schließt mit dem Master of Science (M.Sc.) ab.

Die beiden Masterstudiengänge führen  zu dem jeweils oben angegebenen berufsqualifizierenden akademischen Abschluss. Durch die Master-Prüfung wird festgestellt, ob die Studierenden sich vertiefte fachliche Kenntnisse, Fähigkeiten und Methoden angeeignet haben, die Zusammenhänge ihres Studienfachs überblicken und die Fähigkeit besitzen, selbständig wissenschaftlich und problembezogen zu arbeiten. Die bestandene Masterprüfung befähigt zur Promotion und somit zu einer wissenschaftlichen Laufbahn. Näheres regeln die jeweiligen Promotionsordnungen.

Modulaufbau

Die beiden Studiengänge weisen ein distinktes fachliches Profil auf, das durch die jeweiligen Grundlagen-, Aufbau- und Vertiefungsmodule getragen wird. Zugleich weisen sie erhebliche fachliche und inhaltliche Schnittmengen auf. Diese werden zum einen repräsentiert durch die Integrationsmodule des 1. und 2. Semesters und zum anderen durch die interdisziplinären Ergänzungsmodule des 1. und 2. Semesters sowie durch das Praxisprojekt im 3. Semester. Ergänzungsmodule und Praxisprojekt vermitteln in besonderer Weise die Kenntnis der komplementären Fachkulturen des jeweiligen Parallelstudiengangs. Die Erarbeitung der Masterarbeit im 4. Semester nimmt innerhalb des Studiums einen hohen Rang ein; hier sollen die Studierenden unter Beweis stellen, dass sie in der Lage sind, zentrale urbane Themen auf der Basis fachwissenschaftlicher Expertise mit Blick für urbane Zusammenhänge und interdisziplinäre Anschlüsse sinnvoll zu bearbeiten.

Durch die Verbindung fachlicher Konzentration und Vertiefung einerseits und interdisziplinärer Überschreitung und Öffnung beider Studiengänge andererseits soll der Herausforderung urbaner Komplexität in einer Weise genügt werden, die ein ausgewogenes Verhältnis von Spezialisierung und Generalisierung gewährleistet. Neben Permanenz, Dichte, Heterogenität und Zentralität zählt Komplexität zu den mit Abstand wichtigsten Merkmalen des Städtischen. Diese Komplexität berührt räumlich-geografische, gestalterische, funktionale, infrastrukturelle, kulturelle, soziale Dimensionen, die in stadtbezogener Praxis und Theorie in geeigneter Weise zusammenzubringen sind. ‚Geeignet‘ bedeutet in diesem Zusammenhang, dass jede disziplinäre Annäherung an den städtischen Gegenstand dessen Einbettung in urbane Komplexität und damit den interdisziplinären Zusammenhang in der Analyse in Rechnung zu stellen und entsprechend zu reflektieren hat. Vor diesem Hintergrund versteht sich die projektbezogene, integrative Ausrichtung beider Studiengänge ebenso von selbst wie ihre enge Verzahnung über Integrations- und Ergänzungsmodule, die der Erweiterung des interdisziplinären Feldes dient.

Modulaufbau des Masterstudiengangs „Urbane Kultur, Gesellschaft und Raum“

 

 

Modulaufbau des Masterstudiengangs „Sustainable Urban Technologies“

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Projektarbeit/ -seminar

Die Projektarbeit ist ein wichtiger Bestandteil des Master-Studiums. Im zweiten Fachsemester wird daher ein Projektseminar (Modul 4) angeboten, in dem die Studierenden exemplarisch ein zentrales urbanes Forschungs- und Praxisthema (z.B.: „Healthy City“) innerhalb eines Projekts interdisziplinär bearbeiten: In Kleingruppen von mindestens 3 und maximal 5 Studierenden werden Ansätze von Lösungsmöglichkeiten für urbane Probleme gemeinsam erarbeitet. In den Kleingruppen sind Studierende beider Studiengänge vertreten, was dem interdisziplinären Austausch und der interdisziplinären Zusammenarbeit förderlich ist.

Die Studierenden erlernen dabei, das System „Stadt“ interdisziplinär zu erörtern und erhalten bereits frühzeitig einen Einblick in teamorientiertes Arbeiten; d.h. sie arbeiten eng mit den für sie jeweils fachfremden Kommilitoninnen und Kommilitonen zusammen. Diese gemeinsame Bearbeitung eines urbanen Problems bzw. einer urbanen Herausforderung vermittelt den Studierenden einen Einblick in die spätere berufliche Praxis.

Allgemeine Informationen Praxis-Projekt

Während des Studiums absolvierendie Studierenden ein mindestens dreimonatiges Berufspraktikum (Praxis-Projekt - Modul 7), das der Berufsfeldorientierung dient.

Die Studierenden erhalten dadurch nicht nur praktische Erfahrung in transdisziplinärer Projektarbeit, sondern gleichzeitig auch die Befähigung zur wissenschaftlichen Reflektion der Praxis anhand beispielhafter Großprojekte im ausgewählten städt. Kontext (Stadtentwicklung und –neugestaltung, Stadtplanung, urbanes Management, Infrastruktur-Projekte, städt. Verwaltung, urbanistische Forschung).

Bei der Suche nach einem geeigneten Berufspraktikumsplatz erhalten die Studierenden u.a. umfangreiche Hilfestellung durch die beiden – dem Profilschwerpunkt „Urbane Systeme“ zugeordneten – universitären Zentren, dem Zentrum für Wasser- und Umweltforschung (ZWU) und dem Zentrum für Logistik und Verkehr (ZLV), die über langjährig bestehende Unternehmens-Netzwerke verfügen.

Hier geht es zu den Praktikumsangeboten

Unterrichtssprache

Die Unterrichtssprachen im Studiengang „Urbane Kultur, Gesellschaft und Raum“ sind Englisch und Deutsch.

Die Unterrichtssprache im Studiengang „Sustainable Urban Technologies“ ist Englisch. Dieser Studiengang ist vollständig in englischer Sprache studierbar. Einzelne Veranstaltungen zur Erweiterung der Wahlmöglichkeiten werden in deutscher Sprache angeboten.

Studienfachberatung