Aquatische Ökologie Projekte

 

MARS

Früher litten Gewässer europaweit unter massiver Verschmutzung und Versauerung. Heute ist die Situation regional sehr unterschiedlich. Während in Südeuropa das Wasser knapp ist, weil die Landwirtschaft immer intensiver wird und die Temperaturen steigen, haben Flüsse und Seen in Mitteleuropa eher mit überschüssigen Nährstoffen und einer Mixtur von Schadstoffen zu kämpfen. Sie gelangen etwa durch Dünger oder industrielle Quellen ins Wasser, rauben ihm den Sauerstoff und damit Leben. Wie sich das auf die biologische Vielfalt und ihre Umweltfunktionen auswirkt, untersucht das MARS Projekt » mehr

Wiederansiedlung von Makrozoobenthosorganismen in Fließgewässern

In diesem vom LANUV NRW geförderten Projekt soll erstmals versucht werden ganze Makrozoobenthosgemeinschaften von einem Gewässersystem in ein anderes biotisch verarmtes Gewässersystem umzusiedeln. In mehreren Jahreszeiten werden hierzu Besiedlungssubstrate im Spendergewässer ausgebracht und diese nach erfolgter Besiedlung in das Empfängergewässer transferiert. Das Projekt wird von der Universität Oldenburg geleitet.

DESSIN

Im Rahmen des Projektes DESSIN soll aufgezeigt werden, in wie weit eine Bewertung der Ökosystemdienstleistungen helfen kann, Innovationen im Wassersektor zu fördern und zu implementieren. Dabei sollen Technologie-, Monitoring-, Simulations- und Managementansätze speziell für urbane Räume entwickelt werden. Kern des Projektes ist es, eine Richtlinie zu erstellen, die Veränderungen der Ökosystemdienstleistungen der urbanen Wasserkörper aufgrund von Neuerungen aufzeigen und bewerten kann. Schwerpunktmäßig werden Wasserqualität und Trockenheit in den folgenden Modellregionen betrachtet: Emscher, Hoffselva (Region Oslo), Westland (Niederlande), Athen (Griechenland) und Llobregat (Barcelona, Spanien) Projekt Webseite

Projekt UBA - Onlineverfahren

Die biologischen Bewertungsverfahren zur Umsetzung der EG-Wasserrahmenrichtlinie werden in Deutschland mit Hilfe verschiedener Software-Produkte durchgeführt: Phytofluss (Phytoplankton), Phylib (Makrophyten und Phytobenthos), Perlodes (Makrozoobenthos) und fibS (Fische). Diese Software-Produkte wurden von ca. zehn Jahren programmiert und entsprechen heute nicht mehr dem Stand der Technik. Es handelt sich bisher um Desktop gestützte Programme, die auf Windows PCs der Anwender installiert werden müssen. Aufgrund der schnellen technischen Entwicklungen werden Updates zusehends schwieriger. Vor diesem Hintergrund werden diese Software-Produkte neu programmiert. Anstelle eines auf der Festplatte eines PCs installierten Programms werden moderne, plattformunabhängige Applikationen erstellt, die freiverfügbare open-source Technologien nutzen. Gleichzeitig werden die neusten wissenschaftlichen Erkenntnisse und Akutalisierungen der genutzen Methoden eingearbeit. Das Projekt wird vom Umweltbundesamt finanziert und hat eine Laufzeit von 3 Jahren (10/2016-09/2019).

Die Emscher bei Dortmund-Deusen – Wissenschaftliche Begleitung und Bewertung der Entwicklung einer ökologischen Verbesserung

In einem Projekt gefördert von der Emscher Genossenschaft /Lippeverband untersucht die Abteilung Aquatische Ökologie der Universität Duisburg-Essen in enger Kooperation mit dem Institut für Wasserbau und Wasserwirtschaft (Leitung Prof. Dr. Niemann) die ökologische Auswirkungen unterschiedlicher morphologischer Verbesserungsmaßnahmen in einem ca. 2 km langen Abschnitt der Emscher bei Dortmund-Deusen.Nach einer Initialuntersuchung 2015 vor den ersten Umbauarbeiten begleitet die Abteilung Aquatische Ökologie nun den Umbauprozess, der im März 2016 begann und Ende August 2016 beendet wurde. In den folgenden beiden Jahren wird die Makrozoobenthosbesiedlung sowie die Makrophytengemeinschaft gemonitort. Das Hauptaugenmerk wird hierbei auf der Besiedlung unterschiedlicher Habitatausstattung liegen, die im Rahmen des Umbaus alle ca. 500m verändert wurde. Das Institut für Wasserbau und Wasserwirtschaft wird hierbei die morphologische Komponente betrachten und monitoren.