Ortswechsel erleichtertUmzugskostenvergütung

Stand: 22.04.2026

Zum 01.01.2026 ist das neue Umzugskostengesetz Nordrhein-Westfalen (Landesumzugskostengesetz - LUKG) in Kraft getreten und wurde durch Pauschalregelungen vereinfacht. 

Das vorherige Landesumzugskostengesetz in der Fassung der Bekanntmachung vom 6. Juli 1993 (GV NRW. S. 464) in der am 31. Dezember 2025 geltenden Fassung ist weiter anzuwenden für:

  1. Umzüge, die vor dem 1. Januar 2026 durchgeführt, aber noch nicht abgerechnet worden sind und
  2. Umzüge, für die die Umzugskostenvergütung vor dem 1. Januar 2026 zugesagt wurde und für die Berechtigte vor dem 31. Dezember 2025 Angebote von Speditionsunternehmen für die Durchführung des Umzugs vorgelegt haben.

Nachfolgen finden Sie eine Übersicht über die Erstattungsmöglichkeiten:

Berechtigte ohne eigenen Hausstand vor oder nach dem Umzug

Berechtigte, die vor oder nach dem Umzug keinen eigenen Hausstand haben, erhalten eine pauschale Umzugskostenvergütung in Höhe von 800 Euro, mit welcher alle Aufwendungen des Umzuges abgegolten sind. Als Nachweis ist eine Melde-/Abmeldebescheinigung vorzulegen.

 

Berechtigte mit eigenem Hausstand

Berechtigte mit eigenem Hausstand können folgende Erstattungen erhalten:

Beförderungsaufwendungen

Aufwendungen für das Befördern des Umzugsgutes von der bisherigen zur neuen Wohnung werden als Pauschale erstattet:

Kriterium

Höhe der Pauschale

Einpersonenhaushalt / Wohnfläche der neuen Wohnung bis zu 50 qm

1.000 Euro

Zweipersonenhaushalt / Wohnfläche der neuen Wohnung bis zu 80 qm

1.500 Euro

Dreipersonenhaushalt / Wohnfläche der neuen Wohnung bis zu 110 qm

2.500 Euro

Vier- oder Mehrpersonenhaushalt / Wohnfläche der neuen Wohnung von mehr als 110 qm

4.000 Euro

Erhöhung bei einer Entfernung von der bisherigen zur neuen Wohnung von

      mehr als 250 km bis 399 km

      mehr als 400 km

 

250 Euro

500 Euro

Das für die Berechtigten günstigere Kriterium ist ausschlaggebend. Die Größe der Wohnung ist durch die Vorlage des Mietvertrages oder einer Bescheinigung der/des Vermieter*in nachzuweisen.

 

Fahrtkosten

Jegliche Reisekosten im Zusammenhang mit dem Umzug werden mit einer Pauschale abgegolten. Diese berechnet sich nach dem Vierfachen vollen Entfernungskilometer zwischen der bisherigen und der neuen Wohnung und beträgt 30 Cent für jeden Kilometer.

Maßgeblich ist die kürzeste üblicherweise befahrene Straßenverbindung zwischen alter und neuer Wohnung. Die Entfernung wird auf Basis des Routenplaners Falk ermittelt.

 

Sonstige Umzugsaufwendungen

Berechtigte erhalten eine Pauschvergütung für sonstige Umzugsauslagen. Mit der Pauschvergütung werden alle sonstigen, nicht in den §§ 5, 6, 7 und 9 des LUKG bezeichneten Umzugsauslagen, wie zum Beispiel Maklergebühren oder Auslagen für einen durch den Umzug bedingten zusätzlichen Unterricht der Kinder der Berechtigten, pauschal abgegolten. Die Pauschale beträgt:

Kriterium

Höhe der Pauschale

Für Berechtigte

1.000 Euro

Für jede auch nach dem Umzug zur häuslichen Gemeinschaft der Berechtigten gehörende Person

200 Euro

Für jede Person ist eine entsprechende Meldebescheinigung vorzulegen.

