Aktuelles

Neues an der UDE

Fortsetzung des Professorinnenprogramms

Newsletter der Gleichstellungsbeauftragten

Kommissarische Leitung des KWI

Kein Rückgang durch Mindestlohneinführung


Veranstaltungen/Angebote an der UDE

Jungen und Religionsunterricht – eine schwierige Beziehungskiste!? Jungenperspektiven in einer geschlechtergerechten Religionspädagogik der Vielfalt

Fremdheit: Das Eigene und das Andere. Analysen der interdisziplinären Geschlechterforschung

„Comparable Worth“: Blinde Flecken in der Ursachenanalyse des Gender Pay Gaps

Intersektionale und postkolonial-feministische Perspektiven als Instrumente einer politikwissenschafttlichen Macht- und Herrschaftskritik

Lebenssituation und Belastungen von Frauen mit Behinderung und Beeinträchtigungen – die Rolle von Geschlecht

Der Mensch der Menschenrechte. Eine geschlechterbezogene und kosmopolitische Perspektive

Doing Gender Studies - zur Entstehung und Entwicklung der Männlichkeitsforschung

Gender in der EU-Forschung Horizont 2020 Struktur, Förderbereiche und die Verankerung von Gender und Chancengleichheit

Genderkompetent lehren

Vereinbarkeit von Studium und Familie


Neu erschienen an der UDE

Gender - Zeitschrift für Geschlecht, Kultur und Gesellschaft, Nr. 3/17

Journal des Netzwerks Frauen- und Geschlechterforschung NRW, Nr. 40/2017

Gender-Kongress 2017

NEUES AN DER UDE

Im Juni 2017 hat nun die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) entschieden, das Professorinnenprogramm fortzuführen. Das Professorinnenprogramm ist ein Bund-Länder-Programm mit dem Ziel die Gleichstellung von Frauen und Männern in Hochschulen. Es wirkt auf zwei Ebenen: Es erhöht die Anzahl der Professorinnen an deutschen Hochschulen und stärkt die Strukturen für die hochschulinterne Gleichstellung. Um Fördermittel beim Professorinnenprogramm beantragen zu können, müssen Hochschulen Gleichstellungskonzepte einreichen, die extern begutachtet werden. Hier hat die UDE bereits in 2008 und in der Programmverlängerung in 2013 bereits erfolgreich Fördermittel eingeworben.
Weitere Informationen erhalten Sie im aktuellen Newsletter der Gleichstellungsbeauftragten sowie der Pressemitteilung des BMBF.

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Prof. Dr. Ute Schneider Kommissarische Leitung des KWI

Prof. Dr. Ute Schneider, Sozial- und Wirtschaftshistorikerin an der UDE, übernimmt die kommissarische Leitung des Kulturwissenschaftlichen Instituts. Sie ist langjähriges Mitglied des KWI-Vorstands und mit der Forschungswelt des Instituts eng vertraut. Sie sieht die kommissarische Leitung als „wissenschaftliche Herausforderung und Chance“, aktuelle Forschungsfelder und Fragen von gesellschaftspolitischer Relevanz weiterzuentwickeln.
Weitere Informationen erhalten Sie unter folgendem Link: www.kwi-nrw.de/home/index.html

IAQ-Report zur Niedriglohnbeschäftigung Kein Rückgang durch Mindestlohneinführung

Wie der neue IAQ Report zu Niedriglohnbeschäftigung zeigt, hat sich der Anteil der Niedriglohnbeschäftigten seit 2014 lediglich um 0,1 Prozentpunkte verringert. Die flächendeckene, bundesweite Einführung des Mindestlohns in 2015 ist damit bislang wirkungslos geblieben. Ein überdurchschnittlich hohes Niedriglohnrisiko haben nach wie vor vor allem gering Qualifizierte, Jüngere, Frauen, befristet Beschäftigte, Ausländer/innen und Minijobber/innen.
Den Report können Sie auf der folgenden Seite herunterladen: www.iaq.uni-due.de/iaq-report/2017/report2017-06.php

VERANSTALTUNGEN / ANGEBOTE AN DER UDE

Vortrag im Rahmen des Forschungsforum Gender vom EKfG Jungen und Religionsunterricht – eine schwierige Beziehungskiste!? Jungenperspektiven in einer geschlechtergerechten Religionspädagogik der Vielfalt

