NEUES AN DER UDE

Die UDE ist im Professorinnenprogramm III erfolgreich

Die Universität Duisburg-Essen wurde im Rahmen des Professorinnenprogramms III des Bundes und der Länder bereits das dritte Mal in Folge für ihr Gleichstellungskonzept ausgezeichnet. Bundesweit bewarben sich in der zweiten Antragsrunde 71 Hochschulen für die Teilnahme am Professorinnenprogramm mit Gleichstellungskonzepten, die extern begutachtet wurden. Mit ihrem „Gleichstellungszukunftskonzept“ hat die Universität Duisburg-Essen nun Zugang zur Förderung/Anschubfinanzierung für bis zu drei Erstberufungen von Frauen auf Professuren über einen Zeitraum von fünf Jahren.
Zum Gleichstellungszukunftskonzept

Erneute Auszeichnung mit dem TOTAL-E-QUALITY Prädikat

Die UDE wurde am 5. November 2019 erneut mit dem TOTAL E-QUALITY Prädikat für die Jahre 2019 bis 2021 ausgezeichnet. Das Prädikat wird zum zweiten Mal mit dem Add-On Diversity verliehen. Da die UDE bereits zum fünften Mal in Folge erfolgreich teilnimmt, erhält sie als eine von acht der insgesamt 59 ausgezeichneten Institutionen den Nachhaltigkeitspreis für Chancengleichheit. 

Prof. Dr. Micaela Poetsch UDE-Rechtsmedizinerin mit Händel-Stiftungspreis ausgezeichnet

Prof. Micaela Poetsch hat den Konrad-Händel Stiftungspreis erhalten. Die Deutsche Gesellschaft für Rechtsmedizin verlieh ihr die mit 5.000 Euro dotierte Auszeichnung für ihre bedeutenden Arbeiten für die Rechtspflege – spieziell für ihre Forschung zur Epithelzellübertragung, Diese kann zur Verunreinigung von DNA-Spuren führen.
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Prof. Dr. Corina Andronescu UDE-Chemikerin: Umweltschutz mit Nanopartikeln

Wie nützlich wäre es, wenn sich das klimaschädliche Kohlendioxid in Rohstoffe umwandeln ließe? Einem internationalen Forschungsteam, zu dem Professorin Corina Andronescu gehört, ist das mithilfe von Nanopartikeln gelungen. Die Expertin für Elektrochemische Katalyse war außerdem an einem zweiten Projekt beteiligt: Hier ging es darum, die Aktivität von edelmetallfreien Katalysatorpartikeln zu bestimmen. Die Forschungen sind u.a. im Rahmen des UA Ruhr Exzellenzclusters Resolv entstanden, die Ergebnisse wurden jetzt veröffentlicht.
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Physikerin Dr. Anna Grünebohm Emmy Noether Nachwuchsgruppe

Der Physikerin Dr. Anna Grünebohm ist es gelungen, eine der begehrten Emmy-Noether-Nachwuchsgruppen einzuwerben, die für sechs Jahre mit über 1,3 Mio. € gefördert wird.
Das Forschungsfeld der 35jährigen ist die theoretische Physik. Sie arbeitet mit Simulationen, die große Vorhersagekraft besitzen. Vereinfacht ausgedrückt, kann sie auf diese Weise am Rechner ein ideales Material entwerfen, das später anderen Wissenschaftlern als Bauplan dient. Im Frühjahr wird ihre Gruppe „Skalenübergreifendes rechnergestütztes Design von multifunktionalen ferroelektrischen Verbundwerkstoffen“ mit zunächst zwei Doktoranden innerhalb des Profilschwerpunkts „Materials Chain“ der Universitätsallianz Ruhr starten.
Das Emmy Noether-Programm der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) ermöglicht es aufstrebenden Nachwuchswissenschaftlern, sich durch die Leitung einer Nachwuchsgruppe für eine Professur zu qualifizieren.
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Prof. Dr. Miriam Rehm Neue Juniorprofessur für Sozioökonomie mit dem Schwerpunkt Empirische Ungleichheitsforschung

Wie verteilen sich die Einkommen und Vermögen im internationalen Vergleich? Diese Frage steht im Mittelpunkt der Forschung von Dr. Miriam Rehm (36), die die Juniorprofessur für Sozioökonomie mit dem Schwerpunkt Empirische Ungleichheitsforschung an der Fakultät für Gesellschaftswissenschaften der Universität Duisburg-Essen (UDE) angenommen hat.
Miriam Rehm promovierte 2012 mit Auszeichnung an der New School for Social Research in New York und arbeitete neben ihrem Studium der Volkswirtschaft u.a. bei der Internationalen Arbeitsorganisation (2011) und den Vereinten Nationen (2008) sowie am Schwartz Center for Economic Policy Analysis in den USA (2010) und dem österreichischen Wirtschaftsforschungsinstitut WIFO (2005). Bevor Rehm an die UDE kam, arbeitete sie in der Österreichischen Bundesarbeitskammer. Ihre Forschung wurde mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Young Economists Award der Nationalökonomischen Gesellschaft (NOeG).
Weitere Informationen erhalten Sie hier: www.uni-due.de/2019-02-14-ungleichheit-vermoegen-einkommen-miriam-rehm

