Fortschreibung des Rahmenplans zur Gleichstellung

UDE erneut als „familiengerechte Hochschule“ zertifiziert

Statistikportal zum Gender-Report ist online

Gender-Glossar der Uni Leipzig

Gastprofessur für internationale Geschlechterforschung

Ludmilla Jordanova ist Marie-Jahoda-Gastprofessorin im Sommersemester 2014

Ausschreibungen

Förderung von Qualifizierungsangeboten für Promovierende

Veranstaltungen

Verhandlungen von Religion in Kultur und Gesellschaft - Interdisziplinäre Ringvorlesung

Gelebte Vielfalt - Lesbische, schwule, bisexuelle und queere Lebensrealitäten heute. Vortrag und Fishbowl-Diskussion

ABC der EU-Antragstellung für Wissenschaftlerinnen

Tag der Lehre 2014

Pop und Gender

Werkstatt Wissenschaftskarriere: Sommerschule

Neu erschienen

Gender-Report 2013 – Geschlechter(un)gerechtigkeit an nordrheinwestfälischen Hochschulen

abi>> extra "Typisch Frau, typisch Mann"

Calls

CfP GENDER: Sex und Gender in der biomedizinischen Forschung

Liebe aus Sicht der Genderforschung

Fortschreibung des Rahmenplans zur Gleichstellung

Am 04. April 2014 wurde die Fortschreibung des Rahmenplans zur Gleichstellung von Frauen und Männern an der Universität Duisburg-Essen im Senat verabschiedet. Der Rahmenplan setzt die gesetzlichen Vorgaben zur Gleichstellung des landesgleichstellungsgesetzes – LGG um, die für die gesamte Universität Gültigkeit besitzen. Er gibt Ziele zur Gleichstellung und Frauenförderung vor und legt Maßnahmen und Steuerungsinstrumente zur Zielerreichung für eine Laufzeit von drei Jahren fest. Da im Januar 2014 die Laufzeit des Rahmenplans endete, war die Evaluation und Fortschreibung erforderlich. Im Vorfeld der Einbringung des zentralen Rahmenplans in den Senat durch das Rektorat hat die Gleichstellungskommission den Entwurf beraten und zur Beschlussfassung empfohlen, ebenso wie beide Personalräte, die im Rahmen der gesetzlichen Mitbestimmung am Zustandekommen der Frauenförderpläne zu beteiligen sind.

Seit Ende letzten Jahres wurden auch die Frauenförderpläne der Fakultäten fortgeschrieben und fast alle konnten bereits vom Senat verabschiedet werden. Als Arbeitshilfe wurde auf Vorschlag der Gleichstellungskommission ein sogenannter Musterfrauenförderplan vom Gleichstellungsbüro in Abstimmung mit den Personalräten erstellt. Dieser gibt Standards und Mindestanforderungen vor, an denen sich die Fakultäten bei der Erstellung ihrer Frauenförderpläne orientieren konnten. Zwei weitere Frauenförderpläne befinden sich noch im Beratungsprozess; diese werden voraussichtlich in der Senatssitzung im Mai verabschiedet. Die Laufzeit der Frauenförderpläne der Fakultäten ist damit erstmals weitgehend vereinheitlicht. Die Aktualisierung der Frauenförderpläne ist auch deshalb wichtig, da die dort genannten Gleichstellungsziele und -maßnahmen als eine Grundlage für die in diesem Jahr anstehenden Ziel- und Leistungsvereinbarungen zwischen den Fakultäten und der Hochschulleitung dienen sollen.
Den verabschiedeten Rahmenplan finden Sie in Kürze auf der Homepage der Gleichstellungsbeauftragten,
die aktualisierten Frauenförderpläne der Fakultäten sind bereits abrufbar unter: http://www.uni-due.de/gleichstellungsbeauftragte/förderplan.shtml

