Internationale Kooperationen

Aix-Marseille Université (AMU)

»Parlons travail!«: Anlässlich der Harun-Farocki-Ausstellung in der »Friche de Belle de Mai« (Marseille, November 2017 bis März 2018), veranstaltet das Promoitionskolleg »Die Arbeit und ihre Subjekte. Mediale Diskursivierungen seit 1960« (Hans-Böckler-Stiftung/Universität Dusiburg-Essen) in Kooperation mit dem Goethe-Institut Lyon und Marseille sowie dem Département d'Etudes germaniques der Aix-Marseille Université vom 1. bis 2. Dezember 2017 eine interdisziplinäre und internationale Tagung. Diskutiert werden die »Entgrenzungen von Arbeit und ihre Darstellung in Deutschland und Frankreich«.

Ausschreibung

Programm

Aix-Marseille Université

 

Universiteit van Amsterdam (UvA)

Zwischen der Universiteit van Amsterdam (UvA) und der Universität Duisburg-Essen (UDE) besteht seit 2010 eine intensive Zusammenarbeit. Eingebunden ist darin auch das Duitslandinstituut Amsterdam. Jährlich abwechseln finden in Amsterdam und Essen zu Jahresbeginn Tagungen zu einem Rahmenthema statt, wobei es stets einen ›Junior‹- und einen Seniorteil gibt. Auf diese Weise werden Studierende, DoktorandInnen und ›Seniors‹ in wissenschaftliche Austauschprozesse eingebunden und zugleich in einen niederländisch-deutschen Kommunikationsprozess. Beteiligt an diesem Projekt sind auch die Ruhr-Universität Bochum und die Universität Bonn.

Bisherige Tagungen:

Räumliche Darstellung kultureller Konfrontationen« (Amsterdam, 25.–27.1.2012)
 - Programm
 - Tagungsbericht
 - Abstracts

Wiederholen/Wiederholung (Essen, 22.–26.1.2013)
 - Plakat
 - Programm
 - Abstracts
 - Interview

Kulturelle Anatomien: Gehen (Amsterdam, 23.–25.1.2014)
 - Ankündigung
 - Programm Symposium
 - Programm Workshop

Körperbilder zwischen Kult und Verschwinden (Amsterdam, 29./30.1.2015)
-Ankündigung

- Abstracts Seniors             

- Abstracts Studierende

Verkörperte Textualität (Amsterdam, 28.–30.1.2016)                                                

- Programm             

 Publikationen:

·         Carla Dauven-van Knippenberg/Christian Moser/Rolf Parr (Hg.): Räumliche Darstellung kultureller Begegnungen. Heidelberg: Synchron 2014 (Amsterdam German Studies, Bd. 4) (erscheint demnächst).

·         Rolf Parr/Jörg Wesche/Bernd Bastert/Carla Dauven-van Knippenberg (Hg.): Wiederholen/Wiederholung. Heidelberg: Synchron 2014 (Amsterdam German Studies, Bd. 7) (erscheint demnächst).

·         Daniela Hahn/Ansgar Mohnkern/Rolf Parr (Hg.): Kulturelle Anatomien: Gehen. Heidelberg: Synchron 2015 (Amsterdam German Studies, Bd. 8) (erscheint demnächst).

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Staatliche Pazifische Universität Chabarowsk

Vom 2. bis 8.12. hielten Prof. Dr. Jörg Wesche und Prof. Dr. Rolf Parr (beide Germanistik) auf Einladung der Leiterin des Lehrstuhls für Linguistik und Interkulturalität, Dr. Larissa Kulpina, an der Staatlichen Pazifischen Universität Chabarowsk ein Seminar zum Rahmenthema "Mehrsprachgikeit in Literatur und Film" ab und führten darüber hinaus mit großer Resonanz ein Seminar zur Fortbildung von Lehrern aus der Region durch. Mit Chabarowsk verbindet die UDE seit einigen Jahren eine vom DAAD geförderte Germanistische Institutspartnerschaft (GIP). Der russische Prorektor für Lehre äußerte die Hoffnung auf einen weiteren Ausbau der Partnerschaft.

