Interviews mit Stipendiat:innen

Emre

Philosophie& Anglophone Studies M.A., Philosophie & Englisch LA (GyGe)

Warum stelle ich mich als Stip-Buddy zur Verfügung?

Als Stip-Buddy engagiere ich mich, weil ich genau weiß, wie schnell Zweifel am eigenen Potenzial aufkommen können – gerade bei Erstakademiker:innen mit Migrationshintergrund. Zudem wirkt der gesamte Bewerbungs- und Auswahlprozess oft erst einmal überwältigend. Ich möchte diese Zweifel nehmen und zeigen, was alles möglich ist.

Mir selbst hat der Austausch mit anderen Teilnehmenden und bereits Geförderten sehr geholfen und gezeigt, dass man keinen Schritt allein gehen muss. Daher möchte ich meine Erfahrungen weitergeben, Studierende unterstützen und sie ermutigen, sich für ein Stipendium zu bewerben.

War dir schon vor deinem Studium bewusst, dass du alle Voraussetzungen für ein Stipendium mitbringst? Wie bist du auf das Thema aufmerksam geworden?

Nein, vor meinem Studium – und teilweise auch während meines Studiums – war mir nicht bewusst, dass ich die Voraussetzungen für ein Stipendium mitbringe oder mich überhaupt dafür bewerben könnte. Auf das Thema aufmerksam geworden bin ich erst, als ich an der Uni vom Deutschlandstipendium bzw. UDE-Stipendium erfuhr. Als ich später dann von einem Professor für ein Stipendium der Studienstiftung vorgeschlagen werden sollte, befasste ich mich auch intensiver mit den Förderwerken. Ohne die Impulse und Ermutigungen von außen hätte ich mich vielleicht nie näher mit dem Thema beschäftigt, was auch ein Grund ist, weshalb ich Programme wie das Stip-Buddy Programm für besonders wichtig halte.

Neben sehr guten Schul-/Studienleistungen ist auch Engagement eine Voraussetzung für ein Stipendium. Mit welchem Engagement hast du überzeugt?

Da mir interkultureller Austausch besonders am Herzen liegt, bin ich an der UDE regelmäßig sowohl als Buddy für internationale Studierende als auch im Projekt „Auslandslots*innen“ tätig. Zudem organisiere ich derzeit mit Kommiliton:innen eine Konferenz für Philosophiestudierende. Diese soll insbesondere Studierenden aus strukturell benachteiligten Gruppen zugutekommen, um ihnen bereits zu Studienzeiten erste Schritte in die akademische Philosophie zu ermöglichen. Außerdem habe ich eine Schulung zum Demokratiecoach abgeschlossen und war früher als Lernförderer für Grundschüler:innen aus sozioökonomisch benachteiligten Verhältnissen aktiv.

Welche Tipps würdest du Schüler*innen und Studierenden geben, die sich für ein Stipendium bewerben möchten?

Traut Euch! Informiert Euch über die Förderwerke und nehmt die Beratungs- und Unterstützungsangebote an der Hochschule wahr. Der Austausch mit anderen Bewerber*innen und bereits Geförderten kann oftmals viele Fragen klären und Unsicherheiten abbauen. Und das Wichtigste: Seid authentisch!

 

 

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