UDE erneut als „familiengerechte Hochschule“ zertifiziert

Die UDE hat am Re-Auditierungsverfahren zur „familiengerechte hochschule“ erfolgreich teilgenommen:
„Die berufundfamilie gemeinnützige GmbH bescheinigt hiermit die erneute erfolgreiche Durchführung des audit familiengerechte hochschule.
Im Rahmen der Re-Auditierung wurden der Bestand der Angebote zur Vereinbarkeit von Studium, Beruf und Familie begutachtet und weiterführende Ziele familiengerechter Studienbedingungen sowie einer familienbewussten Personalpolitik definiert. Die daraus resultierenden Maßnahmen werden innerhalb der nächsten drei Jahre umgesetzt.“
Das Zertifikat „Familiengerechte Hochschule“ darf die UDE somit bis März 2017 weiterführen.
Die offizielle Verleihung wird im Rahmen eines Festakts am 17. Juni in Berlin stattfinden. Infos zum Audit gibt es unter www.uni-due.de/familiengerechte-hochschule.

Statistikportal zum Gender-Report ist online

http://www.genderreport-hochschulen.nrw.de/fileadmin/templates/templates-rep/p2_sod/Frontend/images/statistikportal-logo.png

Das Statistikportal des Netzwerks Frauen- und Geschlechterforschung NRW stellt seit März 2014 genderbezogene Daten zu den 37 Hochschulen in Trägerschaft des Landes NRW auch online zur Verfügung. Die Daten basieren auf Sonderauswertungen des Landes (IT.NRW) und eigenen Erhebungen der Koordinations- und Forschungsstelle. Das Statistikportal ergänzt so den Gender-Report, der alle 3 Jahre erscheint:

http://www.genderreport-hochschulen.nrw.de/statistikportal

Gender-Glossar der Uni Leipzig

Allen, die immer schon einmal wissen wollten, was unter Gender-Kompetenz zu verstehen ist, in welchen Kontexten dieser Begriff entstanden ist und was damit verbunden ist, sei der Blick in das „Gender-Glossar“ an der Uni Leipzig empfohlen. Dort können Neugierige Definitions- und Einordungsbeiträge zu genderwissenschaftlich relevanten Begriffen sowie gesellschaftlichen und kulturellen Institutionen nachlesen. Besonderes Merkmal dieser Plattform ist, dass die dort veröffentlichten Beiträge im Rahmen eines Review-Verfahren durch Expert_innen begutachtet werden. Damit stellt die Redaktion die Qualität der Online-Veröffentlichungen sicher. [Letzter Satz kann aber auch raus.]
Von Eva Wegrzyn, wissenschaftliche Mitarbeiterin im ZfH und dort u.a. als Redakteurin des gemeinsam mit dem Gleichstellungsbüros betriebenen Gender-Portals der UDE tätig, erschien im Online-Glossar nun aktuell der Beitrag zum Schlagwort „Gender-Kompetenz“. Den Beitrag gibt es unter dem folgenden Link:
http://www.gender-glossar.de/de/glossar/item/27-genderkompetenz
Weitere Informationen zum Gender-Glossar erhalten Sie unter: www.gender-glossar.de
 

Photography by Jonathan Pearson/ Pearson Graphics
Photography by Jonathan Pearson/ Pearson Graphics

Ludmilla Jordanova ist Marie-Jahoda-Gastprofessorin im Sommersemester 2014

Ludmilla Jordanova hat im Sommerstemester 2014 die Marie-Jahoda-Gastprofessur für internationale Geschlechterforschung der Ruhr-Universität Bochum (RUB) inne. Sie ist Professorin für Geschichte und visuelle Kultur an die Universität von Durham.

Neben der Medizingeschichte gilt ihr Forschungsinteresse der Frage nach den Funktionsweisen von visuellen Kulturen. Prof. Jordonava setzt sich kritisch mit dem Sehen auseinander, mit spezifischen visuellen Fähigkeiten, die den Betrachtenden im jeweiligen historischen, kulturellen und sozialen Kontext zur Verfügung stehen. Gesehen werde, was gesehen werden könne und dürfe. Jordanova plädiert damit für eine Kontextualisierung des Sehens. So gelingt es ihr, Sichtbarkeit als eine (Macht-)Strategie aufzudecken, die darüber entscheidet, was (nicht) gesehen werden kann und darf. Bilder produzieren damit soziale Wirklichkeit mit.