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Chabarowsk

 

University of Cincinnati (Ohio)

Seit 2012 gibt es im Fach Germanistik eine enge Zusammenarbeit in der forschungsorientierten Lehre zwischen der University of Cincinnati und der Universität Duisburg-Essen. Die gemeinsamen Interessen liegen dabei in der kultur- und medienwissenschaftlicher Ausrichtung in Lehre und Forschung.

Das forschungsorientierte Lehrformat

Für die Zusammenarbeit haben wir ein forschungsorientierte Lehrformat im Masterbereich (Graduates) entwickelt, das so aussieht, dass an beiden Universitäten thematisch ähnlich ausgerichtete Seminare angeboten werden, die dann in einem etwa einwöchigen Blockseminar zusammengeführt werden, in dem deutsche und amerikanische Studierende und Lehrende gemeinsam lernen. Zu Ende geführt werden die Seminare dann wieder jeweils getrennt an den jeweiligen Universitäten. Diese Form von enger Zusammenarbeit der Studierenden wird alternierend alle zwei Jahre in Duisburg-Essen und Cincinnati stattfinden.

Erste Erfahrungen

Ein erstes solches Seminar fand unter Leitung von Prof. Dr. Todd Herzog (dem Chair des German Departements), Prof. Dr. Tanja Nusser (DAAD-Professorin in Cincinnati) und Prof. Dr. Rofl Parr (UDE) im Frühjahr 2013 in Essen mit großem Erfolg statt. Das Thema hieß »Tatort. Ein deutsches Fernsehphänomen«, dessen Spezifik im deutsch-amerikanischen Serienvergleich herausgearbeitet werden konnte. Untergebracht waren die Studierenden aus den USA bei Lehrenden und Studierenden der Universität Duisburg-Essen, was zu einem intensiven und vor allem fortdauernden Austausch geführt hat.

Vom 3. bis 9.10.2014 gab es dann das zweite Seminar, diesmal an der University of Cincinnati zum Thema »Beobachten, Überwachen, Voyeurismus«. Dem folgte vom 10. bis 11.10.14 die jährliche Graduiertenkonferenz der an der University of Cincinnati von den Graduierten und DoktorandInnen herausgegeben Zeitschrift »Focus on German Studies« (http://drc.libraries.uc. edu/handle/2374.UC/1589) zum Rahmenthema »Playing with Reality«. 

Erfahrungsberichte

Bericht zum Seminar »Beobachtung, Überwachung, Voyeurismus in Film und Literatur / Surveillance, Observation, Voyeurism in Film and Literature« an der University of Cincinnati von Lisa Eggert

Bericht »Auf deutscher Spurensuche in Over the Rhine« von Katharina Graef und Kyra Palberg

Bericht »UC-Erfahrungen« von Julia Kopp

Perspektiven

Mit Essener Lehrenden wechselnd besetzt werden soll demnächst die dem German Departement der University of Cincinnati zur Verfügung stehende Max Kade-Gastprofessur. Dazu müssen an der UDE allerdings noch die administrativen Voraussetzungen geschaffen werden.

Weiter ist angestrebt, gemeinsam Promotionen zu betreuen und die Promotionsverfahren in Zusammenarbeit der beiden Universitäten durchzuführen.