VERANSTALTUNGEN / ANGEBOTE AN DER UDE

Ringvorlesung der Forschungsgruppe "Ambiguität und Unterscheidung: Historisch-kulturelle Dynamiken" in Kooperation mit dem Forschungsforum Gender des Essener Kollegs für Geschlechterforschung Ambiguität und Gender. Das Dritte Geschlecht in Geschichte und Gegenwart

Nicht zuletzt durch ein Urteil des bundesdeutschen Verfassungsgerichts vom November 2017, das ein „drittes Geschlecht“ anerkennt, ist die binäre Geschlechterordnung, die westliche Gesellschaften seit dem späten 18. Jahrhundert geprägt hat, in Frage gestellt worden. In der Gegenwart werden neue Geschlechtsidentitäten jenseits des Gegensatzes männlich/weiblich gelebt. Auch der Blick in die Geschichte wird geschärft: Welche Geschlechterrollen existierten – in unterschiedlichen Ländern und Kulturen – in der Vergangenheit? Wie wurden sie in Literatur und Kunst, aber auch in anderen Medien modelliert, beobachtet und verhandelt? Die Vortragsreihe wird sich anhand von ausgewählten Beispielen mit der Irritation der binären Geschlechterordnung durch Rollenwechsel, fehlende Eindeutigkeit und/oder die Etablierung dritter Formen beschäftigen.
Am Donnerstag, dem 07. November, 16:00 Uhr c.t. - 18:00 Uhr findet eine thematische Vertiefung in Form von zwei Vorträgen statt: Prof. Dr. Patricia Plummer "Unveiling Orientalism: Gender und Ambiguität im Reisediskurs des langen 18. Jahrhunderts" und Prof. Dr. Frank Becker "Geschlechtliche Ambiguität in der Medienberichterstattung der Bundesrepublik Deutschland von den 1970er Jahren bis zur Jahrtausendwende".
Weitere Informationen erhalten Sie unter folgendem Link: www.uni-due.de/ekfg/ekfgvortargsreihe2019
 

Infoveranstaltung für Studentinnen zum Karriereweg Promotion Heute Studentin! Morgen Doktorandin?

Du fragst Dich, ob eine Promotion das Richtige für Dich ist und welche Karrierechancen Dir der Doktortitel bietet?

Dann komm zur Infoveranstaltung "Heute Studentin! Morgen Doktorandin?" am Dienstag, den 12. November 2019 von 16:00 bis 18:00 Uhr im Casino am Campus Essen!

(Ehemalige) Doktorandinnen der Ingenieurwissenschaften, Physik und Wirtschaftswissenschaften berichten über ihre Lebenswege und geben wertvolle Tipps für den erfolgreichen Start in die Promotion. Zudem bietet die Veranstaltung eine Übersicht über die vielfältigen Unterstützungsangebote für Promovierende an der UDE.
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Jahrestagung des Netzwerks Frauen- und Geschlechterforschung NRW Geld und Geschlecht – Tatsachen, Tabus und Träume

„Über Geld spricht man nicht“ – mit diesem Tabu wird während der Jahrestagung aktiv gebrochen. Denn an diesem Tag werden die Machtbeziehungen zwischen monetären und vergeschlechtlichten Verhältnissen aus unterschiedlichen Perspektiven verhandelt. So sind in der Musik- und Literaturwissenschaft Geschlechterentwürfe entlang von Reichtum und Armut beliebte Sujets. In der Philosophie werden die Zusammenhänge zwischen Geschlecht und Geld problematisiert und Zukunftsträume von Gerechtigkeit formuliert. In den Wirtschaftswissenschaften wird danach gefragt, welche geschlechterbezogenen Unterschiede es bei der Teilhabe an wirtschaftlichen Entwicklungsprozessen gibt oder warum Gender Marketing so „gewinnbringend“ ist. Für die sozialwissenschaftliche Geschlechterforschung stehen Tatsachen wie Frauenaltersarmut oder der Gender Pay Gap im Mittelpunkt.
Die Veranstaltung findet am 15. November 2019 von 09:00 bis 17:00 Uhr an der Ruhr-Universität in Bochum statt.

