Institut für Geschlechtersensible Medizin
05.10.-09-10.2026Summer School SPIRIT 2.0
Vom 05.10.-09.10.2026 fand dieses Jahr wieder die SPIRIT Summer School zur "Geschlechtswendigkeit psychischer Erkrankungen - Wie Diagnose und Therapie verbessert werden können" in Essen statt.
Ein großes Dankeschön an alle Referent:innen, Simulationspersonen, Vertreter:innen der Selbsthilfegruppen und natürlich an alle Teilnehmenden für eine spannende Woche voller wertvoller Impulse, anregender Diskussionen und inspirierendem Austausch.
Danke für die gemeinsame Zeit – wir nehmen viele neue Perspektiven und Ideen mit!
Highlights aus dem Institut
14.07.2026 MS Wisschenschaft
Wie beeinflusst das Geschlecht die Gesundheit und warum werden manche Erkrankungen bei Frauen später erkannt? Mit diesen Fragen war das Institut für geschlechtersensible Medizin (IGSM) der Universität Duisburg-Essen am 14. Juli 2026 auf der MS Wissenschaft in Köln vertreten.
Im Rahmen von „Meet the Scientists“ tauschte sich Prof. Dr. Anke Hinney am Exponat „Herz (m/w/d) – Warum brauchen wir geschlechtersensible Medizin?“ mit interessierten Besucher:innen aus und vermittelte aktuelle Erkenntnisse zur geschlechtersensiblen Medizin.
Auch beim abendlichen Dialogformat „Medizin für alle – wie Geschlechterforschung die Versorgung prägt“ stand das Thema im Mittelpunkt. Gemeinsam mit PD Dr. med. Andrea Kindler-Röhrborn und der Autorin sowie Endometriose-Betroffenen Lena Düsterhus diskutierte Prof. Dr. Anke Hinney über den Gender Data Gap und die Herausforderungen einer geschlechtersensiblen Gesundheitsversorgung.
Die Teilnahme bot dem IGSM eine wertvolle Gelegenheit, aktuelle Forschung einem breiten Publikum näherzubringen und den Austausch zwischen Wissenschaft und Gesellschaft zu stärken.
25.06.2026 UDE Sommerfest 2026
Gemeinsam mit dem Essener Kolleg für Geschlechterforschung und dem Netzwerk Frauen- und Geschlechterforschung NRW gestalteten wir erneut einen Stand beim UDE Sommerfest am Campus Essen.
Mit interaktiven Stationen zeigten wir, welche wichtige Rolle Geschlecht in Forschung, Gesundheit und Gesellschaft spielt. Dabei konnten die Besucher:innen auf verständliche und alltagsnahe Weise neue Perspektiven kennenlernen, Fragen stellen und sich aktiv mit den Themen auseinandersetzen.
Es entstanden zahlreiche spannende Gespräche und ein reger Austausch mit Studierenden, Beschäftigten und weiteren Gästen der Universität. Das große Interesse und die vielfältigen Fragen der Besucher:innen machten die Veranstaltung zu einer bereichernden Begegnung und boten viele Gelegenheiten, für die Bedeutung der Geschlechterforschung zu sensibilisieren.
Wir blicken auf einen gelungenen Tag mit vielen interessanten Begegnungen, anregenden Diskussionen und wertvollem Austausch zurück.
20.06.2026 Wissenschaftssommer 2026
Gemeinsam mit dem Essener Kolleg für Geschlechterforschung und dem Netzwerk Frauen- und Geschlechterforschung NRW war das IGSM beim Essener Wissenschaftssommer vertreten. Unter dem Motto „Wo macht Geschlecht den Unterschied? Geschlechterforschung an der UDE zum Mitmachen“ gestalteten wir einen interaktiven Stand auf der Kettwiger Straße.
An verschiedenen Mitmachstationen konnten die Besucher:innen entdecken, welche wichtige Rolle Geschlecht in Forschung, Gesundheit und Gesellschaft spielt. Dabei wurden wissenschaftliche Erkenntnisse verständlich und alltagsnah vermittelt und neue Perspektiven auf die Bedeutung von Geschlecht eröffnet.
Ein weiterer Programmpunkt war der Kurzvortrag von Prof. Dr. Anke Hinney im Grillo-Theater. Unter dem Titel „Bitte ungleich behandeln – Das Geschlecht als relevanter Faktor in der Medizin“ beleuchtete sie die Bedeutung von Geschlecht in der medizinischen Forschung und Versorgung.