Vom 25.- 26. Juni 2014 findet der interdisziplinärer Workshop „Case and Portrait -Fall und Porträt " statt, zu welchem eine Runde internationaler WissenschaftlerInnen, wie Lehrende und Promovierende der Ruhr Universität zusammen kommen werden. Das Thema der Tagung „Case and Portrait - Fall und Porträt" umreißt ein Forschungsfeld, für welches die Arbeiten von Ludmilla Jordanova wegweisend sind, und welches Medizingeschichte, Rechtsgeschichte, Literatur, Kunst und Ikonografie in einen Dialogüber die Dialektik von Bild und Text zu bringen sucht.

Weitere Veranstaltungen sind geplant. Bei Interesse an einem Vortrag oder Fragen schreiben Sie bitte eine mail an Saida.Ressel@rub.de

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Verhandlungen von Religion in Kultur und Gesellschaft - Interdisziplinäre Ringvorlesung

In unserer durch Migration, Globalisierung und virtuelle Vernetzungen geprägten Welt geraten Differenzen - z. B. im Hinblick auf Ethnizität, Religion, Geschlecht, soziale Herkunft, Bildung, sexuelle Orientierung, Alter und Gesundheit – zunehmend in den Blickpunkt der Forschung.
Die interdisziplinäre Vortragsreihe „Verhandlungen von Religion in Kultur und Gesellschaft“ ist die Fortsetzung der Ringvorlesungen „Diversity-Forschung an der Universität Duisburg-Essen (Sommersemester 2012) und „Vielfalt in sozialen und kulturellen Welten“ (Sommersemester 2013).
Im Mittelpunkt stehen Fragen der religiösen Identität, die nicht erst seit den Terroranschlägen des 11. September 2001 zu einem Verhandlungsort von Differenzen geworden ist. Religionszugehörigkeit steht zunehmend im Mittelpunkt gesellschaftlicher Debatten und prägt kulturelle Wahrnehmungen und Repräsentationen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler
verschiedener Fachrichtungen berichten in dieser interdisziplinären Ringvorlesung aus ihrer aktuellen Forschung.
Die Ringvorlesung findet jeweils donnerstags von 16:00 – 17:30 Uhr statt. Sie beginnt am 08. Mai 2014.
Weitere Informationen zu Räumen und Terminen finden Sie im LSF der UDE unter:

https://campus.uni-due.de/lsf/rds?state=wsearchv&search=2&veranstaltung.veranstid=226516

Gelebte Vielfalt - Lesbische, schwule, bisexuelle und queere Lebensrealitäten heute. Vortrag und Fishbowl-Diskussion

am 21. Mai 2014 in Dortmund:

Wie sehen lesbische, schwule, bisexuelle und queere Lebensrealitäten heute und besonders auch an der Fachhochschule Dortmund aus? Welche konkreten Erfahrungen haben die Einzelnen bezüglich der Akzeptanz alternativer Lebensentwürfe? Mit einem Vortrag von Dr. Zülfukar Çetin zum Thema „Rassismen, Heteronormativität und mehrdimensionale Diskriminierung am Beispiel von Queer of Color*“ sowie einer Fishbowldiskussion mit geladenen Gästen sollen diese Fragen diskutiert werden.
Weitere Informationen zur Veranstaltung gibt es unter diesem Link:
http://www.fh-dortmund.de/de/hs/orgGrem/beauftr/gb/gbBuero/news/index.php

ABC der EU-Antragstellung für Wissenschaftlerinnen

Die Kontaktstelle Frauen in die EU-Forschung / FiF bietet am 20. Mai 2014 in Bonn ein „ABC der Antragstellung“ an. Angesprochen sind Wissenschaftlerinnen aller Fachrichtungen, die aktuell einen Antrag für ein Forschungsprojekt in Horizont 2020 schreiben oder planen, noch in diesem Jahr einen Antrag zu stellen.

Im Mittelpunkt der Informationsveranstaltung stehen die „Research and Innovation Actions“, die dem Verbundprojekt aus dem 7. FRP entsprechen. Es werden sowohl Voraussetzungen (rechtliche und finanzielle Aspekte, Beteiligungsregeln), als auch der Ablauf der Antragstellung (Vorbereitung, Einreichung, Begutachtung) thematisiert. Zwei Erfahrungsberichte von EU-erfolgreichen Wissenschaftlerinnen ergänzen das Programm.