Die Einsicht, dass religiöse Bildung nicht geschlechtsneutral ist, hat die Religionspädagogik den Arbeiten und Diskursen von Feministischer Theologie und (Religions-)Pädagogik zu verdanken. Die wissenschaftliche Religionspädagogik hat lange gebraucht, bis sie nach der Thematisierung von Mädchenperspektiven auch Jungen als Subjekte religiösen Lernens bewusst in den Blick genommen hat. Die Perspektiven von Jungen kritisch und parteilich zu berücksichtigen, kann als Grundanliegen einer auf Geschlechtergerechtigkeit zielenden Religionspädagogik gelten. Was aber als Jungenperspektive(n) bestimmt werden kann, ist im Kontext von Gender-Ansatz, Intersektionalität  und  (religiösem) Pluralisierungsparadigma zu reflektieren. Im Vortrag wird erläutert, wie „Junge-Sein“ als geschlechtsbezogene Differenzkategorie gefasst werden kann. Vor diesem Hintergrund werden konzeptionelle Linien einer geschlechtergerechten Religionspädagogik der Vielfalt entwickelt.
Der Vortrag von Prof. Dr. Thorsten Knauth, Institut für Evangelische Theologie, UDE, ist Beitrag der Reihe Forschungsforum Gender vom Essener Kolleg für Geschlechterforschung (EKfG).
Er findet statt am Donnerstag, den 26. Oktober 2017, von 16:00c.t.-18:00 Uhr in R12 V05 D81 (Campus Essen).
Weitere Informationen erhalten Sie hier.

Jahrestagung Netzwerk Frauen- und Geschlechterforschung NRW Fremdheit: Das Eigene und das Andere. Analysen der interdisziplinären Geschlechterforschung

Fremdheit verweist auf vielfältige Prozesse, die sich zwischen dem Eigenen und dem Anderen bewegen. Zuschreibungen und Grenzziehungen, Kennenlernen und Entgegenkommen, Aneignungen und Zusammenschlüsse stehen für ein breites Spektrum an Dimensionen, denen sich die diesjährige Tagung widmet. Dabei werden vier Fragen- und Themenkomplexe diskutiert – jenseits von „Schubladendenken“ und Stereotypisierungen:
- Wissensbestände: Vergewisserungen und Interessen
- Beunruhigungen: Sexualisierungen und Gewaltproduktionen im Diskurs über das „Fremde“<br>
- Befremdungen: (un)gewohnte Blicke auf Alltag und Subkultur
- Aneignungen: das Eigene und das Fremde zwischen Generation und Geschlecht
Die Tagung findet am 27. Oktober 2017, von 09:00-16:30 Uhr, im Glaspavillion (Campus Essen) statt. Weitere Informationen erhalten Sie hier.

Vortrag im Rahmen des Forschungsforum Gender vom EKfG „Comparable Worth“: Blinde Flecken in der Ursachenanalyse des Gender Pay Gaps

Die horizontale Arbeitsmarktsegregation qua Geschlecht ist einer der entscheidenden Faktoren, die zum bestehenden Gender Pay Gap beitragen. In der Regel weisen weiblich dominierte Berufe deutlich schlechtere Verdienstchancen auf als männlich dominierte Berufe. Inwiefern diese Unterschiede am Arbeitsmarkt als Form der Diskriminierung aufgrund des Geschlechts interpretiert werden, hängt jedoch stark von der gewählten theoretischen Perspektive ab.
Neoklassisch orientierte ökonomische Ansätze verstehen die gegenwärtigen Verdienstunterschiede zwischen „Frauen-“ und „Männerberufen“ als legitime Marktergebnisse und sehen keinen wesentlichen gleichstellungspolitischen Handlungsbedarf. Alternativ gehen geschlechtersoziologische Ansätze von einer systematischen Unterbewertung und Unterbezahlung weiblicher Erwerbsarbeit aus („Devaluationshypothese“).
Bislang ist die „Devaluationshypothese“ noch nicht direkt statistisch überprüft worden. Hier setzt das interdisziplinäre „Comparable Worth“-Forschungsprojekt an, das im Vortrag von Prof. Dr. Ute Klammer und Sarah Lillemeier, M.A. Soz., vom Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ), UDE, vorgstellt werden wird.
Der Vortrag ist Beitrag der Reihe Forschungsforum Gender vom Essener Kolleg für Geschlechterforschung (EKfG).
Er findet statt am Donnerstag, den 2. November 2017, von 16:00c.t.-18:00 Uhr  in R12 V05 D81 (Campus Essen).
Weitere Informationen erhalten Sie hier.

