Hier finden Sie aktuelle Nachrichten, Veranstaltungsweise und Veröffentlichungen rund um das Thema Gender an der Universität Duisburg-Essen.

Neue digitale Plattform Diversität, Inklusion, Vereinbarkeit und Gleichstellung: Zukunftshandeln in Corona-Zeiten

Anlässlich der aktuellen Situation, die gravierende gesamtgesellschaftliche Änderungen im Alltagsleben durch die Corona-Pandemie prägen, hat das Prorektorat für gesellschaftliche Verantwortung, Diversität und Internationalität gemeinsam mit der Gleichstellungsbeauftragten und dem Familienservicebüro eine gemeinsame Plattform eingerichtet.
Ziel dieser Plattform ist es, Orientierung zu bieten, Austausch und Zusammenarbeit für alle Statusgruppen der Universität anzuregen und Aufmerksamkeit darauf zu lenken, welche faktischen Auswirkungen die Veränderungen auf die jeweils individuellen Lebenssituationen hat, welche Faktoren zu Benachteiligungen führen können und an welchen Stellen Diskriminierungspotential entsteht. Ziel soll es auch sein, Vorschläge für einen angemessenen Umgang der Hochschule mit den sozialen Effekten der Pandemie zu erarbeiten.
Alle Hochschulangehörigen sind hiermit eingeladen, sich an Austausch, Diskussion, der Veröffentlichung von Positionen und der gemeinschaftliche Arbeit an Lösungsvorschlägen einzubringen.

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NEUES AN DER UDE

UDE Chancengleichheitsfonds

Die Corona-Pandemie geht nicht nur mit gesellschaftlichen Herausforderungen, sondern auch für alle Angehörigen der UDE mit fundamentalen Veränderungen in Arbeit, Studium, Lehre und Forschung einher. Dabei treffen die Auswirkungen der Corona-Pandemie nicht alle Angehörigen der Hochschule in gleicher Weise.

Es ist zu befürchten, dass der zeitliche Zuwachs an Sorgearbeit durch die Corona-Pandemie das immer noch existierende Ungleichgewicht in der Arbeitsteilung zwischen den Geschlechtern verstärkt und zu beruflichen Nachteilen, insbesondere für Frauen führt. Daher ist es aktuell besonders wichtig, universitäre Bedingungen so zu gestalten, dass alle Lehrenden, Promovierenden und Studierenden ihrer Sorgeverantwortung und ihren Betreuungspflichten unabhängig vom Geschlecht nachgehen können.

Um diesem Ungleichgewicht entgegen zu wirken hat die UDE die Chancengleichheitsfonds StudyPLUSCare und LehrePLUSCARE aufgelegt.
 

StudyPLUSCare Chancengleichheitsfonds – Stipendium für Studierende mit Care-Aufgaben

Studium, Kindererziehung und Existenzsicherung sind ein Balanceakt, der aufgrund der aktuellen Situation besondere Anforderungen an studierende Eltern stellt. Für alleinerziehende Studierende verschärft sich diese Situation zudem. Um diesem Ungleichgewicht entgegen zu wirken, nutzt die UDE das Landesprogramm „Chancen ergreifen, Forschung und Familien fördern – Programm für chancengerechte Hochschule in Nordrhein-Westfalen (FF Hochschulen)“  sowie Mittel des Prorektorats für gesellschaftliche Verantwortung, Diversität und Internationalität, um Studierende und Lehrende, die aufgrund spezifischer Rahmenbedingungen überdurchschnittlich von den Auswirkungen der Corona-Pandemie betroffen sind, zu helfen.

Die aus der Corona-Pandemie resultierenden Einschränkungen und Belastungen sind sehr unterschiedlich, so dass individuelle Besonderheiten hier explizit Berücksichtigung finden sollen. Im Interesse eines niederschwelligen Auswahlverfahrens wird ein Gremium die Vergabe der Gelder unter strikter Wahrung von Vertraulichkeit zeitnah entscheiden.

Fördersumme

Die monatliche Förderung beträgt 400 Euro über einen Zeitraum von 6 Monaten (Juli-Dezember). Antragsfrist ist der 22. Juni 2020. Der Fonds in Höhe von 72.000 Euro steht zur Förderung von 30 Studierenden zur Verfügung.

Förderbedingungen: Wer kann sich bewerben?

Bewerben können sich Studierende mit Care-Aufgaben, die sich aufgrund der Auswirkungen der Corona-Pandemie in einer finanziell schwierigen Situation befinden.