Grundkenntnisse in Aufbau und Ausrichtung von Horizont 2020 werden vorausgesetzt. Für eine Einführung in Horizont 2020 empfehlen wir die entsprechende Veranstaltungsreihe des EU-Büros des BMBF. Weiterhin gibt es auch die Möglichkeit, eine FiF-Referentin für einen passgenauen Vortrag an die eigene Einrichtung zu holen.

Die Anmeldung ist bis 5. Mai beziehungsweise bis zur Ausbuchung möglich. Die Teilnahmegebühr beträgt 50 €.

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Tag der Lehre

Am 03. Juni 2014 findet an der UDE der Tag der Lehre im Rahmen des 2. Deutschen Diversity-Tages statt.
In diesem Jahr geht es um das Thema „Offene Hochschule – vielfältige Lehrpraxis an der UDE“.

Dieser Tag bietet Studierenden, Lehrenden und weiteren Hochschulakteur/inn/en der UDE sowie anderer Hochschulen eine Plattform, um über Diversität in der Lehre zu diskutieren und gemeinsam neue Ideen und Ansätze für die Hochschule zu entwickeln. Neben dem thematischen Austausch in einer Zukunftswerkstatt und drei parallelen Panels werden der Innovationspreis - der Preis für hochschuldidaktische Innovationen in der Lehrpraxis - und der Diversity-Preis an Mitglieder aller Fakultäten verliehen.
Der Bildungs- und Wissenschaftsjournalist Armin Himmelrath moderiert den Tag der Lehre.
Veranstaltungsort ist der Campus Essen.

Weitere Informationen zum Tag der Lehre| 2. Diversity-Tag „Offene Hochschule – vielfältige Lehrpraxis an der UDE“ gibt es unter: https://www.uni-due.de/tdl/

Tagung

Pop und Gender

Pussy Riot, Femen, der Hashtag #aufschrei: Aktuelle Medienphänomene drehen sich immer häufiger um das Rollenverständnis von Frauen und Männern. Die Tagung „Pop und Gender – Forschung an der Schnittstelle von Medienwissenschaft und Gender Studies“ nimmt diese Entwicklung am 3. Juli 2014 an der Ruhr-Universität Bochum (RUB) in den Blick.

Theorie und Praxis

Ziel der Tagung ist es, eine Verbindung zwischen Theorie und Praxis herzustellen und durch eine interdisziplinäre Perspektive den vielfältigen Themenbereich zu erkunden. Fernsehen und Film finden dabei genauso Beachtung wie Musik und Literatur.

Internationale Expertinnen und Experten

Am Vormittag der Tagung stellen internationale Experten aus den Bereichen Popkultur und Gender ihre Forschung vor. Bislang bestätigt sind Dr. Christina Scharff vom Kingʼs College London, Dr. Andrea Seier von der Universität Wien und Prof. Dr. Marcus Kleiner von der Macromedia Hochschule für Medien und Kommunikation. Nachmittags finden parallel mehrere themenspezifische Workshops statt, für die unter anderem die Rapperin Sookee gewonnen werden konnte.

Kostenlose Teilnahme

Die Tagung startet um 9 Uhr und endet gegen 16.30 Uhr. Veranstaltungsort ist das Veranstaltungszentrum (VZ) der Ruhr-Universität Bochum. Die Teilnahme ist kostenlos; alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Um eine Anmeldung per E-Mail an popundgender@rub.de wird gebeten. Anmeldeschluss ist der 23. Juni 2014.

Studentisches Projekt

„Pop und Gender – Forschung an der Schnittstelle von Medienwissenschaft und Gender Studies“ wird von RUB-Studierenden im Rahmen des Optionalbereichs organisiert. Gefördert wird es vom Projekt inSTUDIES.
Weitere Informationen:

http://www.rub.de/instudies

Gender-Report 2013 – Geschlechter(un)gerechtigkeit an nordrheinwestfälischen Hochschulen