18.05.2026 Diversity Tag 2026
Das IGSM war beim diesjährigen Diversity-Tag der Universität Duisburg-Essen mit einer eigenen Ausstellung vertreten. Im Mittelpunkt standen geschlechtsspezifische Unterschiede in Prävention, Diagnostik und Therapie sowie die Folgen mangelnder Repräsentation in der Medizin. Anhand anschaulicher Beispiele zeigte das IGSM, warum Diversität auch in der Gesundheitsforschung eine zentrale Rolle spielt. Die Ausstellung lud Besucher:innen zum Austausch ein und machte deutlich, wie eng medizinische Versorgung und gesellschaftliche Vielfalt miteinander verbunden sind.
29.04.2026 Grugalauf 2026
Auch dieses Jahr ist das IGSM wieder beim Grugalauf 2026 für den guten Zweck mitgelaufen!
Gemeinsam unterstützen wir die Stiftung Universitätsmedizin Essen dabei, kranken Kindern und Jugendlichen ein Stück Alltag, Freude und Genesung zu schenken.
26.09.2025 Neue Studie: Epigenetik bei Anorexia nervosa
Eine aktuelle Untersuchung des Instituts für Geschlechtersensible Medizin (IGSM) am Universitätsklinikum Essen zeigt: Eine Gewichtszunahme während der stationären Therapie führt bei Patient:innen mit Anorexia nervosa nicht zu einheitlichen Veränderungen der DNA-Methylierung. Damit widerspricht die Studie der Annahme, dass das Körpergewicht kurzfristig epigenetische Prozesse direkt beeinflusst.
„Wir sehen starke individuelle Unterschiede, aber keine einheitlichen Muster“, erklärt Prof. Anke Hinney, Direktorin des IGSM. Die Ergebnisse tragen zu einem differenzierten Verständnis der biologischen Grundlagen der Erkrankung bei und verdeutlichen zugleich die Grenzen epigenetischer Erklärungsansätze.
IGSM in den Medien
Kölner Stadtanzeiger IGSM auf der MS Wissenschaft
Im Rahmen der MS Wissenschaft war das Institut für Geschlechtersensible Medizin (IGSM) bei der Podiumsdiskussion „Medizin für alle? Wie Geschlecht Forschung und Versorgung prägt“ in Köln vertreten. Gemeinsam mit Expert:innen wurde diskutiert, warum Geschlecht in der medizinischen Forschung und Versorgung stärker berücksichtigt werden muss und welche Auswirkungen dies auf Prävention, Diagnostik und Therapie hat.
Die Veranstaltung bot zahlreiche Möglichkeiten zum Austausch mit Interessierten aus Wissenschaft, Medizin und Öffentlichkeit und machte deutlich, wie wichtig eine geschlechtersensible Perspektive für eine zukunftsfähige Gesundheitsversorgung ist.
Der Kölner Stadt-Anzeiger berichtete über die Veranstaltung.
Podcast-Tipp: Dr. Andrea Kindler-Röhrborn im Gespräch
In der Folge „Krebs, Geschlechter & Chromosomen – warum Frauen länger leben“ des Podcasts zu Langlebigkeit von und mit Nicola Baumgartner erklärt die Mitbegründerin des IGSM PD Dr. Andrea Kindler-Röhrborn, warum biologisches Geschlecht eine zentrale Rolle für Krebsrisiko und Lebenserwartung spielt. Sie beleuchtet den Einfluss von X- und Y-Chromosomen und zeigt, warum geschlechtersensible Medizin unverzichtbar ist. Ein spannender Beitrag zu Prävention, Forschung und Langlebigkeit.
