An den Hochschulen steht die Personalentwicklung, insbesondere im akademischen Bereich noch am Beginn. Dies zeigen auch die Ergebnisse einer aktuellen Umfrage der Universität Bonn im Auftrag des Stifterverbandes (vgl. www.akademisches-personalmanagement.de).
Hier kann die akademische Personalentwicklung an der Universität Duisburg-Essen (ebenso wie an anderen Universitäten) von den Ansätzen, Erfahrungen und Projekten die zur weiblichen Nachwuchsförderung im Rahmen von Frauenförderung und Gleichstellung durchgeführt wurden, profitieren. Für das wissenschaftliche Personal erweist sich Gleichstellung also als Motor um akademische Personalentwicklung in Gang zu bringen.

Personal- und Organisationsentwicklung der UDE: Unter dem folgenden Link finden Sie ein zusammenfassendes
Arbeitspapier zur Frauenförderung und Gender-Mainstreaming der PE/OE
(pdf, 14 KB)

Studierende und WissenschaftlerInnen

Frauen und Männer sind auf den Stufen der akademischen Ausbildung und Karriere ungleich vertreten: so ist die Repräsentanz von Frauen auf den höheren Stufen der akademischen Karriere durchweg zu gering. Obwohl Frauen an der Universität Duisburg-Essen häufiger ihr Studium abschließen als Männer, spiegelt sich dieses nicht bei den Promotionen wider. Hier liegt der Frauenanteil deutlich niedriger. Dem entspricht auch, dass Frauen im wissenschaftlichen Personal nur zu einem guten Drittel vertreten sind. Die Universität hat sich deshalb in ihren Frauenförderplänen (Rahmenplan) und internen Vereinbarungen dazu verpflichtet, für mehr Chancengleichheit zu wirken. Dazu hat sie ein Programm abgestimmter, aufeinander aufbauender Angebote für Frauen entwickelt, um die Potentiale und Talente junger Frauen nicht zu verlieren.

  • Karriereförderung verschiedener Akteursgruppen an der UDE
    Mentoring für Studierende oder Absolventinnen, spezielle Angebote für Promovierende und Promotionsinteressierte, Post-Docs und neuberufene Professorinnen - die UDE bietet vielfältige Programme für die jeweiligen Zielgruppen. Mehr...

  • Promovendinnenförderung der Fachbereiche
    Neben den fachübergreifenden Angeboten zur Promovendinnenförderung sind in den letzten Jahren mehrere Projekte in den Fachbereichen selber entstanden. Mehr...

  • Infos zur Forschungsförderung der UDE
    finden Sie hier...

  • Berufungsverfahren

  • Externe Fördermöglichkeiten
    für eine wissenschaftliche Karriere finden Sie hier...

Beschäftigte in Technik und Verwaltung

Sekretärinnen und Schreibkräfte übernehmen zunehmend Aufgaben der Haushaltsüberwachung, Finanzbuchhaltung sowie der Personalsachbearbeitung an Lehrstühlen. All diese Tätigkeiten erfordern Qualifikationen und Kompetenzen, die sich in der Bewertungsstruktur der Tätigkeit und damit auch Entlohnung widerspiegeln müssen.

Die Entlohnung und Bewertung von Tätigkeiten sowie die Arbeitsbedingungen der nicht-wissenschaftlichen Beschäftigten sind ein wichtiges Thema im Gender Mainstreaming. Hier gibt es zum Teil beträchtliche geschlechtsrelevante Unterschiede. Konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der Situation der weiteren Beschäftigten sind gefragt. Dazu gehört zum Beispiel die Aufwertung von bestimmten Tätigkeiten oder die Förderung von Fachkarrieren. An der UDE nehmen die Verwaltungsvorschriften zur Ausführung des Landesgleichstellungsgesetzes, insbesondere in § 6 des Frauenförderplans, Bezug auf die Entwicklung solcher Maßnahmen.

Im Hinblick auf die veränderten Anforderungen hat sich die Bewertungspraxis der Personal- und Organisationsentwicklung
gewandelt. Zumindest die Tätigkeiten im Bereich „Mittelbewirtschaftung/Haushalt“ werden nunmehr mit den Tätigkeitsmerkmalen „gründliche und vielseitige Fachkenntnisse und selbständige Leistungen“ anerkannt und nach EG 8 eingruppiert. In der Folge konntenbisher ca. 30 Mitarbeiterinnen, die diesen Bereich bearbeiten, an der UDE höhergruppiert werden.

Im März 2010 wurde an der UDE ein Netzwerk für Hochschulsekretärinnen gegründet. Interessierte melden sich per e-mail bei Frau Cornelia Ruppert.

Literaturtipp
Das im September 2009 von der Friedrich-Ebert-Stiftung herausgegebene Memorandum „Arbeitsplatz Hochschule – Zum Wandel von Arbeit und Beschäftigung in der ‚unternehmerischen Universität’“, befasst sich mit den Auswirkungen des Wandels an Hochschulen auf den Arbeitsplatz. Es auch die veränderten Arbeitsbedingungen des Personals in Technik und Verwaltung in den Blick.
http://library.fes.de/pdf-files/wiso/06669.pdf