Jahrestagung des Arbeitskreises Politik und Geschlecht der DVPW Intersektionale und postkolonial-feministische Perspektiven als Instrumente einer politikwissenschafttlichen Macht- und Herrschaftskritik

Intersektionale und postkolonial-feministische Perspektiven nehmen ineinandergreifende Strukturen von Ungleichheit, Macht und Herrschaft in den Blick. Sie bieten vielfältige Anknüpfungspunkte für die politik- und sozialwissenschaftlichen feministischen Debatten im deutschsprachigen Raum.
Beide Perspektiven sind eng verknüpft, ihre interne Heterogenität hat jedoch auch dazu geführt, dass unterschiedliche disziplinäre Zugänge, vielfältige Theorieorientierungen sowie unterschiedliche Forschungsinteressen ihre Rezeption bestimmen. Mit der Tagung, in deren Zentrum der intensive Austausch und die Diskussion stehen, soll das Potential intersektionaler und feministisch-postkolonialer Analysen für die politik- und sozialwissenschaftliche Forschung weiter ausgeleuchtet werden. Das Verhältnis zwischen intersektionalen und postkolonial- feministischen Perspektiven und die Relation dieser zum Kanon der politikwissenschaftlichen Forschung sollen konzeptionell, aber auch in Bezug auf die konkrete Wissensbildungs- und Forschungspraxis näher bestimmt werden.
Die Tagungung findet am Freitag, den 10. November 2017, von 8:30 -20:30 Uhr im Gästehaus Casino (Campus Essen) statt.
Weitere Informationen erhalten Sie unter folgendem Link: www.politik-und-geschlecht.de/

Vortrag im Rahmen des Forschungsforum Gender vom EKfG Lebenssituation und Belastungen von Frauen mit Behinderung und Beeinträchtigungen – die Rolle von Geschlecht

In dem Vortrag sollen Forschungsergebnisse dargestellt werden, die auf einen engen Zusammenhang von Geschlecht, Gesundheit, Gewalt und Behinderung verweisen. Gerade vor dem Hintergrund, dass Menschen mit Behinderungen, deren Belastungen und Probleme sowie Diskriminierungserfahrungen oft geschlechtsneutral bzw. geschlechtslos betrachtet werden, ist es wichtig, die Rolle von Behinderung und Geschlecht auch anhand von empirischen Daten, sichtbar zu machen. Die Studie „Lebenssituation und Belastungen von Frauen mit Behinderungen in Deutschland“ hat hierzu einen wichtigen Beitrag geleistet.
Der Vortrag von Prof. Dr. Monika Schröttle, Fakultät Rehabilitationswissenschaften, TU Dortmund, ist Beitrag der Reihe Forschungsforum Gender vom Essener Kolleg für Geschlechterforschung (EKfG).
Er findet statt am Donnerstag, den 9. November 2017, von 16:00c.t.-18:00 Uhr in R12 V05 D81 (Campus Essen).
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Vortrag im Rahmen des Forschungsforum Gender vom EKfG Der Mensch der Menschenrechte. Eine geschlechterbezogene und kosmopolitische Perspektive

