NEUES AN DER UDE

Die UDE ist im Professorinnenprogramm III erfolgreich

Die Universität Duisburg-Essen wurde im Rahmen des Professorinnenprogramms III des Bundes und der Länder bereits das dritte Mal in Folge für ihr Gleichstellungskonzept ausgezeichnet. Bundesweit bewarben sich in der zweiten Antragsrunde 71 Hochschulen für die Teilnahme am Professorinnenprogramm mit Gleichstellungskonzepten, die extern begutachtet wurden. Mit ihrem „Gleichstellungszukunftskonzept“ hat die Universität Duisburg-Essen nun Zugang zur Förderung/Anschubfinanzierung für bis zu drei Erstberufungen von Frauen auf Professuren über einen Zeitraum von fünf Jahren.
Zum Gleichstellungszukunftskonzept

Erneute Auszeichnung mit dem TOTAL-E-QUALITY Prädikat

Die UDE wurde am 5. November 2019 erneut mit dem TOTAL E-QUALITY Prädikat für die Jahre 2019 bis 2021 ausgezeichnet. Das Prädikat wird zum zweiten Mal mit dem Add-On Diversity verliehen. Da die UDE bereits zum fünften Mal in Folge erfolgreich teilnimmt, erhält sie als eine von acht der insgesamt 59 ausgezeichneten Institutionen den Nachhaltigkeitspreis für Chancengleichheit. 

CEWS Hochschulranking nach Gleichstellungsaspekten 2019

Das CEWS Hochschulranking nach Gleichstellungsaspekten 2019 von GESIS Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften ist erschienen, in der Schriftenreihe cews.publik, 23. Das Ranking macht alle zwei Jahre die Entwicklungen der Hochschulen im Bereich der Gleichstellung mit Hilfe quantitativer Indikatoren bundesweit vergleichbar und Veränderungen sichtbar: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:0168-ssoar-64113-9
Im Vergleich zu allen Universitäten in Deutschland bewegt sich die UDE in der Gesamtbewertung der Universitäten im oberen Drittel (sie befindet sich in Ranggruppe 5 von 10 Rang-Gruppen bzw. unter den ersten 21 von insgesamt 63 Universitäten); bewertet wurde die Steigerung des Frauenanteils in den verschiedenen wissenschaftlichen Gruppen von 2012 bis 2017. 

Prof. Dr. Micaela Poetsch UDE-Rechtsmedizinerin mit Händel-Stiftungspreis ausgezeichnet

Prof. Micaela Poetsch hat den Konrad-Händel Stiftungspreis erhalten. Die Deutsche Gesellschaft für Rechtsmedizin verlieh ihr die mit 5.000 Euro dotierte Auszeichnung für ihre bedeutenden Arbeiten für die Rechtspflege – spieziell für ihre Forschung zur Epithelzellübertragung, Diese kann zur Verunreinigung von DNA-Spuren führen.
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Prof. Dr. Corina Andronescu UDE-Chemikerin: Umweltschutz mit Nanopartikeln

Wie nützlich wäre es, wenn sich das klimaschädliche Kohlendioxid in Rohstoffe umwandeln ließe? Einem internationalen Forschungsteam, zu dem Professorin Corina Andronescu gehört, ist das mithilfe von Nanopartikeln gelungen. Die Expertin für Elektrochemische Katalyse war außerdem an einem zweiten Projekt beteiligt: Hier ging es darum, die Aktivität von edelmetallfreien Katalysatorpartikeln zu bestimmen. Die Forschungen sind u.a. im Rahmen des UA Ruhr Exzellenzclusters Resolv entstanden, die Ergebnisse wurden jetzt veröffentlicht.
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Physikerin Dr. Anna Grünebohm Emmy Noether Nachwuchsgruppe

