Das MRTC - Additive Fertigung vom Fundament bis zur Anwendung

Aus dem RTC heraus neu gegründet von Univ.-Prof. Dr. Florian Eibl, setzt das Manufacturing Research & Transfer Center (MRTC) gezielt neue Impulse und erweitert das Profil um zusätzliche Forschungsschwerpunkte. Unser Anspruch: Additive Fertigung nicht nur „machen“, sondern verstehen, überwachen, adaptieren, skalieren – und erfolgreich in reale Prozessketten und Produkte übertragen.

Das MRTC steht für moderne, praxisnahe Forschung und Entwicklung in der Additiven Fertigung. Wir verbinden wissenschaftliche Exzellenz mit industrieller Umsetzbarkeit – und schaffen damit einen Ort, an dem neue Prozesse, robuste Methoden und konkrete Anwendungen gemeinsam mit Partnern entstehen.

Unsere Motivation

Unsere Motivation am MRTC ist es, Additive Fertigung als Schlüsseltechnologie für eine zukunftsfähige, verantwortungsvolle Wertschöpfung zu gestalten. Wir wollen nicht nur neue Bauteile herstellen, sondern die Potenziale der Technologie so weiterentwickeln, dass sie Wirkung im industriellen Alltag entfaltet – technisch, wirtschaftlich und gesellschaftlich. Deshalb richten wir unsere Forschung und Dienstleistungen an zentralen Transformationszielen aus:

Technologische Souveränität, Resilienz & Lieferkettenrobustheit:
Wir möchten Produktionssysteme stärken, die auch unter unsicheren Rahmenbedingungen zuverlässig funktionieren. Additive Fertigung ermöglicht flexible, dezentrale Fertigung und schnelle Reaktionsfähigkeit – etwa bei Ersatzteilen, Kleinserien oder kritischen Komponenten. So tragen wir dazu bei, Abhängigkeiten zu reduzieren, Handlungsspielräume zu erweitern und Lieferketten robuster zu machen.

Kreislaufwirtschaft & nachhaltige Wertschöpfung:
Unsere Motivation ist es, Wertschöpfung konsequent zirkulär zu denken. Additive Fertigung eröffnet neue Wege für funktionsorientierte, reparierbare und materialeffiziente Bauteile sowie für Wiederverwendung und Remanufacturing. Am MRTC entwickeln wir Methoden, mit denen Nachhaltigkeit vom Design über den Prozess bis zur Prozesskette systematisch verankert und in die Praxis übertragen wird.

Klimaneutralität & Ressourceneffizienz:
Wir wollen zeigen, wie additive Prozesse messbar zu effizienterer Produktion beitragen können. Durch material- und energiesparende Fertigungsstrategien, weniger Ausschuss und bauteiloptimierte Designs lassen sich Emissionen über den Lebenszyklus reduzieren. Dafür arbeiten wir an robusten Prozessfenstern und ganzheitlichen Prozessketten, die Effizienz und Qualität zuverlässig zusammenbringen.

Digitalisierung & KI:
Additive Fertigung ist datengetrieben – und genau darin liegt ein zentraler Hebel für Qualität und Skalierung. Wir nutzen Prozess- und Sensordaten konsequent für Smart Monitoring, datenbasierte Qualitätssicherung sowie KI-gestützte Modelle zur Anomalieerkennung und Optimierung. Unser Ziel sind transparente, adaptive und qualifizierbare Prozesse, die Industriepartnern echte Sicherheit geben.

So verbindet das MRTC wissenschaftliche Tiefe mit Umsetzbarkeit – und macht Additive Fertigung zu einem konkreten Beitrag für Resilienz, Nachhaltigkeit und digitale Transformation.

Zusammenarbeit, die Wirkung schafft – Industrie, Forschung, Politik und Gesellschaft

Additive Fertigung entfaltet ihren Nutzen dann am stärksten, wenn Know-how, Infrastruktur und Zielbilder zusammenkommen. Deshalb arbeitet das MRTC eng und kontinuierlich mit:

  • Industriepartnern (Anwendungsentwicklung, Prozessstabilität, Skalierung, Qualifizierung)

  • Forschungspartnern (gemeinsame Methodenentwicklung, Datenmodelle, Grundlagenforschung)

  • Politik & Verwaltung (Innovations- und Standortentwicklung, Standards, Qualifizierung)

  • Gesellschaftlichen Akteuren (Transparenz, Nachwuchs, Bildung, offene Innovationsformate)

So entstehen Lösungen, die technologisch überzeugen und in der Praxis bestehen – mit Blick auf Wirtschaftlichkeit, Nachhaltigkeit und langfristige Kompetenzentwicklung.

Unsere Leistungen – von der Idee bis zur qualifizierten Prozesskette

Wir unterstützen Unternehmen, Forschungspartner und öffentliche Akteure entlang des gesamten Innovationszyklus:

  • Machbarkeitsanalysen & Technologieberatung (Bauteilbewertung, Werkstoff-/Prozessauswahl, Design-for-AM)

  • Prozess- und Parameterentwicklung (stabil, reproduzierbar, qualifizierbar)

  • Monitoring- und Qualitätskonzepte (Datenstrategie, Prüfpläne, Inline-/In-situ-Ansätze)

  • Prototyping & Kleinserien inklusive Bauteiloptimierung und Nachbearbeitungskonzepten

  • Transfer & Implementierung (Pilotierung, Schulungen, Integration in bestehende Produktionsumgebungen)

  • Kooperationsprojekte & geförderte Forschung – gemeinsam mit Industrie, Wissenschaft und öffentlichen Partnern

Dabei denken wir Additive Fertigung immer als Teil einer gesamten Wertschöpfung: von Material und Prozess über Qualitätssicherung bis zur Anwendung.