 

Aufwendungen für den Unterhalt zweier Wohnungen

Sind für den umzugsbedingten vorübergehenden Unterhalt zweier Wohnungen tatsächliche Aufwendungen entstanden, werden diese für bis zu zwei Kalendermonate als Pauschale erstattet. Maßgeblich ist die Wohnfläche der neuen Wohnung.

Kriterium

Höhe der Pauschale je Monat

Bis zu 50 qm

500 Euro

Mehr als 50 qm bis zu 80 qm

800 Euro

Mehr als 80 qm bis zu 110 qm

1.100 Euro

Mehr als 110 qm

1.250 Euro

Im Rahmen der Antragstellung sind der Mietvertrag für die bisherige Wohnung, die Kündigungsbestätigung sowie Nachweise über die doppelten Mietzahlungen vorzulegen.

 

 

Umzüge in eine Zweitwohnung

Ziehen Berechtigte in eine Zweitwohnung unter Beibehaltung des bisherigen Wohnsitzes werden Aufwendungen analog wie bei Berechtigte ohne eigenen Hausstand vor oder nach dem Umzug erstattet. Der Umzug ist durch die Vorlage einer Meldebescheinigung nachzuweisen.

 

So funktioniertTrennungsentschädigung

Stand: 19.02.2025

Die Trennungsentschädigung nach der Trennungsentschädigungsverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen (TEVO NRW) bietet einen finanziellen Ausgleich für Bedienstete, die aufgrund dienstlicher Verpflichtungen an einen anderen Ort (ggf. auch nur vorübergehend) versetzt werden oder bei ihrer Einstellung eine Zusage der Umzugskostenvergütung erhalten haben. Die Entschädigung soll dabei die finanzielle Belastung ausgleichen, die durch eine doppelte Haushaltsführung oder zusätzliche Fahrkosten entstehen können, ohne dass es sich dabei um eine vollständige Erstattung der Aufwendungen handelt.

Die folgenden Informationen sollen Ihnen einen Überblick über die möglichen Erstattungsregelungen geben. Sie erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und Sie können daraus keinen Rechtsanspruch ableiten.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an die/den nebenstehende*n Ansprechpartner*in.

 

Voraussetzungen

Trennungsentschädigung wird gewährt aus Anlass z.B. einer Versetzung aus dienstlichen Gründen oder einer Einstellung mit Zusage der Umzugskostenvergütung. Eine abschließende Auflistung der Anlässe bzw. dienstlichen Maßnahmen, die einen Anspruch auslösen können, wird in § 1 TEVO NRW aufgeführt.

Grundlegende Voraussetzungen für einen Anspruch auf Trennungsentschädigung sind zudem, dass

  1. der neue Dienstort ein anderer als der bisherige Dienstort ist,
  2. die Wohnung nicht am neuen Dienstort liegt und
  3. die Wohnung mindestens 30 Kilometer von der neuen Dienststätte entfernt liegt.

Bei der Zuweisung im Rahmen der Ausbildung zu einer auswärtigen Ausbildungsstelle wird Trennungsentschädigung nur gewährt, wenn die Ausbildungsstelle weder am Ort der Stammdienststelle noch am Wohnort und mindestens 30 Kilometer von der Stammdienststelle und der Wohnung entfernt liegt. Es gelten auch darüber hinaus abweichende Regelungen, sodass Berechtigte sich für weitere Informationen zu Umfang etc. bitte an die/den nebenstehende*n Ansprechpartner*in wenden.

Besonderheiten bei einer Zusage der Umzugskostenvergütung

Wurde Umzugskostenvergütung zugesagt, erhalten Berechtigte Trennungsentschädigung, wenn

  • sie innerhalb von sechs Monaten nach Wirksamwerden der dienstlichen Maßnahme umziehen oder
  • in diesem Zeitraum den Abschluss eines Miet- oder Kaufvertrages nachweisen können.

In diesen Fällen kann Trennungsentschädigung bis zum Tag vor dem Umzug, jedoch längstens für sechs Monate gewährt werden. Durch einen Umzug bzw. Miet-/Kaufvertrag für eine Zweitwohnung wird diese Voraussetzung nicht erfüllt.

