Interdisziplinäres Zentrum für Bildungsforschung

Bildungsgerechtigkeit in Schulen fördernProjekt "Schule macht stark-SchumaS" startet

Die Universitäten Duisburg-Essen (UDE), Bochum und Dortmund arbeiten in der neuen Initiative „Schule macht stark“ (SchumaS) von Bund und Ländern mit. Ziel ist es, die Bildungschancen von Kindern an Schulen in sozial benachteiligten Lagen systematisch zu verbessern. Dafür stehen ab dem kommenden Jahr 125 Millionen Euro zur Verfügung. Das Besondere an dem Vorhaben: Insgesamt 200 Schulen aus der Primar- und der Sekundarstufe arbeiten deutschlandweit gemeinsam mit Bildungswissenschaftlern an forschungsbasierten praxistauglichen Maßnahmen, um sie anschließend auch anderen Schulen in sozial herausfordernder Lage zur Verfügung zu stellen. 

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An dem begleitenden Forschungsverbund sind 13 Einrichtungen und Universitäten beteiligt. Eines der vier deutschlandweiten regionalen Cluster wird an der UDE am Interdisziplinären Zentrum für Bildungsforschung (IZfB) angesiedelt. Die Aktivitäten werden hier zunächst für fünf Jahre mit mehr als 3,5 Millionen Euro gefördert. Insgesamt ist das Projekt auf 10 Jahre angelegt.

Das IZfB wird die Arbeit an der Schnittstelle zwischen Praxis, Bildungsadministration und Forschung koordinieren. Themen sind die Schulentwicklung und Führung sowie das außerschulische Lernen und die Vernetzung von Schule im sozialen Umfeld. Außerdem geht es um die Förderung von Kompetenzen in Mathematik und in der Sprachbildung sowie um die Qualifizierung der Lehrkräfte im Umgang mit besonderen Bedingungen an Schulen in sozial herausfordernden Lagen.* Hierzu liegen in der Metropole Ruhr vielfältige Erfahrungen vor, die nun in das bundesweite Projekt einfließen. Dabei kooperieren die Bildungsforschenden aus Duisburg und Essen im Rahmen der Universitätsallianz Ruhr auch mit Teams in Bochum und Dortmund.

„Uns ist es ein besonderes Anliegen, Bildung ganzheitlich zu denken. Wir möchten Schulen darin unterstützen, ihre spezifische Situation am Schulstandort datengestützt genauer analysieren zu können. Davon ausgehend wollen wir Maßnahmen für erfolgreiches Lernen, auch in Kooperation mit der Schulsozialarbeit und mit Partnern im Umfeld der Schule, systematisch entwickeln“, sagt Sybille Stöbe-Blossey vom Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ), das im Projekt mitwirkt.

„Konkret möchten wir im Gesamtverbund umfassende Lehr- und Lernmaterialien, Handreichungen und Leitfäden für die Schul- und Unterrichtsentwicklung sowie Fortbildungsmaterialien, auch in digitalen Formaten, erarbeiten“ so Isabell van Ackeren, Leiterin der AG Bildungsforschung in der Fakultät für Bildungswissenschaften. „Wir freuen uns auf eine neue Qualität der Zusammenarbeit auf Augenhöhe mit den beteiligten Schulen.“

* Beteiligt sind die Fakultäten für Bildungswissenschaften (Prof. Dr. Isabell van Ackeren, Prof. Dr. Kerstin Göbel), Gesellschaftswissenschaften (Prof. Dr. Sybille Stöbe-Blossey), Geisteswissenschaften (Prof. Dr. Heike Roll) und Mathematik (Prof. Dr. Bärbel Barzel).

Aktuelles aus dem IZfB

Neu erschienen Unikate 55: Bildungsforschung

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Bildungsforschung - Auf dem Weg zu einer evidenzbasierten Bildung

​Unter diesem Titel erschien unter der Herausgeberschaft von Prof. Dr. Maik Walpuski und Prof. Dr. Dr. h.c. Detlev Leutner im September das aktuelle Unikate-Heft. Mit diesem Magazin für Wissenstransfer werden der Öffentlichkeit an der UDE gewonnene Forschungsergebnisse themenzentriert zur Verfügung gestellt.

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UDE-Projekt mit RAG-Stiftung Atome und Tablets im Chemieunterricht

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Ein passgenaues Angebot für jeden Schüler und jede Schülerin bereitzustellen – genau darum geht es Prof. Dr. Mathias Ropohl, Dr. Helena van Vorst und Dr. Sebastian Habig. Das wissenschaftliche Team entwickelt eine sogenannte digitale Lernleiter, die aus aufeinander aufbauenden Aufgabenpaketen zum Thema „Atombau“ besteht.

