Geisteswissenschaften/Philosophie

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Universitätsstr.12
45141 Essen
Raum
R12 V04 D19
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Vorlesungsfreie Zeit: Mi, 24.7.; 14.8.; 11.9., jeweils 14-15 Uhr. In der Zeit vom 19.8.-8.9. bin ich per Mail nicht zu erreichen.

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  • Wiss. Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter, Philosophie

Aktuelle Veranstaltungen

Vergangene Veranstaltungen

Die folgenden Publikationen sind in der Online-Universitätsbibliographie der Universität Duisburg-Essen verzeichnet. Weitere Informationen finden Sie gegebenenfalls auch auf den persönlichen Webseiten der Person.

    Artikel in Zeitschriften

  • Niederberger, Andreas; Weiler, Eva
    Rechtspluralismus als Fortschritt? : Zur Auseinandersetzung über Recht und Legitimität jenseits des Souveränitätsparadigmas
    In: Neue politische Literatur Jg. 64 (2019) Nr. 1, S. 55 - 80
  • Beiträge in Sammelwerken und Tagungsbänden

  • Blätte, Andreas; Gehlhar, Simon; Gehrmann, Jan; Niederberger, Andreas; Rakers, Julia; Weiler, Eva
    Mirgrationspolitik im Bundestagswahlkampf 2017 : Die Kluft zwischen Entscheidungs- und Darstellungspolitik
    In: Die Bundestagswahl 2017: Analysen der Wahl-, Parteien-, Kommunikations- und Regierungsforschung / Korte, Karl-Rudolf; Schoofs, Jan (Hrsg.) 2019, S. 363 - 387
  • Weiler, Eva
    The moral, the political, and the legal : Changing patterns of justification in a world of legal pluralization
    In: The philosophy of legal change: theoretical perspectives and practical processes / Chmielinski, Maciej; Rupniewski, Michal (Hrsg.) 2019, S. 46 - 58
  • Bücher/Sammelwerke/Tagungsbände

  • Weiler, Eva
    Der ursprüngliche Gemeinbesitz an der Erde : Zur normativen Begründung von Eigentumsrechten an natürlichen Ressourcen in der frühen Neuzeit und in der Gegenwart
    In: Perspektiven der Ethik Tübingen Jg. 22 (2023) 193 Seiten
  • Dissertation

  • Weiler, Eva;
    Der ursprüngliche Gemeinbesitz an der Erde : zu den normativen Grundlagen der Nutzung natürlicher Ressourcen in der Eigentumsdiskussion von der frühen Neuzeit bis in die Gegenwart
    Duisburg ; Essen (2020) 145 Seiten
  • 2023 Ernennung zur Akademischen Rätin a.Z.

  • 2020 Abschluss der Dissertation mit dem Titel "Der ursprüngliche Gemeinbesitz an der Erde: zu den normativen Grundlagen der Nutzung natürlicher Ressourcen in der Eigentumsdiskussion von der frühen Neuzeit bis in die Gegenwart"

  • seit Okt. 2014: Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Duisburg Essen, Institut für Philosophie

  • Okt. 2013 – Okt. 2014: Doktorandin im deutsch-französischen Forschungsnetzwerk Saisir l'Europe – Europa als Herausforderung an der Goethe Universität Frankfurt am Main, Institut Philosophie

  • Okt. 2006 – Okt. 2012: Studium der Philosophie, Allgemeinen und Vergleichenden Literaturwissenschaft, Politik und Soziologie in Frankfurt, Erfurt und Paris

  • Politische Philosophie: Begründung politischer Ordnung und Herrschaft, Demokratie-, Staats- und Institutionentheorie, Anarchismus

  • Sozialphilosophie: Gesellschaftstheorie & -Kritik, Sozialontologie

  • Rechtsphilosophie: Rechtspluralismus, Theorien der Rechtsgeltung, Konstitutionalismus, Rechtskritik

  • Eigentumstheorie: Begründung von Eigentumsrechten, -Ordnungen und -Regimen, Theorien des Eigentums