Der Physikerin Dr. Anna Grünebohm ist es gelungen, eine der begehrten Emmy-Noether-Nachwuchsgruppen einzuwerben, die für sechs Jahre mit über 1,3 Mio. € gefördert wird.
Das Forschungsfeld der 35jährigen ist die theoretische Physik. Sie arbeitet mit Simulationen, die große Vorhersagekraft besitzen. Vereinfacht ausgedrückt, kann sie auf diese Weise am Rechner ein ideales Material entwerfen, das später anderen Wissenschaftlern als Bauplan dient. Im Frühjahr wird ihre Gruppe „Skalenübergreifendes rechnergestütztes Design von multifunktionalen ferroelektrischen Verbundwerkstoffen“ mit zunächst zwei Doktoranden innerhalb des Profilschwerpunkts „Materials Chain“ der Universitätsallianz Ruhr starten.
Das Emmy Noether-Programm der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) ermöglicht es aufstrebenden Nachwuchswissenschaftlern, sich durch die Leitung einer Nachwuchsgruppe für eine Professur zu qualifizieren.
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VERANSTALTUNGEN / ANGEBOTE AN DER UDE

Ein Angebot der Research Academy Ruhr CoachingPLUS – Karriereziel Professur

Sie haben in Ihrer jetzigen Position bereits in vielen Bereichen Erfahrungen gesammelt: Sie wissen, was es bedeutet, eine Arbeitsgruppe aufzubauen und zu leiten. Sie haben bereits den einen oder anderen Forschungsantrag geschrieben und auch erfolgreich Mittel eingeworben. Sie werden immer vertrauter mit Gremien und universitären Strukturen und Angeboten, die Sie unterstützen und begleiten. Eine Ihrer nächsten großen Herausforderungen wird wahrscheinlich das Berufungsverfahren auf eine Professur sein. Das Besondere am CoachingPLUS-Programm ist die Kombination von Seminaren und Einzelcoachings, so dass Sie von einer sehr individuellen Begleitung profitieren können. Einen zusätzlichen Mehrwert bieten kleine Gruppengrößen von sechs bis neun Wissenschaftler*innen aus den drei Universitäten und die damit verbundene Gelegenheit sich UA Ruhr-weit (wissenschaftlich) zu vernetzen.
Das Programm beginnt am 22. Januar 2020 mit dem Seminar "Berufungstraining" an der Universität Duisburg-Essen. Am 26.03.2020 findet das Seminar "Berufungsverhandlungen erfolgreich führen" an der TU Dortmund statt sowie vom 02. bis 03. April 2020 das Seminar "Supervision and Leadership Skills for my own research".
Weitere Informationen finden Sie unter folgendem Link: https://www.research-academy-ruhr.de/coachingplus.html

Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen GENDER-KONGRESS 2020

Der Gender Pay Gap ist ein gleichstellungspolitisches Thema, das auch an den Hochschulen eine Rolle spielt. Verdienstunterschiede zwischen Frauen und Männern, insbesondere zwischen Professorinnen und Professoren, machen deutlich, dass hier Diskussions- und Handlungsbedarf besteht. Der Kongress des MKW NRW richtet sich an Hochschulleitungen, Gleichstellungsbeauftragte, Wissenschaftler_innen sowie Vertreter_innen und der Politik. Die Veranstaltung, die am 11. Februar 2020 im SANAA Zeche Zollverein Essen stattfindet, wird mit Fachvorträgen, einem Podiumsgespräch und Workshops gestaltet. Grundlage hierfür bildet der Gender-Report 2019 über die nordrhein-westfälischen Hochschulen.
Die Einladung finden Sie unter folgendem Link: www.netzwerk-fgf.nrw.de/fileadmin/media/media-fgf/download/veranstaltungen/Save-the-date_Gender-Kongress_2020.pdf

Ein Angebot der Research Academy Ruhr Frühjahrsakademie – Für einen guten Start in die Promotion