Weltweit werden Menschenrechtsverletzungen begangen und beklagt, zugleich hat sich im 20. und beginnenden 21. Jahrhundert ein eigenes Feld des internationalen  Menschenrechtsschutzes, der Menschenrechtspolitik und des Menschenrechtsengagements etabliert. Die Menschenrechte zählen zu den zentralen Werten der Moderne: Im Mittelpunkt stehen die historisch entwickelte Figur des Menschen als Rechtssubjekt sowie der Glaube an eine Menschenwürde, die es zu achten, zu wahren oder (wieder-)herzustellen gilt. Doch die Geschichte der Moderne ist von tief greifenden Brüchen und Asymmetrien durchzogen. Den emanzipatorischen Errungenschaften stehen Deprivation, Ausgrenzung und Vernichtung gegenüber. Insofern stellen die Menschenrechte ein aus sozialen und historischen Kämpfen hervorgegangenes und dennoch in vieler Hinsicht ‚unvollendetes‘ Projekt dar.
Der Vortrag geht der Konstitution des Menschen als Menschenrechtssubjekt nach und beleuchtet diese Forschungsfrage aus einer sowohl gegenstandsbezogenen als auch theoretischen Perspektive. Thematisch interessiert die Bedeutung von Geschlecht für die Entwicklung einer Soziologie der Menschenrechte, theoretisch knüpft der Vortrag an das Konzept der Kosmopolitisierung an. Die These ist, dass in der Figur des Menschenrechtssubjektes und ihrer Veränderung zentrale Transformationen der gegenwärtigen Moderne sichtbar werden.
Der Vortrag von Prof. Dr. Angelika Poferl, Fakultät Erziehungswissenschaft, Psychologie und Soziologie, TU Dortmund, ist Beitrag der Reihe Forschungsforum Gender vom Essener Kolleg für Geschlechterforschung (EKfG).
Er findet statt am Donnerstag, den 16. November 2017, von 16:00c.t.-18:00 Uhr in R12 V05 D81 (Campus Essen).
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Vortrag im Rahmen des Forschungsforum Gender vom EKfG Doing Gender Studies - zur Entstehung und Entwicklung der Männlichkeitsforschung

Die Komplexität der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit „Männern“ und „Männlich-keit(en)“ wirft im Rahmen der Gender Studies auch heute noch grundlegende Fragen auf: Wie sind diese unterschiedlichen Befassungen mit der Thematik entstanden? Und wieso scheint es innerhalb der Scientific Community der Frauen- und Geschlechterforschung bzw. Gender Studies bis dato eine gewisse „Rezeptionssperre“ gegenüber bestimmten Bereichen dieser Forschungsfelder- und konzeptionen zu geben?
Um diesen Fragen nachzugehen, wird im Vortrag anhand einzelner „Schlüsselwerke“ die Entstehung und Entwicklung der (kritischen) Männlichkeitsforschung im deutschsprachigen Raum rekonstruiert. Es wird so im Laufe des Vortrages pointiert herausgearbeitet, welche Denkstile bzw. Kollektivstrukturen hinsichtlich der Erforschung von „Männlichkeit(en)“ in unterschiedlichen zeitlichen Abschnitten der Frauen- und Geschlechterforschung als auch Männer- und/oder Männlichkeitsforschung vertreten waren/sind.
Der Fokus des Vortrages liegt hierbei bewusst auf „Beharrungstendenzen“ als auch „Wandel“ verschiedener Denkstile innerhalb der Scientific Community der Gender Studies. Dabei soll vor allem das Spannungsverhältnis von doing gender und doing science im Mittelpunkt stehen, in das die Wissenschaftler*innen mehrfach eingebettet sind.  
Mit Blick auf die aktuellen Ressentiments gegenüber den Gender Studies in Gesellschaft und Medien („Anti-Genderismus“), kann in einer abschließenden Diskussion die Frage nach der Notwendigkeit von „geschlechtlichen“ Bündnissen innerhalb der Gender Studies gestellt werden.
Der Vortrag von Maximiliane Brand, M.A., Gender Studies, RUB, ist Beitrag der Reihe Forschungsforum Gender vom Essener Kolleg für Geschlechterforschung (EKfG).
Er findet statt am Donnerstag, den 23. November 2017, von 16:00c.t.-18:00 Uhr in R12 V05 D81 (Campus Essen).
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Angebot im Rahmen der ProDiversität kompakt Workshop-Woche Gender in der EU-Forschung Horizont 2020 Struktur, Förderbereiche und die Verankerung von Gender und Chancengleichheit

