"Weiterbildungsberatung im sozialräumlichen Umfeld"

"Weiterbildungsberatung im sozialräumlichen Umfeld"

KooperationspartnerInnen/Projektträger:


Die vier vom Ministerium für Schule und Weiterbildung geförderten
Landesorganisationen
1. Landesarbeitsgemeinschaft für eine andere Weiterbildung NRW e.V.
2. Landesverband der Volkshochschulen von NRW e.V.
3. Landesarbeitsgemeinschaft für katholische Erwachsenen- und
Familienbildung in NRW e.V.
4. Landesorganisation für evangelische Erwachsenenbildung NRW
vertreten durch die AG Bildungsgerechtigkeit des Gesprächskreises
für Weiterbildungsorganisationen in NRW

Die Leitung der wissenschaftlichen Begleitung liegt bei Prof. Dr. Helmut Bremer und Dipl. Sozialwiss. Mark Kleemann-Göhring. Die Bearbeitung liegt bei Dipl. Päd. Farina Wagner.

Projektbeschreibung

Im Rahmen des Projektes „Weiterbildungsberatung im sozialräumlichen Umfeld“ des Landes NRW soll der zunehmenden Bedeutung der Weiterbildungsberatung im Zusammenhang mit bildungsfernen Zielgruppen Rechnung getragen werden .Auf die Relevanz von innovativen Beratungsangeboten und –konzepten für diese Zielgruppen wird u.a. auch in der „Evaluation der Wirksamkeit der Weiterbildungsmittel des Weiterbildungsgesetzes (WbG) Nordrhein-Westfalen“ (DIE, 2011) hingewiesen.

Unterschiedliche Befunde zeigen, dass Weiterbildungsberatung nicht ausschließlich in dafür vorgesehenen institutionellen Räumen stattfindet. Sie hängt stark vom Engagement einzelner Akteur_innen ab, die selten gleichzeitig über eine Qualifizierung für die Beratungstätigkeit verfügen und Kenntnisse über konkrete Weiterbildungsmöglichkeiten oder eine Anbindung an die Weiterbildungslandschaft aufweisen. Ihre Kompetenzen liegen in einer offenen Haltung, sie beraten häufig themenübergreifend und können auf die individuellen Beratungsanliegen der Menschen eingehen. Damit agieren sie zielgruppen- und biografieorientiert, und beraten häufig situativ und ‚en passant‘. Weiterbildungsberatung für bildungsferne Zielgruppen kann daher nicht dabei stehen bleiben, nur den Ratsuchenden zu begegnen, die mit konkreteren Beratungsanliegen den Weg in eine Weiterbildungsberatungsstelle finden. Die Anliegen müssen dort aufgegriffen werden, wo sie artikuliert werden. In der Arbeit mit Bildungsfernen können dabei das sozialräumliche Umfeld und der Alltag der Menschen in den Fokus der Beratungsarbeit rücken. Hierbei spielen bspw. aufsuchende Strategien oder die Kooperation mit Einrichtungen, die Zugang zu diesen Zielgruppen haben, eine zentrale Rolle.

Aus dieser Perspektive heraus wurden folgende Projektbausteine entwickelt:

  1. Aufbereitung des fachwissenschaftlichen Diskurses
  2. Bestandsaufnahme bestehender Beratungsstrukturen unter besonderer Berücksichtigung bildungsbenachteiligter Zielgruppen
  3. Ausgangslage an den Projektstandorten – Identifizierung bestehender Beratungsstrukturen und -ansätze u.a. durch regionale Workshops (in Herford am 19.02.2013 und in Aachen am 27.02.2013)
  4. Entwicklung von Beratungskonzepten
  5. Erprobung entwickelter Konzepte
  6. Organisationsentwicklung
  7. Auswertung und Aufbereitung der Projektergebnisse