Wie aus Forschung Impact wird: Catalyst GER trifft europaweit auf Interesse
Wettbewerbsfähigkeit steht im Zentrum der strategischen Agenda der Europäischen Kommission – nicht nur als wirtschaftliche Leistung, sondern als Fähigkeit Innovationen hervorzubringen und auf globale Herausforderungen zu reagieren. Neben technologischem Know-how braucht es dafür ein Verständnis für und Veränderungen von Gesellschaft, Kultur und Politik.
Genau hier setzt die Universität Duisburg-Essen als Teil des Pilotprojekts Catalyst GER an. Ziel ist es, Wissenschaftler:innen aus den SHAPE-Disziplinen (Social Sciences, Humanities and the Arts for People, the Economy and Ecology) dabei zu unterstützen, ihre Ideen und Forschungsergebnisse in konkreten gesellschaftlichen, politischen oder unternehmerischen Impact zu überführen. Dieser Ansatz stößt auch europaweit auf großes Interesse.
Deutlich wurde das zuletzt beim Workshop „SHAPE – The Driver of European Competitiveness?!“ am 16. April 2026 im Humanities Venture Lab der University of Amsterdam. Hier kamen Akteur:innen u.a. aus Dänemark, UK und den Niederlanden zusammen, um sich darüber auszutauschen, wie Forschung aus den Geistes-, Gesellschafts- und Bildungswissenschaften stärker in die Gesellschaft getragen werden kann.
Hier stellten Frida Koslowski (SHAPE Impact Kollektiv) und Patrick Krenz (UDE / GUIDE) das Pilotprojekt „Catalyst GER“ vor. Die Einblicke in die Umsetzung an der UDE und in der Universitätsallianz Ruhr stießen dabei auf großes Interesse anderer europäischer Hochschulen, die gerne vergleichbare Kooperationsprojekte initiieren möchten. Besonders die praxisnahen Erfahrungen zeigten, wie eine solche Initiative in die Institutionen getragen, passende Anreizstrukturen geschaffen und neue Wege für Impact im SHAPE-Bereich etabliert werden können.
In die konkrete Umsetzung können Wissenschaftler:innen an der UDE auf mehreren Wegen einsteigen. Über den zweistündigen „Discover“-Workshop am 29. April sowie ab 19. Mai durch die 6-wöchige Workshop-Reihe „Launch: Projektideen entwickeln“, die die Möglichkeit bietet, eigene Forschung gezielt in Impact-Projekte zu überführen. Die Bewerbungsfrist für „Launch“ ist am 04. Mai, 12 Uhr unter https://www.catalyst-ger.com. Hier finden Sie auch weitere Informationen sowie die Anmeldung zu „Discover“.
Einen ausgezeichneten Überblick über die Vielzahl bereits bestehender Transfers in die Praxis bietet die Veranstaltung „Wissen wirkt! Good Practices für Transfer aus den Geistes-, Gesellschafts- und Bildungswissenschaften“ am 28. Mai von 12 bis 17 Uhr im College for Social Sciences and Humanities. (https://wissen-wirkt.eventbrite.de.)
Catalyst GER ist eine gemeinsame Pilot-Initiative von acht Universitäten. Neben den Universitäten der UA Ruhr beteiligen sich: Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, Technische Universität München, Universität Heidelberg, Universität Stuttgart und Universität zu Köln. Das Programm wird gemeinsam mit dem SHAPE Impact Kollektiv umgesetzt, das die teilnehmenden Forschenden dabei begleitet, mögliche Anwendungsfelder ihrer Forschung zu identifizieren und nachhaltige Modelle für gesellschaftliche Wirkung zu entwickeln.
Ansprechpartner an der UDE: Patrick Krenz, patrick.krenz@uni-due.de