Forschungsdatenmanagement an der UDE

Digitale Daten sind längst ein selbstverständlicher Teil des Forschungsprozesses. Es gibt kaum einen Forschenden, der ohne Daten auskommt. Wie groß die produzierte oder genutzte Datenmenge ist und welches Format diese Daten haben, ist jedoch von Projekt zu Projekt unterschiedlich.

Numerische Messdaten aus Experimenten und Simulationen sind genauso Forschungsdaten wie Videos, Audio- oder Textdateien. Forschungsdaten, ihre Formate sowie ihre Verarbeitungs- und Auswertungsmöglichkeiten sind so vielfältig wie die Wissenschaft selbst – und das macht ihre Handhabung so anspruchsvoll:

Wie kann man die Erhebung, Verarbeitung und Nutzung von Daten in einem Forschungsprojekt effizient planen?
Wo können große Datenmengen sicher gespeichert werden?
Welche rechtlichen Fragen entstehen bei der Erhebung, Speicherung und Veröffentlichung von Daten?

Und wie muss man mit Daten nach der Speicherung umgehen, damit sie für den Wissenschaftsbetrieb weiterhin nutzbar bleiben?
Was ist bei Forschungsförderanträgen zu beachten?

Zu diesen und anderen Fragen berät das Team der Research Data Services
die Servicestelle für Forschungsdatenmanagement in Zusammenarbeit von UB, ZIM und Science Support Centre:
rds@uni-due.de.

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Forschungsdatenmanagement: Das Themenfeld

Digitale Daten sind längst ein selbstverständlicher Teil des Forschungsprozesses. Es gibt kaum einen Forschenden, der ohne Daten auskommt. Wie groß die produzierte oder genutzte Datenmenge ist und welches Format diese Daten haben, ist jedoch von Projekt zu Projekt unterschiedlich. Numerische Messdaten aus Experimenten und Simulationen sind genauso Forschungsdaten wie Videos, Audio- oder Textdateien. Forschungsdaten, ihre Formate sowie ihre Verarbeitungs- und Auswertungsmöglichkeiten sind so vielfältig wie die Wissenschaft selbst – und das macht ihre Handhabung so anspruchsvoll:

Wie kann man die Erhebung, Verarbeitung und Nutzung von Daten in einem Forschungsprojekt effizient planen? Wo können große Datenmengen sicher gespeichert werden? Welche rechtlichen Fragen entstehen bei der Erhebung, Speicherung und Veröffentlichung von Daten? Und wie muss man mit Daten nach der Speicherung umgehen, damit sie für den Wissenschaftsbetrieb weiterhin nutzbar bleiben?

Mit diesen und anderen Fragen beschäftigt sich im Arbeitsbereich WD+I das Themenfeld Forschungsdatenmanagement (FDM). Mit dem Projekt UNEKE trägt die UB dazu bei, Speicherstrukturen zu schaffen, die schon heute die Bedarfe des Wissenschaftsbetriebs decken, aber gleichzeitig eine entwicklungsfähige Zukunftsperspektive bieten.

Als Trägerin der Projekts Landesinitiative NFDI etabliert sich die UB zudem NRW-weit als kompetenter Ansprechpartner zum Thema Forschungsdatenmanagement.

Beratung und Services

  • Datenmanagementpläne
  • Datenorganisation und -ablage
  • Speichermöglichkeiten und technischer Support
  • Datensicherheit
  • Archivierung und Back up
  • Kollaboratives Arbeiten mit Daten
  • Metadaten und Datendokumentation
  • Publikation von Daten
  • Nutzung von Persistenten Identifikatoren
  • Unterstützung bei Forschungsanträgen

Wir beraten Sie in persönlich und individuell – ob Einzelanfragen oder Workshops für Arbeitsgruppen und Institute – sprechen Sie uns an!

  • Sichere Server und Back-up-Systeme
  • virtuelle Maschinen
  • Leistungsstarkes, verteiltes Speichersystem, Object store
  • TSM-Archiv
  • Campus-Cloud sciebo
  • Publikationsserver DuEPublico
  • DOI-Vergabe

FDM-Projekte

Mit dem Projekt UNEKE trägt die UB dazu bei, Speicherstrukturen zu schaffen, die schon heute die Bedarfe des Wissenschaftsbetriebs decken, aber gleichzeitig eine entwicklungsfähige Zukunftsperspektive bieten.

Als Trägerin der Projekts Landesinitiative NFDI etabliert sich die UB zudem NRW-weit als kompetenter Ansprechpartner zum Thema Forschungsdatenmanagement.

UNEKE

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Jede Hochschule produziert wissenschaftliche Daten. Deshalb steht auch jede Hochschule vor der Herausforderung, Speichersysteme für die eigenen Forschungsdaten zur Verfügung zu stellen. Welche Speicherbedarfe eine Hochschule hat, ist vollkommen unterschiedlich und hängt nicht zuletzt von ihren Forschungsschwerpunkten ab. So benötigen Chemiker andere Speichersysteme als Germanisten und Mediziner andere Archivlösungen als Historiker. Dementsprechend gibt es nicht „das eine“ erfolgreiche Speicherkonzept. Fest steht aber: der USB-Stick oder die lokale Festplatte haben als Speichermedien ausgedient.

Perspektiven bieten zum Beispiel nicht-kommerzielle Cloud-Lösungen, Fachrepositorien und lokale Speichersysteme mit vielfältigen Schnittstellen und Anbindungsmöglichkeiten.