In der neusten Ausgabe der Zeitschrift Bild der FRAU ist “die Große Ärzteliste” mit 115 Mediziner:innen, die sich auf geschlechtersensible Medizin spezialisiert haben erschienen. In Zusammenarbeit mit dem Institut MINQ wurden Ärzt:innen aus 55 Städten und 27 Fachbereichen ausgewählt, die durch ihre Expertise in der Behandlung geschlechtsspezifischer Gesundheitsprobleme hervorstechen. Die Liste basiert auf einer umfassenden Recherche, bei der Fortbildungen, Publikationen und praxisrelevante Qualifikationen berücksichtigt wurden und soll es Frauen erleichtern vertrauensvolle Mediziner:innen zu finden, die ihre spezifischen Bedürfnisse ernst nehmen. Vertreten sind unter anderem die beiden Co-Gründerinnen des IGSM PD Dr. Andrea Kindler-Röhrborn und Prof. Dr. Anke Hinney und die IGSM Mitgliederinnen Prof. Dr. Arzu Özcelik, Prof. Dr. Selma Ugurel, PD Dr. Franziska Degenhardt, Prof. Dr. Dagmar Führer-Sakel und Prof. Dr. Susanne Reger-Tan.
04.09.2024|Hier und Heute Medizin im Wandel: Prof. Dr. Anke Hinney von der Universität Duisburg-Essen erklärt, warum die medizinische Forschung Frauen stärker in den Fokus rücken muss
In der aktuellen Ausgabe von "Hier und Heute" beleuchtet Prof. Dr. Anke Hinney von der Universität Duisburg-Essen die dringende Notwendigkeit, Frauen in der medizinischen Forschung stärker zu berücksichtigen. Ab Minute sieben als auch ab einer Stunde und neun Minuten erklärt sie, wie geschlechtsspezifische Unterschiede in Diagnostik und Krankheitsverläufen oft vernachlässigt werden und welche Auswirkungen dies auf die medizinische Versorgung hat. Mit ihrem Fachwissen und ihrer Leidenschaft für die Thematik unterstreicht sie die Bedeutung einer inklusiveren Forschung, um die Gesundheit von Frauen besser zu verstehen und zu fördern.
02.09.2024|Neue Studie Hormontherapie verändert Darmmikrobiom bei Transpersonen
Wie beeinflusst die geschlechtsangleichende Hormontherapie das Darmmikrobiom und damit die Gesundheit von Transpersonen? Eine Studie, durchgeführt von einem internationalen Forscherteam um Prof. Dr. Johannes Fuß von der Universität Duisburg-Essen (UDE) , zeigt erstmals, wie tiefgreifend die Hormontherapie die Zusammensetzung und Funktion der Darmflora verändert – mit spürbaren Unterschieden zwischen den Geschlechtern. Diese Erkenntnisse könnten entscheidend sein für zukünftige Gesundheitsstrategien in der Transgender-Medizin.
09.08.2024| Fernsehbeitrag über das IGSM WDR: Vorstellung des IGSM & Interview mit Prof. Dr. Anke Hinney
In einem aktuellen Bericht der WDR-Sendung "Lokalzeit Ruhr" wird das neu gegründete Institut für Geschlechtersensible Medizin in Essen vorgestellt. Die Co-Gründerin und kommissarische Direktorin des Instituts, Prof. Dr. Anke Hinney, erläutert im Studiogespräch die grundlegenden Ziele und die Vision des Instituts, das sich der Erforschung und Implementierung geschlechtersensibler Ansätze in der medizinischen Versorgung widmet
Neues
aus der Welt der geschlechtersensible Medizin
09.07.2026 Female Health – Innovationen für eine geschlechtersensible Gesundheitsversorgung
Am 9. Juli 2026 fand die Female Health-Veranstaltung von DigiHealthStart.NRW statt – ein inspirierender Abend rund um Innovationen in der Frauengesundheit. Im Mittelpunkt standen aktuelle Herausforderungen eines nach wie vor unterforschten und oft unterschätzten Themenfeldes sowie die Frage, wie Start-ups und interdisziplinäre Netzwerke zu einer besseren Gesundheitsversorgung beitragen können.
Mit dabei war auch Prof. Dr. Anke Hinney, Co-Gründerin und Direktorin des Institutes für Geschlechtersensible Medizin, die als Referentin die Bedeutung geschlechtersensibler Medizin für Forschung und Versorgung hervorhob.
In spannenden Panel-Diskussionen und Interviews gaben unter anderem Vertreterinnen von Femi-ON, my50plus, season.vision, ZENIT GmbH und der AOK Rheinland/Hamburg Einblicke in innovative Ansätze für die Frauengesundheit.
20.01.2026 | Bundesregierung Deutschland Mehr Förderung für Frauengesundheitsforschung
Frauen* werden in der Gesundheitsforschung noch immer seltener berücksichtigt als Männer. Das kann dazu führen, dass Symptome übersehen oder fehlinterpretiert werden – mit Folgen für die Versorgung.