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Was Arbeit ist und wie sie in Literatur und Medien für die Zeit von den 1920er bis 1960er Jahren dargestellt wird haben Studierende und Lehrende der University of Cincinnati und der UDE vom 4. bis 10. Mai in einem gemeinsamen Seminar ausgelotet. Gemeinsam analysiert wurden Filme wie »Metropolis«, »Modern Times« und »Kuhle Wampe«, aber auch die Vorstellungen von Arbeit, wie sie in populären Computerspielen anzutreffen sind. Einen Höhepunkt bildete der Besuch des Schriftstellers Erasmus Schöfer, der über die Gründungsjahre des »Werkkreis Literatur der Arbeitswelt« berichtete. Abgerundet wurde die Woche durch Exkursionen zur Zeche Zollern, ins Museum Ludwig nach Köln und den Besuch eines Konzerts in der Villa Hügel. Das Seminar ist Teil des Partnerschaftsprogramms mit der University of Cincinnati. In 2016 wird das Thema »Sport« lauten, dann in Cincinnati/Ohio. – Gäste: Prof. Dr. Todd Herzog, Prof. Dr. Tanja Nusser, Prof. Dr. Evan Torner (Cinicnnati), Dr. Iuditha Balint (Mannheim). – UDE: Prof. Dr. Rolf Parr, Prof. Dr. Werner Jung, Dr. Andrea Schäfer, Dr. Markus Engelns.

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Sportlich wurde es vom 8. bis 15.4.2016: Das gemeinsame Seminar an der University of Cincinnati beschäftigte sich diesmal mit dem Thema »Sportkulturen« aus literatur- und kulturwissenschaftlicher Perspektive. Was ist Sport? Welche Bedeutung hat Sport für unsere Kultur? Wie und in welchem Ausmaß greift sportliches Denken auf die verschiedenen Teilbereiche unserer Gesellschaft über? Neben Sportarten wie Boxen, Schwimmen, Tanzen war die (deutsche) Fußballkultur zentraler Schwerpunkt der Analysen. Angestellt wurden aber auch weiterführende Betrachtungen wie solche über die Konstruktion von Männlichkeit im Superheldencomic oder über sportive Elemente in der Inszenierung von Literatursendungen. Ergänzt wurde das Programm durch den gemeinsamen Besuch eines Fußball- und eines Baseballspiels. Höhepunkt war ein Treffen mit dem Generalkonsul Hebert Quelle (Deutsches Konsulat Chicago).  – Teilnehmer: UDE Studierende: Cigdem Aksoy, Rebecca Alisha-Mohammadi, Isabel Bach, Victoria Bläser, Sabrina Krause, UDE Lehrende: Dr. Markus Engelns, Prof. Dr. Werner Jung, Prof. Dr. Clemens Kammler, Prof. Dr. Rolf Parr, Dr. Andrea Schäfer;  – UC Studierende: Ellen Chew, Anna Lea Fächner, Joseph Hirsch, Maximilian Mogk, Birgit Weeks, UC Lehrende: Prof. Dr. Todd Herzog, Prof. Dr. Tanja Nusser, Prof. Dr. Evan Torner.

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Vom 26. April bis 3. Mai 2017 wurde ein gemeinsames Seminar von Studierenden und Lehrenden der Universität Duisburg-Essen und der University of Cincinnati zum Thema »Stadtwahrnehmung« veranstaltet. Im Anschluss an Theoriesitzungen hatten die deutsch-amerikanischen Teams die Möglichkeit, ihre Wahrnehmung der Stadt Essen fotografisch auszudrücken. Das Seminar wird im nächsten Jahr in Cincinnati fortgesetzt. Die Ergebnisse sollen in einem Bildband festgehalten werden.

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Teil 2 des Seminars fand dann vom 4. bis 11. April 2018 in Cincinnati statt. Diesmal galt es den Blick auf die amerikanische Stadt aus Sicht vorwiegend der deutschen Studierenden zu realisieren, wobei die Teams zum Teil schon auf die gemeinsamen Vorarbeiten in Essen zurückgreifen konnten. Auch diesmal hatten wir ein wissenschaftliches Begleitprogramm vorbereitet, um die praktisch gemachten Erfahrungen auch theoretisch zu durchdenken. Hinzu kamen zwei Stadtführungen durch eine Stadthistorikerin und einen Kulturwissenschaftler, die uns eine auch historische Dimension für unsere Arbeit eröffneten. Zudem gab es Gelegenheit, die Arbeit der Germanistikstudierenden in Cincinnati in deren Alltag mitzuverfolgen; unter anderem am Beispiel einer Kriegsrevue zum Semesterthema ›Ende des Ersten Weltkriegs«.
 

