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Research

Empirische Untersuchung eines CATI-Stichprobendesigns für seltene Populationen

(Empirical investigation of a CATI sampling design for rare populations)

Zusammenfassung

Aufgrund einer Vielzahl von Problemen (z.B. Datenschutz, Zugangsprobleme, föderale Struktur der amtlichen Statistik) stehen gerade für sozialpolitisch relevante Subgruppen, wie behinderte Menschen, bildungsferne Schichten und Personen mit Migrationshintergrund kaum Registerdaten oder amtliche Daten zur Verfügung. In all diesen Fällen ist man daher bei der Planung, Vorbereitung und Bewertung sozialpolitischer Maßnahmen auf Befragungen angewiesen.

Für Befragungen der allgemeinen Bevölkerung stehen meist gut entwickelte und bewährte Stichprobenziehungsverfahren zur Verfügung. Auf solche Verfahren kann im Falle von seltenen Populationen jedoch kaum zurückgegriffen werden, da die verfügbaren Verfahren entweder nahezu undurchführbar sind, zu Verzerrungen in den Schätzungen führen oder zu wenige Beobachtungen mit dem interessierenden Merkmal ergeben.

Daher wird in der Praxis häufig auf nicht-zufallsbasierte Stichprobenverfahren ausgewichen, wobei am häufigsten Quotenstichproben verwendet werden. Mit dem Einsatz solcher nicht-zufallsbasierten Verfahren wird das eigentliche Ziel, Analyseergebnisse mit angebbarer Sicherheit auf die Zielpopulation zu verallgemeinern, verfehlt.

Das geplante Projekt hat daher hohe praktische und gesellschaftspolitische Relevanz.
Es hat die Entwicklung, Implementation und Evaluierung eines Stichprobendesigns für bundesweite telefonische Befragungen seltener Populationen zum Ziel.
Das zu untersuchende Stichprobendesign ermöglicht die kostengünstige und schnelle Durchführung von Erhebungen seltener Populationen, wie etwa von ethnischen Minderheiten.

Die Erhebung mit dem neuen Stichprobendesign soll inhaltlich dazu verwendet werden, um das Sicherheitsempfinden der Zielpopulationen zu untersuchen. In bisherigen Erhebungen zu diesem Thema sind diese Populationen aufgrund ihrer Seltenheit unterrepräsentiert, was detaillierte Analysen erschwerte.


Summary

Due to a variety of problems (e.g. data privacy, access problems, federal structure of the official statistics) there barely is register data or official data for social policy-relevant subgroups, such as disabled people, educationally disadvantaged people and persons with migration background. Therefore in all of these cases, the planning, preparation and evaluation of social policies depends on survey data.

For general population surveys, there are well developed and established sampling procedures. These procedures can hardly be used for rare populations, because they are either nearly impossible to apply, they lead to biased estimates or they lead to too little observations with the characteristic of interest.

Thus, in practice often non-random sampling methods are used, whereas quota samples are the most common. As a result of non-random sampling, inference to the target population cannot be realized, which actually is the fundamental objective of data analysis.

The proposed project therefore has great practical and societal relevance. The objective is the implementation and evaluation of a sample design for nationwide telephone surveys of rare populations. The tested sample design provides a cost effective and rapid implementation of surveys of rare populations such as ethnic minorities.

The survey with the new sample design should be used  in terms of content to investigate the perceived safety of the target populations. In previous surveys on this topic, these populations are underrepresented because of their rarity, which made detailed analysis difficult.


Kontakt (Contact)

Volker Stubbra, email

 

Förderung (Funding)

Das Projekt wird gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).

(The project is funded by the Federal Ministry of Education and Research (BMBF).)

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