Bewerbung unter: https://www.uni-due.de/de/covid-19/diversitaet-gleichstellung.php

Kontakt: chancengleichheitsfonds@uni-due.de, Birkan Gülcan-Dogan, Gleichstellungsbüro der UDE

 

LehrePLUSCare Chancengleichheitsfonds – für Lehrende mit Care-Aufgaben

Alle Lehrenden sind derzeit gefordert, Lehrveranstaltungen, Beratungen, Betreuungen und ggf. Prüfungen unter hohem zeitlichen Druck online zu konzipieren und in digitaler Form umzusetzen. Lehrende mit Sorgeverantwortung müssen parallel zwischen Haushalt, Pflege, Kinderbetreuung und/oder Home-Schooling jonglieren.

Der Chancengleichheitsfond berücksichtigt bei der Vergabe der Mittel die individuelle Lebenssituation ebenso wie den beruflichen Kontext. Priorisiert werden Lehrende in der Qualifikationsphase (bis hin zur Juniorprofessur) sowie Lehrende auf sogenannten Hochdeputatsstellen.

Im Sinne eines niederschwelligen Auswahlverfahrens wird ein Gremium die Vergabe der Gelder unter strikter Wahrung von Vertraulichkeit zeitnah entscheiden.

Fördersumme

Es steht ein Fonds von 30.000 Euro für bis zu 30 Lehrende mit Care-Aufgaben zu jeweils 1.000 Euro zur persönlichen dienstlichen Verwendung (LehrePLUSCare) zur Verfügung. Antragsfrist ist der 22. Juni 2020. Mit den Mitteln soll es beispielsweise möglich sein, Unterstützung durch eine studentische Hilfskraft bei der Umstellung auf die digitale Lehre zu finanzieren.

Förderbedingungen: Wer kann sich bewerben?

Bewerben können sich Lehrende mit Care-Aufgaben (Kinder oder andere Pflege-Aufgaben), insbesondere Lehrende in der Qualifikationsphase (bis hin zur Juniorprofessur) sowie Lehrende auf sogenannten Hochdeputationsstellen.

Bewerbung unter: https://www.uni-due.de/de/covid-19/diversitaet-gleichstellung.php

Kontakt: chancengleichheitsfonds@uni-due.de, Birkan Gülcan-Dogan, Gleichstellungsbüro der UDE

Innerhalb der Bewerbung über das Onlineformular werden noch keine schriftlichen Dokumente oder Uploads erforderlich.

Diversity-Tag 2020 Aufruf zum Zukunftshandeln

Ein Aufruf zum „Zukunftshandeln“  der Gleichstellungsbeauftragten Prof. Dr. Christine Heil anlässlich des Diversity-Tags am 26. Mai 2020 an der Universität Duisburg-Essen:

https://www.uni-due.de/diversity/diversity_preise2020.php#video_3

Das gesamte Programm und die Preisträger*innen zum Diversity-Tag 2020:

https://www.uni-due.de/diversity/diversity_preise2020.php

Dauerhafte Auszeichnung Audit Familiengerechte Hochschule

Seit 2010 darf sich die UDE familiengerechte Hochschule* nennen. Regelmäßig wird überprüft, welche Maßnahmen sie ergreift, damit sich entsprechende Arbeits- und Studienbedingungen weiter verbessern. Nach drei Re-Audits hat die UDE das Zertifikat jetzt dauerhaft verliehen bekommen. In der virtuellen Veranstaltung wurden insgesamt 334 Arbeitgeber*innen ausgezeichnet, darunter 36 Hochschulen; es gratulierte u.a. Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey als Schirmherrin.

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Prof. Dr. Antje Boetius Mercator-Professur 2020

Die Tiefseeforscherin Antje Boetius übernimmt 2020 die Mercator-Professur an der UDE. Sie hat Expeditionen in Arktis und Antarktis geleitet, ist Direktorin des renommierten Alfred-Wegener-Instituts und ambitionierte Verfechterin des Klimaschutzes.
Zahlreiche Auszeichnungen hat die Professorin für Geomikrobiologie für ihre wissenschaftliche Arbeit und ihr politisches Engagement erhalten, u.a. den Leibniz-Preis und den Communicator Preis der DFG, den Deutschen Umweltpreis sowie das Bundesverdienstkreuz.
Mit Antje Boetius erfüllt sich erneut die Grundidee der Mercator-Professur: Weltoffenheit und debattenanregende Beiträge zu wichtigen Zeitfragen.
Weitere Informationen erhalten Sie unter folgendem Link: https://www.uni-due.de/de/mercatorprofessur/

