Wissenschaftliche Weiterbildung in der Logistik

Projektbeschreibung

Der zunehmenden Internationalisierung, den rasch voranschreitenden technischen Innovationen und den damit verbundenen erhöhten Kompetenzanforderungen an die Beschäftigten wie auch dem drohenden Fach- und Führungskräftemangel in der Logistikbranche setzt das Projektvorhaben „Wissenschaftliche Weiterbildung in der Logistik (WiWeLo)“ ein regional und überregional wirkendes Bildungs- und Studienkonzept für akademische, aber auch nicht-akademische Adressatengruppen gewerblicher und kaufmännischer Tätigkeitsfelder in der Logistik entgegen.

Das Projekt „WiWeLo“ verfolgt im Rahmen des EffizienzClusters LogistikRuhr die modellhafte Entwicklung, Erprobung, Durchführung und Evaluation von passgenauen Qualifizierungs- und Studienkonzepten in der Logistikbranche mit zertifizierten Abschlüssen für unterschiedliche Zielgruppen auf verschiedenen betrieblichen Statusebenen. Die Konzepte werden in enger Kooperation mit der betrieblichen Praxis in Industrie, Handel, Speditions- und Transportwesen entwickelt.

Hintergrund des Verbundprojektes sind die vielfältigen Entwicklungen und Trends in der Logistik, die in der Regel mit Qualifikationsanforderungen an die Mitarbeiter entlang der gesamten Supply Chain bei Industrie- und Handelsunternehmen, Logistikdienstleistern und Transportunternehmen einhergehen. Nur durch übergreifende Qualifizierungskonzepte können Innovationen über die gesamte Supply Chain hinweg umgesetzt werden.

Insbesondere soll durch das Projekt ein Beitrag zur Öffnung der Hochschulen für Berufstätige ohne formale Hochschulzugangsberechtigung im Sinne eines Zugangs zur wissenschaftlichen Weiterbildung geleistet werden. Ziel ist es, über die Anrechnung von beruflich erworbenen formalen und informellen Kompetenzen einen wegweisenden Beitrag zur Durchlässigkeit im Bildungssystem im nationalen und internationalen Wirkungskontext zu leisten und damit eine Brücke zwischen beruflicher und hochschulischer Bildung zu schlagen.

Die Entwicklung von Angeboten soll in enger Abstimmung mit der beruflichen Praxis erfolgen, wobei der Angebotsentwicklung detaillierte Analysen des Kompetenz- und Qualifikationsbedarfs spezieller Adressatengruppen in der Logistik vorausgehen. Der konzeptionelle Ansatz versteht sich im Dreiklang der erweiterten Öffnung von Zugängen zu Bildung, der Akademisierung des Wissens auch im Bereich der beruflichen Weiterbildung und einer integrierenden Funktion, um Logistikinnovationen über Kompetenzentwicklung in das betriebliche Umfeld transferieren zu können.

Auf institutioneller Ebene werden die Projektaktivitäten in einer neu zu gründenden Servicestelle gebündelt: der DIALOGistik Duisburg, die ihren Sitz im Duisburger Hafen haben wird, die als Scharnierstelle zwischen Wissenschaft und Praxis konzipiert ist. Mit dieser Anlaufstelle für Wissenstransfer, Qualifizierung und Logistikeffizienz am Duisburger Hafen ist perspektivisch die Etablierung einer Global Logistics Academy bzw. einer Professional School verbunden. Diese zentrale Anlaufstelle soll in ihrem Angebot Qualifizierung, Beratung und Begleitung von Veränderungsprozessen für Unternehmen im Logistiksektor vereinen. In die DIALOGistik Duisburg bringen neben dem Verbundprojekt WiWeLo auch die Forschungsvorhaben Integriertes CSR-Management in Logistiknetzwerken (CoReLo) und Organisatorische Innovationen mit Good Governance in Logistik-Netzwerken (OrGoLo) Anwendungen, Produkte und letztlich auch innovative Ideen aus ihrer Forschungsarbeit ein.

Das Projekt WiWeLo fokussiert den Kern seiner Aktivitäten auf die modellhafte Entwicklung, Erprobung, Durchführung und Evaluation passgenauer Qualifizierungs- und Studienkonzepte in der Logistikbranche. Die konzeptionellen wie auch lernorganisatorischen Grundlagen werden in enger Abstimmung mit den von Praxisvertretern formulierten Entwicklungshorizonten erarbeitet. Ausgangspunkt hierfür sind detaillierte Analysen des Qualifikationsbedarfs spezifischer betrieblicher Adressatengruppen auf unterschiedlichen Hierarchiestufen.