Die Berücksichtigung von Geschlecht als analytische Kategorie in Forschungsinhalten und -programmen ist zusammen mit der Förderung von Frauen in Wissenschaft und Forschung sowie den strukturellen Veränderungen in Forschungsinstitutionen erklärtes Ziel der Europäischen Kommission.
Dies ist unter anderem in Beschlüssen und Vorgaben zur Vorgehensweise in und zur Programmgestaltung des aktuellen EU-Rahmenprogramms zur Förderung von Forschung und Innovation Horizont 2020 dokumentiert, in denen Geschlecht als Querschnittsthema aufgenommen wurde.
Mit rund 75 Milliarden Euro ist Horizont 2020 das größte Förderprogramm der Welt für Forschung und Innovation. Der Workshop bietet den Teilnehmenden einen Einstieg in Horizont 2020, darunter die Förderbereiche, das Antrags- und Begutachtungsverfahren sowie die Verankerung des Querschnittsaspekts Gender und Chancengerechtigkeit.
Die Veranstaltung ist so aufgebaut, dass Forschende aller Wissenschaftsbereiche einen ersten Überblick erhalten und erfahren, wo geeignete Ausschreibungen mit Bezug zum eigenen Forschungsgebiet zu finden sind und wer bei der Antragstellung an der UDE und auf nationaler Ebene unterstützen kann.
Der Workshop von Astrid Schwarzenberger, FiF, DLR-Projektträger und Dr. Maria Gies, Science Support Centre, UDE, findet statt am Dienstag, den 28. November, von 10:00-13:00 Uhr in T03 R04 C09 (Campus Essen).
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Vortrag im Rahmen des Forschungsforum Gender vom EKfG Geschlechteraspekte in klinischer Medizin und biomedizinischer Forschung

Etwa 86% der Europäerinnen und Europäer sterben an sogenannten „nicht übertragbaren Erkrankungen“. Dazu gehören Diabetes, kardiovaskuläre Erkrankungen, Krebs, chronische Erkrankungen der Atemwege und Geisteskrankheiten. Alle diese Krankheiten entstehen mit einem klaren Unterschied zwischen Männern und Frauen im Hinblick auf die Häufigkeit, die Symptome, den Krankheitsverlauf und den Ausgang der Erkrankung. Während lange Zeit in der biomedizinischen Forschung und klinischen Medizin der Konsens bestand, dass Krankheitsprozesse keiner geschlechtersensiblen Betrachtung bedürfen und Studien mit männlichen Probanden eine Generalisierung auf beide Geschlechter durchaus zulassen, ergibt sich in den letzten Jahren ein zunehmendes Interesse Geschlechteraspekte in der Medizin zu berücksichtigen und damit einen wichtigen ersten Schritt in Richtung der individualisierten Medizin zu vollziehen. Am Beispiel von Krebserkrankungen, die nicht die Reproduktionsorgane betreffen, aber bei Männern 1,8 mal häufiger auftreten als bei Frauen, soll gezeigt werden, dass das Geschlecht eine allgegenwärtige Determinante in der biomedizinischen Forschung und klinischen Medizin ist, die der Krankheitslehre eine weitere Dimension eröffnet. Neben Faktoren, die mit dem Lebensstil, dem Beruf und dem Gesundheitsverhalten assoziiert sind und damit geschlechterabhängig wirken, hat sich gezeigt, dass der Effekt Krebs-prädisponierender Gene bei Männern und Frauen unterschiedlich sein kann. Dies gilt auch für die Aktivität von Genen, die sich während der Entstehung bösartiger Tumoren verändert. Daraus folgt, dass je nach Tumorentität präventive und therapeutische Maßnahmenunter unter der Berücksichtigung des Faktors Geschlecht durchgeführt werden sollten.
Der Vortrag von Priv. Doz. Dr. Andrea Kindler-Röhrborn, Universitätsklinikum Essen, Institut für Pathologie, ist Beitrag der Reihe Forschungsforum Gender vom Essener Kolleg für Geschlechterforschung (EKfG).
Er findet statt am Donnerstag, den 30. November 2017, von 16:00c.t.-18:00 Uhr in R12 V05 D81 (Campus Essen).
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Angebot im Rahmen der ProDiversität kompakt Workshop-Woche Genderkompetent lehren

