Der Masterstudiengang Soziale Arbeit richtet sich an Absolvent:innen eines Bachelorstudiums der Sozialen Arbeit sowie vergleichbarer Studiengänge. Auf der Grundlage einer vertieften wissenschaftlichen Auseinandersetzung qualifiziert er für eine Praxis der Sozialen Arbeit, die sich im Zuge gesellschaftlicher Wandlungsprozesse stetig verändert und immer neue Handlungsherausforderungen hervorbringt. Nicht zuletzt wird durch den Master auch die notwendige Qualifikation für eine Tätigkeit in der Wissenschaft erlangt. Das Studium verbindet dabei eine vertiefte Auseinandersetzung mit den gesellschaftlichen Bedingungen und Gestaltungsmöglichkeiten Sozialer Arbeit mit fundierter empirischer Forschung in diesen Bereichen.

Der Studiengang ist an einem der wenigen universitären Institute für Soziale Arbeit in Deutschland angesiedelt. Die Lehrenden sind in nationalen und internationalen Forschungszusammenhängen aktiv. Studierende profitieren an zahlreichen Stellen von Einblicken in diese aktuelle Forschung für die Soziale Arbeit und werden so in die laufenden Diskurse des Fachs einsozialisiert. Über ein Ergänzungsmodul öffnet sich das Studium darüber hinaus für interdisziplinäre Perspektiven aus benachbarten Masterstudiengängen der Universität.

1. Profil und Schwerpunkte

Vor dem Hintergrund sich rapide wandelnder gesellschaftlicher Realitäten qualifiziert der Masterstudiengang Soziale Arbeit für anspruchsvolle Tätigkeiten und sich stetig verändernde Handlungsherausforderungen in der Sozialen Arbeit. Inhaltlich werden dabei zwei Schwerpunkte gesetzt:

Gesellschaftliche Rahmenbedingungen Sozialer Arbeit

Im Zentrum steht die Frage, unter welchen sozialen, politischen und rechtlichen Bedingungen Soziale Arbeit stattfindet – und wie sie diese Bedingungen selbst mitgestalten kann. Die Studierenden setzen sich vertieft mit Theorien Sozialer Arbeit, wohlfahrtsstaatlichem Wandel und Sozialpolitik, mit Sozialer Arbeit in der Migrationsgesellschaft sowie mit urbanen Räumen und städtischen Konflikten auseinander. Der Studiengang greift damit Themen auf, die für den Standort im Ruhrgebiet ebenso wie für die Soziale Arbeit insgesamt von hoher Relevanz sind: Migration und gesellschaftliche Vielfalt, Stadtentwicklung und soziale Ungleichheit sowie die damit verbundenen Gestaltungsaufgaben und -spielräume.

Forschungsmethoden und eigenständige Forschung

Der zweite Schwerpunkt liegt auf der empirischen Sozialforschung. Die Fachpraxis der Sozialen Arbeit ist vor dem Hintergrund rasanter gesellschaftlicher Veränderungsprozesse darauf angewiesen, immer wieder die Lebensrealität der Adressat:innen Sozialer Arbeit sowie die Bedingungen des sozialpädagogischen Handelns zu betrachten. Aus diesem Grund vertiefen die Studierenden ihre Kenntnisse qualitativer und quantitativer Methoden und führen über zwei Semester ein eigenständiges Lehrforschungsprojekt durch. Die Forschungsorientierung zieht sich durch das gesamte Studium und mündet in die Masterarbeit, die auf eigener empirischer Forschung basieren kann.

2. Aufbau des Studiums

Das Studium gliedert sich in Basismodule, forschungsorientierte Module und eine Abschlussphase:

1. Semester

Die Basismodule führen in die Kernthemen ein: Soziale Arbeit als Disziplin und Profession, Wohlfahrtsstaatlichkeit und Politik, Forschungsmethoden. Eine Ringvorlesung mit externen Fachwissenschaftler:innen zu aktuellen Diskursen der Sozialen Arbeit ist fester Bestandteil des Programms. Sie ist curricular im ersten Semester verortet, kann aber während des gesamten Studiums besucht werden.

2. und 3. Semester

Die thematischen Module zu Migration und urbanen Räumen vertiefen das Profil des Studiengangs. Parallel dazu erstreckt sich über beide Semester ein eigenständiges Forschungsprojekt, in dem die Studierenden ein empirisches Vorhaben planen, durchführen und abschließen. Im Vertiefungsmodul können Schwerpunkte aus den vorangegangenen Modulen weitergeführt werden. Im Ergänzungsmodul wählen die Studierenden Veranstaltungen aus den kooperierenden Masterstudiengängen „Migration und Globalisierung" sowie „Sozioökonomie" – und erweitern so ihre Perspektive über die Soziale Arbeit hinaus.

4. Semester

Im abschließenden Semester steht die Masterarbeit im Mittelpunkt, begleitet durch ein Kolloquium.

Detaillierte Informationen zum konkreten Aufbau des Studiengangs finden sich im Modulhandbuch sowie in den Empfehlungen zum Studienverlaufsplan (siehe 6. Dokumente und Ordnungen).

3. Berufsperspektiven

Der Masterabschluss legt Grundlagen zur Bearbeitung sich stetig wandelnder Herausforderungen in den Berufsfeldern der Sozialen Arbeit: in der Sozialverwaltung, bei kommunalen Trägern, Wohlfahrtsverbänden und sozialen Dienstleistungsorganisationen ebenso wie in der Sozialplanung und Steuerung. Er bereitet darauf vor, perspektivisch konzeptionelle und leitende Aufgaben zu übernehmen. Die ausgeprägte Forschungsorientierung qualifiziert darüber hinaus für Forschungs- und Evaluationstätigkeiten sowie für eine wissenschaftliche Laufbahn.

Der Masterabschluss eröffnet auch den Zugang zur Promotion in der Sozialen Arbeit. Das Institut verfügt über umfassende Erfahrungen mit Promotionen und Promotionskooperationen (siehe Forschung).

4. Bewerbung und Zulassung

Der Studiengang ist zulassungsbeschränkt. Zugangsvoraussetzung ist ein abgeschlossenes Bachelorstudium der Sozialen Arbeit (oder ein gleichwertiger Abschluss) mit einer Gesamtnote von 2,0 oder besser. Alle weiteren Informationen zu Bewerbungsverfahren und Fristen finden sich auf der zentralen Studiengangsseite der UDE.

5. Auf einen Blick

Abschluss

Master of Arts (M.A.)

Regelstudienzeit

4 Semester

Umfang

120 ECTS

Studienbeginn

Wintersemester

Zulassung

Zulassungsbeschränkt

Zugangsvoraussetzung

B.A. Soziale Arbeit (oder gleichwertiger Abschluss), Gesamtnote 2,0 oder besser

Studienort

Campus Essen

6. Dokumente und Ordnungen

Prüfungsordnung ab WiSe 2023/24 (PO 2023)




Institut für Soziale Arbeit und Sozialpolitik

Fakultät für Bildungswissenschaften
Universität Duisburg-Essen
Universitätsstraße 2
45141 Essen

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Das Institut ist auf dem Hauptcampus am Standort Essen im Gebäude S06 angesiedelt. Das Gebäude ist auf dem Lageplan markiert.

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