Ein wichtiger Schritt: Das Bundesministerium für Gesundheit fördert jetzt gezielt Forschungsprojekte zur Frauengesundheit. Bis zu 10 Millionen Euro fließen in patientinnenzentrierte Versorgung und den Aufbau nachhaltiger Forschungsstrukturen.
Auch das Wissenschaftsjahr 2026 „Medizin der Zukunft“ setzt einen Schwerpunkt auf geschlechtersensible Forschung – für eine passgenaue medizinische Versorgung für alle.
Geschlechtersensible Medizin ist eine Voraussetzung für gerechte und wirksame Gesundheitsversorgung.
Highlights aus den Fachjournals
zum Thema geschlechtersensible Medizin
16.10.2025|Artikel in NatureGenetische Erkenntnisse zu Adipositas und Herzgesundheit
Eine aktuelle Studie in Nature Medicine zeigt, dass bestimmte seltene Varianten des MC4R-Gens, die zu starker Adipositas führen, paradoxerweise mit niedrigeren Cholesterinwerten und einem geringeren Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen verbunden sind. Obwohl Betroffene stark übergewichtig sind, scheinen sie vor Herzkrankheiten geschützt zu sein. Forschende um Sadaf Farooqi (University of Cambridge) vermuten, dass MC4R eine zentrale Rolle in der Verbindung zwischen Gehirn und Fettstoffwechsel spielt. Interessant für die geschlechtersensible Medizin: frühere Arbeiten deuten darauf hin, dass die Wirkung der MC4R-Mutationen bei Frauen stärker ausgeprägt sein könnte.
24.10.2024|Artikel in ScienceWarum werden schwangere Frauen nicht anämisch?
Werden vermehrt rote Blutkörperchen im Körper benötigt – beispielsweise während einer Schwangerschaft - müssen die blutbildenden Stammzellen zur Produktion angeregt werden. Wie diese Stammzellen aktiviert werden, war bisher unklar. Forschende unter der Leitung von Prof. Dr. Dr. Alpaslan Tasdogan, Professor in der Klinik für Dermatologie am Universitätsklinikum Essen, haben in einer kürzlich in Science veröffentlichten Studie festgestellt, dass sogenannte Retrotransposons, kleine Erbguteinheiten, die sich innerhalb des Genoms hin und her bewegen können, die Aktivierung der Stammzellen auslösen und so die Blutbildung in Gang setzen.
02.10.2024|Artikel im ÄrzteblattGender Data Gap in der Medizin
Trotz fortschrittlicher Erkenntnisse bleibt die medizinische Versorgung oft geschlechtsspezifisch unausgewogen. In dem Artikel des Ärzteblattes werden die Auswirkungen des Gender Data Gap auf die Gesundheitsversorgung beleuchtet und erörtert warum es dringend notwendig ist, diese Lücke zu schließen. Welche Rolle künstliche Intelligenz dabei spielen kann, erfahren Sie im Artikel.
Oktober 2024|Paper in Clincal Psychology in EuropeWarum Frauen gesundheitlich in den Fokus gerückt werden müssen
Trotz medizinischer Fortschritte bleiben die spezifischen Gesundheitsbedürfnisse von Frauen – sowohl physisch als auch psychisch – oft unzureichend berücksichtigt. Ein in “Clinical Psychology in Europe” erschienenes Paper von Prof. Dr. Cornelia Weise und Carola Hajek Gross beleuchtet, wie geschlechtsspezifische Faktoren das Risiko für psychische Erkrankungen erhöhen und warum eine gender-sensitive Herangehensweise in der klinischen Psychologie unerlässlich ist.
05.08.2024|Artikel in NatureWie nehmen Ärzt:innen den Schmerz ihrer Patien:innen wahr?
Eine Studie von Alex Gileles-Hillel, Arzt und Wissenschaftler am Hadassah-Hebrew University Medical Center in Jerusalem, und Kollegen zeigt, dass Ärzt:innen den Schmerz ihrer weiblichen Patientinnen häufig weniger Ernst nehmen, als den Schmerz ihrer männlichen Patienten.
Woran das liegen könnte und wie man diese Situation verbessern könnte, ist im Artikel nachzulesen.