Das Netzwerk Frauen- und Geschlechterforschung NRW hat den Gender-Report 2013 - Geschlechter(un)gerechtigkeit an nordrhein-westfälischen Hochschulen - veröffentlicht. Der Gender-Report 2013 bietet einen aktuellen und umfassenden Überblick über die Geschlechter(un)gerechtigkeit an nordrhein-westfälischen Hochschulen aus unterschiedlichen Perspektiven und führt damit den Bericht aus dem Jahr 2010 fort. Der Gender-Report 2013 setzt sich aus drei Projektberichten zusammen: Der erste Teil betrachtet
die Verteilung von Frauen und Männern auf die verschiedenen Statusgruppen (Studierende, wissenschaftliches Personal und wissenschaftliche Qualifizierungsstufen, Professuren, Hochschulleitungen sowie die Beschäftigten in Technik und Verwaltung) entlang der einzelnen Hochschulen, des Landes NRW sowie des Bundes. Einen wichtigen Teil nehmen hierbei die Gender-Profile der Hochschulen in Trägerschaft des Landes NRW ein, die aus einem Überblick über die wesentlichen Daten bestehen. Darüber hinaus wurde ein vergleichendes Ranking mit Bezug auf die Frauenanteile in den einzelnen Statusgruppen für die jeweiligen Universitäten auf Grundlage der Daten erstellt. Die UDE nimmt, wie bereits im Gender-Report 2010, einen Rang im oberen Mittelfeld ein. Allerdings hat sie sich im Vergleich mit den anderen nordrhein-westfälischen Universitäten bei den Professorinnen-Anteilen gegenüber dem ersten Bericht verschlechtert. Der UDE ist es im Berichtszeitraum nicht gelungen, ihre Frauenanteile zu steigern.
Der zweite Berichtsteil umfasst gleichstellungspolitische Interventions- und Steuerungsmaßnahmen an den Hochschulen in NRW.
Der dritte Teil der Studie beruht auf einer Studie zu Berufungen und Geschlecht und bildet
den inhaltlichen Schwerpunkt des Gender-Reports. Eine Online-Befragung von 1.700 Hochschullehrer_
innen zeigt, dass die Berufungsverfahren von gut drei Viertel der Professoren als
anerkennend und wertschätzend empfunden wurden, aber nur von gut der Hälfte der Professorinnen.
Insbesondere die subtil wirkenden Diskriminierungen gegenüber Frauen sorgen
dafür, „(…) dass Frauen nach wie vor zum Großteil seltener als eigenständige, qualifizierte,
für die Wissenschaft besonders förderliche Individuen wahrgenommen werden“ Gender-
Report 2013: 408). Auf die Studie aufbauend schließt der Bericht mit Handlungsempfehlungen
zur Gestaltung geschlechtergerechter Berufungsverfahren.

Den Gender-Report 2013 steht auf den Webseiten des Netzwerks Frauen- und Geschlechterforschung NRW zum herunterladen bereit: http://www.genderreport-hochschulen.nrw.de/

abi>> extra "Typisch Frau, typisch Mann"

Anlässlich des Girls'Day und Boys'Day am 27. März 2014 lohnt sich ein Blick in die Extra-Ausgabe des abi>> Magazins. Darin werden Vorurteile gegenüber vermeintlichen Männer- und Frauenberufen auf den Prüfstand gestellt und klassische Rollenbilder hinterfragt. 

Werkstatt Wissenschaftskarriere: Sommerschule

Vom 8. - 11. Juli 2014 findet die Sommerschule zur kompetenzorientierten Professionalisierung von Nachwuchswissenschaftler_innen statt. Das Kompaktangebot vermittelt im Rahmen von verschiedenen Workshops überfachliche Schlüsselkompetenzen, die sowohl im wissenschaftlichen als auch außerwissenschaftlichen Feld notwendig sind. Hierzu zählen u.a. Workshops zu den Themen „Academic Writing“ oder „Team- und Führungskompetenz“ aber auch Projektmanagement oder Intercultural Communication stehen im Fokus der Sommerschule.

Zum ausführlichen Programm sowie Informationen zur Anmeldung: www.uni-due.de/imperia/md/content/wissenschaftskarriere/flyer_wika_sommerschule-2014.pdf

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Cover der Zeitschrift GENDER
Cover der Zeitschrift GENDER

CfP GENDER: Sex und Gender in der biomedizinischen Forschung

Durch die Einführung der Geschlechterperspektive in die medizinische Forschung ist eine neue For-schungsrichtung bzw. ein Querschnittsforschungsbereich entstanden, die den Zusammenhängen zwischen biologischen Grundlagen, Umwelt und Geschlecht nachgehen und den verschiedenen Fachgebieten der Medizin sowie angrenzenden Disziplinen neue Sichtweisen eröffnen.