Dr. Heike Maurer Genderforschungspreis

Dr. Heike Maurer von der Koordinations- und Forschungsstelle des Netzwerks Frauen- und Geschlechterforschung NRW hat einen der beiden neu geschaffenen Wissenschaftspreise für Genderforschung vom Wissenschaftsministerium NRW verliehen bekommen.
Die Arbeiten von Frau Maurer sind in der politik- und sozialwissenschaftlichen Geschlechterforschung verortet. Sie untersucht die politische Problematisierung und Regulierung gesellschaftlicher Phänomene sowie die Aus- und Rückwirkungen dieser Regulierung auf die Gesellschaft. Das Preisgeld in Höhe von 25.000 € dient der Fortführung ihrer wissenschaftlichen Arbeiten.

Weitere Informationen erhalten Sie unter folgenden Links:

https://www.netzwerk-fgf.nrw.de/start-netzwerk/
https://www.mkw.nrw/node/1444

Die UDE ist im Professorinnenprogramm III erfolgreich

Die Universität Duisburg-Essen wurde im Rahmen des Professorinnenprogramms III des Bundes und der Länder bereits das dritte Mal in Folge für ihr Gleichstellungskonzept ausgezeichnet. Bundesweit bewarben sich in der zweiten Antragsrunde 71 Hochschulen für die Teilnahme am Professorinnenprogramm mit Gleichstellungskonzepten, die extern begutachtet wurden. Mit ihrem „Gleichstellungszukunftskonzept“ hat die Universität Duisburg-Essen nun Zugang zur Förderung/Anschubfinanzierung für bis zu drei Erstberufungen von Frauen auf Professuren über einen Zeitraum von fünf Jahren.
Zum Gleichstellungszukunftskonzept

Erneute Auszeichnung mit dem TOTAL-E-QUALITY Prädikat

Die UDE wurde am 5. November 2019 erneut mit dem TOTAL E-QUALITY Prädikat für die Jahre 2019 bis 2021 ausgezeichnet. Das Prädikat wird zum zweiten Mal mit dem Add-On Diversity verliehen. Da die UDE bereits zum fünften Mal in Folge erfolgreich teilnimmt, erhält sie als eine von acht der insgesamt 59 ausgezeichneten Institutionen den Nachhaltigkeitspreis für Chancengleichheit. 

CEWS Hochschulranking nach Gleichstellungsaspekten 2019

Das CEWS Hochschulranking nach Gleichstellungsaspekten 2019 von GESIS Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften ist erschienen, in der Schriftenreihe cews.publik, 23. Das Ranking macht alle zwei Jahre die Entwicklungen der Hochschulen im Bereich der Gleichstellung mit Hilfe quantitativer Indikatoren bundesweit vergleichbar und Veränderungen sichtbar: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:0168-ssoar-64113-9
Im Vergleich zu allen Universitäten in Deutschland bewegt sich die UDE in der Gesamtbewertung der Universitäten im oberen Drittel (sie befindet sich in Ranggruppe 5 von 10 Rang-Gruppen bzw. unter den ersten 21 von insgesamt 63 Universitäten); bewertet wurde die Steigerung des Frauenanteils in den verschiedenen wissenschaftlichen Gruppen von 2012 bis 2017. 

VERANSTALTUNGEN / ANGEBOTE AN DER UDE

Das Jahresprogramm 2020 der Schulferienbetreuung ist online!

Die Universität Duisburg-Essen bietet den Kindern und Jugendlichen der Angehörigen der Universität in den gesamten Oster-, Sommer- und Herbstferien 2019 ein abwechslungsreiches Ferienangebot an. Täglich von 7.45 - 16.00 Uhr finden unterschiedlichste Angebote vor Ort oder altersspezifische Ausflüge für die Kinder- und Jugendlichengruppe statt. Teilnehmen können schulpflichtige Kinder und Jugendliche von Beschäftigten und Studierenden der Universität Duisburg-Essen und des Universitätsklinikums Essen bis zum Alter von einschließlich 14 Jahren. Zudem betreuen wir in den Sommerferien die Kinder, die sich im Übergang zur Schule befinden. Die Betreuung findet in Räumlichkeiten auf dem Campus Essen statt.
Weitere Informationen erhalten Sie hier: https://www.uni-due.de/familienservice/freizeit_allgemein.php.