Darüber hinaus kann Trennungsentschädigung nach einer Zusage der Umzugskostenvergütung nur gewährt werden, wenn Berechtigte umzugswillig sind, wenn und solange dem Umzug einer der folgenden Hinderungsgründe entgegensteht:

  1. schwere Erkrankung der Berechtigten oder deren Ehegattinnen oder Ehegatten, eingetragenen Lebenspartnerinnen oder Lebenspartnern, Eltern, ledigen Kinder oder anderer mit im Haushalt lebender Personen bis zur Dauer von einem Jahr,
  2. Beschäftigungsverbote für Berechtigte oder eine andere Person aus dem Personenkreis nach Nummer 1 für die Zeit vor oder nach einer Entbindung nach mutterschutzrechtlichen Vorschriften oder entsprechendem Landesrecht,
  3. Schul- oder Berufsausbildung eines Kindes bis zum Ende des Schul- oder Ausbildungsjahres; befindet sich das Kind im vorletzten Schulbesuchsjahr in einem Bildungsgang der Sekundarstufe II, verlängert sich die Gewährung der Trennungsentschädigung bis zum Ende des folgenden Schuljahres, befindet sich das Kind im vorletzten Ausbildungsjahr eines Berufsausbildungsverhältnisses, verlängert sich die Gewährung der Trennungsentschädigung bis zum Ende des folgenden Ausbildungsjahres,
  4. Schul- oder Berufsausbildung eines schwerbehinderten Kindes; Trennungsentschädigung wird bis zur Beendigung der Ausbildung gewährt, solange diese am neuen Dienst- oder Wohnort oder in erreichbarer Entfernung davon wegen der Behinderung nicht fortgesetzt werden kann, oder
  5. Schul- oder erste Berufsausbildung der Ehegattin oder des Ehegatten oder der eingetragenen Lebenspartnerin oder des eingetragenen Lebenspartners in entsprechender Anwendung der Nummer 3.

Die Aufzählung ist abschließend.

 

Höhe der Trennungsentschädigung

Die Höhe der Trennungsentschädigung richtet sich danach, ob Berechtigte täglich zum Wohnort zurückkehren oder auswärtig am neuen Dienstort verbleiben.

Eine tägliche Rückkehr zum Wohnort ist bei mehrtägigen Maßnahmen in der Regel nicht zuzumuten, wenn die Abwesenheit von der Wohnung mehr als zwölf Stunden oder die benötigte Zeit für das Zurücklegen der Strecke zwischen Wohnung und Dienststätte und zurück mehr als drei Stunden beträgt. Maßgebend sind die Zeiten, die sich bei Benutzung regelmäßig verkehrender Beförderungsmittel ergeben.

Tägliche Rückkehr zum Wohnort

Erstattet werden

  • bei Benutzung von regelmäßig verkehrenden Beförderungsmitteln die Fahrkosten in Höhe der entstandenen Kosten der niedrigsten Klasse einschließlich Zuschlägen - bei einem Grad der Behinderung von mindestens 50 und einem Schwerbehindertenausweis mit Merkzeichen G, aG, Gl, Bl, Tbl oder H werden in den ersten sieben Tagen der dienstlichen Maßnahme die Kosten der nächsthöheren Klasse erstattet - ,
  • bei Benutzung eines privaten Kraftfahrzeuges eine Wegstreckenentschädigung in Höhe von 30 Cent je Kilometer,
  • bei Benutzung eines privaten zweirädrigen Kraftfahrzeuges oder Fahrrades eine Wegstreckenentschädigung in Höhe von 20 Cent je Kilometer.

Dabei beträgt der Höchstbetrag der zu erstattenden Fahrtkosten je Kalendermonat 500,00 Euro.

In den ersten sieben Kalendertagen der dienstlichen Maßnahme werden zudem zusätzlich

  • Parkgebühren von bis zu 10,00 Euro pro Tag und
  • bei einer Abwesenheit von mehr als acht Stunden ein Verpflegungszuschuss von 4,00 Euro pro Tag - es sei denn, es wird eine unentgeltliche Mahlzeit zur Verfügung gestellt.

