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Die Universität Duisburg-Essen versteht den Trend zu gigantischer Verstädterung als zentrale gesellschaftliche Herausforderung und hat auf die zunehmende Bedeutung des Themas mit der Einrichtung des Profilschwerpunkts „Urbane Systeme“ reagiert. Der interdisziplinäre Schwerpunktbereich Urbane Systeme, der organisatorisch vom Zentrum für Logistik & Verkehr (ZLV) und vom Zentrum für Wasser- und Umweltforschung (ZWU) getragen wird, ist einer von vier Profilschwerpunkten der Universität Duisburg-Essen.

Inmitten der Metropolregion Rhein-Ruhr mit ihren über 11 Mio. Bewohnern arbeiten im Profilschwerpunkt Urbane Systeme Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus allen Fakultäten der Universität an multidisziplinär angelegten Projekten. Die Notwendigkeit einer solchen breiten Zusammenarbeit ergibt sich aus dem Untersuchungsgegenstand: Städte sind die größten künstlichen, von Menschen geschaffenen Gebilde. Die Qualität, die Funktionstüchtigkeit, die Atmosphäre der Städte und Metropolen bestimmen damit die Lebensqualität der Mehrzahl der Menschen. Urbane Systeme werden in diesem Zusammenhang verstanden als städtische Agglomerationen mit hoher, teilweise kritischer Siedlungsdichte, die durch vielfältige und in hohem Maße interdependente technologische, wirtschaftliche, ökologische, gesellschaftliche und kulturelle Anforderungen und Entwicklungen gekennzeichnet sind.

Ausdrückliches Ziel ist es, ganzheitliche Lösungen zu entwickeln – ein Anspruch, dem die Hochschule durch einen internationalen und disziplinenübergreifenden Lehr- und Forschungsansatz Rechnung trägt. Vielfältige Aktivitäten der Universität zur Metropolenforschung sind dazu zu sechs Kompetenzfeldern zusammengefasst worden:

Die Themen Gesundheit, Umwelt, Infrastruktur, Logistik, Kultur und Gesellschaft sind im Sinne einer anwendungsorientierten Metropolenforschung inhaltlich gebündelt worden.
Die Kompetenzfelder spiegeln die zentralen Herausforderungen heutiger wie zukünftiger Ballungsräume wider. Kennzeichen sind unter anderem der steigende CO2-Ausstoß bei immer knapper und teurer werdenden Rohstoffen, zunehmende Mobilitätsbedürfnisse durch Warenversorgung und Transporte von Industriegütern, ein genereller Wandel der Arbeitsformen, soziale Konfliktpotenziale im Zusammenleben verschiedener Kulturen, die Etablierung städtischer Armutskulturen sowie gesundheitliche Belastungen durch den Klimawandel und gefährdende Umweltbedingungen.

Innerhalb dieser Kompetenzfelder kooperieren 70 Wissenschaftler aus 10 Fakultäten unter dem gemeinsamen Dach „Urbane Systeme“ je nach Fragestellung in wechselnden interdisziplinären Kombinationen. Das Know-How jedes einzelnen Feldes wird je nach Fragestellung und Forschungsgegenstand einbezogen. Zudem schuf die Universität zum Wintersemester 2011/2012 mit dem Masterprogramm ein bundesweit einmaliges Ausbildungsangebot, das sich mit der vielschichtigen Thematik des Zusammenlebens von Menschen in Ballungsräumen befasst.