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Duke University (North Carolina)

Seit 2006 besteht eine Kooperation der Germanistik/Literaturwissenschaft der Universität Duisburg-Essen mit dem Department of Germanic Languages and Literatures der Duke University in Durham (North Carolina), einer der US-amerikanischen Spitzenuniversitäten. Ziel ist die fachliche Förderung von graduierten Studierenden und Promovierenden beider Seiten im Fachgebiet Deutsche Literatur-, Medien- und Kulturgeschichte (German Studies). Zurzeit angeboten wird ein einmonatiges Austauschprogramm (short term-exchange) im September (UDE → Duke) und Juni (Duke → UDE).

Ziel ist es, den Teilnehmer/inn/en zu ermöglichen, einen Monat lang den Wissenschaftsbetrieb im jeweils anderen System kennen zu lernen und den eigenen fachlichen wie akademischen zu erweitern.

Gemeinsam herausgegeben wird von Prof. Dr. William C. Donahue (Duke), Prof. Dr. Georg Mein (Luxemburg) und Prof. Dr. Rolf Parr (Universität Duisburg-Essen) das Jahrbuch »andererseits. Yearbook of Transatlantic German Studies« (http://andererseits.library.duke.edu).

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Zu Gast an der Duke University

Einen Monat lang hatten wir als Promotionsstudentinnen die Möglichkeit, die Duke University im Bundesstaat North Carolina der USA zu besuchen und in den Studienalltag der Graduate Students am German Department einzutauchen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die Studierenden des Departments haben uns freundlich aufgenommen und uns vom ersten bis zum letzten Tag in Veranstaltungen und kulturelle Unternehmungen mit einbezogen. Von der Bibliotheksführung über den Besuch zahlreicher Kurse des Lehrstuhls, einen klassischen Musikabend bis zum selbstständigen Unterrichten haben wir die neunzig Jahre alte Privatuniversität, die von einer wohlhabenden Familie aus der einst blühenden Tabakindustrie Durhams gegründet wurde, ziemlich gut kennengelernt – und großen Gefallen an ihr gefunden! Das volle Programm ließ noch genügend Zeit, die beeindruckende Atmosphäre auf dem weitläufigen Campus mit seinen neogotischen Gebäuden zu genießen. Fast jeden Tag haben wir neue Entdeckungen gemacht: Sei es der malerische Park, die Duke Chapel mit ihren täglichen Orgelvorführungen, die gemütlichen Cafés oder das Nasher Museum für moderne Kunst.

Der Austausch mit den Studierenden war sehr lebendig. Immer wieder sind sie neugierig mit Fragen auf uns zu gekommen und hatten große Freude daran, unseren Erzählungen über deutsche Jugendkultur zu lauschen, Vergleiche zwischen den USA und Deutschland anzustellen oder einfach auf Deutsch mit uns zu sprechen. Als gute Gastgeber haben sie es sich auch nicht nehmen lassen, uns abseits des Campus ihre Lieblingsplätze zu zeigen.

Wir bedanken uns ganz herzlich für die tolle Zeit in den USA und freuen uns schon sehr auf unsere Gastgeberrolle in Essen im kommenden Jahr!

Victoria Bläser und Susanne Pahl

Im Rahmen des Austauschprogramms mit der Duke-Universität im Sommersemester 2017 zu Gast an der Universität Duisburg-Essen war Emma Goehler. Anna Büchöl und Miriam Zumbusch haben mit ihr ein Interview geführt über die Unterschiede im Studiensystem und im studentischen Leben.