Viele Unterschiede zwischen den Geschlechtern im Hinblick auf anatomische, physiologische und Verhaltensmerkmale sind für eine Reihe von Wirbeltierspezies einschließlich des Menschen charakteristisch. Sowohl genetische als auch hormonelle Faktoren bewirken nicht nur Unterschiede im Repro-duktionssystem, sondern auch solche im Hinblick auf den Zellstoffwechsel der meisten Organe, wie z. B. Herz, Nerven- und Immunsystem. Vor dem Hintergrund dieser physiologischen sexuellen Dimor-phismen lassen sich spezifische Erkrankungsrisiken, Krankheitsverläufe und Therapieansprechen für beide Geschlechter ableiten. Dabei stehen die biologischen Determinanten im Wechselspiel mit sozi-okulturellen Faktoren, die ebenfalls einen großen Einfluss auf das geschlechtsspezifische Krankheits-geschehen haben. Auch wenn die individualisierte Medizin postuliert, dass Krankheiten sich so indivi-duell ausprägen wie die Menschen, die an ihnen leiden, steht die Integration von Geschlechteraspek-ten in der biomedizinischen Forschung noch am Anfang. Auf der Basis geschlechtersensibler For-schung eine im wahren Sinne personalisierte Gesundheitsversorgung zu entwickeln, stellt eine wichti-ge Herausforderung für die Zukunft dar.

Hiermit laden wir Kolleginnen und Kollegen aus der Medizin und den Biowissenschaften zur Beitrags-einreichung ein. Willkommen sind auch Beiträge, die sich aus der sozialwissenschaftlichen Geschlechterforschung mit der biowissenschaftlichen Perspektive auseinandersetzen, z. B. in Bezug auf Transsexualität oder Uneindeutigkeiten von Geschlechterzuordnung, oder weitere trans- und interdis-ziplinäre Geschlechterfragen behandeln.
Eingereichte Manuskripte sollten den Beitrag der aktuellen biomedizinischen Forschung im Hinblick auf Geschlechterunterschiede sowie deren Ursachenfindung aufzeigen. Von besonderem Interesse sind Darstellungen, die sich mit Fragen der Geschlechterunterschiede in Gesundheit und Krankheit bzw. mit deren Interaktion mit den Geschlechterrollen befassen. Erwünscht sind sowohl grundlegende Beiträge zum „state of the art" der Geschlechterperspektive in der medizinischen und biowissenschaft-lichen Forschung als auch spezielle Untersuchungen zu Konstitution und Zusammenhang von Ge-schlecht und biophysischem Organismus.

Mögliche Fragestellungen können sein:

  • Welche Bedeutung hat das Geschlecht im Mainstream der Medizin?
  • Welche Konzepte eigenen sich, Geschlechterdifferenzen zu erfassen und zu erklären?
  • Welche Forschungen und differenziellen Befunde gibt es in den medizinischen Fachgebieten
    zu Geschlechterfragen?
  • Welche interdisziplinären Anknüpfungen gibt es zur sozialwissenschaftlichen Geschlechterforschung?
  • Welche biologischen Basismechanismen bedingen die geschlechterabhängige Inzidenz, den Verlauf und das Therapieansprechen von Erkrankungen?

Wir bitten um die Einreichung eines ein- bis zweiseitigen Abstracts bis zum 13.04.2014.

Liebe aus Sicht der Genderforschung

Den inhaltlichen Fokus der diesjährigen Jahrestagung des Netzwerks Frauen- und Geschlechterforschung NRW bildet der Themenkomplex „Liebe“. Haben Sie hierzu gearbeitet? Würden Sie hierzu gerne inhaltlich beitragen? Wenn ja, bitten wir um eine Rückmeldung bis zum 5. Mai einschließlich eines kurzen Abstracts.