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Herzlichen Glückwunsch Wissenschaftsrat beruft Prof. Kerres


Eine neue Arbeitsgruppe im Wissenschaftsrat wird im kommenden Jahr systematisch den Stand der Digitalisiserung an deutschen Hochschulen analysieren, die Bedarfe benennen und Empfehlungen aussprechen. Michael Kerres (Mediendidaktik) wurde in dieses Gremium berufen. Das IZfB gratuliert zu dieser Auszeichung und wünscht viel Erfolg bei der Arbeit.

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Aus der Forschung Mathematikunterricht auf Distanz



Gemeinsam mit Wissenschaftlern der Universitäten Antwerpen und Utrecht untersuchte die Mathematikdidaktik der UDE  im Projekt Math@Distance*, welche Wege Lehrkräfte der Sekundarstufen während der Corona-Pandemie für den Unterricht gewählt haben.  Dazu befragten sie 1.706 Mathematiklehrkräfte aus Deutschland, den Niederlanden und dem niederländischsprachigen Flandern (Belgien).

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Aus der Forschung Erste Ergebnisse im Projekt "Franzimo"


Im DFG-Projekt "Franzimo" ​ untersucht das Team von Prof. Kerstin Göbel gemeinsam mit Forschenden der Universität Wuppertal u. a. am Beispiel des Französischunterrichts, ob Mehrsprachigkeit in der Familie Vorteile für die Sprachkompetenz im Fremdsprachenunterricht hat.

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Ausblick auf der Wintersemester 2020/21

Onlineveranstaltungen

IZfB-Vortragsreihen

Izfb-uebersicht-vortraege _wise2020Im Wintersemester 2020/21 finden drei Vortragsreihen im Online-Format statt.

Vortragsreihe "Schulen im Aufbruch"
dienstags, 16:15 -17:45 Uhr

Vortragsreihe "Bildung in der digitalen Welt"
mittwochs, 16:15 -17:45 Uhr

Interdisziplinäre Vortragsreihe Bildungsforschung
donnerstags, 16:15 -17:45 Uhr

 

Weitere Informationen und Anmeldung

IZfB-Workshops

Nächste Workshops (Anmeldung läuft):

  • 09.02.2021, Kaffee und Karriere @ Home
    Prof. Dr. Stephan Otto
  • 16. & 23.02. Bayesian Inference with JASP
    Prof. Dr. Eric-Jan Wagenmakers & Team

Weitere Informationen und Anmeldungen

Angebote/Ausschreibungen

Ausschreibung Longterm IZfB Visiting Professor Scholarship

Advertisement-izfb-visiting Professor Fellowship
Zur Förderung von Austausch und Kooperationen sowohl in der Forschung als auch bei der Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses bietet das IZfB ein IZfB Visiting Professor Fellowship an, mit dem hochrangige internationale Wissenschaftler aus dem Bereich der Bildungsforschung ausgezeichnet werden sollen. Dabei wird ein mindestens vierwöchiger Aufenthalt an der UDE unterstützt, während dessen Forschungskooperationen aufgebaut oder intensiviert werden sollen, sowie die Graduiertenförderung z. B. durch das Angebot von Workshops oder persönlicher Beratung unterstützt wird.

Die Ausschreibung bleibt bestehen und Bewerbungen sind jederzeit möglich, auch wenn Termine für den Aufenthalt von Gastwissenschaftler/-innen zur Zeit wegen der Pandemielage nicht geplant werden können.

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Mitgliedschaft im IZfB

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Der interdisziplinäre Fokus des IZfB zeigt sich in der Verankerung von bildungsbezogenen Themen weit
über die Fakultät für Bildungswissenschaften hinaus – zu nennen sind beispielsweise die verschiedenen
Fachdidaktiken, bildungspolitische und bildungssoziologische Fragen in den Gesellschaftswissenschaften,
aber auch disziplinbezogene oder disziplinübergreifende Fragestellungen über alle elf
Fakultäten der UDE hinweg. So vernetzt das IZfB etwa 250 Bildungsforscher*innen der UDE (Mitgliederliste)

Wenn Sie an einer Mitgliedschaft interessiert sind, können sich gerne an uns wenden.

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Für Promovierende Zertifikat "Interdisziplinäre Bildungsforschung"

IZfB

Das IZfB ermöglicht allen promovierenden Mitgliedern im Rahmen Ihrer Promotion das Zertifikat "Interdiszipilinäre Bildungsforschung" zu erwerben. Die Doktorierenden haben die Möglichkeit zusätzliche interdisziplinäre Kompetenzen im Bereich der Bildungsforschung zu erlangen und diese durch den Erwerb des Zertifikats nachzuweisen.

Nähere Informationen über die Voraussetzungen zum Erwerb des Zertifikats auf den Seiten zur Graduiertenförderung des IZfB.

Weitere Informationen