Bericht über den Studienaufenthalt an der Duke University vom 02.09. bis 12.10.2018

Seit einigen Jahren besteht zwischen der Universität Duisburg-Essen und der Duke University in Durham, North Carolina, eine enge Kooperation der jeweiligen germanistischen Institute. Jedes Jahr im Frühsommer bekommen zwei Studierende der Carolina Duke German Grad School die Chance circa einen Monat lang einen Einblick in das Unileben der Universität Duisburg-Essen zu erhaschen, im Herbst bekommen im Gegenzug zwei Essener Germanistik-Studierende die Möglichkeit selbiges an der Duke University zu tun.

Im Herbst 2018 durfte ich nach North Carolina reisen und die Duke University besuchen. Dort nahm ich an insgesamt drei Kursen der German Grad School teil; ein Pensum, das dem eines dort regulär Studierenden entspricht, so dass ich einen recht realistischen Eindruck vom dortigen Unialltag gewinnen konnte. Alle drei Kurse waren sehr unterschiedlich: In Cultural Foundations wurde der literarische Kanon vom Mittelalter bis zum 18. Jahrhundert besprochen. Thematisch nicht neu für mich, aber dennoch interessant, weil die Werke aus nicht-muttersprachlicher Sicht vollkommen anders angegangen wurden. Sowohl aus der Sicht des Lehrenden, als auch der Studierenden. In Emergence of Literary History ging es um die Anfänge der Literaturgeschichte anhand von Theorien von Gottsched, Herder Schiller, Schlegel und mehr. Auch dies war thematisch kein völliges Neuland für mich, ich habe dennoch viel gelernt, da dies in meinem Bachelorstudium nur am Rande besprochen wurde, ich mich jedoch nie derart intensiv mit den Texten auseinandergesetzt habe. Teil des Kurses war es auch Textpassagen im Seminar mit eigenen Worten auf Englisch zu erläutern und zu diskutieren. Für mich eine Herausforderung, da ich Englisch bisher kaum im wissenschaftlichen Kontext verwendet habe, schon gar nicht spontan. Auf diese Weise konnte ich mein Englisch erheblich verbessern. Das dritte Seminar war inhaltlich für mich das Spannendste: Elemental Media – about clouds and money. In diesem Kurs wurden Texte deutscher Gegenwartsautoren wie Enzensberger, Jelinek und Duve hinsichtlich der medialen Funktion von Geld und Wetter unter Berücksichtigung medienwissenschaftlicher Sekundärliteratur untersucht und diskutiert. Für mich als Studentin der Literatur und Medienpraxis ein sehr passender Kurs, in dem ich Gelerntes anwenden, aber auch Neues, für mein Studium relevantes, dazu lernen konnte.

Über die Seminare hinaus wurde ich von der Fakultät ausreichend mit Informationen zu Vorträgen während meines Besuchs informiert. Ein Angebot, welches ich ebenfalls in Anspruch genommen habe. So habe ich etwa einen Vortrag von Henry Pickford zu Karl Marx besucht. Des Weiteren fand jede Woche eine deutsche Kaffeestunde statt: ein Treffen, bei dem Deutschlernende aller Niveaustufen bei Kaffee und Keksen zusammensitzen, Deutsch reden und sich über sprachliche Zweifelsfälle austauschen. In diesem Gesprächskreis fungierte ich allwöchentlich als eine Art Joker, konnte viele Fragen zu Artikeln und Umlauten klären und zugleich meine Muttersprache in einem neuen Blickwinkel betrachten. Neben dem Besuch von Kursen, müssen die Studierenden der German Grad School auch Deutsch unterrichten. Auch dabei habe ich in einer Sitzung assistiert. Für mich Neuland, da ich noch nie Deutsch als Fremdsprache unterrichtet habe.

