Ausbildung zur/zum Chemielaborantin/en

Ausbildung

Die Ausbildung der Chemielaboranten ist der Fakultät für Chemie zugeordnet, die an den unterschiedlichsten Bereichen der chemischen Forschung aktiv beteiligt ist. Durch die Nähe zum Wissenschaftsbetrieb sind diese Ausbildungsplätze besonders interessant und abwechselungsreich.

Einen ersten Eindruck vermittelt der Flyer „Ausbildung Chemielaborant“

Gliederung der Ausbildung

Die Ausbildung an der Universität Duisburg Essen erfolgt in Anlehnung an das Berufsbild zum Chemielaboranten gemäß dem Ausbildungsrahmenplan vom 25. Juni 2009. Die Lerninhalte gliedern sich in Pflicht- und Wahlqualifikationen.
Details können dem Ausbildungsrahmenplan entnommen werden.

Die Universität Duisburg-Essen hat neben der Pflichtqualifikation für den Bereich der Chemielaborantenausbildung derzeit folgende Wahlqualifikationen belegt:

Wahlqualifikation

Präparative Chemie, Reaktionstypen und -führung
Präparative Chemie, Synthesetechnik
Anwenden chromatografischer Verfahren
Anwenden spektroskopischer Verfahren
Laborbezogene Informationstechnik
Arbeiten mit automatisierten Systemen im Labor

(Änderungen vorbehalten)

Berufsschule, hausinterner Unterricht & Praktika

Die schulische Ausbildung erfolgt in Form von Blockunterricht am Berufskolleg Essen-West. Dabei handelt es sich um 6 - 7 Blöcke á ca. 2 Wochen pro Schuljahr. Über die schulischen Leistungen erhält der Auszubildende ein Jahreszeugnis.

Zusätzlich zum Berufsschulunterricht erfolgt eine theoretische Unterweisung in Form des „hausinternen Unterrichtes“ in den Fächern Physik, Allgemeine Chemie, Organische Chemie, Physikalische Chemie, Prozessdatenauswertung und Analytische Chemie. Besondere Ausbildungsschwerpunkte werden in Form von Praktika vermittelt, hierzu zählen z.B. ICP-MS, IR, GC und HPLC sowie NMR-Spektroskopie.

Abschlussprüfung

Die Abschlussprüfung gliedert sich in zwei Teile:

Teil I nach ca. 18 Monaten Ausbildung, bestehend aus einer jeweils eintägigen theoretischen und praktischen Prüfung der Pflichtqualifikationen. Die Gewichtung innerhalb der Gesamtprüfung beträgt 35%.

Teil II nach ca. 36 bzw. 42 Monaten Ausbildung, bestehend aus einer eintägigen theoretischen und mehrtägigen praktischen Prüfung inklusive eines Fachgespräches.

Diese erfolgt neben der Pflichtqualifikation und dem Bereich „Wirtschaft und Soziales“ in drei Wahlqualifikationen.  

Diese Prüfung entspricht 65% der Abschlussnote.

Zum Ende der Ausbildung erhalten die Auszubildenden derzeit beim ersten Bestehen der Abschlussprüfung eine tarifrechtlich vereinbarte Prämie von 400,- EUR, ein qualifiziertes Arbeitszeugnis und einen auf 6 Monate befristeten Anschlussvertrag an der Universität. (Änderungen vorbehalten)

Arbeitszeit, Urlaub und Ausbildungsvergütung

Die tägliche Arbeitszeit richtet sich nach den jeweiligen Tarifverträgen. Diese beträgt derzeit 8 Stunden, Arbeitsbeginn ist jeweils um 07.30 Uhr.

Die Auszubildenden erhalten 30 Tage Erholungsurlaub pro Kalenderjahr.

Für die Abschlussprüfung Teil II erhalten die Auszubildenden 5 Tage Sonderurlaub zur Vorbereitung auf die Prüfung.

Die Ausbildungsvergütung wird tarifrechtlich geregelt und beträgt (brutto, Stand: 01.01.2019):

Im ersten Ausbildungsjahr        986,82 EUR
Im zweiten Ausbildungsjahr    1040,96 EUR
Im dritten Ausbildungsjahr      1090,61 EUR
Im vierten Ausbildungsjahr      1159,51 EUR

(Änderungen vorbehalten, ab 01.01.2020 jeweils + 50,- EUR)

Schülerpraktikum

Die Ausbildungsabteilung bietet im Jahr bis zu 10 Schülerpraktikantenplätze an. Diese werden im Rahmen eines Schulpraktikums absolviert und ermöglichen den Praktikanten Einblicke in die tägliche Laborarbeit und den Ablauf der Berufsausbildung.

Ansprechpartner: Frau Kim Buck oder Herr Jörg Totzke