  • Politische Ökonomie und Ökologie: Kapitalismus & -Kritik, Commons-Theorie, Nachhaltigkeit, Öko-Feminismus

  • Geschichte der Philosophie: Rechts-, Staats- und Eigentumstheorie vom 17. bis 19. Jahrhundert; Natur- und Fortschrittskonzeptionen der politischen Philosophie
  • Globale Verflechtungen im Ruhrgebiet – Global Young Faculty: Teilprojekt Raum, Ressourcen, Verpflechtungen in der Arbeitsgruppe "Globale Verflechtungen im Ruhrgebiet"

  • Wie viel Erde braucht der Mensch? Unterstützt durch das „Programm zur Förderung des exzellenten wissenschaftlichen Nachwuchses“ der UDE, arbeite ich derzeit an einer systematischen Untersuchung des Eigentumsbegriffes mit besonderem Fokus auf Eigentumskonzentration und Umweltdegradation.

    In seiner Kurzgeschichte Wie viel Erde braucht der Mensch? erzählt Lew Tolstoi von einem Bauern, der dem als Kaufmann verkleideten Teufel begegnet. Dieser Kaufmann verspricht dem Bauern, dass er so viel Land bekommt, wie er an einem Tag zu Fuß umrunden kann. Der Bauer bricht morgens auf und läuft den ganzen Tag, um bei Sonnenuntergang an der Stelle tot umzufallen, an der er losgelaufen ist. Dort wird er dann begraben – so viel Erde braucht der Mensch.

    In wohlhabenden Industrienationen veräußern Landwirte, die ihre Höfe aufgeben und häufig durch einen eher geringen Verdienst schlecht abgesichert sind, an den Meistbietenden. Auch dadurch erreichen die Bodenpreise ein Niveau, auf dem nur noch große Investoren mithalten können, die selbst nicht aus der Landwirtschaft stammen. In sogenannten Entwicklungs- und Schwellenländern, in denen der Boden z.T. der Regierung oder Lokalregierungen gehört, werden Flächen von Investoren aufgekauft und die darauf befindlichen Landwirte enteignet. In beiden Fällen treten Investoren mit einem Entwicklungsversprechen auf: große Agrarunternehmen steigern durch den Einsatz moderner Technik und durch Rationalisierung der Arbeitsprozesse den Ertrag und garantieren so niedrige Preise und Ernährungssicherheit; die Technik erlaubt außerdem einen geringeren Einsatz von Dünger und Pestiziden. In den wenigsten Fällen löst sich dieses Versprechen ein. Große Agrarunternehmen produzieren häufig weder direkt Lebensmittel (sondern Viehfutter oder Biomasse für Biokraftstoffe), noch für den heimischen Markt. Da die Unternehmen Arbeitsplätze und Steuereinnahmen generieren, werden Umweltauflagen abgeschwächt und Umweltabgaben erlassen.

    Im Projekt soll untersucht werden, welche Rolle die Konzentration von Eigentum – in diesem Fall Eigentum an landwirtschaftlichen Flächen – für diese und ähnliche Entwicklungen spielt, und wie sie zu bewerten ist. In welchem Verhältnis steht das Entwicklungs- und Fortschrittsversprechen zur Umweltdegradation, Verlust von Biodiversität etc.? Und wie lässt sich der Anspruch, zukunftsträchtige Technologien und entsprechendes Wissen bereitzustellen, einordnen? Kann Konzentration dadurch gerechtfertigt werden, dass sie mit Kompetenz einhergeht, ist sie also ein relativ unproblematisches Element von Arbeitsteilung? Oder sind hier notwendigerweise Logiken am Werk, die destruktiv wirken, weil der Gegenstand selbst und mit ihm andere Wissensformen und Bewirtschaftungspraktiken aus dem Blick geraten? Welche Logiken sind das genau, und wie muss eine Eigentumstheorie aussehen, die sie beschreiben und problematisieren kann?