Nachdem das romantische Ideal der heterosexuellen Paarbeziehung seit dem Ende des 18. Jahrhunderts an Bedeutung gewann, bewegt sich die Liebe heute zwischen Privatheit und Öffentlichkeit, zwischen Emotionalisierung und Kommerzialisierung und soll auf der Tagung in ihren verschiedensten Ausprägungen untersucht und diskutiert werden. Das Phänomen der Liebe, betrachtet aus den verschiedensten disziplinären Blickwinkeln, bietet spannende Anschlussstellen für geschlechterbezogene Fragestellungen. Sozial- und kultur-, aber auch naturwissenschaftliche Perspektiven bieten sich hier an:

• Ist das Beziehungsideal der romantischen Liebe ein „Auslaufmodell“? Welche Bedeutung hat ein Konstrukt wie die „Mutterliebe“ vor dem Hintergrund von neuen Formen von Eltern- und speziell auch von Vaterschaft und von veränderten Rollen und Aufgabenverteilungen innerhalb der Familie?
• Auch feministische Traditionslinien bildeten sich entlang des Begriffs der Liebe. So befassten sich z. B. frühe Studien aus Sicht der Frauenforschung mit „Arbeit aus Liebe – Liebe als Arbeit“ (Bock/Duden 1977) und kritisierten dabei die Ausbeutung von (Haus-)Frauen durch die als Liebesdienst erwartete unbezahlte Verrichtung von Hausarbeit.
• Liebe ist daneben auch eines der zentralen Themen in der bildenden Kunst und der Literatur, die im Laufe der Jahrtausende zahlreiche „unsterblich“ gewordene (heterosexuelle) Liebespaare produziert hat; der Film hat seit Beginn des letzten Jahrhunderts weitere beigesteuert. Hier kann ein kulturwissenschaftlicher Blick aufschlussreich sein.
• Politisch und rechtlich umkämpft sind Aspekte der sexuellen Vielfalt und Identität und die moralischen und juristischen Fragen, wer wen (nicht) lieben darf und sollte. Verschiedene Identitäts-, Beziehungs- und Begehrensformen, etwa als homo-, hetero- oder bisexuelle Liebe, aber auch die platonische Liebe in Form von Freundschaften können, auch unter einem heteronormativitätskritischen Blickwinkel, betrachtet werden.
• Aktuelle Debatten wie die um „sexuelle Vielfalt“ im baden-württembergischen Bildungsplan zeigen in diesem Zusammenhang die gesellschaftliche und politische Brisanz des Themas Liebe und damit auch die Bedeutung wissenschaftlicher Analysen als Gegengewicht zu z. T. diskriminierenden Alltagsannahmen über „normale“ Liebe und Beziehungsformen.
• Zentral ist auch der Komplex von Liebe und Macht. Abhängigkeits- und Gewaltverhältnisse innerhalb oder im Kontext von Liebesbeziehungen lassen sich dabei oftmals nicht von dahinterliegenden hierarchischen Geschlechterverhältnissen trennen und müssen im Zusammenhang betrachtet werden.
• Die Naturwissenschaften können ebenfalls wichtige Beiträge liefern, so fragen etwa die Neurowissenschaften, welche Prozesse sich im Zusammenhang mit dem Gefühl der Liebe durch neurowissenschaftliche Methoden im Hirn beobachten lassen. Die hierbei teilweise in den Ergebnissen dargestellten geschlechtsspezifischen Unterschiede, etwa im Bindungsverhalten oder beim Verliebtsein, erfordern eine genauere Betrachtung.

Um die verschiedenen Facetten, die das Thema Liebe aufweist, aufzugreifen, bedarf es einer interdisziplinären Herangehensweise, die diese verschiedenen Stränge aufnimmt und zusammenführt bzw. diese untereinander in Dialog treten lässt. Die Jahrestagung soll Geschlechterforscherinnen und Geschlechterforschern aus den unterschiedlichsten Fachbereichen die Möglichkeit bieten, ihre Projekte und Ergebnisse rund um das Thema Liebe aus Sicht der Genderforschung zu präsentieren und sich mit Kolleginnen und Kollegen inhaltlich auszutauschen.

Die Jahrestagung des Netzwerks Frauen- und Geschlechterforschung NRW ist geplant für den Freitag, den 14. November 2014 im Glas-Pavillon der Universität Duisburg-Essen (Campus Essen).