Wie lange dauert das Projekt?

Das Theorie-Praxis-Projekt (TPP) umfasst zwei Semester. Optional kann ein drittes Semester mit Vertiefungseinheiten und der Möglichkeit ein weiteres Praxisfeld kennenzulernen, absolviert werden. Die Studierenden entscheiden sich meist für eine dreisemestrige Teilnahme, da so größere Lernerfolge erzielt werden können.

Welche Ausbildungsteile (bzw. Termine) erwarten die Studierenden?

Nachfolgend sind die Ausbildungsbausteine für das TPP tabellarisch zusammengefasst. Auch wenn diese Übersicht auf den ersten Blick umfangreich erscheint, zeigt die Praxis der Studierenden, dass die Projektaktivitäten mit den übrigen Anforderungen im Studium gut miteinander zu verbinden sind.

 

Tpp Tabelle Jetzt Richtig

Welche Vorteile bietet das Projekt?

Das TPP ermöglicht eine intensive Auseinandersetzung mit dem Fachkonzept Sozialraumorientierung und zwar praktisch, theoretisch und im Rahmen von Supervisionen und Workshops. Wir bieten also sehr unterschiedliche Ausbildungsbausteine an. Damit schafft das TPP die Möglichkeit mit verschiedenen Fachkräften, HochschuldozentInnen und AdressatInnen der Sozialen Arbeit zusammen zu arbeiten und Erfahrungen in diversen Arbeitsfeldern zu sammeln. Die Arbeit in den Stadtteilen mit unterschiedlichen Akteuren birgt zudem ein hohes Potenzial, Netzwerke zu knüpfen. Hier entstehen Kontakte, die für (Honorar-)Jobs, Praktika und eine berufliche Perspektive genutzt werden können. Die Arbeit in Gruppen von maximal 15 Studierenden in einem Stadtteilprojekt schafft ein optimales Lernklima. Die zwei Ausbildungsgruppen werden intensiv vom ISSAB begleitet und in regelmäßigen Einzelgesprächen können Fragestellungen rund um den Projekt- und Studienkontext bearbeitet werden.

Was können Studierende im ISSAB-Projekt lernen?

Durch die Verknüpfung von Theorie, Praxis und Selbstreflexion werden grundlegende und arbeitsfeldübergreifende Handlungskompetenzen erworben. Der Lernprozess wird im gesamten Projekt sehr individuell und intensiv durch die verschiedenen Fachkräfte und HochschuldozentInnen begleitet.

Durch eigenverantwortliches Planen und Arbeiten sowie „Lernen am Modell“ haben Studierende unter anderem die Möglichkeit, Gruppenprozesse zu initiieren, zu moderieren, zu begleiten und Einblicke in die verschiedenen Arbeitsfelder und Arbeitsweisen der beteiligten Fachkräfte zu erlangen. Verwaltungs- und Organisationskompetenzen werden im Projektzusammenhang erlernt und erprobt. Um auch mit verschiedenen Adressatengruppen in Kontakt treten zu können, werden in Methodentrainings und –workshops Beratungs- und Kommunikationskompetenzen (z.B. die Gestaltung von offenen Kontakten, das Moderieren von Gruppen, der konsequente Einbezug von Ressourcen in Lösungswege, das Geben und Erhalten von Feedback usw.) erlernt und in praktischen Übungen im geschützten Rahmen einer kleinen Gruppe erprobt.

Bekommt man eine Bescheinigung?

Wer zwei Semester des Projektstudiums erfolgreich absolviert hat, erhält die vom ISSAB ausgestellte Bescheinigung, das Praktikum II abgeleistet zu haben. Darüber hinaus gibt es eine detaillierte Bescheinigung, in der die im Rahmen des Projektstudiums erbrachten Leistungen ausführlich beschrieben werden. Absolviert man auch das dritte Semester, fällt diese Bescheinigung entsprechend umfangreicher aus.

Mit welchen Menschen (in welchen Positionen) werden die Studierenden während des Projektes Kontakt haben bzw. zusammen arbeiten?

Innerhalb des Projektes haben die Studierenden Kontakt zu HochschuldozentInnen, MitarbeiterInnen des ISSAB, unterschiedlichen Akteuren der Sozialen Arbeit in den Quartieren (u.a. aus dem Jugendamt, dem Jobcenter, den Wohlfahrtsverbänden, Schulen oder freien Trägern) sowie weiteren KooperationspartnerInnen (z.B. verschiedene Fachämter der kommunalen Verwaltung, Wohnungsbauunternehmen, Migrantenorganisationen usw.) und natürlich BewohnerInnen aller Altersgruppen und Milieus.

Was wird im Projekt erwartet?

Die formalen Kriterien für einen Einstieg in das Theorie-Praxis-Projekt sind erfüllt, wenn das Praktikum I erfolgreich abgeleistet worden ist. Wir erwarten die Bereitschaft,

  • sich mit dem Fachkonzept Sozialraumorientierung praktisch und theoretisch auseinanderzusetzen,
  • die eigenen Werte, Haltungen und Überzeugungen kritisch zu reflektieren,
  • sich engagiert innerhalb des Gruppenkontextes (z.B. Vorbereitung von Plena und Blockveranstaltungen, Einbringen von eigenen Ideen und Themen) zu beteiligen sowie
  • die gelegentliche Teilnahme bzw. Mithilfe an stadtteilrelevanten Aktionen.

Die Teilnahme an den bereits beschriebenen Ausbildungsbausteinen ist für uns selbstverständlich.

Was ist für einen erfolgreichen Abschluss des Projektes nötig?

Für den erfolgreichen Abschluss des Projektes ist es notwendig die Projektbausteine zuverlässig abzuleisten und die entsprechenden Lehrveranstaltungen (wie Grundlagenseminar, Theoriegruppe, Rede- und Methodentraining) zu besuchen sowie einen abschließenden Praktikumsbericht zu verfassen.

In welche Arbeitsbereiche bekommt man Einblicke?

Studierende bekommen Einblicke in ein bis drei Praxisfelder aus den Bereichen Jugendhilfe (ASD/KSD), offene und stationäre Kinder- und Jugendarbeit, Sozialhilfe, Beschäftigungsförderung,  Seniorenarbeit, Mehrgenerationenarbeit, Stadtteilarbeit, interkulturelle Arbeit, Schulsozialarbeit, wohnbereichsbezogene Arbeit, Netzwerkarbeit, Sozialberatung etc.. In welchem Bereich Praxisfelder angeboten werden richtet sich nach den Bedarfen im Stadtteil und kann von Semester zu Semester variieren.

Wie kann das Projekt ins Studium integriert werden?

Die Erfahrungen der Studierenden zeigen, dass die Teilnahme am TPP gut mit den übrigen Lehrveranstaltungen zu vereinbaren ist. Für die regelmäßigen Termine wie Theoriegruppen und Methodentrainings sind seitens der Fakultät  Zeitkorridore eingerichtet worden, sodass in der Regel eine ungehinderte Teilnahme möglich ist. Die Praxistätigkeiten im Stadtteil sind mit einem Aufwand von ca. 3-5 Stunden in der Woche verbunden. Wann die Praxiseinsätze erfolgen, kann i.d.R. mit den PraxisanleiterInnen vor Ort ausgehandelt werden. Das Verfassen von Berichten oder Protokollen (Bestandteil unserer Ausbildung) kann ohnehin zeitlich flexibel erfolgen. Zu Beginn des Semesters fahren wir gemeinsam für 1,5 Tage auf ein Blockseminar.