Stadtteilentwicklung

Die Zunahme sozialer Ungleichheit, Armut und Ausgrenzung in Deutschland geht einher mit einer fortschreitenden räumlichen Konzentration benachteiligter Bevölkerungsgruppen in einzelnen Stadtteilen und Quartieren, in denen städtebauliche, ökonomische, soziale, infrastrukturelle und umweltbezogene Probleme ohnehin gehäuft anzutreffen sind. Als Ursachen für diesen Konzentrationsprozess lassen sich - in unterschiedlicher lokalspezifischer Ausprägung - im wesentlichen drei Faktoren anführen:

  1. eine überdurchschnittliche starke Betroffenheit der jeweiligen Quartierbevölkerung von Arbeitslosigkeit, Armut und sonstigen Benachteiligungen
  2. der Zuzug von benachteiligten Bevölkerungsgruppen in diese Quartiere
  3. die Abwanderung einkommensstärkerer Haushalte in statushöhere Wohnviertel oder in die Umlandgemeinden.

Die Kommunen reagieren auf diese Entwicklungen - unterstützt durch staatliche Förderinstrumente wie dem Bund-Länder-Programm "Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf -  die Soziale Stadt" - mit Handlungskonzepten für eine integrierte Stadtteilentwicklung und der Einrichtung unterschiedlicher Formen von Quartiermanagement.