Forschungsdatenmanagement

Was sind Forschungsdaten?

Unter Forschungsdaten werden alle (digitalen) Daten zusammengefasst, die Gegenstand, Arbeitsschritte oder Ergebnis von Forschungprozessen sind. Die Vielfalt solcher Daten spiegelt die Vielfalt der wissenschaftlichen Fachdisziplinen und Forschungsverfahren wider.

Zu Forschungsdaten zählen u.a. Messdaten, Laborwerte, audiovisuelle Informationen, Texte, Surveydaten und Objekte aus Sammlungen ebenso wie beispielsweise methodische Testverfahren oder Simulationen.

Die Sicherung und Bereitstellung dieser Daten stellt eine wesentliche Grundlage für leistungsfähige Forschungsinfrastrukturen sowie die Reproduzierbarkeit und Nachnutzbarkeit von Forschungsergebnissen dar. Offener und transparenter Zugang zu Forschungsdaten unterstützt die Qualität von wissenschaftlicher Arbeit und eröffnet wichtige Anschlussmöglichkeiten für die weitere Forschung.

UNEKE: Roadmap zur Forschungsdatenspeicherung

Logo UNEKE

Im Zuge der Digitalisierung hat sich in der Wissenschaft nicht nur das Spektrum an Möglichkeiten zur Datenerhebung und Verarbeitung erheblich erweitert, sondern auch die damit verbundenen Anforderungen an die Speicherung und Nachnutzung dieser Forschungsdaten. Im Kontext rechtliche Bestimmungen z. B. bezüglich Datenschutz und Vorgaben von Drittmittelgebern gewinnt die Frage, wie Forscherinnen und Forscher künftig mit wissenschaftlichen Informationen und Daten umgehen müssen, um sie für weitere Forschungsprozesse zu sichern und zugänglich zu machen, zunehmend an Relevanz im Forschungsalltag.

Die zentralen strategischen Fragestellungen des Forschungsdatenmanagements gehen allerdings weit über die Ebene des einzelnen Forschers oder der einzelnen Hochschule hinaus: Der Rat für Informationsinfrastrukturen (RfII) forderte sehr aktuell im Juni 2016 eine Nationale Forschungsdateninfrastruktur (NFDI), die langfristig entstehen und für eine Grundversorgung mit Speicherinfrastrukturen und Services im Kontext Forschungsdatenmanagement sorgen soll.

Damit stehen Hochschulen bei der Implementierung ihrer Forschungsdateninfrastruktur vor der Entscheidung, ob auf dem Weg zur NFDI für die Vorhaltung/Speicherung von Forschungsdaten lokale Speicherstrukturen nötig sind oder bestehende externe Angebote genutzt werden können. Hierfür fehlen bisher objektive Kriterien. UNEKE hat das Ziel, diese Kriterien zu entwickeln und eingebettet in eine Roadmap, die sowohl die individuellen Rahmenbedingungen der Hochschulen als auch fachspezifische Bedarfe berücksichtigt, als Entscheidungsgrundlage zur Verfügung zu stellen.

Zur UNEKE Projektseite