Außerdem war es eine großartige Erfahrung das Campusleben an einer amerikanischen Privatuniversität kennenzulernen. Da das Universitätssystem der USA vollkommen anders als das Deutsche ist, war es aufregend Vergleiche zu ziehen und einen Einblick vom dortigen Alltag zu bekommen. Darüber hinaus konnte ich auch abseits vom Campus Land und Leute besser kennen lernen und somit nicht nur meinen kulturellen Horizont erweitern, sondern auch meine sprachlichen Fähigkeiten – meiner Einschätzung nach – bereits in der relativ kurzen Zeit erheblich verbessern. Ich möchte diese Erfahrung nicht missen und kann das Programm wärmstens empfehlen.

Anna Sophie Büchöl

Universität Luxemburg

Eine besonders enge Kooperation besteht mit der Germanistik der Universität Luxemburg, mit einem Schwerpunkt in der Forschung. DoktorandInnen werden gemeinsam betreut, Tagungen und Forschungsprojekte in Kooperation durchgeführt.

Aktuelles Projekt

»The Construction of Identity in Multilingual Literature: A Comparison of Belgium, Germany, Luxembourg and the Netherlands«.

The language situations in the member states of the European Union vary – from monolingual nation-states like Germany and controversial multilingual ensembles like Belgium to a well-functioning multilingual Luxembourg. Conflicting ideas about languages cause many difficulties in inner- and intercultural communication processes. A more fundamental question raised by the different European concepts of language is the connection between language and the construction of identities. In the differentiated societies of our day literature represents a space of complex meanings and esthetic meta-languages. Contemporary literary texts which use multilinguality as an esthetic principle – such as the literature of multilingual nation states like Luxembourg or texts written by authors with a migrant background or with intercultural interests – create advanced insights into new forms of identity. Therefore, it is important as well as worthwhile to analyze the relationship between identity and multilinguality in literary texts. In order to do so, one should understand literature as an interdiscourse, and use a comparative approach to analyze different neighboring cultures: Belgium, Germany, Luxembourg and the Netherlands. To manage this comparative approach and the complexity of these topics, it is indispensable that the research project use a plurality of cultural and literary theories and methods and that it remain open to conducting interdisciplinary research. Also, it must understand itself as a part of an international network, with partners from the above mentioned nations. The analysis of the literary-esthetic discourses will help us to understand how different concepts of language(s) shape social life and identities in Luxembourg and, more generally, Europe in the present and – taking literary texts seriously as a medium of advanced reflections – how things could develop in the future.

Beteiligt sind an diesem Projekt: a) Universität Duisburg-Essen: Prof. Dr. Rolf Parr; Dr. Thomas Ernst. – Funktion: International Co-funding Partner. – Planung, Durchführung von Konferenzen; Publikation der Forschungsergebnisse. – b) Universität Luxemburg: Prof. Dr. Georg Mein; Dr. Till Dembeck. –  Funktion: Principal Investigator and Coordinating Institution . – c) Katholieke Universiteit Leuven/Belgien: Prof. Dr. Anke Gilleir; b) Dr. Sarah De Mul. – Funktion: International Co-funding Partner. – d) Leiden University/Niederlande: Dr. Liesbeth Minnaard – Funktion: International Co-funding Partner. – e) Centre National de Littérature Mersch / Luxemburg: Germaine Goetzunger; Dr. Claude D. Conter. – Funktion: Non-contracting Partner.

Geplanter Output: Till Dembeck/Rolf Parr (Hg.): Literatur und Mehrsprachigkeit. Ein Handbuch. Tübingen: Narr 2015. 

Bereits erschienen: Till Dembeck/Liesbeth Minnard/Rolf Parr (Hg.): »nach der einen sprache« (= kultuRRevolution. zeitschrift für angewandte diskurstheorie, nr. 65 [November 2013]. Essen: Klartext).