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NEU ERSCHIENEN AN DER UDE

Gender - Zeitschrift für Geschlecht, Kultur und Gesellschaft, Nr. 3/19 Gender, Technik und Politik 4.0

Donna Haraway hatte schon 1985 in ihrem Cyborg-Manifest auf die Entstehung einer neuen technowissenschaftlichen Kultur, die Entwicklung eines Turbokapitalismus und auf die daraus folgenden Neuord­nung der Wissens- und Geschlechterordnungen hingewiesen. Etablierte Wissenschaften reagierten nur sehr zögerlich auf diese komplexen, interdisziplinär zu fassenden Entwicklungen. In Deutschland entsteht erst in den letzten Jahren eine breite interdisziplinäre Community der Science & Technology Studies, worin der Heftschwerpunkt einen ersten Einblick gibt.
Darüber hinaus bringt die Zeitschrift Analysen und Debatten zu verschiedenen Themen. Am Beispiel der Kampagne #120db wird die Instrumentalisierung von feministischen Forderungen in rechten Diskursen herausgearbeitet, es wird ein Einblick in die Gründungsförderung und Gleichstellung an Schweizer Fachhochschulen gegeben, arbeitsrechtliche Elternschutzrechte werden aus heteronormativitätskritischer Perspektive analysiert und eine empirische Untersuchung zum Verhältnis von Männlichkeit, Feminisierung und Punitivität in pädagogischen Kontexten bildet den Abschluss des Offenen Teils.
Das Heft wird wie immer abgerundet durch vier Rezensionen zu aktuellen Publikationen der Geschlechterforschung.
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Journal des Netzwerks Frauen- und Geschlechterforschung NRW, Nr. 44/2019

Die aktuelle Ausgabe gibt Einblick in aktuelle Arbeitsfelder der Frauen- und Geschlechterforschung zwischen Vermögensungleichheit, künstlicher Intelligenz und Umweltbelastung bis hin zu Gattung und Geschlecht. Im Mittelpunkt steht zudem das Jubiläum der Zeitschrift GENDER, die 2019 ihren zehnten Geburtstag feiert. Mit aktuellen Nachrichten, Personalia, Tagungsberichten, Projekt- und Buchvorstellungen gehen Sie bestens informiert in den Sommer.
Die aktuelle Ausgabe finden Sie unter folgendem Link: https://www.netzwerk-fgf.nrw.de/fileadmin/media/media-fgf/download/publikationen/netzwerk_fgf_journal_44_f_web.pdf.

IAQ-Report 04/2019 Frauenförderung und Gleichstellungspolitik an Hochschulen – was wissen und wie handeln Professoren und Professorinnen?

Die neu erschienene Studie stellt die Ergebnisse eines vom NRW-Wissenschaftsministerium geförderten qualitativen Forschungsprojektes am Institut für Soziologie vor. Ausgangspunkt der Studie ist, dass trotz großer gleichstellungspolitischer Bemühungen bis heute weniger als jede vierte Professur in Deutschland mit einer Frau besetzt. DIe an vier Hochschulen geführten Interviews zeigen, dass Gleichstellungsziele von Professor_innen beiderlei Geschlechts grundsätzlich befürwortet oder zumindest akzeptiert werden. Allerdings ist diese Zielvorgabe aus Sicht vieler Professor_innen widersprüchlich und unvereinbar mit der Norm der Bestenauswahl. Die Wissenschaft wird als eine „Kampfarena“ ständiger Bewährungsproben erlebt. Dabei werden Strukturen und Bewertungskriterien des Wissenschaftssystems zumeist nicht hinterfragt. Während hochschulische Gleichstellungsakteur_innen den Forschungsorientierten Gleichstellungsstandards der DFG eine hohe Bedeutung beimessen, erweist sich ihr Einfluss auf das Gleichstellungswissen und -handeln der einzelnen Professor_innen (bisher) als gering. Aus den Ergebnissen der Studie ergeben sich vielfältige Handlungsempfehlungen, die von der besseren Verbreitung von Geschlechter- und Gleichstellungswissen über gezielte Entlastungen bei Gremientätigkeiten bis zur Reflexion widersprüchlicher Zielvorstellungen im Hochschulsystem reichen.
Zur Studie gelangen Sie über folgenden Link: www.iaq.uni-due.de/iaq-report/2019/report2019-04.pdf

Handbuch Interdisziplinäre Geschlechterforschung

Das Handbuch bietet einen systematischen Überblick über den Stand der Geschlechterforschung. Die Beiträge der Geschlechterforscher_innen aus unterschiedlichen Fachdisziplinen spannen die Breite des Forschungs- und Wissenschaftsfeldes auf. Hierdurch werden die Debatten, Analysen und Entwicklungen der deutschsprachigen und internationalen Geschlechterforschung deutlich. Redaktionell betreut wurde das Handbuch vom Netzwerk Frauen- und Geschlechterforschung NRW.
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