Die Frühjahrsakademie an der Universität Duisburg-Essen bietet in verschiedenen Workshops Unterstützung für einen guten Start in die Promotion. Ziel des überfachlichen Angebotes ist es, Unterstützung im Entscheidungsprozess und in der Startphase der Promotion zu leisten. Die Akademie bietet in Diskussionsrunden und Workshops einen Überblick über Themenfindung und -eingrenzung, das Verfassen von Exposés, die Suche nach der geeigneten Betreuung und Finanzierungsmöglichkeiten. Alle Teilnehmenden erhalten die Gelegenheit, bereits in einem frühen Stadium Karriereperspektiven zu entwickeln sowie fachinterne und interdisziplinäre Netzwerke zu bilden.
Die Veranstaltung findet vom 24. bis 26. März 2020 an der Universität Duisburg-Essen statt.
Weitere Informationen finden Sie unter folgendem Link: https://www.research-academy-ruhr.de/fruehjahrsakademie.html

Ein Angebot der Research Academy Ruhr Karriereforum – Laufbahnplanung in Wissenschaft und Wirtschaft

Das Karriereforum für Postdocs widmet sich dem Thema "Wissenschaftswege im Weitwinkel". Postdoktorand*innen und Habilitand*innen erhalten während der eintägigen Veranstaltung umfassende Informationen zur Karriereplanung und können intensive Gespräche mit hochkarätigen Persönlichkeiten aus Wissenschaft und Wirtschaft führen. In konzentrierter Form zeigt das Karriereforum individuelle Möglichkeiten der Laufbahnplanung auf und bietet Ihnen die Chance, sich mit Expert*innen zu hochschulpolitischen und karriererelevanten Themen auf hohem Niveau auszutauschen. Zudem ermöglicht das Karriereforum eine (inter-)disziplinäre Vernetzung mit anderen Wissenschaftler*innen im Ruhrgebiet.
Die Veranstaltung findet am 02. April 2020 an der TU Dortmund statt.
Weitere Informationen finden Sie unter folgendem Link: https://www.research-academy-ruhr.de/karriereforum.html

NEU ERSCHIENEN AN DER UDE

Gender-Report 2019 Geschlechter(un)gerechtigkeit an nordrhein-westfälischen Hochschulen

Den Schwerpunkt bildet eine aktuelle Studie zum Gender Pay Gap: Gibt es an den Hochschulen in NRW systematische Gehaltsunterschiede zwischen Frauen und Männern? Diese Frage wird für Professor_innen detailliert untersucht, vor allem mit Blick auf die Leistungsbezüge in der W-Besoldung. Im Durchschnitt und über alle Besoldungsgruppen und Hochschularten hinweg haben verbeamtete Professorinnen jeden Monat 521 Euro weniger im Portemonnaie als ihre männlichen Kollegen.

Analysiert werden auch Entgeltungleichheiten bei Mitarbeiter_innen in Technik und Verwaltung sowie im Mittelbau. Der Report enthält außerdem die Fortschreibung geschlechterbezogener Daten für die 37 Hochschulen in Trägerschaft des Landes. Darüber hinaus werden Gleichstellungspraktiken an den Hochschulen in NRW dokumentiert, erstmals auch mit Blick auf sexualisierte Gewalt an Hochschulen und das neue Entgelttransparenzgesetz.


Weitere Informationen finden Sie unter folgendem Link: www.genderreport-hochschulen.nrw.de/gender-report-2019/

Gender - Zeitschrift für Geschlecht, Kultur und Gesellschaft, Nr. 3/19 Gender, Technik und Politik 4.0

Donna Haraway hatte schon 1985 in ihrem Cyborg-Manifest auf die Entstehung einer neuen technowissenschaftlichen Kultur, die Entwicklung eines Turbokapitalismus und auf die daraus folgenden Neuord­nung der Wissens- und Geschlechterordnungen hingewiesen. Etablierte Wissenschaften reagierten nur sehr zögerlich auf diese komplexen, interdisziplinär zu fassenden Entwicklungen. In Deutschland entsteht erst in den letzten Jahren eine breite interdisziplinäre Community der Science & Technology Studies, worin der Heftschwerpunkt einen ersten Einblick gibt.
Darüber hinaus bringt die Zeitschrift Analysen und Debatten zu verschiedenen Themen. Am Beispiel der Kampagne #120db wird die Instrumentalisierung von feministischen Forderungen in rechten Diskursen herausgearbeitet, es wird ein Einblick in die Gründungsförderung und Gleichstellung an Schweizer Fachhochschulen gegeben, arbeitsrechtliche Elternschutzrechte werden aus heteronormativitätskritischer Perspektive analysiert und eine empirische Untersuchung zum Verhältnis von Männlichkeit, Feminisierung und Punitivität in pädagogischen Kontexten bildet den Abschluss des Offenen Teils.
Das Heft wird wie immer abgerundet durch vier Rezensionen zu aktuellen Publikationen der Geschlechterforschung.
Weitere Informationen erhalten Sie hier.