 

„Corona Blues – Chancen und Nebenwirkungen akademischen „Zukunftshandelns" in Krisenzeiten" 8. Diversity-Tag an der Universität Duisburg-Essen

Am 26. Mai 2020 ab 10.00 Uhr wird der Diversity-Tag an der UDE online stattfinden.

Es erwarten Sie unter anderem Videobotschaften der Prorektorin für Gesellschaftliche Verantwortung, Diversität und Internationalität Prof. Dr. Barbara Buchenau und der Gleichstellungsbeauftragten Prof. Dr. Chrsitine Heil, ein Gastbeitrag der Buchautorin Franzi von Kempis („Anleitung zum Widerspruch") und die Präsentation der zehn Diversity-Preisträger*innen 2020.

Weitere Informationen erhalten Sie hier https://www.uni-due.de/diversity/diversity_preise2020.php

Ein Beitrag aus der Reihe Forschungsforum Gender 2020 (EKFG) Digitaler Vortrag: 'Wie eine griechische Statue': Männlichkeitsentwürfe in physique magazines

In den 1950er Jahren entwickelte sich in den USA ein neues Zeitschriftengenre: das sogenannte physique oder beefcake magazine. Wie die bereits seit Beginn des Jahrhunderts etablierten US-Sportzeitschriften – z. B. das seit 1899 erscheinende Magazin Physical Culture – druckten die neuen physique magazines hauptsächlich Bilder von sportlich gebauten und leicht bekleideten jungen Männern ab. Anders als ihre Vorgänger beschränkten sie sich jedoch nicht auf das Thema des (Kraft)Sports, sondern boten ihren meist homosexuellen Lesern mittels Artikeln und Anzeigen nahezu alle Aspekte des Lebens umfassende Entwürfe von (homosexueller) Männlichkeit an. So konstruierte etwa das 1955 von einem schwulen Paar gegründete Grecian Guild Pictorial das Bild des „Grecian“, der sich an den Werten und Idealen des antiken Griechenlands („a trained, intelligent mind in a healthy, virile, beautiful body“) orientierte. Das Pictorial machte seinen Lesern so ein identifikatorisches Angebot, das durch den Rückgriff auf eine „angesehene“ antike Hochkultur die soziale Stigmatisierung und Kriminalisierung von Homosexualität in den USA der 1950er Jahre wettzumachen versuchte und gleichzeitig die Basis für eine engere Vernetzung der Leser untereinander darstellte. Die Vorlesung wird sich sowohl mit den Geschäftsmodellen und Inhalten der physique magazines als auch mit der Rezeption und Entwicklung des Genres beschäftigen.

Der Vortrag  von Prof. Dr. Florian Freitag wird vom Essener Kolleg für Geschlechterforschung veranstaltet und findet am Donnerstag, den 18. Juni 2020 von 16.00 c.t.-18.00 Uhr als digitale Live-Veranstaltung mit anschließender Diskussion statt.

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Ein Beitrag aus der Reihe Forschungsforum Gender 2020 (EKFG) Dystopischer Barock. Wie sich Kunstgeschichte, Frauenkörper und politische Gegenwart in The Handmaid’s Tale und Fuck Patriarchy! verflechten

Der Vortrag stellt Bezüge zur politischen Gegenwart heraus und zeigt, warum die Fernsehserie gerade in dieser Ambivalenz ihre politische Wirkung entfaltet, wenn etwa Frauen in den USA in den roten Umhängen und weißen Hauben der „Handmaids“ gegen die derzeit drastischen Einschränkungen des Abtreibungsrechts demonstrieren. Zugleich wird mit der Video-Installation Fuck Patriarchy! der niederländischen Künstlerin Mathilde ter Heijneaus dem Jahr 2004ein Vorläufer aus der bildenden Kunst vorgestellt, in dem ebenfalls ein barockes Interieur als dystopischer Raum entworfen wird. Mathilde ter Heijne richtet durch die Linse des Barocks den Blick hellsichtig auf die Gegenwart, in der Gewalt gegen Frauen nach wie vor so umfassend wie unsichtbar ist. Bestürzend aktuell ist Fuck Patriarchy! gerade jetzt, in Zeiten der Pandemie. Die historische Konfiguration der Krise im Barock dient als Folie für die Gegenwart: die verordnete Isolation, die Privatheit erzwingt und die Öffentlichkeit implodieren lässt; die dunkle Seite des Interieurs, die eine Zunahme häuslicher Gewalt zur Folge hat – der dystopische Barock ist im normalisierten Ausnahmezustand unserer Gegenwart angekommen.