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University of Namibia (Windhoek)

Vom 28.7. bis 3.8. besuchte Prof. Dr. Rolf Parr im Rahmen der Germanistischen Institutspartnerschaft die University of Namibia in Windhoek. Auf Einladung der »Gesellschaft für deutsche Sprache« referierte er im »Goethe-Zentrum Windhoek (Namibianisch-Deutsche Stiftung für kulturelle Zusammenarbeit)« über »Die Fremde als Heimat. Die deutschen Schriftsteller und die Burenkriege«. Das deutschsprachige Programm von NBC (Namibian Broadcasting Corporation) brachte dazu ein Interview. Weiter nahmen Rolf Parr und Jörg Wesche am »6th Annual research Colloquium« des »Department of Language and Literature Studies« teil, was die Gelegenheit gab, einen ersten Eindruck der von den Kolleginnen und Kollegen verfolgten Forschungsprojekte in Literatur- und Sprachwissenschaft zu gewinnen. Gedankt sei Prof. Dr. Marianne Zappen-Thomson und Dr. Julia Augart für ihre Gastfreundschaft.

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Wie sehen Friedhöfe in Windhoek aus? Wie verändert sich das Bild einer Kreuzung in der Stadt über den Tag hinweg? Welches Bild geben Schulen in den verschiedenen Stadtteilen ab und wie sieht es jeweils genau gegenüber aus? Und wie spielen Weite und Enge in der Wahrnehmung einer Stadt wie Windhoek zusammen? Fragen wie diesen ging das vom DAAD im Rahmen der Germanistischen Institutspartnerschaft mit der University of Namibia geförderte Projektseminar vom 6. bis 11.9.2018 in Windhoek nach. Namibisch-deutsche Studententeams setzten unter Leitung von Prof. Dr. Julia Augart (UNAM) sowie Prof. Dr. Rolf Parr und Dr. Andreas Erb (UDE) ihre Projekte in Form von Fotostrecken und essayistischen Texten. Die Ergebnisse wurden in einer viel beachteten kleinen Ausstellung präsentiert.

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Staatliche Lobatschewski-Universität Nischni Nowgorod

Vom 16. bis 22. Mai 2016 besuchten Dr. Andreas Erb und Prof. Dr. Rolf Parr die Philologische Fakultät der Staatlichen Lobatschewski-Univesität in Nischni-Nowgorod. Sie stellten dort den Studiengang "Literatur und Medienpraxis" vor und hielten eine Reihe von Vorträgen. Intendiert ist, eine Partnerschaft mit Austausch von Studierenden und Lehrenden zu entwickeln. 

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University of Notre Dame (Indiana)

Auf Einladung von Prof. Dr. William C. Donahue besuchten Dr. Thomas Küpper und Prof. Dr. Rolf Parr vom 24. bis 31. Januar 2018 das Department of Russian & German der University of Notre Dame/Indiana. Sie hatten die Möglichkeit an Lehrveranstaltungen teilzunehmen und die nächste Ausgabe des deutsch-amerikanischen Jahrbuchs „andererseits. Yearbook of Transatlantic German Studies“ vorzubereiten. Rolf Parr hielt vor dem Kollegium des Department einen Vortrag zum Thema „Being Normal / Not Being Normal“. Eine Reise an eine beeindruckende Universität und ein mehr als gastfreundliches Department.


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Far Eastern Federal University Wladiwostok

Bei der internationalen Germanistentagung »Deutsch als Fremdsprache: Literaturwissenschaft, Sprachwissenschaft, Didaktik in den asiatisch-pazifischen Ländern« (19. bis 22. September 2018) im Rahmen der vom DAAD geförderten Germanistischen Institutspartnerschaft zwischen der UDE und den Universitäten Wladiwostok (DVFU) und Chabarowsk (TOGU) hielt Rolf Parr einen Vortrag zur Applikation von Literatur im Journalismus (»Von ›Gruppenbildern mit Damen‹, dem ›Ende von Dienstfahrten‹ und ›wahnsinnigen Methoden‹«).


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