Journal des Netzwerks Frauen- und Geschlechterforschung NRW, Nr. 45/2019

Das „Winterjournal“ versammelt Beiträge von der Jahrestagung 2019 zum Thema Geld und Geschlecht. Es geht um Diven, Rap-Männlichkeiten, neobourgeoise Lebensformen, feministische Geldtheorie, ökonomische Bildung, Gender-Marketing, Altersarmut und einen Gender Pay Gap von durchschnittlich 500 Euro. Informationen zu Professuren, Projekten und Veranstaltungen zeigen die Bandbreite nordrhein-westfälischer Geschlechterforschung.
Die aktuelle Ausgabe finden Sie unter folgendem Link: https://www.netzwerk-fgf.nrw.de/fileadmin/media/media-fgf/download/publikationen/Journal_Netzwerk_FGF_45.pdf

 

IAQ-Report 04/2019 Frauenförderung und Gleichstellungspolitik an Hochschulen – was wissen und wie handeln Professoren und Professorinnen?

Die neu erschienene Studie stellt die Ergebnisse eines vom NRW-Wissenschaftsministerium geförderten qualitativen Forschungsprojektes am Institut für Soziologie vor. Ausgangspunkt der Studie ist, dass trotz großer gleichstellungspolitischer Bemühungen bis heute weniger als jede vierte Professur in Deutschland mit einer Frau besetzt. DIe an vier Hochschulen geführten Interviews zeigen, dass Gleichstellungsziele von Professor_innen beiderlei Geschlechts grundsätzlich befürwortet oder zumindest akzeptiert werden. Allerdings ist diese Zielvorgabe aus Sicht vieler Professor_innen widersprüchlich und unvereinbar mit der Norm der Bestenauswahl. Die Wissenschaft wird als eine „Kampfarena“ ständiger Bewährungsproben erlebt. Dabei werden Strukturen und Bewertungskriterien des Wissenschaftssystems zumeist nicht hinterfragt. Während hochschulische Gleichstellungsakteur_innen den Forschungsorientierten Gleichstellungsstandards der DFG eine hohe Bedeutung beimessen, erweist sich ihr Einfluss auf das Gleichstellungswissen und -handeln der einzelnen Professor_innen (bisher) als gering. Aus den Ergebnissen der Studie ergeben sich vielfältige Handlungsempfehlungen, die von der besseren Verbreitung von Geschlechter- und Gleichstellungswissen über gezielte Entlastungen bei Gremientätigkeiten bis zur Reflexion widersprüchlicher Zielvorstellungen im Hochschulsystem reichen.
Zur Studie gelangen Sie über folgenden Link: www.iaq.uni-due.de/iaq-report/2019/report2019-04.pdf

Handbuch Interdisziplinäre Geschlechterforschung

Das Handbuch bietet einen systematischen Überblick über den Stand der Geschlechterforschung. Die Beiträge der Geschlechterforscher_innen aus unterschiedlichen Fachdisziplinen spannen die Breite des Forschungs- und Wissenschaftsfeldes auf. Hierdurch werden die Debatten, Analysen und Entwicklungen der deutschsprachigen und internationalen Geschlechterforschung deutlich. Redaktionell betreut wurde das Handbuch vom Netzwerk Frauen- und Geschlechterforschung NRW.
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