 

Auswärtiger Verbleib

Erstattet werden

  • für die An- und Abreise
    • bei Benutzung von regelmäßig verkehrenden Beförderungsmitteln Fahrkosten in Höhe der Kosten der niedrigsten buchbaren Klasse - bei einem Grad der Behinderung von mindestens 50 und einem Schwerbehindertenausweis mit Merkzeichen G, aG, Gl, Bl, Tbl oder H werden die Kosten der nächsthöheren Klasse erstattet,
    • bei Benutzung eines privaten Kraftfahrzeuges eine Wegstreckenentschädigung in Höhe von 30 Cent je Kilometer,
    • bei Benutzung zweirädriger Kraftfahrzeuge und Fahrräder eine Wegstreckenentschädigung in Höhe von 20 Cent je Kilometer,
  • nachgewiesene (durch Miet- oder ähnliche Nutzungsvereinbarung zu zahlende) Unterkunftskosten inkl. umlagefähige Betriebskosten bis zu einem Betrag in Höhe von 80,00 Euro pro Nacht und in den ersten beiden Kalendermonaten in Höhe von bis zu insgesamt 1.000,00 Euro, danach bis zu einem Betrag in Höhe von bis zu insgesamt 500,00 €,
  • in den ersten 14 Kalendertagen der dienstlichen Maßnahme zudem zusätzlich
    • Parkgebühren von bis zu 10 Euro pro Tag und
    • einen Verpflegungszuschuss am An- und Abreisetag jeweils 4 Euro, im Übrigen von je 4 Euro für bis zu drei Mahlzeiten pro Tag, wenn diese nicht unentgeltlich zur Verfügung gestellt werden.

Zudem wird eine Reisebeihilfe für eine Heimfahrt für jeden Monat der Maßnahme erstattet. Die Reise kann von der oder dem Berechtigten, oder der Ehegattin oder des Ehegatten, der eingetragenen Lebenspartnerin oder des eingetragenen Lebenspartners, eines Kindes, eines Elternteils oder einer Person, die mit der oder dem Berechtigten in häuslicher Gemeinschaft lebt, durchgeführt werden. Die Reisebeihilfe umfasst

  • bei Benutzung von regelmäßig verkehrenden Beförderungsmitteln Fahrkosten in Höhe der Kosten der niedrigsten buchbaren Klasse,
  • bei Benutzung eines privaten Kraftfahrzeuges 20 Cent je Kilometer

vom Dienstort zum bisherigen Wohnort und zurück.

 

Antragstellung

Die Bewilligung und Abrechnung von Trennungsentschädigung ist innerhalb einer Ausschlussfrist von sechs Monaten schriftlich oder elektronisch zu beantragen. Die Frist beginnt jeweils mit Ablauf des Kalendermonats, für den die Trennungsentschädigung zusteht, in den Fällen des § 9 Absatz 1 frühestens mit Ablauf des Kalendermonats, in dem der Umzug oder der Abschluss des Miet- oder Kaufvertrages erfolgt ist.

Der Antrag auf Bewilligung ist einmalig für den Zeitraum der dienstlichen Maßnahme zu stellen. Die Festsetzung richtet sich nach den tatsächlichen Verhältnissen und muss je Kalendermonat beantragt werden. Die Beantragung kann daher erst nach Ablauf des jeweiligen Kalendermonats erfolgen. Sie dürfen die Anträge im Rahmen der Ausschlussfrist sammeln.

Die Trennungsentschädigung wird monatlich nachträglich unbar auf das im Antrag angegebene Bankkonto gezahlt.

Information & Kontakt Ihre Ansprechpartnerinnen

Dezernat Personal und Organisation
Allgemeine, wirtschaftliche & sonstige Personalangelegenheiten

Umzugskostenvergütung &
Bewilligung von Trennungsentschädigung:

Karoline Schmidt

Abrechnung von Trennungsentschädigung:

Dayana Klein