Wann startet das TPP und wie lange dauert es?

Das Theorie-Praxis-Projekt (TPP) startet (seit dem WiSe 20/21) immer im Wintersemester und umfasst zwei Semester mit zwei Praxisphasen jeweils in der vorlesungsfreien Zeit.

Wie ist der Ablauf und welche Ausbildungsteile erwarten die Studierenden?

Nachfolgend sind die Ausbildungsbausteine für das TPP tabellarisch zusammengefasst. 

Tpp Ablauf Neu

Welche Vorteile bietet das Projekt?

Das TPP ermöglicht eine intensive Auseinandersetzung mit dem Fachkonzept Sozialraumorientierung und zwar praktisch, theoretisch und im Rahmen von Supervisionen und Workshops. Wir bieten also sehr unterschiedliche Ausbildungsbausteine an. Damit schafft das TPP die Möglichkeit mit verschiedenen Fachkräften, Lehrenden und AdressatInnen der Sozialen Arbeit zusammen zu arbeiten und Erfahrungen in diversen Kontexten zu sammeln. Die Arbeit in den Stadtteilen birgt zudem ein hohes Potenzial, Netzwerke zu knüpfen. Hier entstehen Kontakte, die für (Honorar-)Jobs, Praktika und eine berufliche Perspektive genutzt werden können. Die Arbeit in Gruppen von ca. 14 bis maximal 20 Studierenden schafft ein optimales Lernklima. Die Ausbildungsgruppen werden intensiv vom ISSAB begleitet und in Einzelgesprächen können zudem Fragestellungen rund um den Projekt- und Studienkontext bearbeitet werden.

Was können Studierende im ISSAB-Projekt lernen?

Durch die Verknüpfung von Theorie, Praxis und Selbstreflexion werden grundlegende und arbeitsfeldübergreifende Handlungskompetenzen erworben. Der Lernprozess wird im gesamten Projekt sehr individuell und intensiv durch die verschiedenen Fachkräfte und Lehrenden begleitet.

Durch eigenverantwortliches Planen und Arbeiten sowie „Lernen am Modell“ haben Studierende unter anderem die Möglichkeit, Gruppenprozesse zu initiieren, zu moderieren, zu begleiten und Einblicke in die verschiedenen Arbeitsfelder und Arbeitsweisen der beteiligten Fachkräfte zu erlangen. Verwaltungs- und Organisationskompetenzen werden im Projektzusammenhang erlernt und erprobt. Um auch mit verschiedenen Adressatengruppen in Kontakt treten zu können, werden in Methodentrainings und –Workshops Beratungs- und Kommunikationskompetenzen (z.B. die Gestaltung von offenen Kontakten, das Moderieren von Gruppen, der konsequente Einbezug von Ressourcen in Lösungswege, das Geben und Erhalten von Feedback usw.) erlernt und in praktischen Übungen im geschützten Rahmen erprobt.

Bekommt man eine Bescheinigung?

Wer zwei Semester des Projektstudiums erfolgreich absolviert hat, erhält die vom ISSAB ausgestellte ‚Bestätigung der Praktikumsstelle‘. Zusätzlich werden in einer detaillierten Bescheinigung, die im Rahmen des Projektstudiums erbrachten Leistungen ausführlich beschrieben.

Mit welchen Menschen (in welchen Positionen) werden die Studierenden während des Projektes Kontakt haben bzw. zusammenarbeiten?

Innerhalb des Projektes haben die Studierenden Kontakt zu Lehrenden, MitarbeiterInnen des ISSAB, Akteuren der Sozialen Arbeit in den Quartieren (v.a. aus dem Jugendamt/Soziale Dienste (Stadtteilarbeit sowie verschiedene Dienste aus dem Bereich Integration und Jugendhilfe/Bildung) aber auch mit verschiedenen freien Trägern, den Wohlfahrtsverbänden oder Schulen, weiteren KooperationspartnerInnen (z.B. verschiedene Fachämter der kommunalen Verwaltung, Wohnungsbauunternehmen, Migrantenorganisationen usw.) und natürlich BewohnerInnen aller Altersgruppen und Milieus.

Was wird im Projekt erwartet?

Die formalen Kriterien für einen Einstieg in das Theorie-Praxis-Projekt sind erfüllt, wenn das Praktikum I erfolgreich abgeleistet worden ist. Wir erwarten die Bereitschaft,

  • sich mit dem Fachkonzept Sozialraumorientierung praktisch und theoretisch auseinanderzusetzen,
  • die eigenen Werte, Haltungen und Überzeugungen kritisch zu reflektieren,
  • sich engagiert innerhalb des Gruppenkontextes (z.B. Vorbereitung von Plena, Einbringen von eigenen Ideen und Themen) zu beteiligen sowie
  • die gelegentliche Teilnahme bzw. Mithilfe an stadtteilrelevanten Aktionen.

Die Teilnahme an den bereits beschriebenen Ausbildungsbausteinen ist für uns selbstverständlich.

Was ist für einen erfolgreichen Abschluss des Projektes nötig?

Für den erfolgreichen Abschluss des Projektes ist es notwendig die Projektbausteine zuverlässig abzuleisten und die entsprechenden Lehrveranstaltungen (wie Grundlagenseminar, Theoriegruppe, Rede- und Methodentraining) zu besuchen sowie einen abschließenden Praktikumsbericht zu verfassen.

In welche Arbeitsbereiche bekommt man Einblicke?

Studierende bekommen Einblicke in die Stadtteilarbeit, in verschiedene Dienste aus dem Bereich Integration und Jugendhilfe/Bildung, in die Stadtteilmoderation sowie in die enge Zusammenarbeit dieser Akteure untereinander und mit den freien Trägern und Akteuren im Stadtteil. So können Studierende konkret erleben, wie aktuelle Themen im Stadtteil in Kooperation unterschiedlicher Träger und Arbeitsbereiche bearbeitet werden.