Gute Lernbedingungen und vielfältige Beteiligungsmöglichkeiten für Studierende zu schaffen, ist ein Ziel genderkompetenter Didaktik an Hochschulen. Sie leistet somit einen Beitrag zur Bildungsgerechtigkeit und Chancengleichheit.
Genderkompetente Didaktik bedeutet, Lehre und Wissensvermittlung stetig zu reflektieren und eigene Vorannahmen und das Alltagswissen über Geschlecht in der Verwobenheit mit weiteren Kategorien der Differenz zu hinterfragen. Die Herausforderung, die sich dabei stellt, ist: Wie sind erneute Stereotypisierungen zu vermeiden? Der Workshop bietet die Möglichkeit, neben inhaltlichen Ansätzen didaktische Instrumente und Methoden einer genderkompetenten Didaktik kennenzulernen und zu erproben. Dabei können die Teilnehmenden ihre eigenen Lehrerfahrungen einbringen.
Der Workshop von Dr. Lisa Mense, Koordinations- und Forschungsstelle des Netzwerks Frauen- und Geschlechterforschung NRW, UDE, und Stephanie Sera, M.A., Gleichstellungsbüro der UDE findet statt am Donnerstag, den 30. November, von 10:00-17:00 Uhr in T03 R04 C09 (Campus Essen).
Weitere Informationen erhalten Sie hier.

Angebot im Rahmen der ProDiversität kompakt Workshop-Woche Vereinbarkeit von Studium und Familie

Das Studium mit Kind/Pflegeaufgaben stellt Betroffene vor eine große Herausforderung und benötigt flexible Lösungsmöglichkeiten. Die UDE hat zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Studium mit Familienaufgaben eine Reihe von Maßnahmen entwickelt.
In dem Workshop können sich Mitarbeiter_innen mit Lehr- oder Beratungsaufgaben über die Maßnahmen informieren und ihre Erfahrungen einbringen.
Der Workshop von Stephanie Sera, M.A., Gleichstellungsbüro der UDE, findet statt am Freitag, den 1. Dezember, von 9:00-13:00 Uhr in T03 R04 C07 (Campus Essen).
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NEU ERSCHIENEN AN DER UDE

Gender - Zeitschrift für Geschlecht, Kultur und Gesellschaft, Nr. 3/17

Gender und Design - zum vergeschlechtlichten Umgang mit dem gestalteten Alltag
Das Heft führt in die Designforschung ein, beleuchtet interne Debatten und liefert eine kritische Auseinandersetzung mit dem Thema Geschlecht und Gestaltung.
Da Designausbildung und Designindustrie in ihrer gegenwärtigen Form die hierarchischen Geschlechterverhältnisse in der neoliberalen Gesellschaft in aller Regel reproduzieren, werden in diesem Heft Alternativen dazu und genderbezogene Analysen und Projekte vorgestellt.
Weitere Informationen erhalten Sie hier.

Journal des Netzwerks Frauen- und Geschlechterforschung NRW, Nr. 40/2017

Die 40. Ausgabe des Journals stellt nicht nur neue Netzwerkprofessorinnen vor und informiert über Neuigkeiten, Projekte und Veröffentlichungen aus dem Netzwerk Frauen- und Geschlechterforschung NRW. Inhaltlich geht es darüber hinaus u. a. um gewaltbetroffene Schwangere und Mütter mit Flüchtlingsgeschichte, den Mutterschutz von Studentinnen in Deutschland, die vielschichtige Verbindung zwischen Sexismus und Rassismus sowie die aktuellen Auseinandersetzungen zwischen Alice Schwarzer und jungen Netzfeministinnen wie Anne Wizorek.
Die aktuelle Ausgabe finden Sie unter folgendem Link: www.netzwerk-fgf.nrw.de/fileadmin/media/media-fgf/download/publikationen/netzwerk_fgf_journal_40_f_web.pdf

Tagungsdokumentation erschienen Gender-Kongress 2017

Im Mittelpunkt des Gender-Kongresses 2017 des Ministeriums für Innovation, Wissenschaft und Forschung stand die Geschlechter(un)gerechtigkeit an den Hochschulen und in der Hochschulmedizin in Nordrhein-Westfalen. Mit der Tagungsdokumentation werden nun die Vorträge und wichtigsten Erkenntnisse der Veranstaltung zugänglich gemacht.
Die Dokumentation steht zum Download zur Verfügung und kann beim Netzwerk Frauen- und Geschlechterforschung NRW als Druckfassung bestellt werden.