Der Vortrag  von Dr. Alma Elisa Kittner wird vom Essener Kolleg für Geschlechterforschung veranstaltet und findet am Donnerstag, den 25. Juni 2020 von 16.00 c.t.-18.00 Uhr als digitale Live-Veranstaltung mit anschließender Diskussion statt.

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Ein Beitrag aus der Reihe Forschungsforum Gender 2020 (EKFG) Männlichkeit – alles nur Performance? Mario Vargas Llosas Novelle Los cachorros [‚Die Welpen‘] (Peru 1967) mit Raewyn Connell gelesen

Körper und Körperlichkeit haben in den letzten Jahren eine gewisse Renaissance in den Gender Studies erlebt, doch scheint eine der zentralen Fragen bis dato immer noch ungeklärt: Wie sind biologisches Geschlecht (sex) und soziokulturelles Geschlecht (gender) aufeinander bezogen? Oder bestehen sie ohne Konnex getrennt voneinander? Nachdem ein strikter Biologismus wohl als widerlegt gelten darf, wir also nicht davon ausgehen können, dass sich die Vielfalt an Gender-Entwürfen  weltweit  synchron  und  diachron  auf  unterschiedliche  Körperphänomene zurückführen lässt, ist die Frage offen, ob, und wenn ja, wie Körper und Gender aufeinander einwirken. In diesem Vortrag soll das ‚Wissen der Literatur‘ aus der Novelle Los cachorros herausarbeitet und mit Blick auf Connells Versuch, Gender als body-reflexive practice zu fassen, weitergedacht werden. Textstellen werden in deutscher Übersetzung bereitgestellt.

Der Vortrag  von Prof. Dr. Christian Grünnagel wird vom Essener Kolleg für Geschlechterforschung veranstaltet und findet am Donnerstag, den 02. Juli 2020 von 16.00 c.t.-18.00 Uhr als digitale Live-Veranstaltung mit anschließender Diskussion statt.

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Ein Beitrag aus der Reihe Forschungsforum Gender 2020 (EKFG) “'Eating Our Feelings': Queer Food Politics and Affect”

Nicole Seymour's talk will begin with an introduction to the environmental humanities subfields of  queer  ecologies  and  affective  ecocriticism,  drawing  on  her  monographs Strange  Natures: Futurity, Empathy, and the Queer Ecological Imagination (University ofIllinois Press, 2013) and Bad  Environmentalism:  Irony  and  Irreverence  in  the  Ecological  Age (University  of  Minnesota Press, 2018). She will then turn to her current research project on queer food politics, offering a  focused  look  at  the  work  of  U.S.  Indigenous poet  Tommy  Pico  (Kumeyaay).  Reading  Pico's satirical Nature  Poem (2017)  alongside  his  subsequent  book-length  poems Junk (2018)  and Feed (2020), Seymour argues that Pico's critique of the "Ecological Indian" trope has developed into  a  rather  unique  call  for  Indigenous  food  sovereignty—one  that  is  both  ambivalent  and hilarious,   and   that   reminds   us   of   the   deep   emotional   intersections   among   sexuality, colonialism, environment, and diet.

Der Vortrag  von Prof. Dr. Nicole Seymour wird eingeführt und kommentiert von PD Dr. Julia Hoydis und vom Essener Kolleg für Geschlechterforschung veranstaltet. Er findet am Donnerstag, den 09. Juli 2020 von 16.00 c.t.-18.00 Uhr als digitale Live-Veranstaltung mit anschließender Diskussion statt.

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NEU ERSCHIENEN AN DER UDE

Was wissen und wie handeln Professorinnen und Professoren Gleichstellungspolitik an Hochschulen

Welches Wissen haben Professorinnen und Professoren über Gender- und Gleichstellungsfragen und wie setzen sie Gleichstellung in ihren wesentlichen Handlungsfeldern – als Führungskräfte in Forschung, Lehre und akademischer Selbstverwaltung – um? Ziel des Bandes ist es, das Zusammenwirken von Wissen und Haltungen von Professor*innen auf der einen Seite und ihren Handlungsorientierungen im Hinblick auf Gleichstellung auf der anderen Seite zu beleuchten.
Die Veröffentlichung von Prof. Dr. Ute Klammer und Mitarbeiterinnen basiert auf der Studie „Gleichstellungsbezogene Handlungsorientierungen und Handlungsweisen von Professor_innen vor dem Hintergrund gleichstellungspolitischer Regelungen“ (Laufzeit 2015-2018), die am Institut für Arbeit und Qualifikation (IAQ) durchgeführt wurde.