Um Hochschulen die Auswahl zwischen den vielfältigen Speicherlösungen zu erleichtern, entwickelt UNEKE einen universellen Kriterienkatalog, der wie ein Leitfaden funktioniert. Mithilfe dieses Katalogs können Institutionen ihren spezifischen Speicherbedarf zuerst erfassen, um sich dann für ein passendes Speicherkonzept zu entscheiden.

Um einen Leitfaden zur Findung von individuellen Speicherlösungen zu erstellen, untersucht UNEKE zunächst die spezifischen Speicherbedarfe von zwei Hochschulen genauer: die der Universität Duisburg-Essen und die der RWTH Aachen. Diese Institutionen eignen sich für eine solche Ausgangsanalyse ganz besonders, denn obwohl beide zu den größten Universitäten Deutschlands zählen, haben sie unterschiedliche fachliche Schwerpunkte und operieren unter verschiedenen Verwaltungsstrukturen. Die Erhebung von Daten zum Speicherbedarf anderer Hochschulen in Deutschland ergänzt die exemplarische Analyse der UDE und der RWTH Aachen.

Im Fokus aller von UNEKE durchgeführten Untersuchungen stehen die reellen Anforderungen, die Forschende bei ihrer täglichen Arbeit an Speichersysteme stellen. Die Analyse erfolgt deshalb bewusst aus der Sicht von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern: in der ersten Projektphase sind Forschende eingeladen, an zahlreichen Workshops teilzunehmen. Dort haben sie die Gelegenheit, fachspezifische Bedarfe an Speichersysteme zu formulieren und etwaige Vorbehalte vorzutragen. In einer weiteren Projektphase wird eine Umfrage an den kooperierenden Hochschulen durchgeführt, die Aufschluss über den NRW-weiten Status-Quo beim Forschungsdatenmanagement gibt.

UNEKE wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert und ist eine Kooperation der Universitätsbibliothek Duisburg-Essen, des Lehrstuhls ProCo der UDE und des IT Centers der RWTH Aachen unter Federführung der Universitätsbibliothek Duisburg-Essen.

Weitere Kooperationspartner sind die Fachhochschule Aachen, die Fachhochschule Bielefeld, die Universitätsbibliothek der Ruhr-Universität Bochum und das Hochschulrechenzentrum der Rheinischen Friedrich-Wilhelm-Universität Bonn.

Der Projektzeitraum beträgt zwei Jahre und endet 2019.

Weitere Informationen zu UNEKE finden Sie hier.

Landesinitiative NFDI der Digitalen Hochschule NRW

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Forschungsdatenmanagement ist für viele Forschende noch ein neuer Begriff und wird oft mit zusätzlichem Aufwand für die eigene wissenschaftliche Praxis verbunden. Dabei ist die Auseinandersetzung mit diesem aktuellen Thema nicht nur eine Aufgabe der Forschenden. Besonders Hochschulleitungen müssen FDM durch fachübergreifende Digitalisierungsstrategien an ihren Einrichtungen verankern. So stehen alle Hochschulen vor der Herausforderung, Strukturen für ein professionelles Forschungsdatenmanagement zu schaffen und auszubauen, um ihre Forschenden zu unterstützen.

Die Landesinitiative NFDI möchte Aufmerksamkeit für das Thema FDM generieren und setzt sich für die Vernetzung und Kommunikation zwischen den einzelnen Hochschulen und ihren Infrastrukturanbietern (z.B. Bibliotheken oder Rechenzentren) ein. Die Landesinitiative unterstützt damit den Aufbau der kommenden Nationalen Forschungsdaten Infrastruktur (NFDI). Dabei agiert die Landesinitiative NFDI als Ansprechpartner für Forschende in NRW, die sich am Aufbau der NFDI beteiligen wollen.

Die Landesinitiative NFDI ist eine wichtige Vernetzungsstelle für NRW-Akteure auf dem Gebiet Forschungsdatenmanagement. Als solche organisiert sie z.B. Workshops für Forschende und einen monatlichen „Jour Fixe FDM“, der FDM-Expertinnen und Experten der Einrichtungen sowie weitere Interessierte zusammenbringt. Die Landesinitiative vermittelt außerdem zwischen Bundes- und Landesaktivitäten im Forschungsdatenmanagement.

Darüber hinaus bietet sie Einführungsvorträge an Hochschulen an und stellt Tools und Materialien zum Thema bereit: dazu zählt zum Beispiel eine Musterleitlinie, die dabei hilft, Hochschulen in NRW „fit für FDM“ zu machen. Als zentrale Kontaktstelle ebnet die Landesinitiative NFDI den Weg für eine neue Datenkultur in NRW. Sie behält außerdem europäische Entwicklungen auf dem Gebiet FDM im Blick und identifiziert internationale Trends.

Mit Förderung des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW hat die Digitale Hochschule NRW (DH.NRW) die Landesinitiative NFDI als Teil der Digitalisierungsaktivitäten des Landes NRW ins Leben gerufen. Die Landesinitiative NFDI ist eng in die Arbeit der Geschäftsstelle der DH.NRW eingebunden und berichtet dem Programmausschuss der DH.NRW.

Die Landesinitiative ist an der Universitätsbibliothek der Universität Duisburg-Essen angesiedelt und hat ihre Arbeit im September 2017 aufgenommen.

Weitere Informationen zur Landesinitiative NFDI finden Sie hier.

Kontakt

Research Data Services
rds@uni-due.de

Koordination

Dr. Stephanie Rehwald
Universitätsbibliothek
0201 / 183- 6513

ZIM

Jens Kather
0201 / 183-4235
Stefan Beyer
0201 / 183-6258