Gender-Report 2019 Geschlechter(un)gerechtigkeit an nordrhein-westfälischen Hochschulen

Den Schwerpunkt bildet eine aktuelle Studie zum Gender Pay Gap: Gibt es an den Hochschulen in NRW systematische Gehaltsunterschiede zwischen Frauen und Männern? Diese Frage wird für Professor_innen detailliert untersucht, vor allem mit Blick auf die Leistungsbezüge in der W-Besoldung. Im Durchschnitt und über alle Besoldungsgruppen und Hochschularten hinweg haben verbeamtete Professorinnen jeden Monat 521 Euro weniger im Portemonnaie als ihre männlichen Kollegen.

Analysiert werden auch Entgeltungleichheiten bei Mitarbeiter_innen in Technik und Verwaltung sowie im Mittelbau. Der Report enthält außerdem die Fortschreibung geschlechterbezogener Daten für die 37 Hochschulen in Trägerschaft des Landes. Darüber hinaus werden Gleichstellungspraktiken an den Hochschulen in NRW dokumentiert, erstmals auch mit Blick auf sexualisierte Gewalt an Hochschulen und das neue Entgelttransparenzgesetz.


Weitere Informationen finden Sie unter folgendem Link: www.genderreport-hochschulen.nrw.de/gender-report-2019/

Gender - Zeitschrift für Geschlecht, Kultur und Gesellschaft, Nr. 3/19 Gender, Technik und Politik 4.0

Donna Haraway hatte schon 1985 in ihrem Cyborg-Manifest auf die Entstehung einer neuen technowissenschaftlichen Kultur, die Entwicklung eines Turbokapitalismus und auf die daraus folgenden Neuord­nung der Wissens- und Geschlechterordnungen hingewiesen. Etablierte Wissenschaften reagierten nur sehr zögerlich auf diese komplexen, interdisziplinär zu fassenden Entwicklungen. In Deutschland entsteht erst in den letzten Jahren eine breite interdisziplinäre Community der Science & Technology Studies, worin der Heftschwerpunkt einen ersten Einblick gibt.
Darüber hinaus bringt die Zeitschrift Analysen und Debatten zu verschiedenen Themen. Am Beispiel der Kampagne #120db wird die Instrumentalisierung von feministischen Forderungen in rechten Diskursen herausgearbeitet, es wird ein Einblick in die Gründungsförderung und Gleichstellung an Schweizer Fachhochschulen gegeben, arbeitsrechtliche Elternschutzrechte werden aus heteronormativitätskritischer Perspektive analysiert und eine empirische Untersuchung zum Verhältnis von Männlichkeit, Feminisierung und Punitivität in pädagogischen Kontexten bildet den Abschluss des Offenen Teils.
Das Heft wird wie immer abgerundet durch vier Rezensionen zu aktuellen Publikationen der Geschlechterforschung.
Weitere Informationen erhalten Sie hier.

Journal des Netzwerks Frauen- und Geschlechterforschung NRW, Nr. 45/2019

Das „Winterjournal“ versammelt Beiträge von der Jahrestagung 2019 zum Thema Geld und Geschlecht. Es geht um Diven, Rap-Männlichkeiten, neobourgeoise Lebensformen, feministische Geldtheorie, ökonomische Bildung, Gender-Marketing, Altersarmut und einen Gender Pay Gap von durchschnittlich 500 Euro. Informationen zu Professuren, Projekten und Veranstaltungen zeigen die Bandbreite nordrhein-westfälischer Geschlechterforschung.
Die aktuelle Ausgabe finden Sie unter folgendem Link: https://www.netzwerk-fgf.nrw.de/fileadmin/media/media-fgf/download/publikationen/Journal_Netzwerk_FGF_45.pdf

Handbuch Interdisziplinäre Geschlechterforschung

Das Handbuch bietet einen systematischen Überblick über den Stand der Geschlechterforschung. Die Beiträge der Geschlechterforscher_innen aus unterschiedlichen Fachdisziplinen spannen die Breite des Forschungs- und Wissenschaftsfeldes auf. Hierdurch werden die Debatten, Analysen und Entwicklungen der deutschsprachigen und internationalen Geschlechterforschung deutlich. Redaktionell betreut wurde das Handbuch vom Netzwerk Frauen- und Geschlechterforschung NRW.
Weitere Informationen erhalten Sie hier.